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Bild: #doyoursports

Hängen Sie sich rein – Sling-Fitness

Festere Konturen an Armen, Beinen und Po und ein straffer Bauch? Clevere Frauen setzen auf den Sling-Trainer. Warum das innovative Fitness-Tool so angesagt ist, wie es funktioniert und was es bringt.

Was ist Sling-Training?

Ein Workout, das nur zwei Schlaufen, Bänder und einen Haken braucht, um alle Körper-Regionen zu trainieren. Weder schwere Hanteln noch Geräte sind dazu nötig. Nur ein einfach zu transportierendes und überall einsatzbares Fitness- Tool: der Sling-Trainer. Mit seiner Hilfe lassen sich an die 300 Übungen ausführen. Darunter viele gute Bekannte wie Liege- und Seitstütz (mit eingehängten Füßen!), Kniebeugen oder Butterfly. Durch das Schwingen der Seile werden die Übungen jedoch viel anstrengender und effektiver. Warum? Weil sich der Körper an den frei hängenden Schlaufen ständig ausbalancieren muss. Einfach nur in die Gurte hängen oder sich dran abstützen, klappt nämlich nicht. Stattdessen gilt es während der Übungen auch die Schlaufen zu stabilisieren – und zwar solange, bis es zum erwünschten Muskelzittern kommt.

Was bewirkt Sling-Training?

Beim Trainieren im Schlingensystem arbeitet man nur gegen die Schwerkraft und das eigene Körpergewicht. Das Besondere dabei ist das Prinzip der Instabilität und der Schräglage, die das Training so intensiv machen. Dadurch werden vor allem ganze Muskelgruppen und besonders die tiefliegenden Muskeln angesprochen, die entscheidend für die Stabilität des Körpers sind. Zum Vergleich: Klassisches Krafttraining an den Geräten spricht in der Regel isoliert einzelne und größere Muskeln an. Dafür muss man von Gerät zu Gerät wechseln. Das dauert seine Zeit. Beim Sling-Training reichen wenige Übungen aus, und schon sind alle wichtigen Muskeln trainiert. Es ist also sehr effektiv und spart Zeit. Was es sonst noch bringt? Körpergefühl, Kraft und Koordination für den Alltag und für den Sport. Zudem unterstützt es beim Abnehmen, indem es die Körperkonturen festigt und den Grundumsatz erhöht – dadurch klappt der Fettabbau wie von selbst.

Wie wird trainiert?

Mithilfe des eigenen Körpergewichts und dem Sling-Trainer. Da er mit weniger als einem Kilo sehr leicht und kompakt ist, kann man fast überall ein paar Übungen einbauen: zu Hause, bei der Joggingrunde oder auf der Geschäftsreise. Das Band lässt sich in Sekundenschnelle überall montieren, beispielsweise auf dem Spielplatz oder im Türrahmen oder im Garten zwischen zwei Ästen. Während Arme oder Beine im Schlingensystem hängen, geht es an die Übungen. Über die Aufhängung und den Winkel der Schlingen lässt sich der jeweilige Trainingsreiz variieren. Je nach Übung und Wiederholungszahl können dadurch Muskeln aufgebaut oder die Kraftausdauer verbessert werden. Der Kalorienverbrauch liegt übrigens bei ca. 500 Kalorien pro Stunde.

Wo kann man es machen?

Schon seit langer Zeit werden die Schlingen in der Physiotherapie, bei der US-Army oder im Leistungssport angewendet. Inzwischen haben sie auch den Weg in viele Fitnessstudios und in Bootcamp- Kurse gefunden. Letzteres bietet eine große Motivationshilfe: Der Gruppencharakter eines Bootcamps pusht einfach, weil alle an einem Strang ziehen. Zwei Monate lang wird zweimal pro Woche in 45-minütigen Kursen gemeinsam trainiert. Infos über europaweite Trainer und Kurse gibt es auf der Homepage von Transatlanticfitness (www.transatlanticfitness.com) oder über die Suchfunktion im Internet.

Was ist von Sets für zu Hause zu halten?

Natürlich kann sich jeder auch für das Training zu Hause einen Sling- Tool kaufen. Aber gerade wenn Sie Anfängerin sind oder Rücken- und Gelenkbeschwerden haben, sollten Sie sich zunächst nur mit einem geschulten Trainer an die Gurte wagen. Er kann Ihnen die richtigen Übungen heraussuchen und zeigen, wie sie korrekt ausgeführt werden. Nur dann sind die Übungen auch wirklich funktional und bringen sichtbare Erfolge. Zudem ist es wichtig zu wissen, wie Sie die Schlingen korrekt einstellen und wie Sie darin verletzungsfrei ein- und aussteigen können.