Tag : gesund

Gänseblümchen Suppe

Lecker! Gänseblümchen

Lust auf Frühling und ein richtig leckeres, gesundes Essen? Dann sollten Sie Gänseblümchen essen.

Das Gänseblümchen blüht fast das ganze Jahr. Es enthält dreimal mehr Kalium, siebenmal mehr Kalzium und viermal mehr Eisen als zum Beispiel Chicorée. Seine sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, wie zum Beispiel die Flavonoide, haben eine starke antioxidative Wirkung.

Roh eignen sich die jungen Blätter für Salat, denn sie besitzen einen feldsalatähnlichen, nussigen Geschmack. Das milde Blattgrün bereichert Suppen und kann auch gut als spinatähnliches Gemüse zubereitet werden. Die Blattrosetten können das ganze Jahr über geerntet werden, wobei sie im Sommer einen herberen Geschmack haben als im Frühjahr. Die schönen Blüten sind eine wohlschmeckende Speisedekoration. Geschmacklich interessanter sind die Blütenknospen. Sie eignen sich als knackige angenehm säuerliche Salatzutat oder auch eingelegt in Essig als Kapernersatz.

Gänseblümchen-Suppe

Für 4 Personen

125 g Gänseblümchenblätter
4 EL Butter oder Öl
3 EL Dinkelvollmehl
1000 ml Gemüsebrühe
4 EL Créme fraiche oder Sojasahne
Pfeffer
Schwarzkümmel
1 Scheibe Brot
1 Handvoll Gänseblümchenblüten

Gänseblümchenblätter grob schneiden und in 3 EL Fett andünsten. Mit Mehl bestäuben (Mehlschwitze), mit Brühe aufgießen und einige Minuten köcheln lassen. Zum Schluss Créme fraiche einrühren und mit gemahlenen Gewürzen abschmecken. Das gewürfeltes Brot in restlichem Fett anrösten. Suppe in Teller füllen und mit Brotwürfeln und Blüten garnieren.

Lust auf mehr? Dieses und weitere leckere Rezepte gibt es in dem Buch „Wildkräuter. Von der Wiese auf den Teller. Mit 42 vitalen Rezepten“ von Rudi Beiser. TRIAS Verlag, 17,99 Euro.  ISBN Buch 9783432102658

 

Zucker im Überfluss

Die Zuckerfalle

Dass Schokolade, Kekse und Desserts keine Schlankmacher sind, war uns Frauen schon immer klar. Doch mittlerweile ist erwiesen, dass der darin enthaltene Zucker nicht nur dick-, sondern auch regelrecht krankmachen kann.

Galt jahrzehntelang die Devise „Fett macht fett“, so änderte sich dies schlagartig Anfang 2015 mit einer Art offiziellen Zuckerwarnung –ausgesprochen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Statt Fett war plötzlich Zucker der Dickmacher Nummer 1 und noch dazu ein Gesundheitsrisiko.
Die WHO reagierte damit auf Studien und Datenauswertungen, die einen Zusammenhang zwischen einem hohen Zuckerkonsum und dem weltweiten Anstieg von Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen herstellten. Nur noch 25 Gramm Zucker pro Tag lautet seitdem die Empfehlung der WHO für Erwachsene. Das entspricht sechs Teelöffel Zucker.

Tatsächlich nehmen wir im Durchschnitt etwa 100 Gramm Zucker zu uns – also 24 Teelöffel. „Das große Problem sind industriell verarbeitete Lebensmittel“, sagt die Hamburger Ernährungsberaterin und Diplom-Oecotrophologin Magdalena Polkowski. „Dass Süßigkeiten jede Menge Zucker enthalten, kann man sich noch vorstellen, nicht aber, dass auch in Ketchup oder Leberwurst viel Zucker steckt.“

Zucker auch im veganen Brotaufstrich

Tatsächlich macht der bewusst zu sich genommene Zucker – also das Zuckertütchen für den Latte macchiato – nur einen Bruchteil der täglichen Zuckerbilanz aus. Meistens wird Zucker unbewusst gegessen – zum Beispiel über  die praktischen Fertiggerichte. So steckt Zucker in der tiefgefrorenen Veggie-Pizza, im fertigen Rotkohlgemüse aus dem Glas und in der abgepackten Bolognese- Sauce aus dem Kühlregal. Und das gilt auch für Lebensmittel, die als besonders gesund angepriesen werden, wie der vegane Brotaufstrich, das Bio-Müsli oder das Soja-Mixgetränk.
Um der Zuckerfalle zu entgehen, empfiehlt Magdalena Polkowski einerseits auf gesunde Alternativen wie Kokosblütenzucker umzusteigen und andererseits selbst zu kochen beziehungsweise sich das Essen frisch zuzubereiten. „Wer eine Spaghetti- Sauce aus frischen Zutaten kocht oder sich das Müsli am Morgen aus Haferflocken und Obst selbst mixt, weiß nicht nur, was er isst, sondern behält auch den Überblick über die Kalorien. Und es ist immer die gesündere Variante.“

Problem Fruchtzucker

Ein großes Problem stellen laut der Ernährungsberaterin Süßigkeiten aus dem Supermarkt dar, denn sie sind in der Regel mit Fructose – also mit Fruchtzucker – gesüßt. „Fruchtzucker klingt erst einmal gut, ist aber ein für die Industrie billiges Produkt, das erst recht dick macht“, so die Expertin. Denn Fructose wird in der Leber direkt als Fett abgebaut und verhindert die Fettverbrennung. Auf frisches Obst, das natürlicherweise Fruchtzucker enthält, sollte man deswegen aber nicht verzichten.

Im Gegenteil! „Obst enthält wertvolle Vitamine und Nährstoffe und ist für eine gesunde, ausgewogene Ernährung unerlässlich“, betont Magdalena Polkowski. Aber es haben sich die Empfehlungen geändert. Hieß es früher fünf Portionen Obst und Gemüse täglich, so wird heute gesplittet. „Wir empfehlen zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse.“

Chakra-Yoga

Chakra Yoga – mehr Energie für Körper und Geist

Chakra-Yoga steht für modernes und ganzheitliches Yoga – für einen fitten Körper und entspannten Geist. Yoga-Expertin Kerstin Linnartz erklärt, worauf es ankommt – und wie sie zum Yoga gekommen ist.

Warum schwärmen zurzeit so viele Menschen von Chakra Yoga?

Kerstin Linnartz: Mit Chakra-Yoga kann man sich so viel Gutes tun: Da ist zum einen die körperliche Ebene, zum anderen aber auch die geistige Ebene, d.h. wenn man gestresst ist, findet man Entspannung, wenn man müde und antriebslos ist, findet man Energie. Darüber hinaus spricht Chakra-Yoga die emotionale Ebene an, an der man sich abarbeiten kann.

Was sind eigentlich Chakren?

So wie es in unserem Körper Nervenbahnen und Blutbahnen gibt, gibt es auch Energiebahnen. Der ein oder andere hat vielleicht schon einmal etwas von Meridianen gehört, mit denen man bei der Akupunktur arbeitet. Verschiedene Energiekanäle, die so genannten Nadis, bündeln sich in den Hauptchakren entlang der Wirbelsäule – so wie sich auch Lymphknoten in bestimmten Bereichen bündeln, in denen dann unheimlich viel passiert. Chakren sind also, kurz gesagt, besondere Energiezentren in unserem Körper.

Was passiert da genau?

An diesen „Knotenpunkten“ sammelt sich Energie, die dafür sorgt, dass wir z. B. besonders aktiv oder emotional sind. Kommt es z. B. durch Stress zu Störungen dieser Zentren, kann sich das durch Dinge wie Antriebslosigkeit, Übergewicht, Hyperaktivität oder Krankheiten äußern. Jedes Chakra – insgesamt sind es sieben – steht für einen bestimmten Aspekt in uns selbst.

Und es gibt spezielle Yoga-Übungen, mit denen man diese Chakren ansprechen kann

Richtig. Chakra Yoga hilft mir tatsächlich dabei, etwas in mir zu „reparieren“. Viele Frauen sagen mir ja auch: „Dafür habe ich gar keine Zeit…“. Aber mal ehrlich: Die Zeit, uns etwas Gutes zu tun, die sollten wir uns doch alle nehmen. Aber ich finde es auch praktisch, kürzere Workouts zu machen, 15 Minuten zum Beispiel. Denn eine Yoga-Einheit muss meiner Meinung nach nicht immer eine oder eineinhalb Stunden dauern. Eine Viertelstunde kann schon viel bewirken, wenn die Übungen richtig konzipiert sind und eine in sich geschlossene Folge bilden.

Warum ist Yoga eigentlich so effektiv?

Weil es sich ganz klar von allen anderen Sportarten unterscheidet. Es kommt mit einem vielen größeren Paket. Zum einen haben wir beim Yoga keinerlei Verletzungsgefahr, wenn es richtig unterrichtet wird. Außerdem kann wirklich jeder Yoga machen – ganz egal, ob jung oder alt, ob fit oder unfit. Das heißt, man kann zu jeder Zeit damit anfangen. Jede einzelne Übung kann man so gestalten, dass sie entweder entspannend oder herausfordernd ist. Man entscheidet selbst, wie man trainieren möchte. Dann gibt es beim Yoga nicht nur die körperlichen Übungen, das wäre ja nur eine Gymnastik…

Ganz wichtig ist auch die Atmung…

Genau: Die Kombination von körperlicher Bewegung und bewusster Atmung mit einer bestimmten Technik versorgt den Körper mit viel mehr Sauerstoff als bei anderen Sportarten. Daher werden die körperlichen Übungen sehr viel intensiver und der Körper reagiert viel schneller. Man macht beim Yoga viel schnell Fortschritte als bei anderen Sportarten. Weil wir beim Yoga auch mentale Übungen haben, können wir dem Stress an den Kragen gehen. Yoga gibt uns Werkzeuge an die Hand, mit denen wir gegen den Stress arbeiten können. Es gibt praktisch kein Wehwehchen, vom Schnupfen bis zur Kurzsichtigkeit, für das es im Yoga nicht eine Übung gibt.

Wie oft sollte man Yoga machen?

In Indien gibt es dazu einen schönen Spruch: „Ein Gramm Praxis ist wichtiger als tausend Tonnen Theorie.“ Das heißt, es bringt nichts, sich hundert Bücher über Yoga durchzulesen, man muss es einfach machen. Man sollte es so einrichten, dass es in den persönlichen Alltag passt. Hier ist das Credo: Lieber alle zwei Tage 15 Minuten etwas machen als einmal im Monat zwei Stunden. Gerade wenn man noch nicht so geübt ist und mit dem Yoga gerade begonnen hat, ist die Regelmäßigkeit wichtig. Wenn man im ersten Jahr regelmäßig mindestens zwei bis dreimal die Woche etwas macht, dann kann man riesige Fortschritte sehen.

Was ist Ihr ultimativer Tipp?

Loslassen! Das ist etwas, das uns Yoga über die Jahre lehrt. So paradox es sich das anhört: Je besser man loslassen kann, desto mehr gewinnt man auch im Leben.

Zur Person

Kerstin Linnartz ist Yoga-Expertin, Beststellerautorin und erfolgreiche Unternehmerin. Als die Moderatorin 2005 eine Pause von der hektischen Medienwelt machte, entschloss sie sich, nach Indien zu reisen, um ihrer zweiten Leidenschaft, dem Yoga, mehr Tiefe zu geben. Sie verbrachte sieben Jahre lang ihre kompletten Winter in Indien und bildete sich im Yoga weiter. Die Liebe zum Yoga, das sie seit mittlerweile 20 Jahren praktiziert, führt 2010 schließlich zur Gründung ihrer Firma „be better“, mit der sie weltweite Yogareisen, Ausbildungen und Business-Seminare anbietet. Ihr erstes Werk als Buchautorin „All about Yoga“ wurde zum meistverkauften Yogabuch Deutschlands. Ihr zweites Buch „Buisness Yoga“ richtet sich an alle gestressten Menschen. Inzwischen verfasst sie ihr drittes Buch zum Thema Yoga.