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Lawn Tennis Championships at Wimbeldon The match between Mdlle Suzanne Lenglen and Miss Evelyn Colly

Der Rock im Sport

In der Geschichte des Sports war der kurze Rock einst ein Zeichen der Befreiung und Emanzipation. Heute versuchen manche Funktionäre, den Rock verpflichtend einzuführen und schreiben damit ein düsteres ­Kapitel der facettenreichen Sportrock-Historie.

Ein Faltenrock bis zu den Knien, ein ärmelloses Shirt und ein Haarband in den Haaren – wenn die Tennisspielerin Suzanne Lenglen in den 1920er-Jahren den Platz betrat, ging immer wieder ein Raunen durch die Menge. Und das lag nicht nur an ihrem beeindruckenden spielerischen Können, sondern auch an ihrer modischen Erscheinung. Wenn nicht gerade das Wort „skandalös“ fiel, wurde die Frau aus Paris, die von 1919 bis 1926 Jahr für Jahr in Wimbledon gewann und sich zwischen so manchen Sätzen mit Brandy gestärkt haben soll, auch „die Göttliche“ oder „Diva“ genannt.

Während ihre Gegnerinnen in Korsetts und langen, den Knöchel bedeckenden Röcken spielten, revolutionierte Lenglen mit ihrem kurzen Rock die Sportmode und das Bild der Frau in der Öffentlichkeit. Für das Wimbledon-Finale 1921 schneiderte ihr sogar der französische Mode­designer Jean Patou das Outfit. Heute, fast 100 Jahre später, tragen ein Court der French Open und der dortige Siegerinnen­pokal ihren Namen.

Serena Williams und das Tutu

Doch die Mode der Spielerinnen ist auch nach so langer Zeit dort immer noch ein großes Thema. Als die Tennisdominatorin der Gegenwart, Serena Williams, im vergangenen Jahr in einem schwarzen Catsuit auf dem Platz erschien, waren die männlichen Offiziellen der French Open erschüttert und sprachen der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin den Respekt für den Tennissport ab. „Der Respekt, der hier gebraucht wird, ist der für das außergewöhnliche Talent, mit dem Serena Williams das Spiel bereichert. Das zu kritisieren, was sie zur Arbeit trägt, ist die wahre Respektlosigkeit“, äußerte sich Tennislegende Billie Jean King, die in den 1970er-Jahren für die Gleichberechtigung in ihrem Sport kämpfte.

Hinter der Wahl von Serena Williams’ Outfit steckten nicht ausschließlich modische Gründe. Der Tennisstar war im Jahr zuvor Mutter geworden. Bei der Geburt ihrer Tochter hatte es schwere gesundheitlichen Komplikationen gegeben. Daher ­wählte sie den Catsuit, um ihre Durchblutung zu unterstützen.

Serena Williams wurde nach der heftigen Kritik an ihrer Rock­losigkeit bei den French Open nicht laut oder böse in Richtung der männlichen Kritiker. Sie konterte die Kritik ganz einfach mit einem Rock, der es in sich hatte. Denn bei den US Open spielte sie in einem auffälligen schwarzen, vom ­Ballett inspirierten Tutu. Sie siegte in dem auf­geplusterten Rock und führte damit die Kritik an ihrer Kleidung ad absurdum.

Zwischen Rock und Hose

Doch nicht nur ­Serena Williams war in letzter Zeit Zielscheibe von Sportoffiziellen. Im Vorfeld der Olympischen Spiele sollten ganze Sport­arten unter Rockzwang genommen werden. ­Verantwortliche des Welt-Badminton-Verbandes begründeten das mit dem Sicherstellen einer attraktiven Präsenta­tion; in einem Statement des internationalen Verbands der Amateurboxer war von der Problematik zu lesen, dass männliche und weibliche Boxer für Zuschauende so schlecht auseinanderzuhalten seien. Nach lautstarker Kritik an diesen Ideen wurde in beiden Fällen von Vorschriften abgesehen. Den Frauen wurde freigestellt, ob sie Rock oder Hose tragen möchten. Auch unter den ­Profiboxerinnen finden sich Anhängerinnen des Rocks, etwa Amanda ­Serrano aus Puerto Rico, die in sieben Gewichtsklassen Weltmeistertitel gewinnen konnte, und solche, die lieber in Hosen in den Ring steigen.

Während Suzanne Lenglens kurzer Rock ein Zeichen der Emanzipation der Frau war, ist ein aufgezwungener Rock reiner Sexismus. Die Sportlerin sollte das tragen dürfen, was sie möchte. Und das kann, wie bei den männlichen Sportlern, eben ein Rock oder eine Hose sein. Besonders bei den teils schrillen Kostümen der männlichen Profiboxer ist zum Beispiel immer mal wieder ein Rock dabei. Und auch die Tennisgrößen Roger Federer und Andy Murray trugen bei einem Charity-Match schon Kilt. Um diese Freiheit in der Kleiderwahl geht es auch den US-Amerikanerinnen, die Running-Skorts – ein Kunstwort aus „skirt“ und „shorts“ – in den letzten Jahren populär gemacht haben. Die ehemalige Profi-Triathletin Nicole DeBoom berichtet, dass sie nach einem Trainingslauf unzufrieden war mit dem, was sich da in einem Ladenfenster spiegelte. In ihren schlecht passenden Klamotten habe sie uninspiriert ausgesehen, und sie habe sich einfach nicht schön gefühlt. Zu Hause machte sie sich Notizen zu einem Rock für Läuferinnen.

Im Jahr darauf, 2004, gewann sie im Prototyp des Laufrocks den Ironman in Wisconsin und gründete drei Tage später die Firma Skirt Sports. Ihr Ziel sei dabei immer gewesen, anderen Frauen dabei zu helfen, Spaß am Laufen zu bekommen. Mittlerweile ist DeBooms Firma nicht mehr alleine auf dem Markt. Alle großen Lauf­artikelhersteller haben auch Röcke für ­Läuferinnen und Sportlerinnen anderer Disziplinen im Angebot – manche mit eingenähter Unterhose, andere mit Radlerhosen unter dem Rock.

Mit Rock aufs Podium

Auch bei den Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik wurde in diesem Jahr mindestens ein Rock gesichtet. Stabhochspringerin Jacqueline Otchere sprang in Rock statt Shorts. Erheblich wichtiger als die Kleiderfrage wird für die Mannheimer Leichtathletin aber die Tatsache gewesen sein, dass sie es nach ihrem Sieg im Vorjahr auch in diesem Jahr dank einer übersprungenen Höhe von 4,41 Metern als Dritte erneut aufs Podium schaffte.

Kerstin Börß

Laughing girl applying moisturizing cream on her face. Photo of

Vegane Beauty-Produkte: Try Green

In der heutigen Zeit sind vegane Beauty-Produkte nicht mehr wegzudenken. Ein Herz für Tiere zu haben, bedeutet auch, dass Tierversuche nicht unterstützt werden sollten. Vegan bedeutet vor allem: tierfreie Inhaltsstoffe.

Fischschuppen, Gelatine, Tierhaare, Horn aus Tierhufen, Teile von Quallen. Dinge, die keiner von uns essen würde, die sich die meisten Verbraucher jedoch auf den Körper und ins Gesicht schmieren. Kaum zu glauben, wenn man sich darüber Gedanken macht, jedoch sind all diese Stoffe in handelsüblichen Beauty-Produkten enthalten.

Der Trend zum Veganen und gegen Tierversuche zu sein, also die Einstellung der Menschen, dass Tiere nicht länger gequält und ausgebeutet werden dürfen, festigt sich seit Jahren und Stars wie Stella McCartney und Alicia Silverstone essen nicht nur vegan, sondern kleiden sich auch ausschließlich in Kunstmaterialien statt in Leder oder Pelz. Besonders die Promis tragen natürlich dazu bei, dass der Trend zum tierlosen Lifestyle geht.

Was genau ist vegane Kosmetik?

Bei veganer Kosmetik wird komplett auf tierische Inhaltsstoffe verzichtet. Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass vegane Kosmetikprodukte gänzlich ohne Tierversuche hergestellt werden. Der Begriff vegan ist nicht geschützt oder durch den Gesetzgeber klar definiert. Wer also vegane und tierversuchsfreie Kosmetik kaufen möchte, der muss sich bei der Wahl des richtigen Produktes vorher informieren, ob dieses „nur“ vegan ist oder auch tierversuchsfrei. Bei veganer Kosmetik sind auch Extrakte wie Milch, Honig oder Bienenwachs als Inhaltsstoffe in den Beauty-Produkten nicht erlaubt.

Der Grund, warum vegan nicht zwingend nur natürliche Inhaltsstoffe bedeutet, obwohl in Deutschland seit 2013 Tierversuche für Kosmetik verboten sind, ist, dass Hersteller durch Verlagerung der Produktion, zum Beispiel nach China, oder durch Zulieferer Wege finden, doch Stoffe in ihre Produkte einfließen zu lassen, die an Tieren getestet wurden. Ob ein Produkt vegan ist, lässt sich am einfachsten am jeweiligen Gütesiegel auf dem Etikett erkennen: Das Blumenlogo der „Vegan Society“ deutet auf vegane Produkte hin und auch das „BDIH-Siegel“ gibt grünes Licht für tierfreie Kosmetik. Wer zusätzlich noch darauf achten möchte, dass ohne Tierversuche produziert wurde, der kann sich auf der PETA-Homepage auf einer Liste, die viele solcher Marken listet, informieren.

Vorsicht statt Nachsicht

Viele Verbrauchen denken, dass vegane Beauty-Produkte besonders gut für die Haut sind, da sie nur aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Dem ist leider nicht so. Auch Pflanzen können Kontaktallergene enthalten, worauf die Haut reagiert. Juckreiz und Ausschlag können die Folgen sein. Wie bei allen Produkten können vegane Cremes und auch Schminke erst an Hautstellen getestet werden, die nicht so empfindlich sind, wie die Gesichtshaut. Geben Sie dazu ein wenig des Produktes auf eine nicht sichtbare Hautpartie wie zum Beispiel den Arm und warten Sie ab. Zeigt sich nach zwei bis drei Tagen keine Veränderung des jeweiligen Areals, so können Sie das Produkt auch problemlos im Gesicht anwenden.

Riesige Produktauswahl

Mittlerweile gibt es dank der veganen Welle alles, was das grüne Herz begehrt. Make-up, Haar- und Körperprodukte, Zahnpasta, Wimperntusche und natürlich Cremes in allen Varianten. Allein die Liste von PETA, die alle geprüften Hersteller listet, die vegane und tierversuchsfreie Produkte verkauft, umfasst etwa 200 Firmen. Auch für den Sport gibt es viele Produkte, die sich gut einen: Ein Make-up, das durchs Schwitzen nicht verschmiert, und wasserfeste Wimperntuschen, die trotzdem einen tollen Augenaufschlag zaubern, haben fast alle Hersteller im Sortiment.

Sich vegan aufzuhübschen und zu pflegen ist also problemlos möglich!

Lara Wassermann

Thule_AllTrail_LS_Split_Landscape_02

Vielseitige Wander-Outfits: Vom Berg in die Stadt

Wanderbekleidung sollte nicht nur funktional und praktisch, ­sondern auch modisch schick sein. Wir haben ein paar tolle Outfits zusammengestellt, mit denen Sie sowohl auf der Almhütte als auch beim Cafébesuch in der Stadt eine gute Figur machen.

Wanderbekleidung muss ähnlich wie jede andere Sport- oder Outdoorkleidung verschiedene Kriterien erfüllen: Unter anderem stehen die Funktionalität, der Tragekomfort und die Optik im Vordergrund. Bei Wandertouren, die hauptsächlich in der Natur stattfinden, wird der letzte Punkt manchmal vernachlässigt. Spätestens dann, wenn man irgendwo einkehren möchte, wird allerdings klar, dass Funktionalität nicht alles ist. Eine ausgewogene Kombination aus Funktionalität und modischer Optik ist also erstrebenswert. Insbesondere in den wärmeren Monaten muss unbedingt auf eine gute Atmungsaktivität der Materialien Wert gelegt werden.

Sightseeing – Wandern im urbanen Raum

Wanderungen durch die Idylle der Natur – in den Bergen oder durch die Wälder – begeistern viele Menschen. Doch auch Wanderungen oder sehr lange Spaziergänge in forschem Tempo in der Stadt sind immer weiter verbreitet. Eine dieser Sightseeing-Wanderungen könnte beispielsweise durch London von der Tower Bridge bis zur Westminster Cathedral führen. Dabei werden einige Kilometer (beziehungsweise in diesem Fall Meilen) zurückgelegt. Neben bequemen Schuhen sind daher funktionale und atmungsaktive Kleidungsstücke unumgänglich. Allerdings möchte man in einem Café am Big Ben nicht durch seine Outdoorbekleidung auffallen, sondern lieber mit einem alltagstauglichen Wander-Outfit zu den anderen Touristen passen. Immer mehr Hersteller haben Produkte im Sortiment, die sowohl bei steilen Bergwanderungen als auch bei einem erholsamen Mittagessen in der Stadt eine gute Figur machen.

 

Allzeit Griffbereit – Thule AllTrail 25L: Der „Thule AllTrail 25L“ ist ein vielseitiger Damen­rucksack mit oben liegender Öffnung, sodass Sie jederzeit schnell auf Ihre Ausrüstung zugreifen können. Durch den seitlichen Reißverschluss am Hauptfach haben Sie auch unterwegs schnell alles Nötige zur Hand. Die Schultergurte, der Hüftgurt und das Rückenteil sind atmungsaktiv und garantieren ein ange­nehmes Tragegefühl. Wanderstöcke können an den Schlaufen befestigt und ­kleine Gegen­stände in der Reißverschluss-Deckel­tasche aufbewahrt werden. Der verstell­bare Brustgurt stabilisiert den Rucksack und bringt zusätzlichen ­Komfort. Mit einem Eigengewicht von knapp einem Kilogramm ideal für Tageswanderungen. Preis: 99,95 Euro. www.thule.com

Für jede Situation – Locarno GTX LOWs von Lowa: Spontane Ausflüge – sowohl in die Berge als auch in die Stadt – sind mit dem „Locarno GTX LO Ws“ von Lowa ab sofort nicht mehr nur die Ausnahme, sondern an der Tagesordnung. Der lässige Look und die funktionalen Details des Schuhs machen ihn zu einem idealen Begleiter für Frauen, die einen aktiven Lebensstil pflegen. Die stylishe Lederprägung, die dämpfende Zwischensohle und vieles mehr sorgen für einen hohen Tragekomfort. Insbesondere bei ­einer längeren Sightseeingtour durch die Stadt entfaltet der „Locarno GTX LO Ws“ sein ganzes Potenzial. Aber auch bei einer Bergwanderung bietet er einen hohen Tragekomfort und guten Grip. Erhältlich in sieben Farben. Preis: 170 Euro. www.lowa.de

 

Nicole Audrit

Active Woman Magazin - Winter Laufmode

I‘m in love with your Hoodie

Aus Sportkleidung und Modewelt ist er nicht mehr wegzudenken – der Hoodie begleitet uns schon seit Jahrzehnten und verliert nicht an Charme. Kuschel- und Wohlfühlmodus ON!

In der Mode sind die Kapuzenpullover aktuell total im Trend, jedoch liegt ihr Ursprung eigentlich in den 1930er-Jahren. Die Marke Champion entwickelte ihn als Arbeitskleidung für Menschen, die sich in Kühlräumen aufhalten mussten. Er war warm, auch am Kopf und an den Ohren, und zugleich bequem, sodass er den ganzen Tag getragen werden konnte. Kleinere Arbeitsutensi­lien konnten in die Bauchtasche ­gesteckt werden. Bald darauf wurde der Hoodie von Sportlern getragen, weil er locker um den Körper liegt und vor Auskühlung schützt. In den 1970ern war er bei Rappern beliebt, illegale Sprayer trugen ihn, wenn sie in der Nacht unterwegs waren, in der Skater-Kultur ist und war er seitdem tief verwurzelt. Ein echtes Fashion-Statement wurden die ­weichen Kapuzenpullis dann in den 1990ern, als große Modelabels den Style für sich entdeckten, was schnell viele begeisterte Träger mit sich zog.

Echte Alleskönner

Die gemütliche Kapuze schützt uns bei Wind und Wetter und kann einfach aufgezogen werden. Der figurschmeichelnde Schnitt der meisten Hoodies sieht gerade zu engen Laufhosen gut aus, und die lässigen Taschen geben einen coolen Look. Den ­Hoodie gibt es in verschiedenen Schnitten: Von langen weiten Modellen, die sehr androgyn wirken, über Modelle, die fast bauchfrei sind, bis hin zu einem Mittelding aus beidem – einem taillierten Hoodie, der um die Taille enger anliegt und kurz überm Po endet. Bei besonders schmalen Frauen sieht der kurze, weite Schnitt toll aus, weil es ihre schmalen Hüften betont. Sehr lange Beine machen sich gut in dem androgynen, lässigen Hoodie, und der normal geschnittene passt zu jedem Frauentyp gut. Hoodies sind nicht nur perfekt für den Sport, einen kühlen Sommerabend oder die verregneten Tage auf der Couch, sondern lassen sich als cooles Fashion Statement mit den meisten Looks kombinieren.

 

Lara Wassermann

Brandi Chastain celebrates

Die Geschichte des Sport-BHs

Vor 20 Jahren war ein Sport-BH ein großes Thema im Fernsehen und in allen großen Tageszeitungen. Doch die Geburtsstunde des Kleidungsstücks liegt noch viel weiter zurück und ist eng mit männlicher Funktionswäsche verbunden.

Verteidigerin Brandi Chastain lief zum fünften Elfmeter an. Bei der Fußball-WM 1999 stand es im Elfmeterschießen 4:4 zwischen China und dem Gastgeberteam aus den USA. Chastain verwandelte den entscheidenden Elfer und machte ihr Land zum Weltmeister. Ob der Ball rechts unten oder links oben einschlug, kann heute wohl kaum jemand mal eben beantworten. Ihr Jubel danach ist allerdings immer noch präsent. Sie riss sich das Trikot vom Körper und wirbelte es durch die Luft, ehe sie auf die Knie sank. In diesem Moment betrat zum ersten Mal ein Kleidungsstück die große Bühne, das bis dahin eigentlich immer versteckt war: der Sport-BH.

„Es war ein krönender Moment für Frauen überall auf der Welt, ein Moment der Freiheit, der Befreiung“ sagte die Managerin von Chastains Fußballmannschaft zu dem ikonischen Bild der WM in einem Interview mit der „New York Times“. „Es wurde die Last von uns geworfen, die sagt: ‚Du kannst das nicht, weil du eine Frau bist.‘ Dieser Moment schrie: ‚Doch, ich kann das!‘“ Die Mode-Industrie meldete im folgenden Jahr große Anstiege beim Sport-BH-Verkauf. Das, was bisher immer nur drunter war, wurde zum Gesprächsthema Nr. 1. Heute – 20 Jahre später – reicht ein Blick auf die angesagtesten Instagram-Bilder von Sportlerinnen und Fitness-Models, um zu erkennen, wie groß, bunt und vielfältig die Auswirkungen des Steins sind, den Chastain 1999 ins Rollen brachte. Ihr Name ist daher eng mit der Geschichte des Sport-BHs verknüpft, auch wenn sie ihn natürlich nicht erfunden hat.

Erfindung von drei Lauffreundinnen

Ende der 1970er-Jahre waren drei laufbegeisterte Frauen von der University of Vermont in den USA die unbequemen und unpraktischen BHs, die sie beim Training tragen mussten, leid. Also tüfteteln Hinda Miller, Lisa Lindahl und Polly Smith gemeinsam an einem Ausweg aus ihrer Laufmisere. Die Lösung fanden sie bei männlichen Sportlern: Smith, die für das Theater der Uni Kostüme anfertigte, und ihre Freundinnen nähten zwei „Jockstraps“ (Hodenschutz für Sport treibende Männer) aneinander. Der „Jockbra“, der später in „Jogbra“ umbenannt wurde, war geboren und ermöglichte Frauen, so exzessiv Sport zu treiben, wie sie wollten. Brandi Chastains Sport-BH, der bekannteste der Geschichte, ist bei ihr eigentlich nicht mehr im aktiven Gebrauch. „Aber wenn die Wäsche wenig wird, ziehe ich ihn noch an“, erzählt die ehemalige Fußballerin, die sich heute unter anderem für den Kampf gegen Brustkrebs starkmacht.

Kerstin Börß

Woman practicing yoga on jetty at a lake

Summerlove

Die schönste Jahreszeit wird natürlich auch sportlich draußen an der frischen Luft verbracht. Die stärkere Sonneneinstrahlung und die Wärme bringen aber ein paar Tücken mit sich. Diese Produkte sind perfekt für den Sommer.

Wer sich das ganze Jahr über vor Sport drückt, den packt es spätestens in den Sommermonaten, wenn es dem Urlaub entgegengeht. Flacher Bauch, gestraffte Beine und dazu einen gebräunten Teint – das wünschen sich die meisten Frauen. Die Bewegung an der frischen Luft ist jedoch auch mit speziellen Bedürfnissen unseres Körpers verbunden. Die Haut trocknet schneller aus und braucht beim Sport in der Sonne auf jeden Fall einen guten UV-Schutz, die Haare werden bei vermehrtem Schwitzen häufiger gewaschen, werden stumpf und verlieren an Feuchtigkeit. Auch das ständige Rasieren von Stoppeln an den Beinen und unter den Achseln reizt die Haut. Das Zufügen von reichlich Flüssigkeit ist außerdem Pflicht.

Sportlich & fit in den Sommer

Um einen natürlichen Look beim Sport zu haben, der außerdem zur Jahreszeit passt, tupfen Sie glänzenden oder schimmernden Highlighter aufs Oberlid. Dieser schimmert in der Sonne besonders schön. Dazu kann auch beim Sport Wimperntusche benutzt werden, die natürlich wasserfest sein sollte, damit sie beim Schwitzen nicht verschmiert. Das regelmäßige Peelen der Haut sorgt dafür, dass die Sommerbräune besser hält und ein weiches Hautgefühl entsteht. Ein Sonnenspray lässt sich gut auftragen und hält die ganze Session lang.

 

Kühlender Schutz: Der ideale Sonnenschutz für einen aktiven Lebensstil. Die neue Generation der schnell trocknenden wasser- und schweißresistenten Sprays kann direkt auf nasser Haut angewendet werden, ohne weiße Rückstände zu hinterlassen. Darüber hinaus versorgen Sie die Sprays mit einem unmittelbaren und lang anhaltenden Frischegefühl bei Bewegung. Die Full Light Technologie gegen alle vier Hauptarten der Sonnenstrahlung [UVB, UVA, sichtbares Licht, Infrarot] verleiht Ihnen den umfassendsten Lancaster Schutz, den es jemals gab. Zudem schenken Sie Ihrer Haut eine wunderschöne goldene Bräune. Mittlere SPF-Schutzleistung. Preis: 24,50 Euro. www.lancaster-beauty.com

Strahlende Augen und Lippen: In edler Goldhülse verpackt wie ein luxuriöser Lippenstift und angereichert mit einem photostabilen UVA/UVB-Breitbandfilter, ist der „UV Protection Balm Eyes and Lips Superior“ ein unverzichtbarer Beauty-Begleiter. Der pflegende und schützende UV-Blocker mit LSF 15 ist gleich mehrfach einsetzbar: als Augen- und Lippenpflege sowie für besonders sonnenempfindliche Gesichtspartien (Nase, Wangenknochen). Ausgewählte Pflanzenöle und Aktivstoffe wie Shea- Butter, Jojoba-Öl, reines Bienenwachs, Bisabolol, Coenzym Q10 sowie die Vitamine E und C schützen und reparieren, beugen unangenehmer Bläschenbildung vor und entfalten linienglättende und hydratisierende Eigenschaften auf den empfindlichen Gesichtspartien. Der geschmeidige apricotfarbene Pflege-Stick ist völlig geschmacklos und transparent. Aufgrund seiner hautmilden Wachs-Formulierung ist er als Vier-Jahreszeiten-Spezialprodukt für die ganze Familie geeignet. Preis: 23,50 Euro. www.ayer-cosmetics.com

 

Lara Wassermann

Young person running over the parking lot

Urban Running

Ein ausgedehnter Lauf vor der ­Arbeit oder eine kurze, knackige ­Abendrunde zum Entspannen  – wenn das Wetter schöner wird, machen wir die Laufstrecken in den Städten wieder unsicher – und wollen dabei gut aussehen.

Wie soll man sich an einem langen Arbeitstag die zwei Stunden zusätzliche Zeit fürs Laufen nehmen? Viele Vollzeitbeschäftigte wissen nicht, wie sich das Hobby Laufen in den Business-Alltag integrieren lässt. Zwei Stunden, die nur einem selbst gehören, in denen man die Seele baumeln lassen kann und nur mit sich und seinen Gedanken allein ist, sind das Ziel eines ausgiebigen „Run“. Sich die Zeit zu sparen, um noch irgendwo in der Natur eine geeignete Strecke zu finden, ist vielen nicht möglich.

Beim „Urban Runnning“ verzichtet man genau darauf: Jede Stadt dient hier als neue, geeignete Laufstrecke. Den Geruch von Asphalt, von Dreck und die Geräusche von Autos und dem lauten Leben finden viele Läufer gerade inspirierend. So lässt sich das Laufen vor der Arbeit doch noch in den Zeitplan integrieren, und man kann locker und entspannt in den Tag starten. Natürlich hat der Urban-Running-Trend auch seinen ganz eigenen Modestil: Locker, lässig und etwas abgerockt dürfen die Kleidungsstücke sein, die vom ­coolen Stadtläufer getragen werden. Schwarz, Grau und Weiß sind hier die „Farben“ der Wahl. Wir ­zeigen Ihnen die coolsten Teile der Saison!

 

Puma HYBRID NX TZ Damen-Laufschuhe: Der neue Hybrid NX mischt die Welt der Dämpfungsschuhe mächtig auf. Perfekt auch als Sneaker zu tragen, verbindet dieser neue Laufschuh Hybrid-Zwischensohlen-Technologie mit einem absolut streetweartauglichen Design. Preis: 90,00 Euro. www.puma.com

Nike Air Max Leg-A-See: Erweitern Sie Ihre Tights-Sammlung mit den Nike Air Max Leg-A-See Leggings. Sie bestehen aus elastischem, geschmeidigem Jersey-Material für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit, sind mit Nike Air Max-Logos versehen und haben eine Länge, die Ihre Schuhe perfekt zur Geltung bringt. Preis: 35,00 Euro. www.nike.com

…alle Produkte finden Sie in der active woman-Ausgabe 2/2019.

 

Lara Wassermann

Woman running for marathon

Showerfresh den ganzen Tag

Schwitzen ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf vermehrte Anstrengung oder Stress. Um unangenehmen Körpergeruch sowohl im Alltag als auch beim Sport zu verhindern, ist ein Deo vonnöten. Die active woman-Redaktion verrät Ihnen, welche Produkte halten, was sie versprechen.

Zum Sprühen, Rollen oder Cremen, mit oder ohne ­Aluminiumsalze, mit dezentem oder fruchtigem Duft – die Auswahl an Deodorants scheint unendlich. Frischer Schweiß riecht neutral, erst wenn die auf der Haut sitzenden Bakterien den Schweiß zersetzen, entsteht der unangenehme Geruch. Sowohl Deodorants als auch Antitranspirante verhindern den unschönen Körpergeruch. Ein Antitranspirant reduziert zudem die Schweißproduktion um bis zu 70 Prozent. Meist enthalten die schweißhemmenden Produkte Aluminiumsalze, die dafür sorgen, dass sich die Poren zusammenziehen und die Schweißkanäle blockiert werden. Allerdings stehen aluminiumhaltige Antitranspirants auch häufig in der Kritik, da Aluminium im Verdacht steht, Brustkrebs und Alzheimer-Erkrankungen zu begünstigen. Wissenschaftlich ist dies laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bisher allerdings nicht zweifelsfrei bewiesen. Dennoch sollten Deos mit Aluminium sparsam und nicht direkt nach einer Rasur verwendet werden.

Die active woman-Redaktion hat verschiedene Produkte ­unter die Lupe genommen, sowohl in Alltagssituationen als auch bei mehr oder minder schweißtreibenden sportlichen Aktivitäten – beim Yoga und beim BOP-Workout. Unser Fazit: Mit allen getesteten Deos können Sie den Alltag entspannt genießen, aber nicht jedes eignet sich für besonders anspruchsvolle sportliche Aktivitäten. Häufig wird aluminiumfreien Produkten nachgesagt, schlechte Gerüche lediglich zu überdecken – dieses Gerücht können wir nicht bestätigen. Fakt ist: Ohne Aluminium verhindern die Deos zwar die Schweißbildung nicht, die Geruchsbildung hingegen schon.

 

Tipp der Redaktion: Größte Effektivität: Hidrosis Control Roll-on

Der Roll-on mit Anti-Weiß-Effekt stoppt den Schweiß, verhindert zuverlässig Geruchsbildung für 48 Stunden. Es ist dreifach wirksam: Aluminiumsalz reguliert die Schweißproduktion, Zinkricinoleat entfernt Gerüche und Triethylcitrat wirkt antibakteriell, um eine erneute Geruchsbildung zu vermeiden. Unser Fazit: Das Antitranspirant hat keinen besonderen Eigengeruch und riecht neutral – ich hätte mir jedoch eine frischere Note gewünscht. Das Produkt ist sehr ergiebig und wirksam, sodass mich weder ein Workout noch der tägliche Arbeitsstress zum Schwitzen gebracht hat. Die Wirksamkeit überzeugt absolut, was den hohen Preis rechtfertigt. Preis: 9,90 € www.ducray.de

 

Tipp der Redaktion: Preis-Leistungs-Sieger: Nivea dry active Spray/Nivea dry comfort Creme

Spray und Creme bieten einen zuverlässigen Anti-Transpiranz- Schutz für 48 Stunden. Die hocheffektive Dual-Active-Formel mit zwei besonders wirksamen Inhaltsstoffen wirkt effektiv gegen Achselnässe, hält die Achseln angenehm trocken und verhindert schlechten Körpergeruch. Unser Fazit:  Beide Nivea-Produkte bieten einen frischen Duft und garantieren ein trockenes Hautgefühl den ganzen Tag. Auch schweißtreibende sportliche Aktivitäten können den Deos nichts anhaben. Die Creme hinterlässt zudem nach dem Auftragen ein sehr angenehmes Hautgefühl und zieht schnell ein. Sowohl das Spray als auch die Creme überzeugen auf der ganzen Linie – klare Kaufempfehlung! Preis: 1,79 € (Spray), 2,99 € (Creme) www.nivea.de

 

Nicole Audrit

Female athlete resting

Ab in die Wäsche

Oberteil nass, Hose nass, alles nass: Je anstrengender die Einheit ist, desto schweißtreibender ist sie auch. So befreiend sich das auf unsere Seele auswirkt, so problematisch kann es werden, wenn wir danach die Pflege unseres Körpers vernachlässigen.

Kaum ein Teint ist so schön wie der nach einer Sporteinheit. Beim Blick in den Spiegel nach einem Winterlauf strahlt die Haut frisch, und die Wangen leuchten rosig – natürlich unterstützt von den glänzenden Augen. Der Sport an der ­frischen Luft hat die Durchblutung nach oben gekurbelt und die Haut mit Sauerstoff versorgt. Auch der Schweiß ist zunächst einmal sehr gut für die Haut. „Im Schweiß sind Substanzen enthalten, die notwendig für die Haut sind, und ich brauche Schweiß für die Temperaturregulierung“ sagt zum Beispiel die Augsburger Dermatologin Dr. Julia Welzel. Zu feucht möge es die Haut aber auch nicht, wenn sich die Feuchtigkeit zum Beispiel in Hautfalten staue. Daher sollte man darauf achten, dass der Schweiß beim Sport verdunsten kann – also atmungsaktive Kleidung wählen.

Und auch wer die Hygiene nach schweißtreibenden Trainingsaktivitäten schleifen lässt, kann schnell die Quittung in Form von Dermatosen, also Entzündungen der oberen Hautschichten, bekommen. Begünstigende Aspekte für Hautinfektionen sind unter anderem das verstärkte Schwitzen, enger Kontakt zu anderen Sportlerinnen, die Benutzung von Trainingsgeräten und Umkleide­räumen sowie das ­Tragen der immer ­gleichen Sportkleidung.

Kleine Duschanleitung

Um zunächst einmal Entzündungen und Irritationen zu vermeiden, gilt es, ein paar Tipps zu beachten. Der erste liegt auf der Hand beziehungsweise direkt im Badezimmer: die Dusche. Denn Sportlerinnen sollten ihre Haut regelmäßig und natürlich besonders nach dem Training reinigen und damit von Schmutzpartikeln oder Schweißrückständen befreien. Dabei gilt es, nicht zu übertreiben. Denn auch zu langes Duschen strapaziert die Haut. So schön entspannend es auch zunächst sein mag, sich nach dem Laufen vom Wasser berieseln zu lassen. Bei der Temperatur sollte es weder zu heiß noch zu kalt werden. Beim Duschen mit heißem Wasser wird der natürliche Fettfilm der Haut abgespült, und die Haut trocknet somit schneller aus. Ähnliches geschieht bei zu aggressiven, meist sehr schäumenden Duschgelen. Wer sowieso zu trockener Haut neigt, sollte auf jeden Fall auf milde Produkte achten. Das Nein zum heißen Duschen bedeutet allerdings auch kein Ja für die kalte Dusche.

Denn sehr kaltes Duschen ist ebenfalls kontraproduktiv. Schließlich sorgt das kalte Duschwasser dafür, dass man nach dem Duschen wieder schnell zum Schwitzen kommt. Nach dem Duschen ist es außerdem sehr wichtig, sich komplett abzutrocknen. Das sollte möglichst schnell gehen, damit das Wasser nicht auf der Haut verdunstet und dieser damit noch mehr Feuchtigkeit entzieht. Zu rabiat darf dabei aber nicht gerubbelt werden, da auch das für trockene und irritierte Haut sorgen kann. Bevor es dann wieder in die Anziehsachen geht, hilft das Eincremen, einer spröden Haut entgegenzuwirken.

Beim Reinigen nach der Sporteinheit verdient zudem das Gesicht besondere Beachtung. Schließlich öffnen sich beim Schwitzen die Hautporen, und Schmutz­partikel werden heraustransportiert. Schon beim Sport ist es daher besser, kein Make-up zu tragen, welches die Poren verstopfen kann. Wenn nun nach der Trainingseinheit der Schweiß, die Schmutzpartikel, Hautschüppchen und Make-up-Reste auf der Haut trocknen, können die Poren verstopft ­werden. Und gerade hier fühlen Bakterien sich ­besonders wohl. Wer nach dem Sport zu lange mit der Reinigung des Gesichts wartet, riskiert eine unnötige Pickelbildung. Beim Säubern kann auch eine elektrische Gesichtsreinigungsbürste helfen.

Das hilft bei der Hygiene:

Punkt 1 – Handtücher

Ganz praktische Hygienetipps gilt es im ­Fitness-Studio zu beachten. Das fängt schon beim Packen der Sporttasche an. In diese gehören unbedingt mindestens zwei Handtücher. Eines benutzten Sie ausschließlich dafür, sich beim Sport den Schweiß aus dem Gesicht abzuwischen. Das sollte ­nämlich nicht mit den Händen gemacht werden, mit denen auch die Sportgeräte angefasst werden, da diese von zahlreichen Personen benutzt werden. Und diese verteilen Bakterien an den verschiedenen Geräten. Dieses Schweißhandtuch sollte direkt nach dem Training gewaschen werden und keinesfalls eine zweite Karriere als Duschhandtuch beginnen. Dafür dient ausschließlich das zweite Handtuch aus der Sporttasche. Zusätzlich ist es hilfreich, ­darauf zu achten, sich im Fitness-Studio nicht allzu oft ins Gesicht zu fassen.

Punkt 2 – Klamotten

Außer dem Schweißhandtuch darf auch die Sportkleidung nach jedem Einsatz in die Wäsche. Dabei muss es nicht immer das volle Waschprogramm sein, manchmal reicht auch Handwäsche mit Shampoo als reinigendes Element aus. Wichtig ist ­besonders bei Funktionskleidung, diese nicht mit normaler Wäsche zu kombinieren, da auf diesem Weg Flusen an den atmungsaktiven Anziehsachen hängenbleiben können. Wenn der Schweißgeruch einfach nicht aus Shirt und Co. verschwinden will, darf keinesfalls eine höhere Temperatur gewählt werden. Entgegen der vorgeschriebenen Temperatur zu waschen kann die Funktion der Kleidung beeinträchtigen. Dies gilt auch für Weichspüler. Bei besonders aggressivem Geruch können die Sportklamotten vor der Wäsche mit Essig oder Kernseife ­vor­behandelt werden.

Punkt 3 – Yogamatte

Wer die Sportklamotten immer vorschriftsmäßig wäscht, hat vielleicht trotzdem noch eine Bakterienschleuder im Zimmer – die Yogamatte. Wer beim ­Yoga schwitzt, und das dürfte eigentlich jeder Yogi sein, verteilt den Schweiß direkt auf der Yogamatte. Wenn die Einheit im ­Studio oder im heimischen Wohnzimmer vorbei ist, wird die nun vollgeschwitzte Matte oftmals sorglos zusammengerollt und bis zur nächsten Einheit weggepackt. Bakterien dürfen sich freuen – selbst dann, wenn man die Matte während der Einheit mit einem Handtuch bedeckt hat. Manche Yogamatten dürfen in die Waschmaschine, das ist die einfachste Variante der Reinigung. Schonender ist es, die Matte mit einer Essig­mischung abzuwaschen. Oder man schafft sich direkt ein spezielles Yogamatten-Spray oder ein anderes Desinfek­tionsspray an.

 

Kerstin Börß

Schwarz ist Trend - Aktivkohle

Schwarz statt weiß – Aktivkohle

Welche Farbe hat Ihre Gesichtscreme oder Zahnpasta? Weiß,rosa oder zartgrün? Dann müssen Sie sich womöglich umgewöhnen. Der Trend ist Schwarz, dank Aktivkohle.

Es gibt schwarze Zahnpasta, schwarze Duschgels, schwarze Masken und schwarze Peelings. Sie wollen für porentiefe Reinigung sorgen und, zumindest bei der Haut, diese auch nebenbei noch entgiften. Verantwortlich für die schwarze Farbe ist der Wirkstoff Aktivkohle, der aus pflanzlichen oder mineralischen Stoffen hergestellt wird. Der feinkörnige Kohlenstoff besitzt eine poröse Struktur und wirkt wie ein Magnet. Hautschüppchen, Talg und Schmutzpartikel werden von den schwammartigen Poren angezogen. Zusammen mit der zuvor aufgetragenen Maske oder dem Peeling werden sie ganz einfach abgewaschen.

An der Wurzel gepackt

So lautet zumindest das Versprechen der Hersteller. Tatsächlich scheint Aktivkohle besonders tief in die obersten Hautschichten eindringen zu können und dort tiefsitzende Verunreinigungen und Entzündungen zu lösen. Mitesser und Pusteln werden sozusagen an der Wurzel bekämpft. Für Frauen, die unter fettiger Haut und starken Unreinheiten leiden, ist dies daher durchaus interessant.

Detox-Kur

Doch nicht nur Hautprobleme können mit der Aktivkohle behoben werden. Die schwarzen Masken und Peelings eignen sich auch als eine Art Detox-Kur für die Haut. Durch ihre intensive Reinigungswirkung haben sie in jedem Fall einen klärenden und hautverfeinernden Effekt. Für die Aktivkohle spricht zudem, dass sie die Haut nicht austrocknet, sondern den natürlichen Säureschutzmantel der Haut erhält.

Sie wollen überprüfen, ob die Aktivkohle hält, was sie verspricht?

Dazu müssen Sie sich kein teures Produkt kaufen. Sie können die schwarze Maske auch selbst herstellen. Und so geht’s: Zerdrücken Sie zwei oder drei Kohletabletten aus der Apotheke mit einem Löffel oder Mörser. Pro Kohletablette je zwei Teelöffel Gelatinepulver und Wasser hinzufügen und alles miteinander zu einer Paste verrühren. In der Mikrowelle kurz anwärmen. Die Maske im Gesicht verteilen und zehn bis 15 Minuten antrocknen lassen. Die Maske bildet einen festen Film, der dann abgezogen wird.

SCHWARZE ZAHNPASTA

Die dunkle Pampe soll wie eine Whitening-Zahncreme wirken. Statt mit aggressiven Schmirgelteilchen werden die Beläge bei der schwarzen Zahnpasta jedoch durch die absorbierende Wirkung der Aktivkohle entfernt. Für die Zähne ist dies in jedem Fall schonender. Wer schwarze Zahnpaste benutzt, muss den Mund gründlich ausspülen, damit sich keine schwarzen Reste festsetzen.

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