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active woman TMX

TMX Gewinnspiel

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5 Tickets für das TMX Running-Event

 

 

 

TMX ist vor allem dafür bekannt, mit seinen Triggern muskulären oder faszialen Dysbalancen entgegenzuwirken. Am 15. September 2019 lädt die Firma zur zweiten Ausgabe des „TMX Running-Event“ ins Deutsche Sport- und Olympiamuseum nach Köln ein.

Gemeinsam mit TMX verlosen wir fünf Tickets für das TMX Running-Event.

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active woman Gewinnspiel

Quäse Gewinnspiel

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Trampolintraining gehört zu den Trendsportarten – und macht dabei auch noch
richtig Spaß: Idealerweise sollte das Training mit einer ausgewogenen,
eiweißreichen Ernährung kombiniert werden. Denn Proteine tragen
zum Muskelaufbau bei.* Ein Proteinlieferant von Natur aus (rund 30 Prozent!),
der dazu noch mit nur etwa 0,5 Prozent Fettgehalt überzeugt, ist z.B. der Quäse
Snack.**

Für das Training zu Hause verlosen wir gemeinsam mit Quäse ein hochwertiges Minitrampolin von bellicon im Wert von 560 Euro.

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SALOMON Gewinnspiel

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Deine perfekten Outdoor-Partner

active Woman Gewinnspiel

Mit seiner blickdichten Vorderseite und seiner super atmungsaktiven Mesh-Rückseite eignet sich das COMET BREEZE TEE perfekt für den Aktivsport. Das Polyestermaterial ist ultraleicht, sehr atmungsaktiv und trocknet sofort, wenn du ins Schwitzen gerätst. Dieses Shirt lässt Luft frei zirkulieren und bewahrt bei jeder Bedingung sein weiches Tragegefühl.

Die OUTSPEED-Damenshorts ist länger geschnitten und aus einem haltbaren und wasserabweisenden Doppelgewebe gefertigt, das eine Schutzbarriere gegen Feuchtigkeit und felsige Pfade bildet. Dank der schnelltrocknenden Eigenschaften sind auch leichte Niederschläge kein Problem.

 

Der  OUTline GTX ist Dein idealer Outdoor-Begleiter. Er besitzt die Leichtigkeit und Flexibilität eines Laufschuhs, dabei aber ausreichend Grip und Schutz für jeden Trail. Der leichtgewichtige (330 g), auf ausgezeichnete Flexibilität und hohen Fußhalt ausgelegte Schuh fühlt sich so bequem wie ein Laufschuh an.

 

 

 

Wir verlosen ein „SALOMON Outdoor Women Outfit“ und Multisport-Produkte für abenteuerlustige Outdoor-Frauen im Wert von 240,- Euro.

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Pistazien-Sportriegel

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Gemeinsam mit American Pistachio Growers verlosen wir insgesamt 10 Sets.

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8/5/1984 ? OLY LEGACY ? Joan Benoit comes into the Coliseum to run the last portion of the Women's m

Endlich im Rampenlicht

Ausdauerlauf für Frauen galt bis weit ins 20. Jahrhundert hinein als unästhetisch und gesundheitsschädigend. Der deutsche Landarzt Dr. Ernst van Aaken stand sein Leben lang an der Spitze der weltweiten Frauenlauf-Bewegung. Die Geschichte eines l­angen Kampfes.

Als Joan Benoit am 5. August 1984 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles aus dem Marathon-Tunnel in das sonnengeflutete Memorial Coliseum einläuft, erwarten sie bereits mehr als 77.000 frenetisch jubelnde Menschen. Mehr als zwei Stunden ist die US-Amerikanerin bereits auf den Straßen der kalifornischen Metropole unterwegs, jetzt trennt sie noch genau eine Stadionrunde vom ersten Marathon-Sieg einer Frau bei Olympischen Spielen.

Einer, der es nach Ansicht vieler Experten verdient gehabt hätte, dabei zu sein, ist allerdings nicht im Stadion. Der deutsche Laufpionier Dr. Ernst van Aaken fehlt an jenem Vormittag auf den Zuschauerrängen. Es gehört wohl zur tragischen Ironie der Geschichte, dass der langjährige Verfechter des Mittel- und Langstreckenlaufs für Frauen seinen größten Triumph nicht mehr miterleben kann. Nur wenige Monate vor den Olympischen ­Spielen in Los Angeles stirbt er in seiner Heimat Waldniel am Niederrhein.

Dabei war es van Aaken, der der Frauenlauf-Bewegung mit seinem Wirken wesentliche Impulse gegeben hat. Durch die beachtlichen Leistungen des finnischen Wunderläufers Paavo Nurmi wird er selbst mit 14 Jahren zum Ausdauerlauf angeregt. Und obwohl er sich zunächst noch verstärkt dem Stabhochsprung widmet, verblasst sein Interesse am Laufsport keineswegs. Nachdem er in den 1930er-Jahren in Bonn Astro­nomie, Philosophie, Pädagogik und später auch Medizin studiert hat, lässt er sich nach dem Zweiten Weltkrieg im Alter von 37 Jahren als Landarzt in der deutschen Provinz nahe der niederländischen Grenze nieder. Im Jahr 1953 gründet er dort den Olympischen Sport Club (OSC) Waldniel. Der Verein unterstützt van Aaken fortan in seinem Bestreben, den Ausdauerlauf der Frauen nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt populär zu machen.

Schlechte Erfahrungen

Was heute selbstverständlich erscheint, erhitzte damals noch die Gemüter. „Frauen könnten sogar über 100 Kilometer laufen“, behauptet van Aaken und provoziert damit einen Sturm der Entrüstung. Noch bis in die 1950er-Jahre hinein waren längere Wettkampfstrecken – also alle Distanzen über 800 Meter – für Frauen offiziell verboten. So richtet Karl Ritter von Halt, Ehrenpräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, 1954 auf dem Verbandstag in München einen flammenden Appell an die Stimmberechtigten, die über eine Einführung des 800-Meter-Laufs für Frauen entscheiden sollten: In aller Welt werde das Bild der Frau leiden, wenn angesichts der doch sehr langen Strecke von 800 Metern „die Frauengesichtszüge Zeichen der Hetze und Qual bieten werden“. Auch der Deutsche Sportärztebund befürchtet in einer Pressemitteilung „gesundheitliche Schädigungen der Läuferinnen“, zudem seien die erheblichen Risiken in Hinblick auf die „Gebärfähigkeit“ nicht absehbar.

Die Kritiker des Frauen-Langstreckenlaufs verwiesen zu diesem Zeitpunkt gerne auf den 800-Meter-Lauf bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam. Damals waren im Ziel nahezu alle Läuferinnen vor der versammelten Weltöffentlichkeit völlig erschöpft und mit schmerzverzerrten Gesichtern zu Boden gesunken. In einem Zeitungsbericht hieß es: „Es erhob sich ein Sturm der Entrüstung gegen den 800-Meter-Lauf der Frauen. Sogar Geistliche verschiedener Konfessionen sprachen von einer Schande für das Frauengeschlecht, eine solche Strecke zu wagen.“ Für van Aaken war das für die damaligen, zumeist männlichen Zuschauer erschreckende Bild schnell zu erklären.

Obwohl sie gar nicht für die Mittelstrecke trainiert hatten, gingen zahlreiche Sprinterinnen wohl auch über die neue 800-Meter-Distanz an den Start. Mit schlimmen Folgen: Der längere Frauenlauf wurde sofort wieder aus dem Programm genommen. Van Aaken hielt trotzdem an seiner Überzeugung für den Mittel- und Langstreckenlauf der Frauen fest und rekrutierte in Waldniel, neben Kindern, vor allem Frauen für sein Lauftraining. Sein Weggefährte Wildor Hollmann, ehemaliger Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln, erinnert sich noch heute: „Man zeriss ihn überall und bezeichnete ihn als Spinner.“

Neuartige Laufmethodik

Dass van Aaken in den 1960er-Jahren von führenden Lauftheoretikern angegriffen wird, liegt freilich nicht nur an seinem Engagement für den Frauen-Ausdauerlauf, sondern auch an seiner praktizierten Trainingslehre. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte unter den Spitzenathleten eigentlich das Intervalltraining – mit einem Wechsel aus extrem hohen Belastungen und sehr kurzen Erholungsphasen. Doch diesem Programm setzte van Aaken seine „Waldnieler Ausdauermethode“ entgegen, die lange Ausdauerläufe in moderatem Tempo vorsieht. Das Entscheidende daran: Nicht nur Leistungssportler sollten von dieser ­Trainingsform profitieren, er sah das Laufen als Medizin für jedermann.

Der „Laufdoktor“, als der er später in die Geschichte einging, verschrieb Hausfrauen, die mit Kopfschmerzen oder Wasser in den Beinen zu ihm kamen, statt Medikamenten leichte Trabeinheiten in den Feldern. „Der Élan vital, der Lebensschwung der Körperzellen, wird durch den Sauerstoff unserer Atmung unterhalten“, propagierte van ­Aaken. Physiologisch übersetzt, verfolgte er ein Trainingskonzept, das die maximale ­Sauerstoffaufnahme der Läuferinnen erhöhen soll, ohne dass sie während der Einheiten in eine allzu große Sauerstoffschuld geraten.

Bei niedriger Intensität stellen stundenlange Läufe somit kein Problem mehr dar. In den USA, wo sich van Aaken aufgrund seiner Vortragsreisen zu einer bekannten Persönlichkeit entwickelte, wurde seine Trainingslehre fortan mit der griffigen Formel LSD („long slow distance“) umschrieben. Wissenschaftlich erhielt seine Methode in Deutschland erst im Nachhinein Anerkennung, unter anderem durch die Arbeiten von Wildor Hollmann: „Er war ein Bahnbrecher für die Gesundheit auf einem Gebiet, dessen gesundheitliche Bedeutung vor ihm völlig unbekannt war.“

Von großer Bedeutung war auch van Aakens Annahme, dass Frauen sogar die besseren Ausdauersportler sein könnten. Als Mediziner wusste er, dass der Körper zur Energiebereitstellung beim Marathon irgendwann damit anfangen muss, eingelagerte Fettreserven in Energie umzuwandeln. Und da der weibliche Körper über einen höheren Fettgehalt verfüge, seien Frauen besser für Ausdauersportarten ­geeignet als Männer.

Jahrelanger Kampf

Während die nationalen Verbände und Veranstalter von Straßenläufen sich in den 1960er- Jahren weiterhin an die internationalen Regeln hielten und ihre Wettkämpfe nicht für Frauen öffneten, verfolgte van Aaken im beschaulichen Waldniel andere Ziele. Er trainierte die ortsansässige Anni Erdkamp und ließ sie am 16. September 1967 heimlich im von ihm organisierten Marathonlauf starten. Die 27-jährige wurde in 3:07,26 Stunden Gesamtdritte des Laufs und unterbot damit den bis dato gültigen Weltrekord der Kanadierin Maureen Wilton um sieben Minuten und 58 Sekunden. Van Aaken stand plötzlich an der Spitze einer weltweiten Bewegung für den Frauenlauf, der sich vor allem in den USA immer ­größerer Beliebtheit erfreute.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Ausdauerlaufs für Frauen ereignete sich 1973, wieder in Deutschland, wieder in Waldniel. Am 28. Oktober fand dort der erste internationale Frauen-Marathon der Geschichte statt, bei dem es Christa Vahlensieck, geb. Kofferschläger, als erster deutschen Frau gelang, die Drei-Stunden-Grenze zu unterbieten. Die Veranstaltung am Niederrhein hatte Signalwirkung: Zwei Jahre später erlaubte auch der prestigeträchtige Boston Marathon die offizielle Teilnahme von Frauen.

Der Vormarsch der ambitionierten Läuferinnen war nicht mehr zu stoppen: Zunächst bestätigte der internationale Leichtathletik-Verband im Jahr 1980 die Aufnahme aller Frauen-Disziplinen, darunter auch den Marathonlauf, für die erste Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1983 in Helsinki, dann zog wenig später das Internationale Olympische Komitee nach: In seiner 84. Session 1981 in Baden-Baden nahmen die Mitglieder den Frauen-Marathonlauf für die Olympischen Spiele 1984 als offizielle Disziplin auf. Der jahrelange Kampf um Gleichbereichtigung und Changengleichheit des „Laufdoktors“ van Aaken fand damit ein glückliches Ende. Die Genugtuung, den ersten Marathon-Zieleinlauf einer Frau bei Olympischen Spielen mitzuerleben, war ihm jedoch nicht vergönnt. Nachdem er 1972 bei einem Laufunfall bereits beide Beine verloren hatte, starb er 1984 nur wenige Monate vor den Olympischen Spielen.

 

Matthias Gante

Female athlete resting

Ab in die Wäsche

Oberteil nass, Hose nass, alles nass: Je anstrengender die Einheit ist, desto schweißtreibender ist sie auch. So befreiend sich das auf unsere Seele auswirkt, so problematisch kann es werden, wenn wir danach die Pflege unseres Körpers vernachlässigen.

Kaum ein Teint ist so schön wie der nach einer Sporteinheit. Beim Blick in den Spiegel nach einem Winterlauf strahlt die Haut frisch, und die Wangen leuchten rosig – natürlich unterstützt von den glänzenden Augen. Der Sport an der ­frischen Luft hat die Durchblutung nach oben gekurbelt und die Haut mit Sauerstoff versorgt. Auch der Schweiß ist zunächst einmal sehr gut für die Haut. „Im Schweiß sind Substanzen enthalten, die notwendig für die Haut sind, und ich brauche Schweiß für die Temperaturregulierung“ sagt zum Beispiel die Augsburger Dermatologin Dr. Julia Welzel. Zu feucht möge es die Haut aber auch nicht, wenn sich die Feuchtigkeit zum Beispiel in Hautfalten staue. Daher sollte man darauf achten, dass der Schweiß beim Sport verdunsten kann – also atmungsaktive Kleidung wählen.

Und auch wer die Hygiene nach schweißtreibenden Trainingsaktivitäten schleifen lässt, kann schnell die Quittung in Form von Dermatosen, also Entzündungen der oberen Hautschichten, bekommen. Begünstigende Aspekte für Hautinfektionen sind unter anderem das verstärkte Schwitzen, enger Kontakt zu anderen Sportlerinnen, die Benutzung von Trainingsgeräten und Umkleide­räumen sowie das ­Tragen der immer ­gleichen Sportkleidung.

Kleine Duschanleitung

Um zunächst einmal Entzündungen und Irritationen zu vermeiden, gilt es, ein paar Tipps zu beachten. Der erste liegt auf der Hand beziehungsweise direkt im Badezimmer: die Dusche. Denn Sportlerinnen sollten ihre Haut regelmäßig und natürlich besonders nach dem Training reinigen und damit von Schmutzpartikeln oder Schweißrückständen befreien. Dabei gilt es, nicht zu übertreiben. Denn auch zu langes Duschen strapaziert die Haut. So schön entspannend es auch zunächst sein mag, sich nach dem Laufen vom Wasser berieseln zu lassen. Bei der Temperatur sollte es weder zu heiß noch zu kalt werden. Beim Duschen mit heißem Wasser wird der natürliche Fettfilm der Haut abgespült, und die Haut trocknet somit schneller aus. Ähnliches geschieht bei zu aggressiven, meist sehr schäumenden Duschgelen. Wer sowieso zu trockener Haut neigt, sollte auf jeden Fall auf milde Produkte achten. Das Nein zum heißen Duschen bedeutet allerdings auch kein Ja für die kalte Dusche.

Denn sehr kaltes Duschen ist ebenfalls kontraproduktiv. Schließlich sorgt das kalte Duschwasser dafür, dass man nach dem Duschen wieder schnell zum Schwitzen kommt. Nach dem Duschen ist es außerdem sehr wichtig, sich komplett abzutrocknen. Das sollte möglichst schnell gehen, damit das Wasser nicht auf der Haut verdunstet und dieser damit noch mehr Feuchtigkeit entzieht. Zu rabiat darf dabei aber nicht gerubbelt werden, da auch das für trockene und irritierte Haut sorgen kann. Bevor es dann wieder in die Anziehsachen geht, hilft das Eincremen, einer spröden Haut entgegenzuwirken.

Beim Reinigen nach der Sporteinheit verdient zudem das Gesicht besondere Beachtung. Schließlich öffnen sich beim Schwitzen die Hautporen, und Schmutz­partikel werden heraustransportiert. Schon beim Sport ist es daher besser, kein Make-up zu tragen, welches die Poren verstopfen kann. Wenn nun nach der Trainingseinheit der Schweiß, die Schmutzpartikel, Hautschüppchen und Make-up-Reste auf der Haut trocknen, können die Poren verstopft ­werden. Und gerade hier fühlen Bakterien sich ­besonders wohl. Wer nach dem Sport zu lange mit der Reinigung des Gesichts wartet, riskiert eine unnötige Pickelbildung. Beim Säubern kann auch eine elektrische Gesichtsreinigungsbürste helfen.

Das hilft bei der Hygiene:

Punkt 1 – Handtücher

Ganz praktische Hygienetipps gilt es im ­Fitness-Studio zu beachten. Das fängt schon beim Packen der Sporttasche an. In diese gehören unbedingt mindestens zwei Handtücher. Eines benutzten Sie ausschließlich dafür, sich beim Sport den Schweiß aus dem Gesicht abzuwischen. Das sollte ­nämlich nicht mit den Händen gemacht werden, mit denen auch die Sportgeräte angefasst werden, da diese von zahlreichen Personen benutzt werden. Und diese verteilen Bakterien an den verschiedenen Geräten. Dieses Schweißhandtuch sollte direkt nach dem Training gewaschen werden und keinesfalls eine zweite Karriere als Duschhandtuch beginnen. Dafür dient ausschließlich das zweite Handtuch aus der Sporttasche. Zusätzlich ist es hilfreich, ­darauf zu achten, sich im Fitness-Studio nicht allzu oft ins Gesicht zu fassen.

Punkt 2 – Klamotten

Außer dem Schweißhandtuch darf auch die Sportkleidung nach jedem Einsatz in die Wäsche. Dabei muss es nicht immer das volle Waschprogramm sein, manchmal reicht auch Handwäsche mit Shampoo als reinigendes Element aus. Wichtig ist ­besonders bei Funktionskleidung, diese nicht mit normaler Wäsche zu kombinieren, da auf diesem Weg Flusen an den atmungsaktiven Anziehsachen hängenbleiben können. Wenn der Schweißgeruch einfach nicht aus Shirt und Co. verschwinden will, darf keinesfalls eine höhere Temperatur gewählt werden. Entgegen der vorgeschriebenen Temperatur zu waschen kann die Funktion der Kleidung beeinträchtigen. Dies gilt auch für Weichspüler. Bei besonders aggressivem Geruch können die Sportklamotten vor der Wäsche mit Essig oder Kernseife ­vor­behandelt werden.

Punkt 3 – Yogamatte

Wer die Sportklamotten immer vorschriftsmäßig wäscht, hat vielleicht trotzdem noch eine Bakterienschleuder im Zimmer – die Yogamatte. Wer beim ­Yoga schwitzt, und das dürfte eigentlich jeder Yogi sein, verteilt den Schweiß direkt auf der Yogamatte. Wenn die Einheit im ­Studio oder im heimischen Wohnzimmer vorbei ist, wird die nun vollgeschwitzte Matte oftmals sorglos zusammengerollt und bis zur nächsten Einheit weggepackt. Bakterien dürfen sich freuen – selbst dann, wenn man die Matte während der Einheit mit einem Handtuch bedeckt hat. Manche Yogamatten dürfen in die Waschmaschine, das ist die einfachste Variante der Reinigung. Schonender ist es, die Matte mit einer Essig­mischung abzuwaschen. Oder man schafft sich direkt ein spezielles Yogamatten-Spray oder ein anderes Desinfek­tionsspray an.

 

Kerstin Börß

Zum Sport verabreden

Gemeinsam trainiert es sich leichter

Wer sich mit anderen zum Sport verabredet, geht mit höherer Wahrscheinlichkeit zum Training – dies belegt eine repräsentative Umfrage von InnoFact im Auftrag von Fitness First. Für die Studie wurden über 1.000 sportbegeisterte Menschen in Deutschland danach befragt, was sie zum Trainieren motiviert. Von den Befragten trainieren 77 Prozent mindestens ein- bis zweimal die Woche.

Gesundheit ist die größte Motivation


Für die Studie wurden die Teilnehmer danach befragt, was ihre größte Motivation zum Sporttreiben ist. „Für meine Gesundheit“ liegt mit 86 Prozent an erster Stelle. Auf Platz zwei landete mit 80 Prozent die Angabe, dass Sport für ein besseres Körpergefühl betrieben wird. Auch der Ausgleich zum Job (60 %), das besseres Aussehen (56 %), der Spaß am Sport (55 %) und um abzunehmen (52 %) sind wichtige Motivationsgründe. Rund ein Drittel der Befragten hält sich fit aus Freude an Komplimenten über die Figur (34 %), um Zeit mit Freunden zu verbringen (29 %) oder um nach einem Rückschlag wieder zu neuer Stärke zurückzufinden (27 %).

Ein kleinerer Teil der Studienteilnehmer ist durch spezielle Trainingsziele motiviert: 25 Prozent treiben Sport, um nach einer Verletzung wieder fit zu werden, 18 Prozent um sich sportlich mit anderen zu messen und 13 Prozent um sich auf einen Wettkampf vorzubereiten. Das Schlusslicht bildet die Partnersuche: 10 Prozent gaben an, zum Sport zu gehen, um dort einen neuen Partner kennenzulernen.

Interesse an Personal Trainern und Apps


Bei zehn Aussagen über das Sportverhalten erhielt die Angabe „Ich bin ganzjährig motiviert und fit“ mit 77 die meiste Zustimmung. 71 Prozent der Befragten bestätigten, dass sie motivierter sind, wenn sie sich mit Freunden zum Sport treffen. Danach folgt der Wunsch, regelmäßig mit einem Personal Trainer zu trainieren (64 %), und die Überzeugung, dass es motiviert, die eigenen Fortschritte über eine App oder ein Fitnessarmband zu tracken (57 %). Rund die Hälfte der Teilnehmer stimmt zu, dass sie direkt vor dem Strandurlaub besonders motiviert ist, ins Fitnessstudio zu gehen (53 %), und dass sie Kurse im Fitnessstudio besucht, da sie lieber in einer Gruppe trainiert (47 %). Nur ein Viertel (25 %) teilt die Gewohnheit, Selfies von sich im Fitnessstudio zu posten, weil das Feedback auf die Posts für Motivation sorgt.

Gemeinsam trainieren motivieren zum Sport


Für die Studie wurde außerdem nach persönlichen Voraussetzungen für häufigeres oder konsequenteres Training gefragt.  80 Prozent gehen davon aus, dass gesundheitliche Probleme wie Rückenschmerzen Gründe für häufigeres Training sind. Freunde oder andere, die fragen, ob man mit ihnen trainieren möchte, sind ebenfalls für 80 Prozent eine Voraussetzung für mehr Sport. Viel Zustimmung erhielten auch die Antworten mehr Spaß am Training (78 %), mehr Zeit (76 %), zu eng werdende Kleidung (70 %) und weniger Müdigkeit (69 %).

Als weitere Voraussetzung für häufigeres Training wurde weniger Stress im Job (65 %) angegeben. Andere würden mehr trainieren, wenn ihr Umfeld ihnen sagt, dass es wichtig für ihre Gesundheit ist bzw. sie übergewichtig sind (63 %). Etwas mehr als die Hälfte wünscht sich ein näheres Fitnessstudio (57 %) oder eine gute digitale Trainingsalternative für zu Hause, weil sie sich im Moment kein Fitnessstudio leisten kann (54 %). 50 Prozent sehen ein Ziel wie einen Firmenlauf oder einen Marathon als Motivationsgrund für konsequenteres Training.

Was Frauen und Männer antreibt


In der Befragung gaben Frauen im Gegensatz zu Männern öfter an, dass sie durch ein besseres Aussehen zum Sporttreiben motiviert sind (64 % zu 51 %) und weil sie sich über Komplimente über ihre gute Figur freuen (38 % zu 32 %). Männer wiederum gaben öfter als Frauen an, dass sie Sport treiben, um sich mit anderen zu messen (22 % zu 12 %) oder um nach einer Verletzung wieder fit zu werden (28 % zu 20 %). Es stimmten außerdem mehr Frauen als Männer der Aussage zu, dass die Messung ihrer sportlichen Fortschritte über eine App oder ein Fitnessarmband ihnen zu mehr Motivation fürs Training verhilft (60 % zu 55 %).

Unser aktiv Laufen Lauf-Camp

Sonne, Meer und Laufschuhe

Was gibt es schöners als nach einem feucht-nassen Winter ein bisschen Sonne zu tanken und gleichzeitig mit Schwung in die neue Laufsaison zu starten? Im März und April 2018 finden wieder unsere beliebten Lauf-Camps auf unserer Lieblingsinsel Mallorca statt.

Cala Millor im Osten der Mittelmeerinsel ist die Homebase der insgesamt zwei Laufcamps. Sämtliche Läufertypen spricht das aktivLaufen-Expertenteam rund um *Fabian Raschke an. Die täglich von erfahrenen Athleten und Trainern geführten Läufe werden in unterschiedlichen Leistungsgruppen absolviert. Strecke und Geschwindigkeit sind somit der entsprechenden Leistungsklasse angepasst.  Ob Fahrtspiel, Intervalltraining oder Longjog – am Ende Ihres Camps werden es nicht nur Begriffe sein, sondern Sie werden deren Nutzen kennen und sie gerne ins Training aufnehmen.

Theorie und Praxis

Sie profitieren in allen zwei Wochen von dem Expertenwissen. In Workshops, Theorieeinheiten oder in persönlichen Gesprächen zwischendurch erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Laufen. Weitere sinnvolle Praxiseinheiten wie Rumpfstabilisation, Dehnungsgymnastik, Lauf-ABC u. v. m. runden das Programm ab und werden Ihren künftigen Trainingsalltag bereichern. Neue Leute kennenlernen oder mit alten Bekannten eine Woche voller Spaß und Action erleben, so könnte die Überschrift der aktivLaufen-Runningcamps auch lauten. Ob vor, zwischen, nach oder bei den sportlichen Aktivitäten, der Spaß kommt garantiert nicht zu kurz!

Die Lauf-Camp Termine

Unsere All-Inclusive-Lauf-Reisen im SMARTLINE HOTEL ANBA ROMANI****
finden im März und April statt

10. – 17.03.2018 / 1 Woche … mehr Infos
21. – 28.04.2018 / 1 Woche …mehr Infos

BUCHUNGEN UND WEITERE INFORMATIONEN UNTER

Willst-Du-weg Touristik & Aktiv Laufen
Buchungshotline: +49- (0) 21 51 – 65 44 860
Willst-Du-weg.de
Mo – Fr 9-18:30 Uhr, Sa 10-13 Uhr

Kontakt Laufcamps:
Marken Verlag GmbH
Hansaring 97, 50670 Köln
Telefon: 0221 9574270
marken-info@markenverlag.de


*Fabian Raschke – Leiter Trainerteam

Ausgebildeter „Lauf-Instructor“
Gründer, Vorstand und Coach vom OCR Frankfurt e.V.
Personal Trainer (B-Lizenz)

Sportliche Erfolge:
Ambitionierter Läufer seit 18 Jahren
Teilnahme an dutzenden:
Volksläufen, Marathons, Triathlons, Hindernisläufen.
PBs: 10k: 36:00 min., HM: 1:21 h
Marathon: 2:56 h

Warum das Fitness-Studio das bessere Zuhause ist

10 Gründe, für das Fitnessstudio

Zu Hause ist es doch am Schönsten? Auch an anderen Orten kann man sich pudelwohl fühlen! 10 Gründe, warum das Fitnessstudio den eigenen vier Wänden in puncto Wohlfühlfaktor Konkurrenz macht und darum manchmal einfach das bessere Zuhause ist,

1.Zeit für dich
Zuhause ist immer etwas los und Ruhe ist ein Fremdwort – deshalb ab in den Club, hier kann man entspannt trainieren, alles andere vergessen und muss mit niemandem reden, wenn man nicht möchte. Viele Studios bieten eine kostenlose Kinderaufsicht, manche auch Kurse für Kids.

2.Der Hausarbeit entfliehen
Der Abwasch steht an und auch das Bad müsste dringend geputzt werden – ein guter Zeitpunkt, mal wieder Sport zu treiben! In der Zwischenzeit macht sich der Haushalt vielleicht doch von allein – oder wird von einem anderen Familienmitglied erledigt.

3.Selbstbewusstseins-Booster
Im Fitnessstudio brauchst du kein schlechtes Gewissen haben, denn hier tust du definitiv etwas Gutes – du bringst nicht nur deine Fitness, sondern auch deine Figur in Form und wirst dich nach dem Training garantiert gestärkt fühlen. Du bist Trainingsanfänger und noch etwas unsicher im Studio? Dann lass dich von einem Personal Trainer anleiten – er wird dich auf dem Weg zu deinen Fitnesszielen begleiten und jeden deiner Erfolge mit dir feiern!

4.Kostenloses Entertainment
Lust auf den neusten Gossip oder Lifestyle-Trends? Im Fitnessclub warten die aktuellsten Zeitschriften auf dich. Und dann gibt es da auch noch Fernseher und WLAN im ganzen Club: Du musst dich nicht mal zwischen deinen Lieblingssendungen entscheiden, sondern kannst dich beim Cardio-Training gleichzeitig auf mehreren Kanälen unterhalten lassen.

5.Problem(zonen) bekämpfen
Zu Hause kommt man manchmal aus dem Grübeln nicht mehr heraus – im Fitnessstudio kann man sich auspowern und auf andere Gedanken kommen. Danach sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

6.Der Wellnessbereich
Zu Hause nur wenig Platz im Bad und die Dusche ist eh viel zu klein? Ein guter Grund, das wöchentliche Spa-Ritual im Wellnessbereich des Clubs durchzuführen. Dank Sauna, Dampfbad und Ruheräumen kannst du dort mal so richtig vom stressigen Alltag abschalten!

7.Einsamkeit ade
Dir fällt die Decke deiner Single-Wohnung auf den Kopf? Im Fitnessstudio wird nicht nur trainiert, sondern manchmal auch geflirtet. Auf jeden Fall lernst du hier mehr Menschen kennen, als alleine auf der Couch. Und auch auf Nicht-Singles warten neue Bekanntschaften: Du findest in zahlreichen Kursen Gleichgesinnte, die im besten Fall zu deinem neuen Sport-Buddy werden.

8.Der Versuchung fern bleiben
Schokolade, Chips und Co. – all das lauert im hauseigenen Vorratsschrank und verführt zum Naschen. Im Fitnessstudio sind diese Versuchungen weit, weit weg! Außerdem kommst du beim Training sowieso nicht auf die Idee, aus Langeweile zu Süßigkeiten zu greifen.

9.Wo du alles findest, was du brauchst
Die Batterien der Waage sind schon länger leer, dein Föhn hat wenig Power und das Wasser in der eigenen Dusche wird nicht mehr richtig warm? Kein Problem, im Fitnessstudio funktioniert beides perfekt! In vielen Clubs gibt es außerdem einen riesigen Spiegel fürs anschließende Styling.

10.Fitnesstermin statt Aufschieben
Beine hochlegen statt anspannen ist hier nicht – im Fitnessstudio hast du einen festen Termin für deinen Kurs, den du nicht auf später oder morgen verschieben kannst. Ein weiterer Vorteil: Im Fitnessclub hilft dir der Trainer, wenn du die Übung falsch ausführst – so kannst du weniger schummeln und riskierst keine Verletzungen beim Workout.

 

 

Kribbeln im Bauch - EMS

Kribbeln im Bauch

Es soll schlanker, fitter und definierter machen: EMS-Training liegt im Trend. Doch was bringt das Training mit den kleinen Stromstößen wirklich? Ein Erfahrungsbericht.

Ich bin besorgt. Möchte ich mir wirklich Strom durch den Körper jagen lassen? Die Amalgam-Füllungen im Mund bin ich erfolgreich losgeworden. Und jetzt lasse ich mich freiwillig unter Strom setzen? Ist das überhaupt gesund? Was ist, wenn jemand aus Versehen gegen einen dieser Stromregler stößt? Menschliches Versagen gibt es ja überall…
Nach einem deftigen Abendessen, mit Blick auf meinen Bauch, beschließe ich aber, den Selbstversuch zu wagen. Einmal 20 Minuten EMS-Training sollen ja so effektiv sein wie zweimal wöchentlich ein Kurs im Fitnessstudio.
Samstagmorgen, 10:30 Uhr Ortszeit: Gespannt betrete ich das modern eingerichtete EMS-Studio der Franchise-Kette „Bodystreet“ in Hamburg. Ich entdecke Umkleidekabinen, Duschen und einen kleinen Thekenbereich, wo ich mir mit Früchten versetztes Wasser nehmen kann. Es wird empfohlen, einen halben Liter Wasser vor dem Training zu trinken, um die Leitfähigkeit des Stroms zu unterstützen. Na dann – Prost!

Mix aus Neoprenanzug und Strumpfhose


Trainerin Mariella (25) begrüßt mich herzlich und drückt mir einen zweiteiligen Mikrofaser-Anzug in die Hand. Den soll ich anziehen. „Alles andere darunter bitte ablegen – auch Unterhose und BH“, sagt sie. Wie bitte? Ich zögere – aber da die Sachen frisch gewaschen sind, schlüpfe ich hinein. Sobald ich mich entschieden habe, regelmäßig zu trainieren, lege ich mir ohnehin mein eigenes Set zu, beruhige ich mich. Das Outfit liegt eng an, der Stoff erinnert an eine Mischung aus Neoprenanzug und Strumpfhose.

Mittlerweile ist Torsten (30) eingetroffen. Er wird gleich am Gerät neben mir trainieren. Im Studio kann ein EMS-Coach immer zwei Personen gleichzeitig betreuen. Mariella geht zunächst einen Fragebogen mit mir durch. In bestimmten Fällen darf nämlich nicht trainiert werden – etwa, wenn man unter Epilepsie leidet, schwanger ist oder Diabetes hat. „Wer sich nicht sicher ist, hält am besten erst einmal Rücksprache mit einem Arzt“, sagt Mariella. Da wir bei mir überall fleißig „Nein“ ankreuzen konnten, geht es jetzt weiter in Sachen Ausrüstung.
Mariella greift zu einer Weste mit Elektroden und sprüht diese mit warmem Wasser ein. „Das ist wichtig, weil das den Strom besser leitet“, erklärt sie und legt mir die Weste an. Dabei zurrt sie mir diese mit Hilfe von verstellbaren Riemen eng an den Körper. „Je fester ich sie dir anlege, desto besser spürst du die Stromimpulse.“

Kleine Hämmerchen bearbeiten von innen meine Muskeln


Noch fühlt sich die Weste wunderbar warm am Rücken an. So als würde ich beim Physiotherapeuten eine heiße Rolle gegen Hexenschuss bekommen. Mariella legt mir nun auch an den Armen und Beinen Manschetten an. Um die Mitte schlingt sie mir einen Hüftgurt mit integrierten Elektroden. Auch der Po bleibt nicht verschont. Danach präpariert Mariella Torsten, klappt die Kabel an die richtigen Punkte und verbindet uns mit der Stromquelle. Dann kann es losgehen.

Probeweise schiebt sie die Stromregler hoch und fragt, ob wir etwas spüren. Und ob! Erst juckt es ganz leicht, dann kribbelt es – was mich zu Ausrufen wie „Oh“ und „Ah“ verleitet. Kleine Hämmerchen bearbeiten nun meine Muskelpartien. Elektroimpulse jagen durch meinen Körper – bis zu 85 Mal pro Sekunde sollen jetzt meine Muskeln stimuliert werden. Schmerzen tut das Ganze aber nicht.

Elektroimpulse stimulieren

Wir führen nun isometrische Halteübungen aus. Je nach Muskelpartie gehen wir in die Knie, stehen auf einem Bein oder beugen den Rumpf. Die Elektroimpulse stimulieren dabei vier Sekunden lang unsere Muskeln. Es kribbelt, manchmal zwickt es auch – dann heißt es 4 Sekunden Pause machen und entspannen.

Mariella steht die ganze Zeit bei uns. Sie führt die Übungen vor, kontrolliert und korrigiert unsere Haltung. Das gibt Sicherheit. Ich entwickele ein ganz neues Körpergefühl, spüre meinen Körper bis in die letzten Winkel. Die Stromimpulse wecken auch die tiefsten Muskeln aus ihrem Winterschlaf. Seit der Schwangerschaft hat sich mein Bauch zu einem Schlaffi entwickelt. Wild entschlossen bitte ich Mariella, im Bereich der Bauchrolle die Stromimpulse zu erhöhen.

Den ganzen Körper trainiert

Ja, gib ihm! Ups, jetzt ist mir das Zucken doch zu stark – Mariella stuft die Intensität wieder runter. 12 Minuten der Session sind vorbei und ich habe bereits jetzt gefühlt den ganzen Körper trainiert. Das Display zeigt den Countdown an – noch 8 Minuten. Die Zeit vergeht wie im Flug. Wir geben noch mal alles! Derweil stemmt sich Mariella gegen unsere Arme und Beine, um den Widerstand zu erhöhen.

Der Nachbrenn-Effekt ist hoch. Noch Stunden später spüre ich das Kribbeln in allen Muskelregionen. Am nächsten Tag habe ich einen leichten Muskelkater und das Gefühl, von meinem eigenen Muskelkorsett in Form gehalten zu werden. Und das bei nur 20 Minuten Einsatz. Was wohl nach mehrwöchigem Training alles drin ist?                                                    Nari Nikbakht

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum EMS-Training


Das Kürzel EMS steht für Elektrostimulation. Beim EMS-Training werden die Muskeln per Reizstrom stimuliert. Dafür sorgen die aufgesetzten Elektroden, die in der Funktionskleidung integriert sind, und die über die Haut Impulse an die Muskeln abgeben. Ein Trainer reguliert dabei die Impulse über ein Gerät. Der Reizstrom aktiviert die tieferliegenden Muskeln und die Skelettmuskulatur.

Wie funktioniert das?


Ein durch Strom gereizter Muskel zieht sich zusammen, was ihn kräftigt. Die besten Ergebnisse werden Studien zufolge durch den Mix aus aktiver Bewegung und elektrischen Muskelreizen erzielt. Dadurch wird eine bis zu 90-prozentige Auslastung des Muskels erreicht und sein Wachstum angeregt. Ohne Strom wird der Muskel nur zu etwa 70 Prozent ausgelastet. Die Stärke des Stroms stellt der Trainer je nach Fitnessgrad seines Schützlings ein.

Was bringt das Training?


Verschiedene Studien an deutschen Universitäten haben gezeigt, dass das EMS-Training tatsächlich effektiv ist: Es baut schneller Muskeln auf, löst Verspannungen, lindert Rückenschmerzen. Allerdings raten Experten von einem reinem EMS-Training ab. Grund: Ausdauersport und Krafttraining kann EMS-Training auf Dauer nicht ersetzen.

Wie oft sollte man EMS machen?


Ein bis zwei Termine wöchentlich sind ausreichend, um fit zu werden bzw. zu bleiben. Der Nachbrenn-Effekt ist immens hoch.

Wie hoch ist der Kalorienverbrauch?


EMS-Training lässt sich mit anderen Sportarten schwer vergleichen – aber in einer Einheit sollen bis zu 600 Kalorien verbrannt werden. Das entspricht in etwa 60 Minuten Joggen.

Ist EMS gefährlich?


Nein. Der Einsatz von Strom zum Aufbau von Muskeln ist seit langem etabliert. Physiotherapeuten setzen seit vielen Jahren bereits im Reha-Bereich Strom ein, um gezielt einzelne Muskeln aufzubauen. Auch viele Leistungssportler nutzen EMS-Training, um ihre Leistung zu erhöhen.

Für wen ist EMS nicht geeignet?


Für Schwangere und Träger von Herzschrittmachern sind diese Geräte tabu. Im Zweifelsfall immer erst einen Check beim Hausarzt machen.

Was kostet das Training?


Das Training kostet einmal in der Woche mindestens 20 Euro – kein Schnäppchen! Daran sind in der Regel eine einmalige Aufnahmegebühr und feste Vertragszeiten gekoppelt. Manche Studios bieten auch Zehnerkarten an.