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Schwimmen, das perfekte Training

Bild: shutterstock

Schwimmbad gesucht

Gehören Sie auch zu denjenigen, die zwar gerne schwimmen, aber eigentlich nur einmal im Jahr im Hotelpool Ihre Bahnen ziehen? Weil zuhause das nächste Schwimmbad so weit weg ist? Dabei gibt es 7 gute Gründe, sich genau davon nicht abhalten zu lassen…

Schwimmen – Das perfekte Ganzkörpertraining

Keine Ausdauerdauersportart trainiert so ganz nebenbei und vor allem so perfekt die gesamte Muskulatur wie das Schwimmen. Zwar werden je nach Schwimmstil einzelne Muskelgruppen unterschiedlich stark trainiert, doch von der Bewegung imWasser profitiert der ganze Körper. Beim Brustschwimmen wird vor allem die Arm-, Schulter- und Brustmuskulatur gefordert. Rückenschwimmen wiederum entlastet dieWirbelsäule und baut die Rückenmuskulatur auf. Besonders effektiv ist Kraulen. Beim Drehen um die eigene Körperachse werden sowohl Rumpf- und Armmuskulatur als auch die Oberschenkelmuskeln trainiert.

Mehr Abwechslung

Schwimmen hat den Ruf, langweilig zu sein. Warum eigentlich? Denn wer alle Schwimmstile beherrscht und anwendet, hat jede Menge Abwechslung. Wechseln Sie daher bewusst und regelmäßig zwischen Brust-, Rückenund Kraulstil – auch wenn Sie eine dieser Techniken noch nicht so gut beherrschen. Sie verbessern so nicht nur Ihre Ausdauer, sondern beziehen auch alle Muskeln gleichmäßig mit ein. Und: Versuchen Sie sich unbedingt am Delphin- oder Schmetterlingsstil. Dieser Stil ist zwar extrem kraftraubend, aber wenn Sie im Schwimmbad eine ganze Bahn geschafft haben, werden Ihnen bewundernde Blicke sicher sein. Tipp: Machen Sie Intervalltraining. Um in Form zu kommen, gibt es nichts Besseres. Legen Sie in Ihrem Lieblingsstil zwei schnelle Bahnen zurück, dann machen Sie eine kurze Pause und schwimmen im normalen Tempo weiter.

Die Freiheit im Kopf

Ruhig durch das Wasser gleiten, regelmäßig ein- und ausatmen und zur Ruhe kommen.Wer so schwimmt, erlebt Entspannung pur. Der Stress, die Anspannung, alles löst sich auf. Schwimmen gilt als eine der besten Methoden, um zur Ruhe zu kommen, und wird daher auch Burnout-Patienten empfohlen. Doch dies gelingt nur, wenn man richtig schwimmt, das heißt die Technik beherrscht. Und das bedeutet vor allem beim Brustschwimmen: Der Kopf beziehungsweise die Stirn müssen zum Ausatmen ins Wasser. Entscheidend beim Brustschwimmen ist, dass der Körper möglichst gerade imWasser liegt und sich so eine Körperspannung aufbaut. Erst dann ist das Gleiten möglich.Wer dagegen den Kopf immer überWasser hält, riskiert nicht nur Nackenschmerzen, sondern wird auch den Flow nie erleben.

Der Kalorien- Turbo

Schwimmen macht schlank. Egal ob Kraul-, Rücken- oder Brustschwimmen, die Bewegung imWasser verbrennt richtig viel Energie. Je nachdem wie schnell und kraftvoll Sie schwimmen, verbrauchen Sie so in einer Stunde in der Regel etwa 700 Kalorien, oft aber auch bis zu 1.000 Kalorien. Der Grund für die gute Bilanz liegt auch an der eher kühlenWassertemperatur von 26 bis 28 C°. Um nicht auszukühlen, muss der Köper doppelt so viel Energie verbrennen.

Die sanfte Prophylaxe

Schwimmen ist der ideale Ausgleich zum Bürojob.Wer viel sitzt, leidet häufig unter Verspannungen im Nackenund Schulterbereich. ImWasser werden dieWirbelsäule entlastet und der Rücken gestärkt. Regelmäßiges Schwimmen beugt Haltungsschäden vor und löst Verspannungen. Die Muskeln werden schonend und gleichmäßig aufgebaut. Der Körper wird beweglicher.

Sport, der motiviert

Wer ins Wasser gleitet, fühlt sich gut und das liegt vor allem daran, weil man sich plötzlich so leicht fühlt. Nur ein Zehntel des eigenen Gewichtes muss der Körper imWasser tragen. Diese Leichtigkeit macht das Schwimmen auch für diejenigen zum Erfolgserlebnis, die bei anderen Sportarten Probleme haben.Weil sie zum Beispiel ein paar Kilo zu viel haben oder weil sie nach einer Operation oder einem Unfall Muskelmasse abgebaut haben. Im Wasser werden Gelenke, Sehnen und Bänder entlastet, gleichzeitig werden durch denWiderstand desWassers die Muskeln trainiert. Ein oder zwei Bahnen schwimmen zu können, ist ein Erfolgserlebnis, das motiviert.

Der Kombisport

Natürlich ist es am besten, wenn Sie zwei oder drei Mal proWoche Ihre Bahnen ziehen. Doch auch wenn Sie es nur ein Mal proWoche ins Schwimmbad schaffen, profitieren Sie von dem Schwimmtraining. Sie werden sich schnell ausgeglichener fühlen und Sie werden deutlich weniger Verspannungen haben. Schwimmen hat aber noch einen anderen Vorteil:Weil die gesamte Muskulatur trainiert wird, ist Schwimmen ein ausgezeichneter Ausgleichssport. Es lässt sich optimal mit Laufen, Radfahren, aber auch Racketsportarten wie Tennis, Squash und Badminton kombinieren. Gerade wer nicht auf eine Sportart festgelegt ist und Abwechslung sucht, sollte mal wieder den Badeanzug hervorholen…

Tipp: „Schwimmtraining to go“ von Nina Eggert. Der 20Wochen-Plan für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis, spomedis, 19,95 Euro