Blog

Laughing girl applying moisturizing cream on her face. Photo of

(c) Romario Ien - stock.adobe.com

Vegane Beauty-Produkte: Try Green

In der heutigen Zeit sind vegane Beauty-Produkte nicht mehr wegzudenken. Ein Herz für Tiere zu haben, bedeutet auch, dass Tierversuche nicht unterstützt werden sollten. Vegan bedeutet vor allem: tierfreie Inhaltsstoffe.

Fischschuppen, Gelatine, Tierhaare, Horn aus Tierhufen, Teile von Quallen. Dinge, die keiner von uns essen würde, die sich die meisten Verbraucher jedoch auf den Körper und ins Gesicht schmieren. Kaum zu glauben, wenn man sich darüber Gedanken macht, jedoch sind all diese Stoffe in handelsüblichen Beauty-Produkten enthalten.

Der Trend zum Veganen und gegen Tierversuche zu sein, also die Einstellung der Menschen, dass Tiere nicht länger gequält und ausgebeutet werden dürfen, festigt sich seit Jahren und Stars wie Stella McCartney und Alicia Silverstone essen nicht nur vegan, sondern kleiden sich auch ausschließlich in Kunstmaterialien statt in Leder oder Pelz. Besonders die Promis tragen natürlich dazu bei, dass der Trend zum tierlosen Lifestyle geht.

Was genau ist vegane Kosmetik?

Bei veganer Kosmetik wird komplett auf tierische Inhaltsstoffe verzichtet. Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass vegane Kosmetikprodukte gänzlich ohne Tierversuche hergestellt werden. Der Begriff vegan ist nicht geschützt oder durch den Gesetzgeber klar definiert. Wer also vegane und tierversuchsfreie Kosmetik kaufen möchte, der muss sich bei der Wahl des richtigen Produktes vorher informieren, ob dieses „nur“ vegan ist oder auch tierversuchsfrei. Bei veganer Kosmetik sind auch Extrakte wie Milch, Honig oder Bienenwachs als Inhaltsstoffe in den Beauty-Produkten nicht erlaubt.

Der Grund, warum vegan nicht zwingend nur natürliche Inhaltsstoffe bedeutet, obwohl in Deutschland seit 2013 Tierversuche für Kosmetik verboten sind, ist, dass Hersteller durch Verlagerung der Produktion, zum Beispiel nach China, oder durch Zulieferer Wege finden, doch Stoffe in ihre Produkte einfließen zu lassen, die an Tieren getestet wurden. Ob ein Produkt vegan ist, lässt sich am einfachsten am jeweiligen Gütesiegel auf dem Etikett erkennen: Das Blumenlogo der „Vegan Society“ deutet auf vegane Produkte hin und auch das „BDIH-Siegel“ gibt grünes Licht für tierfreie Kosmetik. Wer zusätzlich noch darauf achten möchte, dass ohne Tierversuche produziert wurde, der kann sich auf der PETA-Homepage auf einer Liste, die viele solcher Marken listet, informieren.

Vorsicht statt Nachsicht

Viele Verbrauchen denken, dass vegane Beauty-Produkte besonders gut für die Haut sind, da sie nur aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Dem ist leider nicht so. Auch Pflanzen können Kontaktallergene enthalten, worauf die Haut reagiert. Juckreiz und Ausschlag können die Folgen sein. Wie bei allen Produkten können vegane Cremes und auch Schminke erst an Hautstellen getestet werden, die nicht so empfindlich sind, wie die Gesichtshaut. Geben Sie dazu ein wenig des Produktes auf eine nicht sichtbare Hautpartie wie zum Beispiel den Arm und warten Sie ab. Zeigt sich nach zwei bis drei Tagen keine Veränderung des jeweiligen Areals, so können Sie das Produkt auch problemlos im Gesicht anwenden.

Riesige Produktauswahl

Mittlerweile gibt es dank der veganen Welle alles, was das grüne Herz begehrt. Make-up, Haar- und Körperprodukte, Zahnpasta, Wimperntusche und natürlich Cremes in allen Varianten. Allein die Liste von PETA, die alle geprüften Hersteller listet, die vegane und tierversuchsfreie Produkte verkauft, umfasst etwa 200 Firmen. Auch für den Sport gibt es viele Produkte, die sich gut einen: Ein Make-up, das durchs Schwitzen nicht verschmiert, und wasserfeste Wimperntuschen, die trotzdem einen tollen Augenaufschlag zaubern, haben fast alle Hersteller im Sortiment.

Sich vegan aufzuhübschen und zu pflegen ist also problemlos möglich!

Lara Wassermann