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Hängen Sie sich rein – Sling-Fitness

Festere Konturen an Armen, Beinen und Po und ein straffer Bauch? Clevere Frauen setzen auf den Sling-Trainer. Warum das innovative Fitness-Tool so angesagt ist, wie es funktioniert und was es bringt.

Was ist Sling-Training?

Ein Workout, das nur zwei Schlaufen, Bänder und einen Haken braucht, um alle Körper-Regionen zu trainieren. Weder schwere Hanteln noch Geräte sind dazu nötig. Nur ein einfach zu transportierendes und überall einsatzbares Fitness- Tool: der Sling-Trainer. Mit seiner Hilfe lassen sich an die 300 Übungen ausführen. Darunter viele gute Bekannte wie Liege- und Seitstütz (mit eingehängten Füßen!), Kniebeugen oder Butterfly. Durch das Schwingen der Seile werden die Übungen jedoch viel anstrengender und effektiver. Warum? Weil sich der Körper an den frei hängenden Schlaufen ständig ausbalancieren muss. Einfach nur in die Gurte hängen oder sich dran abstützen, klappt nämlich nicht. Stattdessen gilt es während der Übungen auch die Schlaufen zu stabilisieren – und zwar solange, bis es zum erwünschten Muskelzittern kommt.

Was bewirkt Sling-Training?

Beim Trainieren im Schlingensystem arbeitet man nur gegen die Schwerkraft und das eigene Körpergewicht. Das Besondere dabei ist das Prinzip der Instabilität und der Schräglage, die das Training so intensiv machen. Dadurch werden vor allem ganze Muskelgruppen und besonders die tiefliegenden Muskeln angesprochen, die entscheidend für die Stabilität des Körpers sind. Zum Vergleich: Klassisches Krafttraining an den Geräten spricht in der Regel isoliert einzelne und größere Muskeln an. Dafür muss man von Gerät zu Gerät wechseln. Das dauert seine Zeit. Beim Sling-Training reichen wenige Übungen aus, und schon sind alle wichtigen Muskeln trainiert. Es ist also sehr effektiv und spart Zeit. Was es sonst noch bringt? Körpergefühl, Kraft und Koordination für den Alltag und für den Sport. Zudem unterstützt es beim Abnehmen, indem es die Körperkonturen festigt und den Grundumsatz erhöht – dadurch klappt der Fettabbau wie von selbst.

Wie wird trainiert?

Mithilfe des eigenen Körpergewichts und dem Sling-Trainer. Da er mit weniger als einem Kilo sehr leicht und kompakt ist, kann man fast überall ein paar Übungen einbauen: zu Hause, bei der Joggingrunde oder auf der Geschäftsreise. Das Band lässt sich in Sekundenschnelle überall montieren, beispielsweise auf dem Spielplatz oder im Türrahmen oder im Garten zwischen zwei Ästen. Während Arme oder Beine im Schlingensystem hängen, geht es an die Übungen. Über die Aufhängung und den Winkel der Schlingen lässt sich der jeweilige Trainingsreiz variieren. Je nach Übung und Wiederholungszahl können dadurch Muskeln aufgebaut oder die Kraftausdauer verbessert werden. Der Kalorienverbrauch liegt übrigens bei ca. 500 Kalorien pro Stunde.

Wo kann man es machen?

Schon seit langer Zeit werden die Schlingen in der Physiotherapie, bei der US-Army oder im Leistungssport angewendet. Inzwischen haben sie auch den Weg in viele Fitnessstudios und in Bootcamp- Kurse gefunden. Letzteres bietet eine große Motivationshilfe: Der Gruppencharakter eines Bootcamps pusht einfach, weil alle an einem Strang ziehen. Zwei Monate lang wird zweimal pro Woche in 45-minütigen Kursen gemeinsam trainiert. Infos über europaweite Trainer und Kurse gibt es auf der Homepage von Transatlanticfitness (www.transatlanticfitness.com) oder über die Suchfunktion im Internet.

Was ist von Sets für zu Hause zu halten?

Natürlich kann sich jeder auch für das Training zu Hause einen Sling- Tool kaufen. Aber gerade wenn Sie Anfängerin sind oder Rücken- und Gelenkbeschwerden haben, sollten Sie sich zunächst nur mit einem geschulten Trainer an die Gurte wagen. Er kann Ihnen die richtigen Übungen heraussuchen und zeigen, wie sie korrekt ausgeführt werden. Nur dann sind die Übungen auch wirklich funktional und bringen sichtbare Erfolge. Zudem ist es wichtig zu wissen, wie Sie die Schlingen korrekt einstellen und wie Sie darin verletzungsfrei ein- und aussteigen können.

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barablösung oder Übertragung des Preises ist nicht möglich. Der Preis wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Gewinner werden unter allen Einsendungen per Los ermittelt und unter der im Teilnahme-Formular eingegebenen Adresse, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse benachrichtigt. Die Daten der Gewinner können zu Versendungszwecken der Gewinne an Dritte weitergegeben werden. Teilt ein Gewinner nicht innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Absenden der Gewinn-Benachrichtigung eine gültige Post-Zustelladresse von sich mit oder wird ein versandter Gewinn von der Post zurückgesandt, z. B. wegen falscher/unvollständiger Anschrift oder Nichtabholung, ist der Veranstalter berechtigt, einen anderen Gewinner zu ziehen; der Gewinnanspruch verfällt insoweit. Teilnehmen kann nur, wer das Online-Formular eigenhändig ausfüllt inklusive vollständiger Adresse und E-Mail-Adresse und absendet; ausdrücklich ausgeschlossen sind Einsendungen, die beauftragte Dienstleister wie etwa Gewinnspiel-Services für ihre Kunden oder Mitglieder vornehmen. Der Veranstalter behält sich vor, Teilnehmer vom Gewinnspiel auszuschließen bei Verstoß gegen die Teilnahmebedingungen oder bei Versuchen, den Ablauf des Gewinnspiels unzulässig zu beeinflussen, beispielsweise durch Einschaltung von Strohleuten. Mitmachen kann jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat.
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Regina Halmich im Interview

Regina Halmich

Regina Halmich ist die erfolgreichste Profiboxerin der Welt. 12 Jahre lang war sie ungeschlagene Weltmeisterin im Fliegengewicht. Der Sport hat die heute 41-Jährige genauso geprägt wie die soziale Einstellung ihrer Familie. 2007 hatten Sie Ihren Abschiedskampf.

Welche Rolle spielt der Boxsport heute noch in Ihrem Leben?

Eine ganz große Rolle. Boxen ist eine Leidenschaft und das bleibt auch nach der Karriere. Ich verfolge das Boxgeschehen tagtäglich, sei es im Internet oder auf Veranstaltungen. Und nach wie vor leite ich ja auch BoxCamps und Trainings.

Ist das Boxen auch noch Bestandteil Ihres persönlichen Trainings?

Wenn ich Trainings gebe, zeige ich noch viel, aber ich selbst mache kein Wettkampftraining mehr. Ich habe mich schon ein bisschen da-von distanziert. Auch aus Selbstschutz. Ich weiß, wenn ich wieder auf einem bestimmten Level trainieren würde, dann würde ich auch wieder die Herausforderung suchen. Also Wettkämpfe bestreiten. Damit die Gefahr nicht so groß ist, habe ich offiziell gesagt, dass ich nach meiner Karriere 2007 die Boxhandschuhe nicht mehr anziehe.

Sie hatten also schon damals Angst, wieder rückfällig zu werden?

Ja (lacht). Ich powere mich seitdem anderweitig aus. Hauptsächlich mache ich Cross Fit, Freestyle Training und Hanteltraining. Ich trainiere sehr viel im High-Intensity-Bereich. Kurze, knackige Trainingseinheiten, die die Pulsfrequenz schnell nach oben bringen und bei denen man sich im optimalen Fall auch wieder schnell erholt. Das ist mein Ding. Mit Yoga, Pilates oder Zumba kann ich weniger anfangen. Da bin ich auch nicht die Expertin dafür. Bei mir muss es nach wie vor ein Sport sein, der in kürzester Zeit die Anstrengung bringt. Um mich so richtig auszupowern, mache ich abends gerne Cycling-Intervall. Das mache ich auch oft zusammen mit Sven Ottke, er ist ja auch ehemaliger Weltmeister im Boxen und er trainiert auch bei Fitness First. Da verabreden wir uns hin und wieder auch mal zum Training.

Machen Sie täglich Sport?

Nein, ich schaffe es drei bis vier Mal pro Woche. Das ist realistisch. Wenn es mal mehr wird, freue ich mich. Aber ich bin eben auch viel unterwegs, leite Trainings, halte Vorträge. Und natürlich beobachte ich den Fitnessmarkt und seine Trends. Ich probiere alles aus und bewerte die Programme. Manches funktioniert, manches nicht.

Sie entwickeln selbst Sport- und Fitnessprogramme. Was ist Ihnen dabei wichtig?

Ich habe mich auf den Freizeitsportbereich spezialisiert, auch wenn ich nach wie vor Profis und Fitnessfreaks unheimlich gerne trainiere, weil ich da selbst mit trainieren und an meine Grenzen kommen kann. Aber ich bin durchaus in der Lage, einen Anfänger oder einen Hobbysportler zu trainieren und es ist oft die viel größere Herausforderung. Bei meinen Trainingsprogrammen – egal ob es das BoxCamp ist oder ein anderes Kursformat – gibt es immer zwei Varianten. Man kann wie ein Profi trainieren, aber es gibt auch immer eine abgeschwächte Form. Das fängt schon an bei den Liegestützen, die man auch auf den Knien machen kann. Das wichtigste ist, dass jedes Trainingslevel glücklich und zufrieden macht.

Der Boxsport ist ja durchaus ambivalent. Einerseits übt er eine große Faszination aus, anderseits zuckt man bei den Schlägen unweigerlich zusammen. Wann wussten Sie, dass Sie boxen wollten?

Das zieht sich durch mein ganzes Leben, seit meinem elften Lebensjahr. Zunächst fing ich mit Judo an. Eine Freundin nahm mich dann mit zu Karate und ich war total fasziniert von den Kickboxern. Ich habe immer zugesehen. Ein Trainer ist so auf mich aufmerksam geworden. Er hat gemerkt, dass ich neugierig und fasziniert bin. Mit 13 fing ich dann mit dem Kickboxen an und war total begeistert. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass ich mit den Fäusten extrem gut bin. So hat sich das schließlich entwickelt. Ich kann nicht sagen, dass ich das von Anfang an wollte oder es immer mein Ziel war. Neugierde und Talent kamen zusammen.

Und auch ein glücklicher Umstand, dass das jemand erkannt hat…

Ja, das ist ganz wichtig im Leben. Viele haben ein großes Talent, aber es bleibt unentdeckt und wird nicht gefördert. Insofern hatte ich da großes Glück. Was ist das Besondere am Boxsport? Prinzipiell schon der Wettkampfgedanke. Sich messen, an Grenzen zu gehen. Im Ring zu stehen. Man weiß, es kann etwas passieren. Man muss gut sein, man muss besser sein. Ansonsten tut es weh. Das ist schon so eine Adrenalinsportart, die einen besonderen Reiz hat und einen besonderen Kick gibt. Aber natürlich ist das nichts für jeden. Nicht jeder ist für das Boxen geeignet. Man muss das schon wollen. Schläge ins Gesicht zu bekommen, dafür muss man schon ein spezieller Typ sein. Ich habe einfach gemerkt, dass es mir liegt und dass ich es gut kann. Und der Reiz liegt darin, mehr zu treffen als getroffen zu werden. Für mich ist Boxen auch eine sehr intelligente Sportart. Man kann es durchaus mit einem Schachspiel vergleichen. Man muss dem anderen immer einen Zug voraus sein. Und natürlich muss man schnell reagieren können.

Sie haben gesagt, es ist sicher nicht etwas für jeden. Würden Sie es trotzdem empfehlen?

Man muss zwischen einem Wettkampf und dem Boxtraining unterscheiden. Professionell zu boxen und einen Wettkampf zu bestreiten, ist eine ganz andere Nummer. Ob das etwas ist, muss jeder für sich herausfinden.

Das Boxtraining als solches, das ja in vielen Studios angeboten wird, kann ich dagegen uneingeschränkt empfehlen. Trainiert werden die Kernelemente des Boxens wie Koordination, Kondition, Strategie und Kraft. Man muss ja für das Boxen nicht unbedingt in den Ring steigen, sondern kann das Training genießen. Also Sandsack-Training, Schattenboxen und Seilspringen. Da gibt es schon viele Möglichkeiten und Boxen ist das beste Ganzkörpertraining überhaupt.

Liegt Boxtraining im Trend?

Ich denke, es ist mehr als ein Trend. Es hält sich wirklich schon über Jahre. Das Kursformat hat sich fest etabliert und oftmals sind in den Kursen sogar mehr Frauen als Männer. Und es ist auch eine gute Möglichkeit für Leute, die das Boxen für sich entdeckt haben, aber auf keinen Fall morgens mit einem blau-en Auge zur Arbeit gehen können. Denn das Gesicht ist in diesem Training tabu.

Zu Ihrer Zeit war Boxen eine absolute Männerdomäne. Hat Sie das geprägt? Ja, das hat mich schon geprägt. Diese Jugend-und auch die Profizeit in einer Männerdomäne. Ich habe praktisch nur mit Männern trainiert. Nach und nach sind noch zwei, drei Frauen zu Universum Box Promotion gekommen, die einen Profivertrag bekamen. Aber gerade am Anfang war ich allein. Es gab 30 Profiboxer. Alles  Männer. Ja, man lernt schon, sich durchzubeißen. Das Klima ist einfach rauer. Das prägt, wobei ich schon gut mit Männern kann. Männer sind sehr direkt. Sie sagen, was sie denken. Damit kann ich gut umgehen.

Gab es denn Phasen, in denen Sie gesagt haben: „Ich höre auf“?

Ja, es gab schon Momente, wo ich dachte, ich habe genug und ich kann nicht mehr. Aber das war genau ein Tag und am nächsten Tag kam dann wieder mein anderes Ich zum Vor-schein. Und das war dann stärker und hat gesagt, ich zeige es euch. Diese Höhen und Tiefen sind ganz gut und ich glaube, die hat jeder Sportler.

Gibt es einen Wettkampf, der für Sie eine besondere Bedeutung hat?

Jeder Kampf schreibt seine eigene Geschichte. Aber der Gewinn der ersten Weltmeisterschaft bleibt immer etwas Besonderes. Das wird jeder Profiboxer sagen. Die erste Weltmeisterschaft ist einzigartig genauso wie der letzte Kampf, der Abschiedskampf. Das sind die besonderen Momente im Leben eines Sportlers. An die Kämpfe dazwischen habe ich Erinnerungen mit Gegnerinnen, die sehr unbequem waren und die einen besonders harten Schlag hatten. Die eine mochte ich, die andere nicht. Da gibt es viele Kategorien. Aber die Highlights waren der erste und der letzte Weltmeisterschaftskampf.

Bekannt wurden Sie auch mit Ihren Showkämpfen mit Stefan Raab 2001 und 2007.

Ja, das ist richtig. Da haben mich viele Leute gesehen, die mit Boxen sonst nichts am Hut hatten.

War das für Sie oder den Frauenboxsport rückblickend positiv?

Ich habe dieses Forum einfach super für mich genutzt. Ich würde nicht sagen, dass dieser Raab-Kampf etwas für den Frauenboxsport getan hat. Das wäre zu hoch gegriffen. Das ist mit Sicherheit nicht so. Aber es hat mir schon Aufmerksamkeit gebracht, vor allem bei Leuten, die mich aus dem Sportbereich nicht kannten. Insofern war es vielleicht ein medialer Durchbruch, aber definitiv nicht mein sportlicher. Mein sportlicher Durchbruch kam mit dem ZDF und der Übertragung der Wettkämpfe. Da hatte ich erstmals die Chan-ce, vor einem Millionenpublikum zu kämpfen.

Ist das ein Unterschied, wenn man weiß, es schauen Millionen zu oder „nur“ das Hallenpublikum?

Ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben. Aber wenn man weiß, man boxt im ZDF, dann ist es schon etwas Besonderes. Die einen lähmt es vielleicht, die anderen sind erst recht motiviert. Mich hat es motiviert, denn ich habe darin meine Chance gesehen, dass ich als Frau vor einem Millionenpublikum boxen kann – im besten Falle, denn ich wusste am Anfang nicht, schauen die Leute zu oder nicht. Ich habe die Chance genutzt und den Leuten gezeigt, dass frau durchaus boxen kann und das wurde angenommen. Ich hatte im Schnitt fünf bis sieben Millionen Zuschau-er. Bei meinem Abschiedskampf waren es neun Millionen. Das ist einmalig. Das hat keine Frau mehr geschafft. Das schaffen heute kaum mehr die Männer.

Das war eine große Zeit damals und Ihren Namen kennt jeder. Sind Sie darauf stolz? Allen Grund dazu hätten Sie ja…

(Lacht) Es ist jetzt nicht so, dass ich mir sage, ich bin wer weiß wie toll. Aber ich weiß schon, was ich für das Frauenboxen oder den Boxsport allgemein geleistet habe. Es ist eine Genugtuung. Ich habe an mich geglaubt und es hat funktioniert. Ich merke auch, dass die Leute Jahre nach meinem Rücktritt das immer noch wertschätzen, dass sie immer noch sagen: „Das Frauenboxen oder Boxen überhaupt hast du populär gemacht“.

Sie engagieren sich in so vielen Bereichen. Ist das für Sie ein persönliches Anliegen?

Ja, schon. So schlecht es am Anfang meiner Karriere lief, so viel Glück hatte ich auch zum Schluss. Klar, ich habe mir auch viel erarbeitet. Trotzdem. Manchmal muss man auch zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. Auf einmal hat bei mir alles funktioniert. Und von dem Glück muss man auch etwas zurückgeben. Ich komme auch aus einer sozialen Familie. Mein Vater war über Jahrzehnte Stadtbeauftragter vom Malteser Hilfsdienst. Das prägt einen schon. Deswegen mache ich auch gerne mit, wenn ich eine An-frage bekomme. Natürlich kann ich bei weitem nicht alles machen. Ich suche mir ein paar Sachen heraus, die natürlich seriös sein müssen und die ich an-sprechend finde, wie z.B. das Kinderhilfswerk oder den Weißen Ring, für den ich früher viel gemacht habe, oder Pink Ribbon, die Brustkrebskampagne für Frauen.

Haben Sie Pläne für Zukunft?

Ich bekomme gute Aufträge, auch elf Jahre danach. Jedes Jahr ist anders. Es ergibt sich. Es gibt viele spannende Dinge, die ich machen kann und das empfinde ich als ganz großes Glück. Ich setze mich nicht unter Druck, in-dem ich mir neue Ziele oder Herausforderungen suche. Und Glück ist für mich auch, dass ich mir die Jobs aussuchen kann. Ich muss nicht mehr alles machen. Das schätze ich sehr und das macht mich sehr zufrieden.

 

Mehr…

Als Amateurboxerin wurde Regina Halmich drei Mal deutsche Meisterin (1992 bis 1994).

1994 wurde sie Europameisterin im Kickboxen und erhielt einen Profivertrag von Universum Box Promotion.

Von 1995 bis 2007 war sie ungeschlagene Weltmeisterin des Women’s International Boxing Federation (WIBF) im Fliegengewicht.

Seit dem Ende ihrer Profikarriere arbeitet Regina Halmich u.a. als Moderatorin und Referentin.

Für den Fitnessstudio-Betreiber Fitness First entwickelte sie das BoxCamp Trainingsformat, das zu den erfolgreichsten Angeboten zählt.

Regina Halmich engagiert sich für zahlreiche soziale Organisationen, darunter das Kinderhilfswerk, die Tierschutzorganisation Vier Pfoten und den Weißen Ring.

 

Susanne Mittenhuber

Köstliches Risotto-Rezept

Spargel-Zucchini-Risotto mit Flusskrebsen

Risotto ist echtes Slow Food. Man muss sich schon ein wenig Zeit nehmen, um das Reisgericht zuzubereiten. Frische und eiweißreiche Zutaten machen Risotto für aktive Frauen aber zu einem besonderen Genuss.

Zutaten für 4 Personen
500 g grüner Spargel 1 gelbe Zucchini (250 g) 1 Zwiebel 4 EL Olivenöl 250 g Risotto- und Paella-Reis 750 ml kochend heiße Gemüsebrühe Saft und dünn abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone Salz, Pfeffer 50 g Butter 2 angedrückte Knoblauchzehen 150 g Flusskrebsfleisch 40 g geriebener Parmesan 

Zubereitung

  1. Spargel waschen, unteres Drittel schälen, Köpfe abschneiden und Stangen quer in dünne Scheiben schneiden. Zucchini waschen, längs halbieren und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen, fein würfeln und in 2 EL heißem Öl anschwitzen. Risottound Paellareis und Spargelscheiben zufügen, kurz mitdünsten, dann etwas heiße Brühe zufügen und unter Rühren bei kleiner Hitze einkochen lassen. Vorgang mit restlicher Brühe wiederholen, bis der Reis cremig ist, die Körner aber noch Biss haben (15-20 Minuten).
  2. Spargelköpfe und Zucchini im restlichen Öl ca. 5 Minuten braten, dann mit Zitronensaft ablöschen, salzen und pfeffern. 1 EL Butter mit Knoblauch in einer kleinen Pfanne aufschäumen, vom Herd ziehen, Flusskrebsfleisch hineingeben, kurz erhitzen und mit Pfeffer und Zitronenschale abschmecken. Restliche Butter und Parmesan unter das Risotto rühren und Gemüse unterheben. Flusskrebse darauf anrichten und servieren. Pro Portion 505 kcal, 19 g E, 24 g F, 54 g KH

Quelle: Euryza GmbH


Trainings-Tipps mit Gymnastikball

Der Gymnastikball als Trainingsgerät – Übungsstrecke

Vielen sind Gymnastikbälle lediglich in Situationen des täglichen Lebens bekannt: Die Bälle werden überwiegend im Büro oder Zuhause beim tagtäglichen Sitzen eingesetzt, um die Wirbelsäule durch das federnde Sitzen zu entlasten und damit Rückenschmerzen vorzubeugen. Durch das Sitzen auf dem Gymnastikball sitzt man schließlich aufrechter.

Das Workout mit Gymnastikbällen ist für viele allerdings ein Mysterium. Dabei gibt es nahezu unerschöpfliche Übungsvarianten, mit denen der Körper trainiert werden kann. Wir wollen Dir daher zeigen, dass der Gymnastikball mehr ist als nur ein Bürostuhl!

Der muskuläre Schwerpunkt beim Training mit Gymnastikbällen liegt dabei im Körperkern, bestehend aus Bauch-, Rücken – und Beckenboden-Muskulatur. Daneben werden zahlreiche kleinere Muskelgruppen beansprucht, so dass das Workout mit Gymnastikbällen als Ganzkörper-Training angesehen werden kann. Daneben sind Fitness Übungen mit dem Gymnastikball aber auch sehr gelenkschonend. Der Gymnastikball ist damit wahrlich eine Wunderwaffe des Sports.

Was ist beim Training mit Gymnastikbällen zu beachten?

Zunächst solltest Du unbedingt vor dem Training darauf achten, dass der Boden, auf dem mit dem Gymnastikball trainiert wird, sauber ist und sich keine spitzen Gegenstände auf ihm befinden, die den Ball zum Platzen bringen können. Zudem empfehlen wir Dir eine rutschfeste Oberfläche, damit der Gymnastikball nicht wegrutschen kann. Vor dem Kauf eines Gymnastikballs solltest Du außerdem die maximale Belastbarkeit prüfen.

Übungen mit dem Gymnastikball

Gymnastikbälle bieten eine hervorragende Übungsvielfalt für Anfänger und Fortgeschrittene. Zu Beginn sollten zunächst leichte Übungen in den Trainingsplan aufgenommen werden, damit Du Dich an das Sportgerät gewöhnen kannst. Nach einer Eingewöhnungsphase oder für bereits Fortgeschrittene empfehlen wir Übungen mit höherem Schwierigkeitsgrad, indem z.B. die Gleichgewichtsanforderungen erhöht werden können oder zusätzliche Sportgeräte wie Schlingentrainer, Hanteln oder Fitnessbänder benutzt werden. Wir stellen hier einzelne Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene vor.

Gymnastikball Übungen: #1 – Drip Down

Der Drip Down ist für Anfänger wie für Fortgeschrittene gleichermaßen gut geeignet, um viele Muskelgruppen des Körpers gleichzeitig anzusprechen.

Setposition: Zunächst nimmst Du die Ausgangsposition ein. Dafür legst Du Dich auf Deinen Gymnastikball, stellst die Beine in etwa schulterbreit auf und winkelst die Knie um 90 Grad an. Die Arme streckst Du in Höhe der Ohren hinter den Kopf. Der Blick ist zur Decke gerichtet.

Drip & Down: Du richtest Dich mit Hilfe deiner Arme langsam auf und balancierst Dich dabei aus, damit sich Deine Füße nicht vom Boden lösen. Achte bitte dabei darauf, dass die Arme dabei stets gestreckt hinter dem Kopf bleiben. Idealerweise richtest du Dich bis in die Sitzposition auf, der Bauch bleibt dabei unter Spannung. Danach gehst du unter Spannung zurück in die Ausgangsposition und wiederholst die Übung.

Achtung: Bitte achte darauf, dass die Füße fest auf dem Boden bleiben und nicht anheben.

Trainingsziel: Kräftigung der rückwärtigen Muskelkette (Beine, Gesäß, Rücken) und der Bauchmuskulatur sowie Verbesserung der Koordinations- und Gleichgewichtsfähigkeit

Wiederholungs – und Satzschema: Wir empfehlen zunächst 3 Sätze á 8 – 20 Wiederholungen (je nach Können), zwischen den Sätzen 30 – 60 Sekunden Pause. Fortgeschrittene können sich nach Wiederholungs – und Satzanzahl steigern oder ein zusätzliches Gewicht in die Hand nehmen.

 

Übungen mit dem Gymnastikball DripDown_2 - Übung mit dem Gymnastikball

 

Gymnastikball Übungen: #2 – Push Up auf dem Fitnessball

Es gibt zwei Variationen wie Du Push Ups auf dem Gymnastikball ausführen kannst: Für Anfänger ist es leichter, mit den Händen auf dem Gymnastikball Liegestütze zu machen, da Dein Oberkörper etwas höher liegt und damit mehr Gewicht auf den Füßen als auf dem restlichen Körper ist. Für solche, die sich bereits an den Gymnastikball gewöhnt haben, empfehlen wir die Füße auf den Gymnastikball zu legen und von da aus Push Ups auszuführen.

Variante #A: Push Up mit Händen auf dem Gymnastikball

Setposition: Komme zunächst in die Ausgangsposition. Du legst Deine Hände dazu schulterbreit oben auf den Ball, Deine Fingerspitzen zeigen dabei nach außen. Du stellst die Knie auf, der Körper bleibt gerade wie ein Brett.

Push Ups: Nun folgen die Liegestütze. Dazu beugst Du die Arme, wobei sich das Brustbein dem Ball nähert. Danach drückst Du Dich langsam wieder in die Ausgangsposition.

PushUp-Übung mit Gymnastikball  

PushUp-Übung mit Gymnastikball

Variante #B: Push Up mit Füßen auf dem Gymnastikball

Setposition: Zunächst musst Du in die Ausgangsposition kommen, welche bereits einiges an Koordination fordert. Dazu legst Du Dich mit dem Bauch voran auf den Gymnastikball und bewegst Dich so lange nach vorne, bis nur das Unterbein mit dem Ball in Kontakt ist. Die Arme bleiben dabei stets durchgestreckt. Jetzt wird der Körper angespannt, so dass er eine gerade Linie (wie ein Brett) bildet, vermeide dabei unbedingt ein Hohlkreuz! Du befindest dich nun in der Setposition.

Push Ups: Nun führst Du eine Liegestütze aus, indem Du den Ellbogen beugst, so dass sich der Oberkörper langsam zum Boden absenkt. Fortgeschrittene können versuchen mit der Nase den Boden zu berühren, die Liegestütze sollte aber mindestens bis Höhe der Ellbogen ausgeführt werden. Danach drückst Du Dich in die Ausgangsposition zurück und wiederholst die Übung.

Trainingsziel: Kräftigung der Brust -, Schulter und Armmuskulatur sowie der Bauchmuskulatur durch Halten der Ausgangsposition. Die 2. Variante fordert zusätzlich Deine Koordination.

Wiederholungs – und Satzschema: Liegestütze sind ein besonders effektives Training zur Stärkung der Muskulatur, sind aber auch sehr anstrengend. Daher empfehlen wir Dir zunächst 3 – 5 Sätze á 5 – 8 Wiederholungen, wobei je nach Können gesteigert werden kann.

Push-Up-Übung mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad  

PusUp-Übung mit Gymnastikball mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad

Gymnastikball Übungen: #3- Beckenlift

Der Beckenlift mit dem Gymnastikball ist besonders bei Frauen sehr beliebt, um die Gesäßmuskulatur anzusprechen, sollte aber auch von Männern nicht unterschätzt werden, da es verschiedene Variationen gibt, die den Schwierigkeitsgrad um einiges erhöhen können (beispielsweise einbeiniges Beckenheben).

Setposition: Komme zunächst in die Ausgangsposition. Dazu legst Du Dich in Rückenlange auf den Boden und legst die Füße auf dem höchsten Punkt des Balles ab, die Arme streckst Du seitlich aus.

Lift: Strecke nun die Hüfte so weit es geht nach oben, indem Du Dein Gesäß anspannst. Dabei berühren nur noch Deine hinteren Schulterpartien, der Kopf und die Arme den Boden.

Höherer Schwierigkeitsgrad: Falls Du den Schwierigkeitsgrad erhöhen willst, kannst Du die Übung einbeinig durchführen, indem Du ein Bein angewinkelt auf das andere Bein legst oder das Bein ausstreckst.

Trainingsziel: Kräftigung der hinteren Oberschenkel-, der Gesäß- und der Rückenmuskulatur.

Wiederholungs – und Satzschema: Wir empfehlen Dir zunächst 3 – 5 Sätze á 8 – 10 Wiederholungen durchzuführen. Danach kannst Du den Schwierigkeitsgrad erhöhen.

Beckenlift-Übung mit Gymnastikball  

 

Beckenlift-Übung mit Gymnastikball

Fazit zum Fitnessball Trainingsplan

Wer denkt, der Gymnastikball eignet sich nur als Sitzhilfe für das Büro, unterschätzt die Fähigkeit des Gymnastikballs. Denn: Der Gymnastikball bietet auch im Fitnessbereich eine sagenumwobene Vielfalt an Trainingsübungen, mit denen Du gezielt einzelne oder gleich mehrere Muskelgruppen Deines Körpers ansprechen kannst.

Übrigens haben wir unter anderem einen tollen Gymnastikball als Abo-Prämie im Angebot. Für nur 12,80 € erhältst Du eine Jahres-Abo active woman inklusive Prämie.
Hier geht es zur Übersicht.

Die tollen Bälle gibt es z.B. bei #doyoursports

 

 

 

Weltweit Trekken

Wenn Trekking-Fans das Fernweh packt…

Es müssen nicht immer die Alpen sein. Fern der vertrauten Ziele locken Naturerlebnis, Abenteuer und fremde Kulturen – zehn Ideen für Ihre nächsten Trekking-Reisen.

MAROKKO – vom Rif-Gebirge auf das Mittelmeer

Marokko gehört sicherlich nicht zu den klassischen Wanderzielen – ist dafür aber umso spannender. Wanderer tauchen nicht nur in die Natur, sondern auch in die bunte Welt des Orients ein. Eine mögliche Trekkingtour führt vier Tage lang durch das Rif-Gebirge im Norden mit atemberaubender Aussicht auf das Mittelmeer. Übernachtet wird in einer Lodge, und die Mahlzeiten bestehen aus traditionellen Picknicks. Nach einem anstrengenden Tag lockt der Hammam.

ÄTHIOPIEN – Trekking in den Bale Mountains

Das Land ist ein Paradies für Naturliebhaber. NebenWasserfällen, heißen Quellen und Tiefebenen gibt es auch zahlreiche endemische Tierarten zu beobachten. Für eine mehrtägige Trekkingtour eignet sich der Bale Mountains Nationalpark im Süden Äthiopiens. Mit 2.200 Quadratkilometer ist das Schutzgebiet die größte zusammenhängende alpine Landschaft des afrikanischen Kontinents. Highlights der Tour sind ein Bad in den heißen Quellen und die Besteigung des Gipfels des Batu auf 4.203 Metern.

MADAGASKAR – Abenteuer und Naturerlebnis auf der Insel

Die Heimat der Lemuren bietet eine einzigartige Flora und Fauna. Wanderpfade in den Andringitra- und Ranomafana-Nationalparks führen durch unberührte Wälder und Reisfelder. Hier können Wanderer sowohl diverse Farnarten als auch Orchideen und den berühmten madagassischen Riesenbambus bestaunen. Von Kaktuswäldern, gewaltigen Granitfelsen bis hin zu natürlichen Schwimmbädern finden Reisende in Madagaskar eine abwechslungsreiche Landschaft mit immer neuen Höhepunkten.

BHUTAN – Wandern im Königreich

Auf den Spuren des Buddhismus führen schöne Trekkingtouren durch die Bergwelt Bhutans. Selbst das sogenannte Tiger-Nest auf 3.120 Metern Höhe, Wahrzeichen Bhutans und buddhistisches Heiligtum, ist nur zu Fuß und mit Lasttieren zu erreichen. Durch die hohe Lage des Landes, das größtenteils auf über 2.000 Metern Höhe liegt, hat man von fast überall einen fantastischen Ausblick auf schneebedeckte Bergspitzen. Übernachtet wird in Camps, unterwegs treffen Wanderer auf Yak-Hirten.

NEPAL – unterwegs bis auf 5.620 Metern Höhe

Nepal bietet einzigartige, aber zugleich herausfordernde Touren im Himalaya. Der Start eines selbst für erfahrene Bergsteiger anstrengenden Treks liegt in Lukla, dem Ausgangspunkt für alle Touren ins Everest- Gebiet. In mehreren Etappen zwischen Gletschern und imposanten Flüssen erreichen Bergsteiger das Basislager des Mount Everest. Von den Gipfeln, die bis zu dem 5.620 Meter hohen Kala Patthar reichen, belohnen spektakuläre Ausblicke auf das höchste Gebirge der Welt.

PERU – el cóndor pasa

Der Kondor ist der größte Vogel der Welt, und wer in den peruanischen Anden unterwegs ist, hat gute Chancen, diesen beeindruckenden Vogel aus nächster Nähe zu beobachten. Während Lamas und Maultiere das Gepäck tragen, wandern Abenteuerlustige durch Bergdörfer und lernen vieles über die Kultur und das Leben im höchsten Gebirge außerhalb Asiens.

BOLIVIEN – Wanderparadies zwischen Dschungel und Salzwüste

In Bolivien ist das Abenteuer vorprogrammiert: Hier gibt es Dschungel, Canyons, Höhlen, mit dem Salar de Uyuni die größte Salzwüste der Welt, uralte Kakteen und archäologische Stätten zu entdecken und dazu den Blick auf die schneebedeckte Anden- Bergkette Cordillera Real. Wanderern bietet sich in diesem Andenstaat eine unglaubliche Vielfalt an Touren durch unterschiedlichste Landschaften und Klimazonen.

PATAGONIEN – Top-Wanderziel am Ende der Welt

Für viele Wanderer ist Patagonien ein Traumziel. Hier, am südlichsten Ende von Argentinien und Chile, warten weltberühmte Gipfel wie der Fritz Roy oder Torres del Paine, das donnernde Naturschauspiel am Gletscher Perito Moreno und weitere Abenteuer in der Natur. Sowohl Trekking-Einsteiger als auch erfahrene Bergsteiger kommen in einem der beliebtesten Wandergebiete der Welt auf ihre Kosten.

ISLAND – Wandern zwischen Vulkanen, Gletscherlagunen und heißen Quellen

Das Land der Elfen und Geysire lädt zum Wandern geradezu ein. Hier können sich Outdoor-Fans bei Wanderungen neben Schneefeldern, entlang von Lavafeldern, mächtigen Flüssen undWasserfällen austoben. Die zahlreichen Vulkane haben die verschiedensten Landschaftsformen geschaffen und ermöglichen warme Bäder zur Entspannung nach einem langenWandertag. Neben den Gletschern und Quellen im Land laden zudem idyllische Fischerdörfer ein und mit Glück kann man entlang der Küste auch Wale beobachten.

KRETA – unerforschtes Bergland

Wer nicht so weit fliegen möchte, findet auch in EuropaWanderabenteuer abseits der Alpen, zum Beispiel auf der griechischen Insel Kreta. Wanderwege führen durch die Weißen Berge und die Berge von Lassithi. Ein Highlight sind Entdeckungstouren auf Küstenpfaden und durch Schluchten, die zu unberührten Stränden führen. Zudem werden von Archäologen geführte Touren angeboten, bei denen Wanderer in die Geschichte der Antike eintauchen und zum Beispiel die legendäre Neraidogoula- Höhle erkunden können.

Eine schöne Inspirationsquelle …… und zugleich ein Online-Marktplatz für Individualreisende ist das Portal Evaneos www.evaneos.de. Trekkingtouren können direktmit einer lokalen Agentur geplant werden. Zur Evaneos-Community zählen 470.000Mitglieder sowie 1.670 lokale Experten in 160 Destinationen.

Mit Druck gegen den Schmerz - Triggern

Mit Druck gegen den Schmerz

Stechende Schmerzen im Rücken, in der Schulter oder im Nacken können den Alltag zur Qualmachen – vor allem dann, wenn jede Bewegung zusätzlichen Schmerz bedeutet. Triggern kann die Schmerzen lösen?

Ein kleiner Kegel!  

Oft ist es nur eine bestimmte Stelle, doch sie hat es in sich. Wenn ein verhärteter Muskel oder Sehnenansatz äußerst empfindlich auf Druck reagieren und der Schmerz dabei ausstrahlt, sprechen Mediziner von einem sogenannten Triggerpunkt oder einer Myogelese. Der Schmerz entsteht, weil winzige Nervenenden gereizt beziehungsweise verletzt sind. Dadurch sind sie nicht mehr in der Lage, sich zu entspannen.

Der Schmerz wird zum Dauerzustand

Was zu diesen Verspannungen und faszialen Verklebungen geführt hat, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Fehlhaltungen oder einseitige Belastungen gehören dazu. Aber auch Überlastungen beim Sport können der Grund für die Verspannung sein. Triggern ist eine Methode, um den dadurch entstandenen Schmerz zu lindern. Dabei werden durch einen gezielten Druck auf den Muskel tiefe Verspannungen gelöst. Dies kann man ganz einfach auch selbst machen – mit einem kleinen Kegel.

Punktueller Druck

„Die Triggerpunkt-Methode kann aufgrund des langanhaltenden, punktuellen Drucks zu Beginn und nach der Anwendung unangenehm sein. Das ist ganz normal. Mit der Zeit entspannt sich aber das Gewebe und man spürt eine deutliche Besserung“, erklärt Thomas Marx, Physiotherapeut, Osteopath und Erfinder von TMX Trigger. Die Anwendung ist äußerst einfach. Notwendig ist neben dem kleinen Trainingsgerät, dem TMX Trigger, lediglich ein fester Untergrund. Durch den Druck des Körpers wird der Kegel in den Muskel gepresst.

Selbsttriggern nennt Thomas Marx das Prinzip

Mit dem Selbsttriggern rückt auch die altbewährte Akupressur wieder in den Vordergrund. „Wir Physiotherapeuten wissen, dass wir einen punktuellen, langanhaltenden und gezielten Druck auf den Muskel benötigen, wenn wir tiefe Verspannungen lösen wollen. Durch den Druck des Kegels werden die Kollagene auseinandergepresst. Aktin und Myosin, die kleinsten Einheiten des Muskels, die sich verklebt haben, werden direkt gedehnt“, erklärt Thomas Marx. Ein weiterer Effekt: Die Durchblutung wird enorm gefördert, der Stoffwechsel angekurbelt. Auch dies lässt den Schmerz abklingen.

Teil des Trainings

Mittlerweile setzen auch immer mehr Leistungssportler auf das handliche Gerät. So ist für die beiden Leichtathletinnen Janina Kölsch und Rebekka Ackers der Einsatz des TMX Triggers Teil des Trainingsplans. Sie nutzen den Kegel, um muskuläre Verspannungen während oder nach dem Training zu triggern und so Schmerzen zu bekämpfen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

TMX-Trigger

Wann ist triggern sinnvoll?

Triggern ist eine gute Möglichkeit, ummyofasziale Triggerpunkte oder muskuläre Verspannungen selbst zu behandeln. Bewährt hat sich die Methode bei:

_ muskulären Schmerzen
_ Schulterblattschmerzen
_ Kopfschmerzen durch verspannte Nackenmuskulatur
_ Läuferknie
_ muskulären Wadenschmerzen
_ Fersensporn
_ Tennisellenbogen

 

Bei diesen Schmerzen oder Indikationen ist Triggern dagegen kontraproduktiv und sollte nicht angewandt werden:

_ alle Arten von Entzündungsanzeichen wie akuter Schmerz, Rötungen, Schwellungen
_ Osteoporose
_ offene Wunden, Hämatome, Verletzungen
_ Bandscheibenleiden

Anwendungsbeispiele und verschiedene Übungen gibt es hier: www.tmx-trigger.de/uebungen

Young female free runner jumping down sea wall

Die Kunst zu fliehen

Häufig wird Parkour als Trendsportart bezeichnet. Die „Traceure“ selbst sehen ihre Tätigkeit aber eher als Kunst. Parkour-Wettbewerbe gibt es daher nicht – sportliche Höchstleistungen umso mehr.

Ein echter Anfängerfehler ist dem Kollegen von James Bond in der Eingangsszene des Films „Casino Royale“ unterlaufen, als dieser eine per Funk erteilte Anweisung des Doppelnull-Agenten nicht richtig versteht und instinktiv am Knopf in seinem Ohr dreht. Die Warnungen von Bond erreichen ihn nicht, stattdessen versetzt seine Geste Bösewicht Mollaka in Alarmbereitschaft und treibt diesen zur Flucht. Was folgt, ist eine der spektakulärsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte, bei der selbst der austrainierte 007 mächtig ins Schwitzen gerät. Etwa sieben Minuten dauert das Kesseltreiben. Bond und Mollaka sind nicht im Sportwagen oder im Flugzeug unterwegs, sondern per pedes, Fänger und Gejagter laufen, springen und klettern über eine Großbaustelle, und schnell merkt der Agent, dass Mollaka einige besondere Fähigkeiten zu besitzen scheint. Mauern, Gerüste, Treppen und Schluchten sind für ihn auf seiner Flucht keine Hindernisse, sondern vielmehr Hilfsgegenstände, um sich möglichst effizient fortzubewegen und sich schnell von seinem Verfolger abzusetzen. Gespielt wird der Bösewicht von Sébastien Foucan, einem französischen Extremsportler, Pionier der Fortbewegungsart „Parkour“ und Erfinder des „Freerunning“ – eine um ästhetische Mittel erweiterte Parkour-Abzweigung. In der Verfolgungsjagd in „Casino Royale“ jedoch stehen die Parkour-Elemente im Vordergrund: Flucht, Effizienz und natürliche Umgebung.

Kunst und Sport zugleich

„Bei einer unliebsamen Begegnung hat man im Grunde drei Möglichkeiten: reden, kämpfen oder flüchten. Fast alle Kampfkünste und Selbstverteidigungssysteme beschäftigen sich mit der Flucht überhaupt nicht. Meine Hoffnung ist es, dass Parkour diese Lücke schließen kann.“ Wann genau David Belle diesen Satz gesagt hat, ist nicht ganz klar, unzählige Internetquellen zitieren den im Jahr 1973 im französischen Fécamo geborenen Begründer des Parkour aber eben so. Trendsportart? Kampfsport? Kunst? Eine Kategorisierung ist ebenso schwer wie unnötig. Parkour ist Kontrolle, körperliche Höchstleistung, Zusammenspiel unterschiedlichster Elemente aus dem Lauf-, Turn- und Kraftsportbereich. Der wichtigste aller Begriffe: Effizienz. „Ich möchte lange durchhalten, dabei zügig unterwegs sein und nach Möglichkeit der geraden Linie folgen. Die Hindernisse werden daher eben nicht umlaufen, sondern eingebunden“, erklärt Mirko Künstler, Parkour-Trainer im Kölner „Stuntwerk“ und seit etwa sieben Jahren in der Szene zu Hause. Aufgrund der Bemühungen, der „geraden Linie“ zu folgen, heißt ein Parkourläufer „Traceur“ (französisch: „Der, der eine Linie zieht“). Ausgeübt wird die Fortbewegungsart in erster Linie im urbanen Raum, aber auch auf extra angelegten Hindernisparcours unter freiem Himmel sowie auch unter dem Hallendach – wie beispielsweise im Kölner Stuntwerk. Von seinen Wurzeln hat sich die Fortbewegungsart in ihrer täglichen Ausübung mittlerweile natürlich etwas entfernt, Parkour ist für manche Ausgleichssport, für viele Traceure vor allem Lebensphilosophie. Die Vorbereitung auf eine Flucht in bedrohlichen Momenten – der Aspekt Selbstverteidigung also – steht meist nicht im Vordergrund.

Vermischung der Elemente

Wer im Internet über Parkour recherchiert, stößt auf die Seite parkour-vienna.at und findet dort eine Reihe von Interviews mit namentlich nicht genannten Traceuren, die einen interessanten Einblick in die Szene bieten. „Wenn man weiß, dass jedes Hindernis überwindbar ist, kann man dies auch im Berufsleben anwenden. Man fühlt sich sicherer und stärker“, heißt es an einer Stelle, und anderswo steht: „Meiner Meinung nach geht es darum, sich nicht einschränken zu lassen und seinen eigenen Weg zu gehen. Man muss nicht immer die vorgeschriebenen Wege beschreiten und kann seine Kreativität nutzen.“ Besonderen Wert legen viele Traceure auf die Unterscheidung zwischen Parkour und Freerunning. Ist die Bewegung beim Parkour das Mittel zum Zweck, so ist sie beim Freerunning der Selbstzweck. Effizienz steht dort im Hintergrund, auf das Sich-Bewegen kommt es an, die Kreativität ist beim Freerunning noch mehr gefordert als beim Parkour. Ein simples Beispiel sollte den Unterschied verdeutlichen: Wer sich von Stange zu Stange schwingt, um schnellstmöglich von A nach B zu gelangen, betreibt Parkour. Wer beim Sprung über ein Hindernis einen Salto einlegt, der nicht dazu beiträgt, sich schneller und effizienter zu bewegen, betreibt Freerunning. In der Praxis verschwimmt die Trennlinie hingegen regelmäßig: „Die meisten Leute verbinden Parkour und Freerunning miteinander und mixen die Elemente zusammen. Verwirklicht wird, was einem selbst gefällt“, erklärt Mirko Künstler. Was Philosophie und Lebenseinstellung betrifft, erinnert die Parkour-Szene in einigen Punkten an die Skater-Szene, in der sich seit den 1980er Jahren weltweit eine ähnlich entspannte mentale Grundhaltung mit körperlichen und koordinativen Höchstleistungen paart. Doch während sich das Skateboarden mittlerweile zur olympischen Sportart entwickelt hat – bei den Spielen 2020 in Tokio wird es zum ersten Mal im Programm stehen –, ist der Wettbewerbscharakter den Traceuren fremd. Nach regionalen, nationalen oder gar internationalen Meisterschaften sucht man vergebens, einziger Herausforderer des Traceurs ist er selbst: „Es ist nicht Ziel, besser zu werden als jemand anders. Man schaut nur, dass man sich selbst verbessert und seinen Körper kennenlernt bzw. weiß, zu was man eigentlich fähig ist“, erklärt einer auf der Wiener Parkour-Seite. Offen für Jedermann Die Parkour-Szene ist eine offene Szene. Im Stuntwerk in Köln beispielsweise ist zwei Mal in der Woche offenes Training. Mirko Künstler oder einer seiner Trainerkollegen helfen, wo Hilfe nötig und erwünscht ist. Parkour sei grundsätzlich etwas für jedermann, vorausgesetzt, man interessiere sich dafür, meint Künstler. „Je fitter man ist, desto einfacher ist natürlich der Start“, erklärt er weiter. Funktionelles Training sei für Fortschritte wichtiger als reines Krafttraining und natürlich sei eine gute Sprungkraft von Vorteil. „Noch viel wichtiger aber sind Kontrolle und Koordination. Es bringt mir nichts, drei Meter weit zu springen, wenn ich es nicht präzise tue.“ Körperliche Voraussetzungen, das kann man heraushören, können nachträglich entwickelt werden. Wichtiger ist das Interesse, die Lust, Parkour zu lernen. Wie groß die Parkour-Szene in Deutschland sei, könne er nicht genau beziffern, sagt Künstler, auf jeden Fall sei sie „nicht klein“, die Vernetzung funktioniere gut und erfolge online. Bei „Jams“ lernen sich die Traceure untereinander kennen und trainieren zusammen, treten aber eben nicht gegeneinander an. Man fühlt sich an die Musikszene erinnert, beim Parkour überschneiden sich die Philosophien von Sport und Kunst. Auch Bösewicht Mollaka hat sich in „Casino Royale“ kunstvoll fortbewegt. In einem realistischen Szenario wäre er dem Agenten seiner Majestät schon noch wenigen Metern entkommen. Aber „Realismus“ ist für James Bond ein ebensolches Fremdwort wie „Wettbewerb“ für Traceure.

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