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Dehnen für Läufer

Dehnen? Stretching? Besser nach dem Training!

Ein Aufwärmtraining beugt Verletzungen vor und steigert die Leistungsfähigkeit. Darüber herrscht Einigkeit. Ob das Dehnen oder Stretching dabei sinnvoll ist, wird kontrovers diskutiert. active woman-Expertin Jutta Schuhn erklärt die Knackpunkte.

Stretching

Unter Stretching wird meistens das sogenannte „statische Dehnen“ verstanden, bei der eine Position eingenommen wird, die dann gehalten werden muss. Als Methode zur Erweiterung der Reichweite einer Bewegung (Amplitude) ist Stretching etabliert und durch wissenschaftliche Studien gestützt.Weniger eindeutig ist die Studienlage in Bezug auf die Vorbereitung sportlicher Belastungen (Aufwärmen) und zur Verletzungsprophylaxe.

Theoretisch erscheint das Dehnen, z.B. vor einem Lauf, durchaus sinnvoll. Denn die Dehnung soll die Spannung in den Muskeln und Sehnen verringern und so die Flexibilität erhöhen Viele Studien kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass Dehnen vor dem Training keine bzw. nur eine geringeWirkung auf die Verletzungsprophylaxe hat. Eine neue Studie der University Medical Center Groningen in den Niederlanden kam sogar zu dem Ergebnis, dass Stretching vor dem Training die Verletzungsgefahr für Sehnen erhöhen kann.

Stretching entspannt den Muskel

Wie ist dies zu erklären? Zunächst einmal muss man verstehen, wie ein Muskel arbeitet. Um die Leistungsfähigkeit der Muskeln zu erhöhen, steigt während einer Belastung die Grundspannung der Muskeln an. Dies ist auch das Ziel des Aufwärmens. Mit dem Dehnen, vor allem dem statischen Dehnen, kann man diese Muskelspannung wieder senken, also den Muskel entspannen. Stretching ist damit der erste Schritt zur Regeneration – der Erholung.

Vor dem Training ist gerade statisches Dehnen daher nicht unbedingt zu empfehlen. Untersuchungen zeigen auch, dass statisches Dehnen die Power und Muskelkraft verringert. Deshalb empfehlen die meisten Coaches einWarm-up mit Bewegung, um die Körpertemperatur zu erhöhen. Hier durch wird der Muskel beziehungsweise die Faszie aktiviert und so auf die Belastung vorbereitet.

Nach dem Laufen dehnen

Statisches Dehnen sollte daher besser im Anschluss an das Training erfolgen, unter anderem da die Muskeln noch warm sind. Wenn möglich, ist es sogar besser, mit dem Nachdehnen bis nach dem Duschen zu warten – gerade nach harten und hochintensiven Läufen!

Grundsätzlich ist Dehnen nach wie vor sinnvoll, in vielen Fällen sogar notwendig. Das gilt vor allem für Freizeitsportler, die häufig mit muskulären Dysbalancen zu kämpfen haben. Das bedeutet: Ein Muskel ist kräftiger als sein Gegenspieler, ein anderer ist verkürzt. Dadurch treten unweigerlich Schonhaltungen auf, die sich beim Laufen noch verstärken. So erhöht sich die Belastung für die Gelenke, was im Extremfall zu frühzeitigem Verschleiß führen kann.

Unsere Expertin

Jutta Schuhn ist Dipl. Sportwissenschaftlerin und ausgebildete Tanztherapeutin.
Sie hat zahlreiche Fitnessprogramme entwickelt und ist Reebok Mastertrainerin.
Als Fitness- und Aerobic Consultant berät sie Unternehmen.
Sie ist europaweit unterwegs und bildet Trainer aus.
www.juttaschuhn.de

Ausdauersport ist gesund

Glücklicher laufen mit der inneren Uhr

Sie haben sich mal wieder vorgenommen, zwei Mal pro Woche morgens zu laufen – und es hat nicht funktioniert. Schieben Sie nicht die Schuld auf den inneren Schweinehund. Fragen Sie besser Ihre innere Uhr.

Professor Christine Graf von der Sporthochschule Köln ist das, was man eine klassische Lerche nennt. Ihr Tag beginnt morgens um 6 Uhr – und zwar mit einer Laufrunde. „Ich liebe es, so früh zu laufen.“ Trotzdem würde sie nie jemanden dazu überreden, ebenfalls um 6 Uhr morgens durch die Stadt zu joggen. „Bei so einer eher ungewöhnlichen Zeit ist es wichtig, dass sie den eigenen Biorhythmus nicht stört. Wer um 6 Uhr morgens läuft, sollte sich dabei wohl und gesund fühlen. Erschöpfung ist dagegen Zeichen, dass die Uhrzeit nicht zum Sport passt“, so die Sportmedizinerin.

Die Hormone

Wie wir uns fühlen, wird maßgeblich von unserer inneren Uhr beeinflusst. Dem Nucleus suprachiasmaticus, einer Neuronengruppe im Zwischenhirn, die über den Sehnerv Informationen über Helligkeit und Dunkelheit erhält, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Er bestimmt unseren Tag- und Nachtrhythmus und hat zusammen mit dem Schlafhormon Melatonin und dem Wachhormon Serotonin Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit.

So haben die meisten Menschen im Laufe eines Tages zwei Leistungshochs – einmal vormittags zwischen 9 und 11 Uhr und dann wieder zwischen 16 und 19 Uhr. Theoretisch wäre dies auch die beste Zeit, um aktiv zu sein. Doch zumindest von montags bis freitags ist dies für Berufstätige schwierig. Wer Sport machen will, kann dies eigentlich nur morgens oder spätabends machen. Welche Variante am erfolgversprechendsten ist, hängt von der inneren Uhr ab, und diese kann bei jedem anders ticken. Forscher unterscheiden zwischen dem Typ Lerche, der als Frühaufsteher vor allem in der ersten Tageshälfte leistungsstark ist, und der Eule, die eher am Nachmittag und Abend aktiv wird.

Für die Motivation, Sport zu treiben, spielt der eigene Biorhythmus eine große Rolle, sagt die Sportmedizinerin. „Zu einer gefühlt passenden oder richtigen Uhrzeit kann man sich eher aufraffen, als wenn man ohnehin müde ist und sich kaputt fühlt.“ Das heißt, wer also ohnehin morgens größte Probleme hat, aus dem Bett zu kommen, tut sich mit einem morgendlichen Sportprogramm ungleich schwerer als jemand, der nach dem ersten Klingeln des Weckers bereits hellwach ist. Umgekehrt scheitern viele beim Feierabend-Workout – trotz guter Vorsätze und Argumente. Einfach, weil sie zu müde sind.

Zu erkennen und zu akzeptieren, dass man nun mal eine Lerche oder eine Eule ist und sich dementsprechend für eine morgendliche oder abendliche Laufrunde entscheidet, scheint die Erfolgsquote zu erhöhen. Wer dagegen ständig gegen seine innere Uhr anläuft, wird selten glücklich. Dennoch sollte man es sich aber auch nicht zu leichtmachen und die innere Uhr als Ausrede missbrauchen, sagt Christine Graf. Denn die vermeintlich optimale Trainingszeit – z. B. sonntags um 12 Uhr – könne auch schlicht mit Gewohnheit zu tun haben. Und die ganze persönliche Erfahrung der Professorin: „Auch eine Lerche kann abends Spaß beim Sport haben…“

 

Weitblick - Laufen in den Bergen

Laufen mit Weitblick

Lust auf ein ganz besonderes Laufevent? Vier Ideen für Läuferinnen, die nicht nur Kilometer machen wollen, sondern dabei auch die Natur erleben wollen. 

Frauenpower: Anita Women`s Trail in Zell am See-Kaprun

Vom 19. bis 21. Mai 2017 haben sportliche Frauen in Zell am See-Kaprun die Wahl: Das Trailrunning-Wochenende „Anita Women’s Trail“ wird am Freitag mit dem Stirnlampenlauf „Women’s Night on Trail“ eröffnet. Bei dem abendlichen Event müssen die Teilnehmerinnen eine 16 Kilometer lange und 300 Höhenmeter umfassende Strecke bewältigen. Am Samstag geht es beim „Women’s Panorama Trail“ auf einem 16 Kilometer langen Lauf mit rund 700 Höhenmetern weiter. Das große Finale um den Zeller See folgt am Sonntag: Auf 15 Kilometern und 500 Höhenmetern im Anstieg erwartet die Teilnehmerinnen eine Panoramarunde mit Aussicht über die Ferienregion Zell am See-Kaprun.

Die Veranstalter haben sich zudem ein besonderes Verwöhnprogramm für aktive Ladies ausgedacht: Ab Samstagnachmittag ist Entspannung bei Yoga angesagt, wahlweise am See, im Hotelgarten oder auf dem Stand-up-Paddleboard. Zum Abend werden die Sportlerinnen beim Gala Dinner im Romantikhotel Zell am See verwöhnt, der Tag kann anschließend im Casino ausklingen.

Ostseeküstenlauf Kühlungsborn: Laufen zwischen Wind und Wellen

Wind, Wellen, Sand und Meer — das Ostseebad Kühlungsborn lockt jedes Jahr viele Aktiv-Gäste an seine Küste. Warum die Urlaubsdestination nicht mal laufend erkunden? Der Ostseeküstenlauf Kühlungsborn bietet am Sonntag, den 7. Mai, beste Möglichkeiten: Zum 35. Mal werden Sportlerinnen und Sportler an die Küste geladen, um gemeinsam einen der schönsten Läufe Norddeutschlands zu erobern. Auf überwiegend flacher Strecke und vorbei an Dünen, Feldern und Wiesen führt die Route zunächst vom Ostseebad Kühlungsborn über Kägsdorf hin zu den Holzstegen des Naturschutzgebietes Riedensee, das von sumpfigen Wiesen und Schilf durchzogen ist.

Der Läufer hat hier nach fünf Kilometern die Chance auf eine Wende, um seinen Zehn-Kilometer-Lauf zurück zum Start/Ziel anzutreten oder aber er nimmt die Herausforderung zum 21,1 Kilometer Halbmarathon an. Dazu geht es ab Kägsdorf weiter Richtung Naturstrand zum Ostseebad Rerik, wo es auch einige Steigungen zu meistern gilt. Der weite Blick über die Ostsee lohnt jedoch alle Mühen. Der Lauf ist ein anspruchsvoller Kurs, der neben 100 Prozent Ostsee und kleinen Steigungen auch reichlich Wind bereithalten kann.

                                  
Weitblick im Laufschritt beim Seiser Alm Halbmarathon in Südtirol

Am 2. Juli 2017 fällt im 1.850 Meter hoch gelegenen Ort Compatsch der Startschuss für den fünften Seiser Alm Halbmarathon. Dieser erstreckt sich über 21 Kilometer und 601 Höhenmeter bei atemberaubender Bergkulisse auf einer der höchstgelegenen Halbmarathonstrecken Europas. Gegen 13:30 Uhr findet im Zielbereich die Siegerehrung statt, bei der attraktive Preise auf die schnellsten Läuferinnen und Läufer der unterschiedlichen Kategorien warten. Für alle ambitionierten Läufer ist der Rosengarten Schlern Sky Marathon am 8. Juli 2017 ein echtes Erlebnis. Innerhalb von zehn Stunden gilt es hier 45 Kilometer und 2.980 Höhenmeter zu bewältigen.

Der Seiser Alm Running Park sorgt für perfekte Trainingsbedingungen: Mit 20 bestens ausgeschilderten Strecken auf über 180 Kilometern bietet der Seiser Alm Running Park eine hervorragende Infrastruktur für Profi- und Freizeitsportler. Mit der Seiser Alm Running Accommodation hat die Region eine Plattform geschaffen, die laufbegeisterten Gästen eine ideale Übersicht an Beherbergungsbetrieben liefert, welche auf die speziellen Bedürfnisse von Läufern ausgerichtet sind. Frühstück bereits ab 6 Uhr morgens, flexible Menüauswahl mit Fokus auf eiweiß- und kohlenhydratreicher Ernährung, Räume für Streching, Wasch- und Trockenservice sowie umfassende Informationen rund um Wetter und Laufstrecken bieten Gästen ein Rundum-Sorglos-Paket.

Weitblick in Livigno

Eingebettet in die spektakuläre Natur alpiner Nationalparks bietet Livigno in der norditalienischen Lombardei ein Eldorado für Läufer. Am 18. Juni 2017 ist Livigno Schauplatz des Trail-Wettlaufes, der Teil der Skyrunner World Series ist. Diese umfasst acht Rennen in sechs Ländern. Der Wettlauf in Livigno ist 34 Kilometer lang und bietet einen Gesamthöhenunterschied von 2.600 Metern. Ganz neu in diesem Jahr ist die kleine Version des Events. Das „Livigno Mini Skirace“ mit 19 Kilometern Länge und einer Höhendifferenz von 1.100 Metern.
Am 22. und 23. Juli 2017 geht es für Hobby- und Profiläufer beim hochalpinen Halbmarathon Stralivigno an den Berghängen entlang einmal rund um Livigno. Wer es etwas kürzer mag, kann sich außerdem zum Staffellauf oder einer Nordic Walking Tour anmelden.
Übrigens: Aufgrund seiner Höhenlage von 1.816 Metern wird Livigno bei Athleten aus der ganzen Welt auch als ideales Ziel fürs Höhentraining geschätzt.

 

 

Erfolg? Frau in Starposition auf der Laufstrecke

Mit dem richtigen Ziel zum Erfolg

Ziele? Natürlich gibt es sie.

Menschen, die einfach nur Spaß am Laufen haben und sich keine Gedanken machen, wie lange, wie schnell und wie oft sie in dieser Woche gejoggt sind. Die meisten Menschen brauchen jedoch ein Ziel, um Erfolg zu haben  sagt die Sportpsychologin Desiree Heß.

Warum sind Ziele so wichtig?

Desiree Heß: Ziele zeigen uns, welche Wünsche wir haben und welche Prioritäten wir setzen. Damit strukturieren sie viele Abläufe, geben dem Sporttreiben einen individuellen Sinn. Außerdem stärken sie das Selbstvertrauen, wenn wir sehen, dass wir Erfolg haben können, von dem wir vorher nur geträumt haben. Dabei ist es wichtig, Ziele richtig auszurichten.

Ich muss also erst einmal ein Ziel formulieren…
Ja, ein gut formuliertes Ziel beinhaltet individuelle Gegebenheiten und Detailliertheit.
Das heißt, es muss an den eigenen Fähigkeiten ausgerichtet sein. Es sollte also weder zu schwer noch zu leicht sein. Es sollte eine Herausforderung sein, die jedoch machbar ist, da sonst die Motivation leidet. Entweder war es kein Problem, dieses Ziel zu erreichen, da es jeder schaffen kann, oder ich gebe mich direkt mit dem Gedanken „Das war sowieso zu schwierig“ geschlagen.
Zweitens sollte das Ziel detailliert formuliert sein. Denn viele Zielsetzungen scheitern an einer schwammigen Formulierung, z.B. „Ich will mehr laufen oder „Ich will schneller laufen“. Aber ab welcher Zeit bin ich schneller gelaufen? Was ist für mich persönlich eine Verbesserung?

Also Trainingsplan und Laufuhr?
In jedem Fall sollte das Ziel in irgendeiner Form messbar sein, mit Hilfe von Zeit, Runden oder Anzahl der Kilometer. Oder bis wann man das Ziel erreicht haben will. Ohne feste Einheiten und Terminierung kann man nicht überprüfen, ob man schneller oder mehr Runden läuft.

Aber nicht jeder läuft, um schneller zu werden…
Es geht immer um die Frage, was will ich erreichen? Will ich laufen, um an die frische Luft zu kommen, die Ausdauer zu steigern, Kalorien zu verbrennen oder um den Kopf frei zu bekommen? Das persönliche Ziel ist durch den Charakter und die eigenen Prioritäten geprägt.
Zur ersten Orientierung kann man auch mit einem kleinen Trick arbeiten. Wichtig ist, dass man sich Zeit nimmt und entspannt ist. So konzentriert man sich eher auf sich und seine Bedürfnisse und Wünsche. Man kann etwa die Augen schließen und sich eine realistische Situation vorstellen, in der man zufrieden ist und etwas erreicht hat. Was macht mich so zufrieden? Was habe ich in dieser Situation erreicht? Wie habe ich es geschafft, zu diesem Ziel zu kommen?

Kann ich mich auch ohne Ziel sportlich weiterentwickeln?
Rein physiologisch gesehen, ist Veränderung nur durch neue Reize und eine Adaption des Organismus an den Trainingsreiz möglich. Laufe ich also immer die gleiche Strecke und im gleichen Tempo, wird meine Leistungsentwicklung irgendwann stagnieren.

Welche Rolle spielt ein Ziel für die Motivation? 
Eine sehr große, denn Motivation kommt aus dem Lateinischen (movere – antreiben, bewegen). Zudem ist ein Ziel etwas, was wir wollen und was noch nicht erreicht ist. Das alleine ist schon ein Push für die Motivation. Wir wollen mit unseren Fähigkeiten und unserem Durchhaltevermögen ein Ziel erreichen. Und am Ende steht immer: „Wenn ich das geschafft habe, kann ich auch ganz Anderes erreichen.“ Wichtig ist hier die Erkenntnis, dass der Erfolg durch die eigene Arbeit und Zielstrebigkeit erreicht wurde.

Der Fehler
Viele machen den Fehler, erreichte Ziele glücklichen Umständen zuzuschreiben (die anderen waren einfach langsamer, deswegen hatte ich Glück) statt den eigenen Fähigkeiten. Das ist ein fataler Fehler und ein riesiger Dämpfer für die Motivation, da wir von der Situation abhängig sind und es nicht mehr um unser Können geht. Man muss stolz auf Erfolge zu sein. Das gibt neue Energie, um die nächsten Ziele anzugehen und neues Selbstvertrauen zu schöpfen.

Und wenn ich an meinem Ziel scheitere?
Etwas nicht auf Anhieb zu schaffen, gehört zum Leben dazu und ist Teil des Prozesses zur Zielgestaltung. Die Hauptsache ist, es weiter zu versuchen. Zusätzlich kann man mit diesem Ergebnis auch weiterarbeiten und neue Ziele entwickeln. Woran ist das Ziel gescheitert? Muss das Ziel genauer formuliert werden? Typisch ist zum Beispiel, dass man plant, abends immer ins Fitnessstudio zu gehen. Zuhause angekommen, ist jedoch das Sofa verführerischer. Entscheidend ist,  immer dranzubleiben und Strategien zu entwickeln, um wieder auf Kurs zu kommen. Wie Oscar Wilde treffend sagte: „Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.“

Einmal einen Marathon zu laufen, ist für viele das ultimative Ziel. Warum übt gerade der Marathon so eine Faszination aus?
Ein Marathon ist als Ziel typisch für die heutige Leistungsgesellschaft. Es ist nicht mehr nur eine Strecke über die 42,195 Kilometer, sondern der charakterliche Beweis, langfristig und diszipliniert auf ein Ziel hinarbeiten zu können, bei dem man sich selbst auch immer wieder überwinden muss. Man ist beeindruckt von einer Person, die berichtet, einen Marathon gelaufen zu sein. Deswegen ist ein Marathon ein großes Traumziel in dieser Zeit. Wer möchte nicht gerne als diszipliniert, gesund und ausdauernd eingeschätzt werden?

 

 

10 km Laufen

Der Reiz der 10 Kilometer

Er gehört zu den klassischen Distanzen und steht doch im momentanen Marathon-Hype etwas im Abseits. Dabei hat der 10-Kilometer-Lauf seine ganz eigene Magie.

Pamela Gutsch ist ein Fan der 10 Kilometer. „Hier geht es nicht nur um Ausdauer wie beim Marathon oder Halbmarathon, man muss auch Sprintqualitäten haben und die Taktik spielt ebenfalls eine große Rolle. Das macht die Distanz so reizvoll“, schwärmt die Lauftrainerin und begeisterte Läuferin.

Wie bei kaum einer anderen Distanz treffen bei den 10 Kilometern die unterschiedlichsten Interessen und Motivationen aufeinander. Für viele, die hier an den Start gehen, sind die 10 Kilometer der erste Lauf, an dem sie teilnehmen. Die Zeit spielt für sie keine Rolle. 1:10 h, 1:15 h oder 1:20 h. Egal. Hauptsache am Ziel. Nicht wenige haken die Strecke dann für sich ab. Ab jetzt drehen sich die Gedanken um die nächste Herausforderung, den Halbmarathon. Und dann gibt es diejenigen, die der Ehrgeiz gepackt hat. Sie wollen vor allem schnell sein und das bedeutet, unter einer Stunde zu laufen. „Das ist die erste große Marke, die es zu unterbieten gilt“, sagt die Lauftrainerin. „Jeder, der schon länger läuft und die 10 Kilometer als Lieblingsstrecke für sich entdeckt hat, will das erreichen.“

Tempotraining macht den Unterschied


Mit einem reinen Steady-State-Ausdauertraining – also einem Training in niedrigen Intensitäten – ist ein Lauf unter 60 Minuten kaum zu erreichen. „Viele trainierte Läufer haben mehr Respekt vor den 10 Kilometern als vor einem Halbmarathon oder Marathon, denn hier müssen sie schneller und überwiegend an ihren Grenzen laufen können, wie bei einem langen Sprint“, so Pamela Gutsch. Intervalltraining und vor allem Tempoläufe spielen bei der Vorbereitung für einen erfolgreichen 10 Kilometer-Lauf eine große Rolle. Wichtig sind die verschiedenen Grundlagenbereiche. „Trainiert wird an und über der anaeroben Schwelle, also mit der höchst möglichen Belastungsintensität“, erklärt Pamela Gutsch. „Das macht das Training so speziell. Es ist dadurch aber auch super für alle, die sich beim Sport gerne auspowern.“

Beim Lauf selbst ist Taktik gefragt. „Viele machen den Fehler, zu schnell loszulaufen. Nach fünf Kilometern werden sie dann überholt und fallen zurück“, so Pamela Gutsch. Ihr Tipp: sich im Startfeld bewusst hinten einzuordnen. „Ganz vorne stehen die Spitzenläufer und an ihnen sollte man sich auf keinen Fall orientieren. Besser ist es, die ersten 400 beziehungsweise 500 Meter etwas langsamer anzugehen und den Rhythmus zu finden. Die Zeit kann man wieder aufholen. Dann das Tempo steigern und auch auf den letzten Kilometern nochmals Gas geben.“

Alltagstaugliches Training


Für Pamela Gutsch sind die 10 Kilometer auch deshalb reizvoll, weil sie sich als sportliche Herausforderung perfekt in den Alltag integrieren lassen. „Selbst wenn man wenig Zeit hat, kann man die Distanz gut trainieren. Man muss sich keine Gedanken um die Ernährung machen, wie dies beim Marathon der Fall ist. Wer 10 Kilometer läuft, benötigt keine Extra-Energie oder muss auf seinen Wasserhaushalt während des Laufs achten.“ Und das Training mit dem Mix aus Grundlagenausdauer, Tempo und Intervallen bleibt abwechslungsreich. Denn wer einmal der Magie der 10 Kilometer verfallen ist, setzt sich schnell neue Ziele und die heißen: unter 55 Minuten, unter 50 Minuten und unter 45 Minuten.

10 km! Bereit für den Wettkampf?

  1. Vor dem großen Tag sollten Sie mindestens einen Tempolauf von 10 km machen (für Ambitionierte bis 13 km). Das gibt Selbstvertrauen.
  2. Relax! Keine Erwartungen. Sie sind ohnehin aufgeregt, setzen Sie sich nicht zusätzlich unter Druck, dass Sie eine bestimmte Zeit erreichen müssen.
  3. Behalten Sie gerade zu Beginn die Nerven. Lassen Sie sich nicht verleiten, zu schnell loszulaufen.
  4. Hören Sie auf Ihren Körper. Schauen Sie während des Laufs nicht ständig auf Ihre Laufuhr. Sie verspannen sich sonst und verlieren Ihren Rhythmus.
  5. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie Ihre Wunschzeit dieses Mal nicht erreicht haben. Es gibt gute und schlechte Wettkampftage. Die Erfahrung hat jede Läuferin schon gemacht.

 

Regen - der Feind der Läuferin

AB IN DEN REGEN!

Es gibt Frauen, die sagen, der Regen sei der natürliche Feind der Läuferin. Und sie haben recht. Denn es ist oft nicht nur nass sondern auch kalt und dunkel.

5 GRÜNDE, WARUM SIE TROTZDEM WEITERLAUFEN SOLLTEN.

1
Laufen macht glücklich Während des Laufens und danach steigt der Serotoninspiegel an – und zwar ganz automatisch. Der Glücksbotenstoff ist ein Neurotransmitter, der im Gehirn für gute Laune und Glück zuständig ist. Das Gute daran: Er funktioniert auch beim Sprint im Regen. Die Endorphine dagegen, die für den Flow verantwortlich sind, werden erst bei langen und intensiven Läufen freigesetzt. Im Herbst ist das also eher unwahrscheinlich. Aber Laufen macht nicht nur glücklich, sondern auch zufrieden. Beim Laufen werden auch die Stresshormone (Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin) abgebaut. Ärger und schlechte Laune fliegen einfach davon.

2
Laufen macht jung Wer dreimal pro Woche 30Minuten läuft, senkt sein biologisches Alter um neun Jahre. Das ergab eine amerikanische Studie mit 2.400 Zwillingen. Der Grund: Laufen verlangsamt die Alterungsprozesse, indem es die Zellen verjüngt. Wer sich täglich die Laufschuhe anzieht und 30Minuten joggt, kann sich sogar bis zu 15 Jahre „verjüngen“, so das Ergebnis einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover.

3
Laufen macht stolz 10 Kilometer trotz Dauerregen. Respekt! Wer bei schlechtem Wetter den inneren Schweinehund niedergekämpft hat, fühlt sich gleich noch einmal so gut. Und da darf man auch gerne im Büro mit angeben. Zum Beispiel so: „Hoffentlich kann ich heute Abend laufen gehen, meine Schuhe waren vorhin immer noch klatschnass…“ Ebenso gut für die Motivation: Mit der neonfarbenen Laufjacke lockerlässig an der Bushaltstelle vorbeifedern, in der fröstelnde Menschen mit hochgezogenen Schultern gegen ihre Erkältung ankämpfen. Sie werden die bewundernden Blicke im Rücken spüren und gleich noch eine Runde dranhängen …

4
Laufenmacht schlank Wenn es darum geht, ein paar Pfunde abzunehmen, ist die Kombi aus Laufen und bewusster Ernährung ideal. Je zügiger Sie laufen – und das geht bei miesem Wetter fast von selbst –, umso mehr Kalorien verbrennen Sie. Und Sie bringen Ihren Körper in Form. Wer regelmäßig läuft, wird mit strammen Beinen und einemknackigen Po belohnt. Nebenbei verabschieden Sie sich auch von Ihrer Cellulite. Denn nicht nur die Muskeln werden durch das regelmäßige Laufen fester, auch das Untergewebe wird gestrafft.

5
Laufenmacht schlau Das Gehirn wird beim Laufen besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Dadurch erhöhen sich die Konzentration, die Leistungsfähigkeit und die Kreativität. Das ist auch der Grund, warum wir während des Laufens oft unsere besten Ideen haben beziehungsweise auch die Lösung für das ein oder andere Problemfinden.

Höhentraining für Läuferinnen

Höhenflug

Höhentraining – das ist doch nur etwas für Spitzensportlerinnen… Stimmt nicht: Höhentraining ist auch etwas für Freizeitläuferinnen, die fitter werden und gleichzeitig noch ein wenig abnehmen wollen. Und dafür muss man noch nicht einmal in die Berge fahren….

Auf den ersten Blick wirken die „bewegungsfelder“ in Essen wie ein klassisches Fitnessstudio, doch eine Glastür mit der Aufschrift O2 macht klar, dass hier anders trainiert wird. In dem verglasten Raum herrscht der gleiche Sauerstoffgehalt wie auf einer Höhe von 3.500 Metern. Hier sitzt sitzt Kerstin auf dem Rad und tritt gleichmäßig in die Pedale. Mit dem Mountainbike will die durchtrainierte 40-Jährige über die Alpen fahren. Das Höhentraining in Essen ist ihre Vorbereitung. Einen Raum weiter ist die Luft weniger dünn. Auf 2.700 Metern rennt Marion auf dem Laufband gegen ihre Pfunde an. Zwei Kilo hat sie mit dem Training in der sauerstoffreduzierten Luft schon verloren, weitere zwei sollen noch dazu kommen.

Dünne Luft – hoher Kalorienverbrauch

„Höhentraining kann man ganz unterschiedlich nutzen“, sagt Stephan Erdmann, Geschäftsführer des Instituts bewegungsfelder, das sich auf das sogenannte normobare Höhentraining spezialisiert hat. Im Gegensatz zum hypobaren Höhentraining in natürlichen Höhen, wo die Luftdruckverhältnisse den Sauerstoffgehalt der Atemluft bestimmen, wird bei der Indoor-Variante die sauerstoffreduzierte Luft künstlich erzeugt. „Wer sich in so einer Umgebung bewegt, steigert nicht nur die Leistungsfähigkeit und Ausdauer, sondern erhöht auch den Grundumsatz“, erklärt der Sportfachwirt und Personal Trainer. Und das macht sich auch auf der Waage bemerkbar. So erhöht sich bei einem Training in 3.000 Metern Höhe der Fettstoffwechsel um 15 Prozent, der Kalorienverbrauch steigert sich sogar um bis zu 50 Prozent.

Olympia in Mexico machte den Anfang

Welche Auswirkungen die Höhe beziehungsweise der geringere Sauerstoffgehalt der Luft auf die sportliche Leistung haben, wurde erstmals 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexico City deutlich. Die Austragungsorte lagen auf einer Höhe von 2.240 Metern und die bereits Wochen vorher angereisten Athleten liefen von Rekord zu Rekord. Die Olympischen Spiele in Mexico gelten daher als eine Art Geburtsstunde des Höhentrainings.

Sauerstoffmangel

Grund für die Leistungssteigerungen waren physiologische Veränderungen im Körper, die durch den Sauerstoffmangel im Gewebe entstehen. Diese Veränderungen beginnen ab etwa 1.700 Metern Höhe. Die Atemfrequenz und die Herzfrequenz steigen, die Blutgefäße erweitern sich und der Körper kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Bereits nach wenigen Minuten können erhöhte Werte von EPO und anderen Hormonen gemessen werden, die alle zur Bildung neuer Blutkörperchen beitragen. EPO steht für Erythropoetin und ist vor allem als Doping-Mittel bekannt. Zunächst ist EPO jedoch ein in der Niere produziertes körpereigenes Hormon, das die Bildung roter Blutkörperchen anregt. Zum verbotenen Doping wird es erst, wenn es als Medikament bei Sportlern gespritzt wird. Je mehr rote Blutkörperchen der Körper produziert, umso besser können auch Organe und Muskeln mit Sauerstoff versorgt werden. Und das wiederum ist der Grund, warum Höhentraining als das effektivste Ausdauertraining gilt.

Abnehmen oder neue Bestzeiten

Profitieren können davon auch Freizeitsportlerinnen oder Frauen, die generell fitter, gesünder und schlanker werden wollen. „Auf dem Laufband in der Höhenkammer erreicht man mit vergleichsweise geringer Belastung eine hohe Herzfrequenz“, erklärt Stephan Erdmann. Ganz konkret heißt das: Wer im Stadtpark beim Joggen richtig Tempo machen muss, um eine Herzfrequenz von 80 bis 90 Prozent zu erreichen, muss auf 2.700 Metern Höhe nur schnell gehen, um ebenfalls in den Grundlagenausdauerbereich 2 zu gelangen.
Der Vorteil dieser Trainingsmethode: Bänder und Sehnen werden geringer belastet. Gerade wer ein paar Pfunde mehr mit sich herumschleppt oder nach einer Knie-OP wieder mit dem Training anfängt, kann sozusagen im Schongang die Ausdauer verbessern.

Effektives Training

Die Effektivität des Höhentrainings lässt sich aber auch zur konkreten Leistungssteigerung nutzen. „Viele Leute, die zu uns kommen, haben ein klares Ziel vor Augen. Sie wollen beim nächsten Halbmarathon oder Marathon ihre persönliche Bestzeit verbessern oder sie wollen an einem Ultrasportwettkampf teilnehmen“, sagt Stephan Erdmann. Dieses Ziel wollen sie möglichst schnell erreichen – und das funktioniert auch. Denn wer in der Höhenkammer trainiert, benötigt etwa 30 Prozent weniger Trainingszeit – die vielfältigen Anpassungen des Körpers machen es möglich.
Dennoch: Auch das Training auf zunächst 2.700 und später auf 3.500 Metern folgt einem genauen Plan.

Leistungsdiagnostik

Zu Beginn des Trainings in den Essener Höhenkammern steht eine Leistungsdiagnostik. Anhand dieser wird ein individueller Trainingsplan festgelegt. Während des Trainings selbst werden immer wieder mit einem sogenannten Pulsoximeter der Sauerstoffgehalt im Blut und der Puls gemessen. Das kleine Gerät wird dazu einfach an einen Finger geklemmt. „So können wir als Trainer, aber auch die Sportler selbst die Trainingsintensität kontrollieren und anpassen“, erklärt Stephan Erdmann.

Akklimatisierung für Alpinisten

Höhentraining kann man aber auch ganz wörtlich verstehen. Denn neben Fitnessfans, Marathonläufern und Radrennfahrern sowie Abnehmwilligen kommen auch diejenigen in die Höhenkammer, die ganz hoch hinauswollen: Alpinisten, die eine Besteigung des Kilimanjaro oder eine Trekking-Tour im Himalaya planen. Im Flachland wollen sie sich vorakklimatisieren und der gefürchteten Höhenkrankheit vorbeugen. Schon ab 2.700 Meter können Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindel auftreten. Das bekommen oft auch Skifahrer in den Alpen zu spüren. In Essen können sich Bergsteiger bis zu einer simulierten Höhe von 7.000 Metern vorwagen. Dies wird, neben dem aktiven Training auf den Ergometern, Laufbändern und Rudergeräten in den Höhenkammern, mit passivem Höhentraining realisiert. Eine Maske, die man im Liegen trägt, bereitet dann auf diese extreme Höhe vor.

Frauenläufe 2017 - Deutsche Post Ladies Run

Die schönsten Frauenläufe 2017

Wer läuft, will auch irgendwann bei einem Lauf mitmachen – zur Bestätigung der eigenen Leistung und weil es Spaß macht. Unser Tipp: Frauenläufe

 April

02.04.2017: 261 Women´s Marathon & 10 km Mallorca

www.261wm.com

30.04.17: Konstanzer Frauenlauf. 7,2 km

www.frauenlauf-konstanz.de

Mai

05.05.17: Lübecker Frauenlauf. 5 km und 10 km

www.luebecker-frauenlauf.de

07.05.17: Leipziger Volksbank Frauenlauf. 5 km und 10 km

www.leipzigerfrauenlauf.de

07.05.17: Basler Frauenlauf

www.basler-frauenlauf.ch

13.05.17: Hammer Frauenlauf. 5 km

www.frauenlauf-hamm.de

13.05.17: Ladies Run Graz. 5 km

www.ladiesrun.at

14.05.2017: Potsdamer Frauenlauf. 5 km und 10 km

www.potsdamer-frauenlauf.de

19.05.17: Gießener Frauenlauf. 5 km und 10 km

www.lgv-marathon.de

20.05.17: Avon Running. Berliner Frauenlauf. 5 km und 10 km.

www.berliner-frauenlauf.de

21.05.17: Run the city. Österreichischer Frauenlauf Wien. 5 km und 10 km.

www.oesterreichischer-frauenlauf.at

27.05.2017: Bodensee Frauenlauf. 5 und 10 km

www.bodensee-frauenlauf.com

 

Juni

03.06.17: Barmers  Woman`s Run Stuttgart. 5 km und 8 km

www.womensrun.de

11.06.17: Schweizer Frauenlauf Bern. 5 km und 10 km

www.frauenlauf.ch

17.06.17: Barmers Woman`s Run Hamburg. 5 km und 8 km

www.womensrun.de

18.06.2017: Ladies Run Köln. 5 km und 10 km

www.deutschepost-ladiesrun.de

30.06.17: Frauenlauf Mannheim. 7 km

www.frauenlauf-mannheim.de

 

Juli

02.07.17: Ladies Run Bremen. 5 km und 10 km

www.deutschepost-ladiesrun.de

16.07.17: Barmers Woman`s Run Berlin. 5 km und 8 km

www.womensrun.de

29.07.17: Barmers Woman`s Run Frankfurt. 5 km und 8 km

www.womensrun.de

30.07.17: Ladies Run Dortmund. 5 km und 10 km

www.deutschepost-ladiesrun.de

 

August

12.08.17: Barmers Woman`s Run Köln. 5 km und 8 km

www.womensrun.de

12.08.17: Rykä Frauenlauf Hamburg. 3,3 km, 6,7 km und 10 km

www.frauenlauf-hamburg.de

20.08.17: Ladies Run Leipzig. 5 km und 10 km

www.deutschepost-ladiesrun.de

23.08.17: Rostocker Frauenlauf. 5 km und 10 km.

www.rostocker-frauenlauf.de

27.08.17: Ladies Run Wiesbaden. 5 km und 10 km

www.deutschepost-ladiesrun.de

 

September

01.09.17: Frauenlauf Saarlouis. 7 km

www.frauenlauf-saarlorlux.de

02.09.2017: Frauenlauf Ludwigshafen

www.frauenlauf-lu.de

02.09.17: Frauenlauf Schwerin. 5 km und 10 km.

www.fuenf-seen-lauf.de

09.09.17: Barmers Woman`s Run München. 5 km und 8 km

www.womensrun.de

09.09.17: Mercedes Benz Frauenlauf Dresden. 5 km und 10 km.

www.frauenlauf-dresden.de

10.09.17: Kasseler Frauenlauf. 5 km und 10 km.

www.kassel.de

 

 

Bild: Deutsche Post Ladies Run

Wenn das Knie schmerzt

Wenn Läuferinnen ein neues Knie benötigen

Ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk? Das ist nicht mehr ein Frage des Alters. Besonders gefährdet sind leidenschaftliche Marathon- und Ultraläufer, warnt die Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik e. V. (AE).

Beim Laufen wirkt das Sechs- bis Achtfache des Körpergewichts auf das Kniegelenk. Dass dies zu einem Knorpelabrieb führen kann, ist naheliegend – vor allem dann, wenn das Laufen zu einer Dauerbelastung für die Gelenke wird. Das gilt insbesondere für Läuferinnen und Läufer, die nicht nur einen Marathon pro Saison laufen, sondern im Wochentakt an den Start gehen. Aber auch Sportverletzungen, wie Kreuzbandrisse oder Verletzungen des Meniskus, verursachen häufig eine Arthrose.

Hauptproblem: Überbelastung

Viele Menschen, die aufgrund nachhaltig geschädigter Gelenke eine Prothese benötigen, haben zuvor oft jahrelang Extremsport betrieben, so die Erfahrung der Experten. „Ursachen sind neben Sportverletzungen schlicht Überbelastung – beispielsweise durch zu intensives Training“, sagt Professor Dr. med. Carsten Perka, Präsident der AE und Leiter des Centrums für Muskulosketale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Hohe Gelenkbelastungen, wie sie im Spitzensport vorkommen, können auf Dauer einen verstärkten Knorpelabrieb verursachen. Ebenso können Gelenkfehlstellungen wie O- oder X-Beine zur Überbeanspruchung einzelner Gelenkregionen mit nachfolgender Arthrose führen. Sportarten wie das Laufen bedürften daher – besonders bei intensiver Ausübung – einer gründlichen medizinischen Voruntersuchung. Wichtig sei auch, sich aufzuwärmen und das Trainingspensum langsam zu steigern.

Trotzdem: Laufen ist empfehlenswert

Das ist allerdings keine Absage an den Sport im Allgemeinen: „Ganz im Gegenteil: Sportliche Menschen leiden seltener an Übergewicht und schonen damit auch ihre Gelenke“, sagt Perka. Das richtige Maß und vor allem der gezielte Aufbau der gelenkstützenden Muskulatur seien entscheidend. Ist die das Gelenk schützende Knorpelschicht abgetragen, leiden die Patienten häufig unter Schmerzen. Dann ist es aber meist zu spät, um das Gelenk mit konservativen Methoden in seiner Funktion zu erhalten.

Sport trotz künstlicher Gelenke

Doch selbst wenn es zum Gelenkersatz keine Alternative gibt: Träger von Kunstgelenken können weiter gemäßigten Sport treiben. „Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, dass Menschen mit Kunstgelenken sogar belastungsintensive Sportarten wie Skifahren, Tennis, Bergwandern oder Rudern sicher ausüben können“, ergänzt Professor Dr. med. Karl-Dieter Heller, Chefarzt an der Orthopädischen Klinik Braunschweig und Generalsekretär der AE. Für Kunstgelenke gelte ebenso wie für natürliche Gelenke: Sport über die eigenen körperlichen Grenzen hinaus schadet dem Gelenk. Im Zweifel könne der behandelnde Arzt dabei helfen, das richtige Maß festzulegen.

 

Mit Musik im Ohr besser laufen

Leichter laufen mit Musik?

Musik? Natürlich gibt es auch Läuferinnen, die ohne Knopf im Ohr unterwegs sind. Doch die meisten sind mit Smartphone, MP3-Player oder ipod fest verkabelt. Läuft es sich mit der persönlichen Playlist besser oder zumindest leichter? Zwei Läuferinnen, zwei Meinungen.

„Ja“
„Ohne Musik würde ich keine zwei Kilometer weit kommen. Musik treibt mich an und motiviert mich. Das gilt für mich aber für jede Sportart. Ich mache auch gerne Kurse wie Zumba, Latino Dance oder Step Aerobic. Und je lauter die Musik und je heftiger der Beat, umso besser kann ich mich auspowern. Musik und Sport gehören für mich einfach zusammen.

Beim Laufen kommt noch hinzu, dass ich mich zunächst immer überwinden muss, weil ich Laufen an sich eher langweilig finde. Aber es ist praktisch, weil ich von zuhause einfach loslaufen kann und nicht extra ins Fitnessstudio fahren muss. Manche bezeichnen Musik ja als legales Dopingmittel. Für mich kann ich das bestätigen. Musik pusht mich.

Allerdings habe ich ziemlich lange herumexperimentiert, bis ich meine optimale Playlist hatte. Am Anfang habe ich den Fehler gemacht, dass ich mich direkt eingepeitscht habe. Dadurch bin ich viel zu schnell losgelaufen und war ziemlich schnell außer Atem. Der Trick ist, den Rhythmus langsam zu steigern und so auch länger durchzuhalten. Lieblingslieder sind zwar prinzipiell gut für die Motivation, aber sie haben nicht unbedingt den optimalen Beat.

Gerade Popsongs machen einen eher langsamer. Gute Erfahrungen habe ich mit Playlists im Internet gemacht. Gerade für Anfänger sind sie eine gute Orientierung. Mittlerweile brauche ich sie aber nicht mehr. Ich habe ein gutes Gefühl für den Mix. Alle drei bis vier Wochen ändere ich meine Playlist. Sonst wird das für mich zu langweilig. Ich brauche Abwechslung.
(Claudia, 41 aus Hamburg)

„Nein“
„Ich habe nichts gegen Musik, aber beim Laufen lenkt sie mich ab. Ich laufe mit Plusuhr, kontrolliere meine Herzfrequenz und achte auch auf meinen Laufstil. Ich mache das nicht verbissen, aber auf diese Weise bin ich schon genug beschäftigt. Ich brauche keine zusätzliche Musik, um mich zu motivieren. Tempowechsel gehören für mich beim Laufen dazu – weil sie Spaß machen, aber auch weil ich mich steigern möchte. Ich habe es einmal mit Musik und Pulsuhr probiert, das hat mich völlig aus dem Konzept gebracht.

Viel schöner finde ich es, beim Laufen Augen und Ohren offen zu halten. Gerade wenn ich im Sommer morgens oder am frühen Abend im Wald laufe, genieße ich es, wenn ich die Vögel zwitschern höre oder ein Rauschen in den Blättern wahrnehme. Das ist so beruhigend. In diesem Frühjahr habe ich zum ersten Mal einen Kuckuck gehört. Das war toll. Mit Kopfhörer hätte ich ihn nicht gehört.
Natürlich hat man beim Laufen in der Stadt nicht das ultimative Naturerlebnis. Aber selbst da würde ich keinen Kopfhörer aufsetzen. In der Stadt ist mir das einfach zu gefährlich. Ich habe einmal miterlebt, wie ein Läufer fast vor die Straßenbahn gelaufen ist. Er hatte Kopfhörer auf und die Bahn offenbar nicht gehört. Mit Kopfhörer ist man wie unter einer Glocke, man nimmt die Umgebung nicht mehr wahr. Das ist vielleicht manchmal nicht schlecht, aber als Läufer entgeht einem dabei auch sehr viel.

Und eine super Alternative zur Musik sind Lauftreffs. Wer beim Laufen Ablenkung braucht, findet garantiert jemanden, mit dem er die ganze Strecke quatschen kann. Ab und zu laufe ich da auch mit. Aber ich stelle immer wieder fest, am glücklichsten bin ich, wenn ich ganz allein vor mich hinlaufe und mich weder Musik, noch Stimmen oder Alltagsgeräusche ablenken.“
(Sabrina, 37 aus Meschede)

 

 

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