Category : travel

NB-NY-Kollektion 2018

TCS New York Marathon – Traum aller Läufer

Nur noch wenige Wochen, dann ist es soweit: am 4. November startet die größte Marathonveranstaltung der Welt in New York City. Rund 50.000 Laufbegeisterte werden beim Run durch fünf Stadtbezirke der Megametropole ihren Traum verwirklichen. Mit von der Partie ist im diesen Jahr auch aktivLaufen als Medienpartner von New Balance, einem der Hauptsponsoren des TCS New York City Marathon.

Für das Event hat sich die Marke etwas besonderes einfallen lassen und eine spezielle New York-Kollektion entworfen. Hier treffen Style und Funktion zusammen. Coole Outfits und Schuhe mit einer hohen Performance-Leistung. Wer von euch also stylisch auf die Laufstrecke gehen möchte, dem seien diese Outfits ans Herz gelegt.

Footwear

1400 v6

Der 1400 v6 als leichter Wettkampfschuh eignet sich für schnelle Einheiten bis hin zu langen Marathon-Strecken. Durch die einzigartige RevLite-Zwischensohle garantiert der 1400 v6 bei niedrigem Gewicht die höchste Rückstellfähigkeit und sorgt für ein dynamisches und direktes Abrollverhalten. Hervorragende Passform und individuelles Laufgefühl machen den 1400 v6 als Leichtgewicht zum kompromisslosen Multitalent.

Funktionen: RevLite-Zwischensohle, FANTOMFIT und nahtfreies Obermaterial für ein leichtes Tragegefühl, NEUTRALE DÄMPFUNG

 

 

Gewicht: Herren 203 g

Leisten: 10 mm Sprengung

Preis: 120,00 €

 

 

 

 

 

 

 

Gewicht: Damen 170 g

Leisten: 10 mm Sprengung

Preis: 120,00 €

 

 

 

 

 

 

 

FuelCell Impulse

Als eines der neuesten Modelle ist der FuelCell Impulse ebenfalls in der TCS New York City Marathon Version erhältlich. Durch die stickstoffangereicherte TPU-Komponente im Vorfußbereich ermöglicht der FuelCell Impulse ein schnelles und zugleich natürliches Laufgefühl.

Funktionen: RevLite-Zwischensohle, FuelCell, Bootie Construction und Double Jacquard Mesh für ein leichtes Tragegefühl, NEUTRALE DÄMPFUNG

 

Gewicht: Herren 232 g

Leisten: 6 mm Sprengung

Preis: 140,00 €

 

Gewicht: Damen 190 g

Leisten: 6 mm Sprengung

Preis: 140,00 €

 

Fresh Foam 1080 v8

Auch der neue Fresh Foam 1080 v8 ist Teil der Marathon Capsule-Kollektion und bietet durch die verbesserte Hexagonstruktur der Fresh-Foam-Zwischensohle mehr Dämpfung als jemals zuvor. Zudem verspricht das Modell erstklassigen Halt und optimale Führung im Mittelfußbereich.

Funktionen: Fresh-Foam-Zwischensohle, Bootie Construction, nahtfreies Obermaterial für ein leichtes Tragegefühl, MAXIMALE DÄMPFUNG

 

Gewicht: Herren 317 g

Leisten: 8 mm Sprengung

Preis: 170,00 €

 

Gewicht: Damen 283 g

Leisten: 8 mm Sprengung

Preis: 170,00 €


Apparel

Die 2018er Marathon-Kollektion wird durch passende Funktionsbekleidung bestens abgerundet. Inspiriert durch die alumisierten Mylar-Decken bietet New Balance mit dem brandneuen Feature NB Radiant Heat den Läufern eine besonders innovative Technologie. Diese sind an den Jacken und Westen verarbeitet und gewährleisten eine permanente Rückstrahlung der eigenen Körperwärme, um ein schnelles Auskühlen zu verhindern.

Ein weiteres Highlight der Kollektion ist die wind- und wasserabweisende Marathon Windcheater Jacket, die 2018 in fünf neuen Farben zurückkehrt: Laser Blue und Claret bei den Herren, Polaris und Arctic Sky für die Damen, All-Black für beide Geschlechter. Die ikonische Laufjacke erinnert an die erste New Balance Apparel-Kollektion aus dem Jahr 1978, die für den Athleten von heute optimiert wurde. Reflektierende Tapes über Brust und Rücken sind eine Hommage an die Originaljacke und sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit bei schwachen Lichtverhältnissen.

Darüber hinaus punktet die Funktionsbekleidung mit originellem Design. Der Grafik-Druck erinnert an einen Blick aus der Vogelperspektive auf das Läuferfeld, das voller Vorfreude an der Startlinie steht.

Accessoires, Shirts und Shorts vollenden die Kollektion und bieten dem Läufer sämtliche Ausstattung, um einen Marathon erfolgreich bestreiten zu können.

Eine Übersicht über alle Styles und Schuhe der New York-Kollektion gibt es hier.

 

Weltweit Trekken

Wenn Trekking-Fans das Fernweh packt…

Es müssen nicht immer die Alpen sein. Fern der vertrauten Ziele locken Naturerlebnis, Abenteuer und fremde Kulturen – zehn Ideen für Ihre nächsten Trekking-Reisen.

MAROKKO – vom Rif-Gebirge auf das Mittelmeer

Marokko gehört sicherlich nicht zu den klassischen Wanderzielen – ist dafür aber umso spannender. Wanderer tauchen nicht nur in die Natur, sondern auch in die bunte Welt des Orients ein. Eine mögliche Trekkingtour führt vier Tage lang durch das Rif-Gebirge im Norden mit atemberaubender Aussicht auf das Mittelmeer. Übernachtet wird in einer Lodge, und die Mahlzeiten bestehen aus traditionellen Picknicks. Nach einem anstrengenden Tag lockt der Hammam.

ÄTHIOPIEN – Trekking in den Bale Mountains

Das Land ist ein Paradies für Naturliebhaber. NebenWasserfällen, heißen Quellen und Tiefebenen gibt es auch zahlreiche endemische Tierarten zu beobachten. Für eine mehrtägige Trekkingtour eignet sich der Bale Mountains Nationalpark im Süden Äthiopiens. Mit 2.200 Quadratkilometer ist das Schutzgebiet die größte zusammenhängende alpine Landschaft des afrikanischen Kontinents. Highlights der Tour sind ein Bad in den heißen Quellen und die Besteigung des Gipfels des Batu auf 4.203 Metern.

MADAGASKAR – Abenteuer und Naturerlebnis auf der Insel

Die Heimat der Lemuren bietet eine einzigartige Flora und Fauna. Wanderpfade in den Andringitra- und Ranomafana-Nationalparks führen durch unberührte Wälder und Reisfelder. Hier können Wanderer sowohl diverse Farnarten als auch Orchideen und den berühmten madagassischen Riesenbambus bestaunen. Von Kaktuswäldern, gewaltigen Granitfelsen bis hin zu natürlichen Schwimmbädern finden Reisende in Madagaskar eine abwechslungsreiche Landschaft mit immer neuen Höhepunkten.

BHUTAN – Wandern im Königreich

Auf den Spuren des Buddhismus führen schöne Trekkingtouren durch die Bergwelt Bhutans. Selbst das sogenannte Tiger-Nest auf 3.120 Metern Höhe, Wahrzeichen Bhutans und buddhistisches Heiligtum, ist nur zu Fuß und mit Lasttieren zu erreichen. Durch die hohe Lage des Landes, das größtenteils auf über 2.000 Metern Höhe liegt, hat man von fast überall einen fantastischen Ausblick auf schneebedeckte Bergspitzen. Übernachtet wird in Camps, unterwegs treffen Wanderer auf Yak-Hirten.

NEPAL – unterwegs bis auf 5.620 Metern Höhe

Nepal bietet einzigartige, aber zugleich herausfordernde Touren im Himalaya. Der Start eines selbst für erfahrene Bergsteiger anstrengenden Treks liegt in Lukla, dem Ausgangspunkt für alle Touren ins Everest- Gebiet. In mehreren Etappen zwischen Gletschern und imposanten Flüssen erreichen Bergsteiger das Basislager des Mount Everest. Von den Gipfeln, die bis zu dem 5.620 Meter hohen Kala Patthar reichen, belohnen spektakuläre Ausblicke auf das höchste Gebirge der Welt.

PERU – el cóndor pasa

Der Kondor ist der größte Vogel der Welt, und wer in den peruanischen Anden unterwegs ist, hat gute Chancen, diesen beeindruckenden Vogel aus nächster Nähe zu beobachten. Während Lamas und Maultiere das Gepäck tragen, wandern Abenteuerlustige durch Bergdörfer und lernen vieles über die Kultur und das Leben im höchsten Gebirge außerhalb Asiens.

BOLIVIEN – Wanderparadies zwischen Dschungel und Salzwüste

In Bolivien ist das Abenteuer vorprogrammiert: Hier gibt es Dschungel, Canyons, Höhlen, mit dem Salar de Uyuni die größte Salzwüste der Welt, uralte Kakteen und archäologische Stätten zu entdecken und dazu den Blick auf die schneebedeckte Anden- Bergkette Cordillera Real. Wanderern bietet sich in diesem Andenstaat eine unglaubliche Vielfalt an Touren durch unterschiedlichste Landschaften und Klimazonen.

PATAGONIEN – Top-Wanderziel am Ende der Welt

Für viele Wanderer ist Patagonien ein Traumziel. Hier, am südlichsten Ende von Argentinien und Chile, warten weltberühmte Gipfel wie der Fritz Roy oder Torres del Paine, das donnernde Naturschauspiel am Gletscher Perito Moreno und weitere Abenteuer in der Natur. Sowohl Trekking-Einsteiger als auch erfahrene Bergsteiger kommen in einem der beliebtesten Wandergebiete der Welt auf ihre Kosten.

ISLAND – Wandern zwischen Vulkanen, Gletscherlagunen und heißen Quellen

Das Land der Elfen und Geysire lädt zum Wandern geradezu ein. Hier können sich Outdoor-Fans bei Wanderungen neben Schneefeldern, entlang von Lavafeldern, mächtigen Flüssen undWasserfällen austoben. Die zahlreichen Vulkane haben die verschiedensten Landschaftsformen geschaffen und ermöglichen warme Bäder zur Entspannung nach einem langenWandertag. Neben den Gletschern und Quellen im Land laden zudem idyllische Fischerdörfer ein und mit Glück kann man entlang der Küste auch Wale beobachten.

KRETA – unerforschtes Bergland

Wer nicht so weit fliegen möchte, findet auch in EuropaWanderabenteuer abseits der Alpen, zum Beispiel auf der griechischen Insel Kreta. Wanderwege führen durch die Weißen Berge und die Berge von Lassithi. Ein Highlight sind Entdeckungstouren auf Küstenpfaden und durch Schluchten, die zu unberührten Stränden führen. Zudem werden von Archäologen geführte Touren angeboten, bei denen Wanderer in die Geschichte der Antike eintauchen und zum Beispiel die legendäre Neraidogoula- Höhle erkunden können.

Eine schöne Inspirationsquelle …… und zugleich ein Online-Marktplatz für Individualreisende ist das Portal Evaneos www.evaneos.de. Trekkingtouren können direktmit einer lokalen Agentur geplant werden. Zur Evaneos-Community zählen 470.000Mitglieder sowie 1.670 lokale Experten in 160 Destinationen.

Walking-Safari - Mehrtägige Trekkingtour durch die Nationalpark

Zu Fuß durch den Busch

Safari in Afrika – darunter stellt man sich ausgedehnte Fahrten im offenen Geländewagen vor, die Kamera immer griffbereit. Man kann sich Elefanten und Giraffen aber auch zu Fuß nähern, zum Beispiel bei einer mehrtägigen Walking-Safari durch den Hwange Nationalpark in Zimbabwe.

Auf einer großen Plane liegen prall gefüllte Tourenrucksäcke, Kochtöpfe, leere Wasserkanister, eine zerfledderte Isomatte und allerhand Lebensmittel wie Instantsuppen, Nudeln, Gurken und Erdnussbutter wild durcheinander. „Das verteilen wir gleich, jetzt erst einmal der Safety Talk. Das ist das Wichtigste.“ Leon Varley, ausgebildeter Guide mit der Sondererlaubnis, Gäste auch zu Fuß durch den Busch zu führen, lässt keinen Zweifel daran, wo wir uns gerade befinden.

Mitten in der Wildnis, auf Tuchfühlung mit Elefanten, Löwen, Büffeln und Nashörnern. 15.000 Quadratkilometer groß ist der Hwange Nationalpark im Osten Zimbabwes und entspricht damit in etwa der Fläche Schleswig- Holsteins. Vor fünf Stunden hatte uns Leon mit seiner Crew in dem Touristen-Hot- Spot Victoria Falls abgeholt. Wer in das Südliche Afrika kommt, will die berühmten Wasserfälle sehen. Auch wir natürlich, aber erst nachdem wir wieder von unserer Trekkingtour mit Leon zurückgekommen sind. Jetzt sind wir an ein Plateau namens Chakabika hot spring im nördlichen Teil des Hwange Nationalparks.

Es liegt oberhalb eines kleinen Sees, zu dem es regelmäßig große Herden von Elefanten zieht. Im Moment ist von ihnen jedoch nichts zu sehen, dafür schnaubt und grunzt eine Gruppe von Nilpferden im Wasser. Leon hat die Wanderer aus Deutschland um sich geschart. Seine Leute, wie er Fährtenleser Mao, Schwiegersohn Russel, Koch James und Tejo, der so etwas wie „Mädchen für alles“ ist, nennt, hören sich Leons Ausführungen aus der Entfernung an. Sie wissen, wie sie sich zu verhalten haben.

Pro Tag werden etwa 20 Kilometer zurückgelegt

„Ihr haltet euch an meine Anweisungen, sonst kann ich nicht für eure Sicherheit garantieren“, beginnt Leon und dann legt er los: Wir gehen immer im Gänsemarsch. Leon und Mao vorneweg. Beide haben je ein Gewehr, das sie hoffentlich nicht einsetzen müssen, wie Leon mit ernstem Gesicht betont. Dahinter kommen wir, dann der Rest der Crew. Wir werden pro Tag etwa 20 Kilometer gehen, beim Gehen wird nicht gesprochen, denn wir wollen Tiere sehen und sie nicht verscheuchen. Nach fünf bis sieben Kilometern wird es eine kurze Pause geben. „Alles klar?“ fragt Leon. Wir nicken.

Dann kommt Leon zum Punkt. Verhalten in gefährlichen Situationen. Grundsätzlich gebe es für Begegnungen mit wilden Tieren ein paar klare Regeln, sagt Leon. Beim Löwen zum Beispiel: nicht bewegen und auf keinen Fall in Panik weglaufen. „Löwen greifen dann sofort an.“ Bei Elefanten wiederum müsse man sich langsam zurückziehen und bei Büffeln, nun ja, „da sage ich euch, was ihr dann machen sollt“. Aber in jedem Fall sollen wir die Rucksäcke ablegen, damit wir flexibler sind. Wir werden dies im Laufe der nächsten Tage ein paar Mal erleben. Plötzlich bleibt Leon stehen, hebt die Hand und flüstert ganz leise: „Rucksäcke runter“.

Oft haben wir noch nichts gesehen, weil wir mit gesenktem Kopf hinter Leon her stapfen. Und dann ist es plötzlich zu hören, ein leises Knacken oder ein lautes Trompeten. Leon lotst uns dann ganz langsam in das Dickicht und wir sehen, wie ein Elefant ruhig und würdevoll an uns vorbeizieht. Einmal jedoch wird auch Leon sichtbar nervös. Es ist der dritte Tag. Seit vier Stunden sind wir unterwegs, meist im offenen Gelände. Die Sonne brennt, es gibt keinen Tierpfad, dem wir folgen können, sondern wir kämpfen uns durch kniehohes Gras.

Kaum einer hat einen Blick für die Umgebung. Ganz plötzlich taucht nur zehn Meter von uns entfernt ein Büffel auf. Mao hat ihn zuerst gesehen. Abrupt bleiben wir stehen und lassen die Rucksäcke fallen. Leon und Mao entsichern die Gewehre. Wir halten den Atem an, noch hat Leon keine Anweisung gegeben, was wir tun sollen oder wohin wir rennen sollen. Dann ändert der Büffel seine Richtung und entfernt sich so lautlos wie er gekommen ist. „Das war nah“, brummt Leon und schnallt sich den Rucksack auf. „Weiter geht’s“.

Trekking mit Leon im Hwange Nationalpark folgt einem strikten Ablauf. Gegen 5.30 Uhr morgens kriechen wir aus unseren Zelten. Es ist noch stockdunkel. James und Tejo haben bereits ein Feuer entfacht, machen Wasser für den Tee heiß und rösten Toastbrot. Mit Erdnussbutter bestrichen ist das eine gute Grundlage für den langen Marsch. Dann wird das Lager aufgeräumt. Essenreste und Abfälle werden verbrannt, nichts darf zurückbleiben. Wenn auch die letzte Glut erstickt ist und die Wasserflaschen aufgefüllt sind, geht es gegen 7 Uhr los. Die schweren, überladenen Rucksäcke aufzusetzen, ist jedes Mal ein kraftvoller Balanceakt.

Abwechslungsreiche und unendlich schöne Landschaften  Die ersten Wanderstunden des Tages sind die schönsten. Die Luft ist klar, die Temperaturen sind angenehm und das Licht ist einfach überwältigend. Hinzu kommt, dass die Landschaft in diesem Teil des Parks nicht nur abwechslungsreich, sondern unendlich schön ist. Wir gehen durch ausgetrocknete Flussbette, erklimmen grüne Hügel oder zwängen uns durch enge Steinschluchten. Es gibt waldreiche, dichte Gebiete und dann wieder eine Art offene Savanne. Wir sehen Giraffen, die uns aus der Entfernung neugierig anstarren und wir beobachten fasziniert die Streitereien in einer Gruppe Impalas.

Vorbereitungen für den Lagerplatz

Ab zehn Uhr wird das Gehen merklich anstrengender. Es wird immer heißer und der Rucksack trägt sich immer schwerer. Gegen 13 Uhr erreichen wir meist den von Leon vorgesehenen Lagerplatz. Zwar müssen wir erst unsere Zelte aufbauen, aber doch haben wir als Gäste das große Privileg, uns dann in den Schatten eines Baumes legen zu können. Ganz anders James und Tejo. Sie müssen Wasser holen, und das bedeutet oft genug, im Flussbett erst einmal nach Wasser zu graben.

Quellen, aus denen frisches Wasser sprudelt, gibt es hier nicht. Wenn James und Tejo auf Wasser gestoßen sind, folgt immer das gleiche Ritual. Leon wirft einen prüfenden Blick in den Eimer und entscheidet dann, ob es genügt, das Wasser nur zu filtern oder ob auch noch Chlortabletten zur Desinfektion nötig sind. Muss das Wasser erst entkeimt werden, heißt es noch einmal 30 Minuten warten, bis wir endlich alle unsere Flaschen mit sauberem Wasser füllen können. Dass aus der trüben Brühe irgendwann klares Wasser wird, ist jedes Mal ein kleines Wunder. Zwar ist es immer lauwarm und hat einen leicht metallischen Beigeschmack, doch wenn man völlig erschöpft und durstig ist, gibt es nichts Besseres.

Highlight eines Wandertages mit Leon sind die Nachmittagstouren. Nach einer ausgiebigen Siesta im Lager geht es gegen 16 Uhr wieder los – aber nur mit Wasserflasche und Fernglas. Ohne die sperrigen Rucksäcke können wir jeder Spur folgen. Leons Ehrgeiz ist es, Nashörner zu finden. Und tatsächlich stoßen wir auf unseren nachmittäglichen Streifzügen immer wieder auf Spuren, auch auf sehr frische, wie uns Leon und Moa versichern. Doch zu Gesicht bekommen wir die massigen Tiere nicht. Genauso wenig, wie den Leoparden, dessen Spur wir eine Stunde lang folgen. Dass wir während unserer Wanderung keine Raubkatzen gesehen haben, ist für uns keine Enttäuschung.

Wer eine Walking Safari macht, wie diese Art der Tierbeobachtung im Fachjargon heißt, kann dies nicht unbedingt erwarten. Und vielleicht ist es auch gar nicht so wünschenswert, einem Löwen ohne den Schutz eines sicheren Autos zu begegnen. Was diese Art des Wanderns so einzigartig macht, sind die Erlebnisse und Eindrücke. Wer zu Fuß im Busch unterwegs ist, nimmt die Natur mit allen Sinnen wahr. Der plötzliche Duft einer Pflanze, der hohe Ruf eines Vogels, das geheimnisvolle Knacken eines Baumes. So echt, so ursprünglich, so unmittelbar.

Alle Infos auf einen Blick

ANREISE: South African Airways und Lufthansa fliegen täglich von Frankfurt und München über Johannesburg (Südafrika) nach Victoria Falls.

AUSGANGSPUNKT: Victoria Falls ist Ausgangspunkt für Safaris in den Hwange Nationalpark sowie in den Chobe Nationalpark in Botswana, der direkt an der Grenze zu Zimbabwe liegt. In Victoria Falls ist ein Besuch derWasserfälle das absolute Highlight. Rund um die Fälle hat sich ein großes touristisches Angebot entwickelt wie Rafting, Bungee Jumping, Helikopterflüge und Paragliding. Buchungen z.B. über www.wildhorizons.co.za

ÜBERNACHTUNGSTIPP: Batonka Guest Lodge in Victoria Falls. Neues Guesthouse mit schönem Garten und engagierten Mitarbeitern, www.batonkaguestlodge. com

TREKKING: Leon VarleyWalking Safaris. Angeboten werden fünf- oder sechstägige Touren, entweder als Backpacking (wie im Text beschrieben) oder mit Begleitfahrzeug, www.walkafrica.com

Die Grundlagen des Mountainbikens

Die Grundlagen des Mountainbiking

Sieht ziemlich cool aus, was Mountainbiker im Gelände so alles anstellen. Kann auch ich Mountainbiking? Wer das absolute Naturerlebnis auf Rädern genießen will, sollte allerdings gut vorbereitet sein für den Fahrspaß auf unbefestigten Wegen.

Aufregend sieht es aus, wenn Biker mit ihren Rädern durchs Gelände jagen, den Berg hoch und runter, dabei gekonnt über Steine undWurzeln brettern, die auf Wegen ein natürliches Hindernis darstellen. Da juckt es so mancher ambitionierten Sportlerin in den Fingern, es selbst mal auszuprobieren und sich in den Sattel eines Mountainbikes zu schwingen. Das ist zunächst kein Problem, schließlich kann man mit einem solchen Rad auch über befestigte Wege fahren, gemütlich in der Waagerechten kurbeln und sich erst mal an das neue Gefährt gewöhnen. Wenn es aber ins Gelände geht, sieht die Sache auf einmal ganz anders aus. Dann wird es anstrengend, und Fahrtechnik ist gefragt.

MTB ist ein herausfordernder Sport

Mountainbiking ist kein gemütlicher Sonntagsausflug, wenn man es einigermaßen ambitioniert angehen will. Die wahre Schönheit dieses Sports entfaltet sich erst ab einem bestimmten Schwierigkeitsgrad. Mit den Anforderungen und Aufgaben wächst der Spaß am Fahren. Bevor es aber soweit ist und der Suchtfaktor steigt, sollten Anfängerinnen einen Trainingskurs in einem Camp belegen, wo sie von erfahrenen Trainern die ersten Tipps und Tricks erhalten, die vor allem auch die Sicherheit erhöhen. Katrin Schwing, die schon mehrere Meistertitel und Marathons in dieser Disziplin gewonnen hat und als eine der besten Mountainbikerinnen Deutschlands gilt, rät ebenfalls dringend zu einem solchen Kurs: „Zum Beispiel ist es sehr wichtig, bremsen zu lernen. Das klingt einfach, ist aber im Gelände manchmal eine heikle Sache.“

Die Expertin aus dem Odenwald arbeitet nach ihrer Profi- Karriere als Trainerin und hat schon oft beobachtet, dass Anfänger sich überschätzen. Sie empfiehlt, sich step by step an höhere Weihen heranzuarbeiten. So lernen Beginner im Training erst mal, richtig in Kurven hineinzufahren. Das klingt leichter, als es ist. Das Kurventraining ist ein Schwerpunkt solcher Kurse. Zunächst steht die Beherrschung des Rads im Vordergrund. Sind die Grundtechniken schon einigermaßen verinnerlicht, wird geübt, wie man beim Fahren die optimale Linie findet.

Wer eine Strecke gut überschaut, legt sich im Kopf dann schon die optimale Linienführung für seine Fahrt zurecht, mit der er zeit- und kraftsparend ans Ziel kommt. Dazu gehört auch, Kurven vorher gut einzuschätzen und dann richtig in sie hineinzufahren. Geht die Kurve beispielsweise nach links, sollte man sie vom rechten Fahrbahnrand aus befahren und nicht aus der Mitte heraus oder von links. Wichtig ist auch, gerade bei schnellen Abfahrten richtig dosiert zu bremsen. Das erfordert Erfahrung und regelmäßiges Training.

Unterschätzen sollten Teilnehmer auch nicht den Kraftaufwand, der beim Mountainbiking nötig ist. Wer zu schnell ausgepumpt ist, aber weiterfahren will oder muss, weil er gerade mitten im Gelände ist, riskiert schwere Fahrfehler und damit Verletzungen. Kleinere Stürze gehören ohnehin dazu. Sie gehen fast immer glimpflich aus und haben auch einen pädagogischen Effekt: Die Bikerin lernt so schnell, was geht und was nicht geht – und wo sie Nachholbedarf hat.

Nichts für allzu Ängstliche

Einige Grundvoraussetzungen sollten Montainbikerinnen nach Ansicht von Katrin Schwing mitbringen: „Dazu gehören eine gewisse Fitness, Reaktionsschnelligkeit, die Fähigkeit zu vorausschauendem Denken, die Bereitschaft, auch mal hinzufallen und sich weh zu tun und nicht zu viel Angst.“Wer bei schnellen Abfahrten sehr ängstlich sei, verderbe sich selbst den Spaß daran, „denn zu diesem Sport gehört eben eine gewisse Geschwindigkeit“. Bevor es richtig losgeht, sollten angehende Mountainbikerinnen ihren Leistungsstand feststellen lassen, empfiehlt Schwing.

Wie fit bin ich wirklich?

Nach diesen Ergebnissen richtet sich das angeleitete Training, und schrittweise lässt sich die Ausdauer dann steigern. Wer es genau wissen möchte, kann seinen Leistungsstand auch bei einem Sportmediziner ermitteln lassen. Dieser misst dann nicht nur die Herzfrequenz und andere gängige Werte unter Belastung, sondern macht auch einen Laktat- Test. Laktat ist ein Stoffwechselprodukt, das im Blut bei der Energiegewinnung freigesetzt wird. Anhand der Konzentration des Laktats bei einer bestimmten Belastung kann der Arzt sehr gut ermitteln, auf welchem Leistungsstand ein Sportler ist. Allerdings ist ein solcher Test nur sinnvoll, wenn jemand wirklich über längere Zeit und ambitioniert fahren möchte.

DOWNHILL – die Königsdisziplindes Mountainbiking

Wer atemberaubende Bilder im Kopf hat, bei denen sich Mountainbiker in wilder Schussfahrt die Berge herunterstürzen, hat vermutlich eine spezielle Variante gesehen: das sogenannte Downhill-Mountainbiken. Das ist sozusagen die Königsdisziplin dieses Sports. Auf speziellen Rädern nehmen die Biker dann steile Hänge unter die Reifen, eine Kombination aus hoher Geschwindigkeit und Geschicklichkeit. Eindeutig etwas für Fortgeschrittene. Für die meisten Biker kommt aber das Touren-Mountainbiking (auch bekannt als Cross Country oder All Mountain) in Frage, wo es in gedrosselterem Tempo über Berg und Tal geht. Das Ganze ähnelt, wenn man es mit dem Skifahren vergleicht, eher einem Langlauf. Das intensive Training bei dieser Sportart fordert nahezu den ganzen Körper und die allermeisten Muskelgruppen.

Wer einen drahtigen, nicht übermäßig muskelbepackten Body anstrebt, ist mit diesem Sport genau richtig. Ums Abnehmen muss er sich, regelmäßiges Training vorausgesetzt, auch keine Sorgen mehr machen: Durch den hohen Kraftaufwand verbrennt der Körper reichlich Kalorien. Eine sportliche Figur ist also garantiert. Zugleich werden die Herzleistung und das Lungenvolumen gesteigert, die Fitness überträgt sich somit auch in den Alltag. Die Leistungsfähigkeit nimmt bei allen Aufgaben zu. So lässt sich ohne Übertreibung sagen, dass Mountainbiking ein ganzheitliches Erlebnis ist, bei dem auch eine erhebliche geistige Schulung stattfindet: Erfahrene Mountainbiker sind Meister in Sachen Selbstdisziplin, schnellem Denken und Handeln.

Was muss ich beim Kauf eines Mountainbikes beachten?

„Jedes Grammweniger kostet Geld“, sagt Trainerin Katrin Schwing pointiert zu diesem Thema. Will heißen: Je weniger das Rad wiegt, umso teurer ist es. Die MTB-Expertin empfiehlt Mountainbikes ab ca. 1.000 Euro, „aber erst für 3.000 Euro bekommt man ein richtig gutes Rad“, sagt sie. Solche Räder sind leicht, vorn und hinten gefedert (vollgefedert), so dass der Kontakt zum Untergrund nicht verloren geht. Räder, die nur eine Vorderrad-Federung haben, sind allerdings etwas leichter. Besonders wichtig ist die Wahl der richtigen Rahmengröße. Für Frauen gibt es auch Zwischengrößen. Vor dem Kauf misst ein guter Händler zunächst die Körpergröße und lässt einen dann mit dem gewünschten Rad eine Weile probefahren. Nur so lässt sich herausfinden, ob das Rad wirklich passt.

Ein gebrauchtes Bike nehmen?

Katrin Schwing hält dies für problematisch, weil die Räder möglichst individuell auf den jeweiligen Fahrer eingestellt sein sollten. Wer zum Testen, ob einem der Sport überhaupt Spaßmacht, etwa ein Zweitrad vom Freund oder Ehemann fährt, sollte es zumindest vorher auf die eigenen Bedürfnisse optimiert haben. Das geht am besten beim Fachhändler.

Wie dieser Sport entstanden ist

Die Geschichte des Mountainbikings beginnt in den frühen siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als sich in Kalifornien begeisterte Radfahrer zusammentaten, um bessere Bikes für Geländefahrten zu entwerfen. Hier entstanden in dieser Zeit die ersten Mountainbikes. Mitte der achtziger Jahre erreichte dieser Sport Europa, und ab den neunziger Jahren wurde er zum Breitensport auch bei uns.

Wo kann ich den Sport ausprobieren?

Wir bieten gemeinsam mit beitune im September 2018 ein Schnupperwochenende an. An diesem Wochenende heißt es zwei Tage lang lockere Pfade und tolle Ausblicke im Wechsel, alles in netter Runde und gemütlichem Tempo. Unterwegs üben unsere weiblichen beitune Guides an geeigneten Stellen mit Euch Fahrtechnik und machen Dir Mut neue Herausforderungen in herzlicher Atmosphäre sicher zu meistern. Dank professioneller Fahrtechniktipps bewältigen wir knifflige Situationen gemeinsam und ganz entspannt. Mehr Infos gibt es auf www.aktiv-holiday.de

 

 

Ski-Fahren in Livigno

Zum Skifahren nach Livigno

Endlich wieder Skifahren! Im italienische Livigno  ist das besonders schön. Die Saison startet hier am 1. Dezember, sind alle Skilifte in Betrieb, bringen sie Wintersportfans bis auf 2.798 Meter Höhe.

Dass sich Livigno zum Sehnsuchtsziel für Skifahrer, Freerider und Snowboarder entwickelt hat, liegt vor allem an der einzigartigen Lage in den italienischen Alpen. Livigno, das auch „Klein-Tibet“ genannt wird, liegt auf 1.816 Meter Höhe und ist der größter Wintersportort der Lombardei. Dank der Höhenlage finden Schneefans von Ende November bis Mai ideale Bedingungen, um ihrer Leidenschaft zu frönen.

Für klassische Abfahrten stehen 115 bestens präparierte Pistenkilometer zur Verfügung. Mit 12 schwarzen Pisten, 37 roten Abfahrten im mittleren Schwierigkeitsbereich und 29 blauen und damit einfachen Pisten kommen ambitionierte und anspruchsvolle Fahrer ebenso auf ihre Kosten wie Anfänger. 6 Gondelbahnen, 13 Sessellifte und 11 Skilifte bringen die Skifahrer schnell zu ihren Lieblingspisten.

Freestyler kommen im Mottolino Snowpark mit insgesamt 60 Obstacles voll auf ihre Kosten. Auch Spitzensportler nutzen die anspruchsvollen Pipes, Rails, Boxen und Kicker, um sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. Direkt daneben kann im Kids Snowpark der Nachwuchs die ersten Tricks ausprobieren.

Freeride-Glück

Wer lieber abseits der Piste unterwegs ist, findet auf sechs Bergrücken unzählige Abfahrten für den Spaß im Tiefschnee. Auch hier gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade. Neulinge auf diesem Gebiet können sich zum Beispiel in den beiden Freeride Gebieten der Carosello 3000 Bahn austoben. Für erfahrene Freerider auf der Suche nach dem absoluten Glücksgefühl ist die Abfahrt in das Vallacia-Tal zu empfehlen. Ein besonderes Highlight verspricht das Heliskiing mit unberührten Hängen und feinstem Neuschnee. Um die Natur zu schützen und die Lärmbelästigung möglichst gering zu halten, wird pro Tag jedoch nur ein Helikopter eingesetzt. Wer sich einmal ein solches Erlebnis gönnen möchte, sollte sich daher frühzeitig um einen Termin kümmern.

Sicherheit wird Livigno großgeschrieben. Tagesaktuelle Lawinenberichte, Hinweistafeln, eine App und eine Experten-Einführung sorgen beim offiziell erlaubten Freeriden für größtmögliche Sicherheit am Berg.

Wasserlandschaften

Ein Besuch im 10.000 Quadratmeter großen Wellnesspark Aquagranda Active You ist perfekte Ergänzung zum Spaß im Schnee. Spektakuläre Wasserrutschen, Fontänen und Whirpools locken im Slide & Fun-Bereich. Entspannung und Erholung bieten die Bereiche Wellness & Relax und Health & Beauty. Wer es lieber sportlich mag, ist bei Fitness & Pool richtig. Neben einem gutausgestatten Studio und einem Trainingsbecken laden verschiedene Fitnesskurse zum Mitmachen ein.

Shopping-Paradies Livigno

Natürlich ist Livigno in erster Linie ein Wintersportort, der keinen Wunsch offenlässt. Doch die Pisten und Loipen haben durchaus Konkurrenz. 250 Duty-Free-Shops säumen die zentrale Hauptstadt von Livigno und sorgen für Shopping-Freuden. Dank einer Bestimmung aus dem 17. Jahrhundert zählt der Ort zu den wenigen zollfreien Zonen Europas. Wer also einmal keine Lust auf das Skifahren hat, geht ganz einfach bummeln.

Infos zu Hotels, Skipass und speziellen Angeboten unter www.livigno.eu

Dänemark - Haus am See

Dänemark – Haus am See

Mehr als 100.000 Seen gibt es in Schweden. Der 5.500 Quadratkilometer große Vänernsee gehört ebenso dazu wie die vielen kleinen Seen, die noch nicht einmal die Größe von zwei Fußballfeldern haben. Aber gerade sie machen einen Schwedenurlaub so besonders.

Der Traum vom Haus am See wird in Smaland wahr. Die typischen roten Holzhäuser prägen die südschwedische Landschaft und nichts ist entspannender, als auf dem eigenen Steg zu sitzen und auf das Wasser zu schauen. Es ist eine Bilderbuchlandschaft mit Wäldern und Seen, in die sich viele verliebt haben.

Dänemark

Wer ein bisschen weniger Menschen und dafür umso mehr Natur sucht, fährt Richtung Norden – genauer gesagt nach Härjedalen. Die Region liegt in der Mitte Schwedens und grenzt im Westen an Norwegen. Auch hier gibt es Seen, aber auch Flüsse und vor allem Berge. Die Landschaft ist abwechslungsreich. Mal gibt sie sich sanft und lieblich, dann wieder rau, karg und unnahbar. Ein Haus am See findet sich auch in dieser Abgeschiedenheit. Die Ausstattung des Ferienhauses ist meist einfacher, aber dies wird durch die Einsamkeit und vor allem die grandiose Lage ausgeglichen. Denn den dazugehörigen See zum Holzhaus hat man fast immer für sich alleine.

Letzte Wildnis Europas

Härjedalen wird oft als „letzte Wildnis Europas“ bezeichnet. Mehr als 30 Gipfel, die höher als 1.000 Meter sind, liegen sozusagen direkt vor der gemieteten Haustür. Für Wander- und Trekkingfans ist es das Paradies. Auch einer der aufregendsten Nationalparks Schwedens liegt in Härjedalen. Der Sanfjället Nationalpark ist berühmt für seine Bären. Nirgends sonst in Schweden leben mehr Bären. Dennoch: Wer die scheuen Tiere auf einer Wanderung sehen will, braucht entweder Glück oder einen guten Guide.

Bärenspuren

Wer beides nicht hat, dem bleiben zumindest Bärenspuren. So soll ein durchwühlter Ameisenhaufen von einer Bärenschnauze stammen und ein platt gedrückter Heidelbeerstrauch auf ein Bärenbett verweisen. So hat es zumindest die freundliche Dame im Tourismusbüro von Hede erklärt, die den enttäuschten Bärenfans mitteilen musste, dass die nächsten zwei Wochen keine geführten Bärenwanderungen stattfinden werden. Und was macht man, wenn tatsächlich auf einmal ein Bär auftaucht? Immerhin sind dies Rautiere. Die Hinweise an den Infotafeln rund um den Nationalpark sind eindeutig. Nicht in Panik verfallen. Laut sprechen und langsam rückwärts weggehen. Dem Bär sozusagen das Feld überlassen.

Doch auch ohne Bären ist der Sanfjället Nationalpark ein Erlebnis. Stundenlang geht man hier durch eine sanfte Landschaft aus Birken- und Kiefernwäldern, die sich immer wieder öffnet und den Blick auf das gewaltige Massiv des Sanfjället freigibt. Das Fjällmassiv besteht aus fünf Gipfeln, von denen das Högfjäll mit 1.278 Metern am höchsten ist. Helles Granitgeröll bedeckt die Hänge, die bei Sonne weiß schimmern und dem Massiv etwas Erhabenes geben. Ein Aufstieg zum Gipfel lohnt sich, denn der Ausblick auf die weite Landschaft ist grandios.

Moore sind Teil der Landschaft

Wer in Härjedalen wandert, kommt nur langsam voran. Oft ist der Boden sumpfig, nicht nur im Sanfället Nationalpark. Moore sind Teil der Landschaft. An einigen Stellen haben Ranger des Nationalparks Holzplanken über besonders schwierige Passagen gelegt, doch vor allem zum Ende der Saison hat das Moor sie auch schon wieder verschluckt. Und so sinkt man auf den Touren immer mal wieder ein und das schmatzende Geräusch unter den Schuhsohlen ist irgendwann ganz normal. Schweden ist nun einmal ein Wasserland. Nicht nur wegen seiner vielen Seen.

Anreise: Wer nicht die komplette Strecke nach Mittelschweden mit dem Auto fahren möchte, gönnt sich eine Überfahrt mit der Stena Line nach Göteborg. Entweder ab Kiel oder ab Frederikshaven (Dänemark), www.stenaline.de.
Unterkunft: Alle Ferienhausagenturen bieten auch Häuser in Härjedalen an, z.B. Interchalet, Dansommer.
Infos: Einen guten Überblick über die Region bietet die Seite www.herjedalen.se (mehrsprachig). Mit tollen Wandertipps und Routenvorschlägen.
Sanfjäll Nationalpark: Mehrere Wanderwege (unbedingt eine gute Karte mitnehmen). Die meisten beginnen in Nyvallen und und Nysätern. Hier gibt es auch Parkplätze und Infotafeln. www.swedishepa.se. Die Seite informiert über alle schwedische Nationalparks (auch auf englisch).

 

 

Graubünden - Ein Eldorado

Graubünden – 150 Täler, 615 Seen und über 1.000 Gipfel

Der Kanton Graubünden in der Schweiz gilt als der beliebteste bei Urlaubern auf Stollenreifen. Hier wurde in den letzten Jahren ein wahres Eldorado für Mountainbikerinnen geschaffen. active woman stellt die Regionen Lenzerheide, Surselva, Savognin und Flims vor.

Lenzerheide

Touren mit tollem Panorama Die wohl vielseitigste Region in Graubünden ist die Lenzerheide. Tourenliebhaberinnen, Genussbikerinnen und Freundinnen des Freeridens finden hier gleichermaßen ihr ganz persönliches Paradies vor. Für alle, die sich ihr Stück Nachmittagskuchen mit ehrlichem Schwitzen verdienen möchten, stehen 850 Kilometer Bike-Touren zur Verfügung. Hier bleibt kein Funktionsshirt trocken. Aber das anstrengende Treten lohnt sich auf alle Fälle. Am Ende jedes Anstiegs wartet ein unglaubliches Panorama über die Schweizer Alpen. Ein ganz besonderes Tourenerlebnis sind die Sonnenaufgangsfahrten, die jeden Sonntag am Rothorn angeboten werden.

Während das Tal unter einem erst so langsam erwacht, verbessert man seine Fitness in einer einmaligen Stimmung. Wer nicht bei jeder Tour an seine Grenzen gehen und lieber die abwechslungsreiche Natur genießen möchte, lässt sich mit der Bergbahn auf die Gipfel bringen. Fünf Bergbahnen mit Bike-Transport stehen zur Auswahl. Der Vorteil: Die anstrengenden Höhenmeter kann man sich sparen und bei den gemütlichen Abfahrten kommt trotzdem eine Menge Fahrspaß auf – eine Postkartenkulisse von oben inklusive.

Die absolute Leidenschaft in der Region zwischen Malix und Brienz/Brinzauls beziehungsweise dem Piz Scalottas und dem Parpaner Rothorn ist wohl das adrenalingeladene Freeriden. Gleich zwei Bike-Parks laden dazu ein, es „fetzen“ zu lassen. Der Bikepark Lenzerheide zählt gemeinsam mit dem Skill Center zu den größten Bikeparks in den Alpen. Zweimal pro Woche kann man bei der Freeride XPerience Freerideluft schnuppern. Die Guides geben Anfängerinnen Techniktipps und führen sie mit großer Begeisterung an rasante Abfahrten und kleine Jumps heran.

Flims

Klein, aber fein Zahlenmäßig ist Flims die kleinste der vier Regionen in Graubünden. In Sachen Spaßfaktor muss sie sich aber nicht zu verstecken. Die 350 Kilometer Bikestrecken bereiten Bikerinnenn zwischen Anfang Mai und Mitte November großes Vergnügen. Freeriderinnen, Enduro-Bikerinnen und Cross Country-Fahrerinnen, aber auch Familien fühlen sich hier wie zuhause. Sie erobern den längsten Flow Country Trail Europas oder auch die Freeride-Strecke und den Bikepark. Ein gut ausgebautes Flyer-Elektrobike-Netz sorgt für Fahrspaß mit Rückenwind.

Surselva

Flache Wege, knackige Anstiege Auch wenn die Region im Nordwesten Graubündens (noch) nicht so bekannt ist, steht sie, was die landschaftliche und topografische Vielfalt betrifft, den Bike-Mekkas in nichts nach. Beachtliche 1.750 Kilometer Bike-Touren schlängeln sich über flache Wiesenwege, abwechslungsreiche Singletrails und knackige Anstiege. Anspruchsvolle Urlauber, die fernab vom großen Rummel Landschaft und Kulinarik genießen möchten, werden hier ihre Traumdestination finden.

Sportlich Orientierte werden genauso fündig wie Einsteigerinnen und Genussbikerinnen. Das breite Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln und Seilbahnen mit Bike-Transport erweitern den Aktionsradius ungemein. Als absolutes Schmankerl gilt die Mountainbike-Tour „Tomülpass – Abgang mit Therme“. Wer die 17,2 Kilometer und 745 Höhenmeter komplett aus eigener Kraft zurückgelegt hat, wird den Endpunkt der Strecke, die Valser Therme, zu schätzen wissen. Zurück geht es bequem mit dem Postauto und der Rhätischen Bahn. Das ist Erholung pur!

Savognin

Für die ganze Familie 800 Kilometer ausgewiesene Bike-Wege und zusätzlich 1.000 Kilometer Wanderwege, die prinzipiell auch für Mountainbiker geöffnet sind: Die verhältnismäßig kleine Region entpuppt sich als wahrer Allrounder für den Mountainbike-Sport. Sportlich ambitionierte Bikerinnen können sich in dem reizarmen Klima so richtig austoben, aber auch für Familien hat die Region so einiges zu bieten. Das Bike Zentrum/CUBE Active bietet ein Komplett-Programm – angefangen beim Radverleih über geführte Touren bis hin zu tollen Insider-Tipps der Guides für alle, die sich alleine auf den Weg machen.

In der Mountainbike- School for kids erlernen Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren spielerisch und doch professionell die wichtigsten Techniken fürs Mountainbiken. Der Nachwuchs ist also bestens betreut, während Mama und Papa den Berg erklimmen. Die ganz Kleinen haben es fast noch besser: Die dürfen nämlich mit auf Tour, zum Beispiel im Leih-Fahrrad-Kinderanhänger. Am Ende kommen wieder alle zusammen – eine Abkühlung im Badesee Lai Barnagn hat sich hier jeder verdient. Wem unterwegs die Puste ausgeht, der kann die Heimreise bequem mit einem der öffentlichen Verkehrsmittel zurücklegen. Zahlreiche Seilbahnen, der Bike & Wanderbus, das Postauto oder der „Bus alpin“ sorgen für das richtige „Stress-Less-Feeling“ im Urlaub.

Über 4.000 Kilometer ausgearbeitete Bike-Routen warten in Graubünden nur darauf, erkundet zu werden. Eine optimale Beschilderung weist den Weg. Zudem gibt es kein Fahrverbot auf Naturstraßen – das sorgt für ungebremsten Fahrspaß. Bei der Auswahl der richtigen Tour hilft die Graubünden Bike App, in der alle Touren nach Schwierigkeitsgrad sortiert sind. Eine große Auswahl an Bike-Schulen mit professionell ausgebildeten Bike-Guides bietet – Top-Kompetenz. Ob man sich einer geführten Tour anschließt oder die atemberaubende Landschaft auf eigene Faust erkundet, die Guides haben immer tolle Tipps, auch für eBike-Touren

Infos zu Ferien in Graubünden:

www.graubuenden.ch/bike

Lenzerheide:

Hotel Alpina ***, www.hotelalpinaparpan.ch, Hotel Collina ***, www.hotelcollina.ch. Extratipp: das BMC Ladies Bike Camp, 13. – 16. August 2015! Teilnehmerinnen profitieren von Reparatur- und Pflegeworkshops und den neusten Testbikes von BMC. Das Camp eignet sich für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene gleichermaßen, die Gruppen werden in verschiedene Stärkeklassen aufgeteilt. Ohne Übernachtung ca. 270 Euro, mit Übernachtung im Doppelzimmer ca. 450 Euro.

Flims:

Das Signinahotel in Laax ist als Teil des Rockresort der ideale Ort für alle, die Abwechslung und einen Rundum-Service lieben. Kompetente Ansprechpartner rund ums Thema Biken findet man direkt vor der Haustüre des modernen Hotels. Die etwas andere Art der Halbpension bietet das „Dine around“. Damit kann man jeden Abend ein anderes Restaurant des Resorts wählen – von gut-bürgerlich bis exotisch. Für den Ausklang des Abends stehen fünf verschiedene Bars zur Verfügung. Kleine Shops, ein Frisör und ein Badesee nur wenige Bikeminuten entfernt runden das tolle Konzept ab, www.signinahotel.com.

Surselva: Hotel La Val Bergspa Hotel Brigels ****, www.laval.ch

Savognin: Hotel Cube Savognin***, www.cube-savognin.ch

Weitere Informationen zur MTB-Region Graubünden gibt es bei Mountain Bike Holidays, Tel.: 0043 6542 80480, E-Mail: office@bike-holidays.com, und unter www.bike-holidays.com.