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NB-NY-Kollektion 2018

TCS New York Marathon – Traum aller Läufer

Nur noch wenige Wochen, dann ist es soweit: am 4. November startet die größte Marathonveranstaltung der Welt in New York City. Rund 50.000 Laufbegeisterte werden beim Run durch fünf Stadtbezirke der Megametropole ihren Traum verwirklichen. Mit von der Partie ist im diesen Jahr auch aktivLaufen als Medienpartner von New Balance, einem der Hauptsponsoren des TCS New York City Marathon.

Für das Event hat sich die Marke etwas besonderes einfallen lassen und eine spezielle New York-Kollektion entworfen. Hier treffen Style und Funktion zusammen. Coole Outfits und Schuhe mit einer hohen Performance-Leistung. Wer von euch also stylisch auf die Laufstrecke gehen möchte, dem seien diese Outfits ans Herz gelegt.

Footwear

1400 v6

Der 1400 v6 als leichter Wettkampfschuh eignet sich für schnelle Einheiten bis hin zu langen Marathon-Strecken. Durch die einzigartige RevLite-Zwischensohle garantiert der 1400 v6 bei niedrigem Gewicht die höchste Rückstellfähigkeit und sorgt für ein dynamisches und direktes Abrollverhalten. Hervorragende Passform und individuelles Laufgefühl machen den 1400 v6 als Leichtgewicht zum kompromisslosen Multitalent.

Funktionen: RevLite-Zwischensohle, FANTOMFIT und nahtfreies Obermaterial für ein leichtes Tragegefühl, NEUTRALE DÄMPFUNG

 

 

Gewicht: Herren 203 g

Leisten: 10 mm Sprengung

Preis: 120,00 €

 

 

 

 

 

 

 

Gewicht: Damen 170 g

Leisten: 10 mm Sprengung

Preis: 120,00 €

 

 

 

 

 

 

 

FuelCell Impulse

Als eines der neuesten Modelle ist der FuelCell Impulse ebenfalls in der TCS New York City Marathon Version erhältlich. Durch die stickstoffangereicherte TPU-Komponente im Vorfußbereich ermöglicht der FuelCell Impulse ein schnelles und zugleich natürliches Laufgefühl.

Funktionen: RevLite-Zwischensohle, FuelCell, Bootie Construction und Double Jacquard Mesh für ein leichtes Tragegefühl, NEUTRALE DÄMPFUNG

 

Gewicht: Herren 232 g

Leisten: 6 mm Sprengung

Preis: 140,00 €

 

Gewicht: Damen 190 g

Leisten: 6 mm Sprengung

Preis: 140,00 €

 

Fresh Foam 1080 v8

Auch der neue Fresh Foam 1080 v8 ist Teil der Marathon Capsule-Kollektion und bietet durch die verbesserte Hexagonstruktur der Fresh-Foam-Zwischensohle mehr Dämpfung als jemals zuvor. Zudem verspricht das Modell erstklassigen Halt und optimale Führung im Mittelfußbereich.

Funktionen: Fresh-Foam-Zwischensohle, Bootie Construction, nahtfreies Obermaterial für ein leichtes Tragegefühl, MAXIMALE DÄMPFUNG

 

Gewicht: Herren 317 g

Leisten: 8 mm Sprengung

Preis: 170,00 €

 

Gewicht: Damen 283 g

Leisten: 8 mm Sprengung

Preis: 170,00 €


Apparel

Die 2018er Marathon-Kollektion wird durch passende Funktionsbekleidung bestens abgerundet. Inspiriert durch die alumisierten Mylar-Decken bietet New Balance mit dem brandneuen Feature NB Radiant Heat den Läufern eine besonders innovative Technologie. Diese sind an den Jacken und Westen verarbeitet und gewährleisten eine permanente Rückstrahlung der eigenen Körperwärme, um ein schnelles Auskühlen zu verhindern.

Ein weiteres Highlight der Kollektion ist die wind- und wasserabweisende Marathon Windcheater Jacket, die 2018 in fünf neuen Farben zurückkehrt: Laser Blue und Claret bei den Herren, Polaris und Arctic Sky für die Damen, All-Black für beide Geschlechter. Die ikonische Laufjacke erinnert an die erste New Balance Apparel-Kollektion aus dem Jahr 1978, die für den Athleten von heute optimiert wurde. Reflektierende Tapes über Brust und Rücken sind eine Hommage an die Originaljacke und sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit bei schwachen Lichtverhältnissen.

Darüber hinaus punktet die Funktionsbekleidung mit originellem Design. Der Grafik-Druck erinnert an einen Blick aus der Vogelperspektive auf das Läuferfeld, das voller Vorfreude an der Startlinie steht.

Accessoires, Shirts und Shorts vollenden die Kollektion und bieten dem Läufer sämtliche Ausstattung, um einen Marathon erfolgreich bestreiten zu können.

Eine Übersicht über alle Styles und Schuhe der New York-Kollektion gibt es hier.

 

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Dark Run – Laufen in der Gruppe

Ob schnell oder gemütlich – niemand läuft allein. Das ist das Motto von Lauftreffs, die sich besonders in Großstädten stark vermehren und vor allem abends stattfinden. Im Vordergrund steht bei dem sportlich-urbanen Erlebnis ganz klar die Gemeinschaft.

Sie treffen sich meist abends, wenn die Sonne untergegangen ist. An irgendeiner Straßenkreuzung, mitten in der Stadt. Immer am gleichen Tag, immer zur gleichen Uhrzeit. Doch was plant diese Gang? Die abendlichen Abenteurer in Sportschuhen verbindet eine Mission: Sie wollen gemeinsam in ihrem Lauftreff ihre Stadt entdecken und ganz nebenbei die Laufkultur verändern.

Diese joggenden Gangs sind heute in vielen Großstädten, quer über den Globus verteilt, zu finden. Einige Lauftreffs wenden sich explizit an Mütter, andere wollen sich als Gruppe gemeinsam auf den ersten Halbmarathon vorbereiten, während wieder andere Gruppen hauptsächlich das abschließende Bier auf die Straße treibt. Trotz verschiedenster Orte und Hintergründe verbindet all diese „Running Crews“ die Liebe zum Laufen und die Liebe zur Individualität. Schließlich geht es bei den Lauftreffs, anders als in Vereinen, oft unstrukturierter, weniger hierarchisch und ohne Leistungsdruck zu.

Der Sport sei mehr ein soziales Event, sagt Elena Usinger. Die Hamburgerin veranstaltet in Altona jeden Montag um 19:10 Uhr den sogenannten „FemRun“. „Die Hauptmotivation bei den meisten Teilnehmerinnen ist, dass ein fester Termin mit netten Menschen mehr Lust auf das Laufen macht und dabei hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden“, erklärt Usinger. Das sei vor allem bei den Einsteigerinnen einer der Hauptgründe. „In der Gruppe fällt vieles einfacher und macht mehr Spaß. Gerade, wenn sich die Läuferin etwas überwinden muss, dann bringt der Ausblick auf eine lockere Runde in netter Atmosphäre einen extra Motivationsschub“, ergänzt Usinger. Vor allem in der dunklen Jahreszeit käme auch noch der Sicherheitsaspekt hinzu. Schließlich würden viele Frauen im Dunkeln ungern alleine laufen.

Wichtiger Stopp: Gruppenfoto

Wohin laufen wir? Wie weit laufen wir? Und wo gehen wir anschließend noch was essen? Das sind die Fragen, die jeden Mittwoch aufs Neue durch die Kölner Abendluft schallen, während sich die „Cologne Running Crew“ auf den ersten Laufmetern befindet. Niemand unter den Läuferinnen und Läufern steckt sich Kopfhörer in die Ohren. Stattdessen unterhält man sich beim Laufen. Ein Läufer erzählt beispielsweise von seinem Campingurlaub, den er eigentlich momentan etwas südlicher am Rhein verbringt. Für den Mittwochs-Lauf mit seiner „Crew“ hat er diesen natürlich unterbrochen und hofft einzig darauf, dass die Duschen auf dem Campingplatz noch geöffnet sind, wenn er vom 12-Kilometer-Lauf zurückkommt.

Die alters- und leistungsmäßig sehr bunte Runde zieht sich nach wenigen Minuten schon stark auseinander. Doch das bleibt nur von kurzer Dauer. Schließlich warten die Schnellsten der „Crew“ an Ampeln und Straßenüberquerungen immer wieder auf den hinteren Teil der Gruppe. Einen unverhofften Stopp ohne Ampel, dafür mit See in Sichtweite, gibt es nach den ersten fünf Kilometern. Zeit für das Gruppenbild. Jede Woche machen die Läufer ein Foto für ihre Facebook-Gruppe – damit auch alle Zuhausegebliebenen sehen, was sie verpasst haben.

Die Geburtsstunde solch urbaner Running Crews für Läuferinnen und Läufer, die oftmals nicht in ein klassisch-athletisches Profil passen, wird meist mit dem Jahr 2004 angegeben. Damals war der New Yorker Mike Saes spät dran. Er wollte seinen Sohn abholen und fand kein freies Taxi. Also begann er zu rennen – über den Bürgersteig der geschäftigen Williamsburg Bridge. Auf der Brücke überkam ihn ein Glücksgefühl. Daraufhin überzeugte er seine Freunde, allesamt Mitglieder der szenigen New Yorker Kultur-Szene, nachts mit ihm ein paar Runden durch die Stadt zu joggen. Aus den Läufen entwickelte sich die Running Crew „NYC Bridge Runners“. Außer dem Vorsatz, mindestens eine Brücke bei diesen Läufen zu überqueren, ist bei den „Bridge Runners“ wenig vorgegeben. „Wir wissen nicht, wohin­ wir laufen oder wie weit, aber wir wissen, dass es ein Abenteuer wird“, beschreibt Mike Saes die Motivation seiner „Crew“ gegenüber der New York Times. Für viele sei Laufen etwas Langweiliges – etwas, dass man morgens schnell hinter sich bringen muss. Bei der Variante mit den Freunden werde das Laufen aber zu etwas, auf das man sich freue.

Wachsende Community

Die „Bridge Runners“ organisieren sich wie die anderen Lauftreffs hauptsächlich online, über eine eigene Homepage oder mithilfe von Social Media-Kanälen wie Facebook oder dem Sportler-Netzwerk Strava. Auf dem Instagram-Auftritt der New Yorker „Bridge Runners“ findet sich unter den Crew-Fotos immer wieder der Satz „Bridge the Gap“. Dahinter verbirgt sich ein Zusammenschluss von Running Crews weltweit – initiiert wurde das Ganze von Mike Saes und Charlie Dark, seines Zeichens DJ, Musikproduzent und Gründer der Londoner Laufgruppe „Run

Dem Crew“. Die Crews tauschen sich online aus oder treffen sich bei gemeinsamen Lauftreffs. „Bridge the Gap“ – im Deutschen „Überbrücke die Kluft“ – steht zum einen für das urbane Laufen über Brücken, aber auch für das Überwinden von Vorurteilen und das Zusammenbringen von verschiedenen Menschen. Ob schnell oder langsam, an der nächsten Ampel oder spätestens beim gemeinsamen Bier ist die Kluft überbrückt.

Wo in Deutschland könnte man wohl so eine „Crew“ finden, die mit anderen „Bridge the Gap“-Crews verbunden ist? Seit fünf Jahren sind die Straßen von Berlin der Laufkiez des „Run Pack Berlin“. Als eine Gruppe von Freunden, eine Familie, die zusammen läuft, bezeichnet sich die Berliner Crew. Zusammen mit zwei weiteren Lauftreffs, den „Berliner Kraft Runners“ und den „Berlin Braves“, veranstaltet die „Run Pack Crew“ unter anderem Lauf-Events, zu denen andere Crews der „Bridge the Gap“-Bewegung anreisen. Zu diesen Crews zählen natürlich die „NYC Bridge Runners“, die Londoner „Run Dem Crew“, aber auch der „Paris Running Club“ oder die „Sideline City Crew“ aus Stockholm.

Laufwiege Ruhrgebiet

Auch wenn die Bewegung der Running Crews einen hippen, internationalen Anstrich hat, ist die grundsätzliche Idee schon seit Jahrzehnten in Deutschland verankert. Als erster Lauftreff gilt der „Viermärker Lauftreff“ in Dortmund. Dieser wurde durch Enzio Busche 1974 gegründet – in einer Atmosphäre der allgegenwärtigen, durch den Deutschen Sportbund initiierten Trimm-dich-Bewegung. Aus einer kleinen Gruppe, die durch den Dortmunder Rombergpark lief, wurde im Laufe der Zeit eine Gemeinschaft von über 500 Mitgliedern. Damit ist die Gruppe aus dem Ruhrgebiet einer der größten Lauftreffs, die beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) gemeldet sind. Insgesamt beläuft sich die Zahl der beim DLV eingetragenen Lauf-, Walking- und Nordic-Walking-Treffs auf über 3.900. Doch diese Zahl ist bei weitem nicht repräsentativ für das, was tatsächlich in der deutschen Laufkultur passiert. Denn viele Treffs sind nicht beim DLV registriert.

Alle großen Sportartikelhersteller und viele Sportläden bieten mittlerweile eigene Lauftreffs an – immer wieder mit der Möglichkeit, nebenbei zudem Artikel zu testen. Auch bei Elena Usinger steckt ein Sportgeschäft hinter dem „FemRace“. Die Hamburgerin ist Besitzerin des Laufladens „running green“. „Wir bieten den Lauftreff für Frauen an, um unserer Nachbarschaft auch etwas zu geben“, sagt die Läuferin. Natürlich gehe es dabei auch um Kundenbindung und Kundengewinnung, aber es mache auch einfach Spaß gemeinsam zu laufen. Zum Anderen motiviere es auch sie selbst zum regelmäßigen Laufen, auch wenn manchmal viel Stress im Laden sei. „Ein verpflichtender Termin zum Sport kann auch etwas Gutes sein“, formuliert Usinger das abendliche Abenteuer, von dem der New Yorker Mike Saes spricht, etwas realistischer – wenn auch mit der gleichen Laufleidenschaft.

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Warum Laufen schlank macht

Wer durchs Laufen die Pfunde zum Schmelzen bringen will, muss nicht gleich für einen Marathon trainieren. Auf den richtigen Mix kommt es an – aus körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung. So lässt sich Gewicht verlieren – dauerhaft.

Goodbye, Hüftgold. Den Pfunden einfach davonlaufen – klingt super, ist es auch. Damit der Kampf gegen die ungeliebten Kilos aber nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, lohnt es sich eins klarzumachen: Abnehmen beginnt im Kopf. Das erscheint auf den ersten Blick vielleicht paradox, ist es aber nicht. Denn die wichtigste Regel beim Abnehmen ist zugleich auch die einfachste: Was der Körper an Energie durchs Essen aufnimmt, muss er durch Bewegung auch wieder abarbeiten. Wer also (dauerhaft) Gewicht verlieren will, muss sich mehr bewegen – und weniger essen. Mit anderen Worten: Runter vom Sofa und rein in die Laufschuhe. Auf lange Sicht führt die Kombination aus Laufen und bewusster Ernährung zu einem nachhaltigeren Erfolg als jede Diät. Wer abspecken möchte, für den ist Laufen die ideale Sportart. Es hat einerseits die positivste Energiebilanz, andererseits können Sie überall joggen und benötigen dafür nur ein Paar Laufschuhe. Doch eins sollte auch klar sein: Laufen ist kein Allheilmittel. Wer läuft, verbraucht in einer halben Stunde zwar etwa 350 Kalorien. Wer aber danach gleich wieder eine Pizza futtert, um sich zu belohnen, macht den Trainingserfolg schnell wieder zunichte. Auch wer regelmäßig Sport treibt, sollte daran denken: Der Energieverbrauch muss höher sein als die Energieaufnahme.

Muskeln als Kalorienfresser

Wie schnell und wie viel jemand abnimmt, ist abhängig vom Gewicht und davon, wie intensiv trainiert wird. Am besten ist es, dreimal in der Woche die Laufschuhe zu schnüren. Nach einer gewissen Zeit wird sich der Körper an das Training gewöhnt haben, und die Gewichtsreduktion kommt erst einmal zum Stillstand. Durch den Muskelaufbau nimmt man an Gewicht zu, denn Muskeln sind schwerer als Fett. Oft gleicht das Gewicht der neuen Muskelzellen das verlorene Gewicht der abgebauten Fettpolster wieder aus. So erklärt sich der Stillstand auf der Waage – für viele­ ein Gradmesser des vermeintlichen (Miss-)Erfolgs. Aber das Mehr an Muskeln hat zwei positive Folgen: Zum einen wird der Körper kräftiger und so erst bereit für weiteres Training. Zum anderen steigt der tägliche Grundumsatz selbst im Ruhezustand. Denn mehr Muskelmasse verbraucht mehr Kalorien. Es lohnt sich durchaus, auch ein paar Kraftübungen in das Training zu integrieren.

Der Après-Sport-Effekt

Die gute Nachricht kommt aus Skandinavien. Wer durchs Laufen abnehmen will, muss nicht gleich für einen Marathon trainieren und sich stundenlang auspowern. Auf den richtigen Mix aus körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung kommt es an. Das haben zumindest Wissenschaftler der Universitäten von Aarhus und Kopenhagen herausgefunden. Sie haben über einen Zeitraum von einem Jahr die zurückgelegten Kilometer und den Körperfettanteil von 538 Laufanfängern analysiert. Zu Beginn und am Ende der Untersuchung befragten die Forscher alle Läufer zu ihrer Motivation für das Lauftraining und zu ihrer Ernährung. Das Ergebnis: Testläufer, die über den gesamten Studienzeitraum mindestens fünf Kilometer in der Woche zurücklegten und darauf achteten, wenig Zucker und Weißbrot zu sich zu nehmen, dafür umso mehr frisches Gemüse und Salat, durften sich über einen Verlust von bis zu sechs Kilogramm Körperfett freuen. Und noch eine gute Nachricht: Viele meinen, der Körper verbrenne Fett erst nach einer halben Stunde Sport. Daher bringe es nichts, sich kürzere Zeit zu bewegen. Die Wahrheit ist, Fett wird bereits kurz nach dem Start abgebaut. Dieser Prozess erreicht nach ca. 20 bis 30 Minuten seine höchste Effizienz. Diese Phase kann mitunter über Stunden gehalten werden. Denn der Körper verbraucht nicht nur beim Sport Energie, sondern auch noch lange danach. Unser Stoffwechsel braucht Zeit, um herunterzufahren, teilweise bis zu 24 Stunden. In dieser Zeit baut der Körper in den Muskeln Milchsäure ab oder repariert verletzte Fasern. In welcher Körperregion zuerst abgenommen wird, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Vielen müssen irgendwann den Gürtel enger schnallen, andere verlieren als erstes ihr rundes Gesicht.

Ihr Biorhythmus entscheidet

Über die Frage, zu welcher Tageszeit man mit Sport am effizientesten Fett verbrennt, sind sich die Experten uneins. Eine Theorie geht davon aus, dass Bewegung vor dem Frühstück ideal sei. So werde der Stoffwechsel schon früh aktiviert, die später aufgenommene Energie optimal verwendet. Andere halten Aktivität am Abend für besser. Doch entscheidend ist eher der individuelle Biorhythmus. Deshalb sind pauschale Empfehlungen kaum sinnvoll. Wichtig ist, dass man Freude am Sport hat und sich nicht quält. So oder so: Es braucht keinen Marathonlauf, um den überschüssigen Pfunden an den Kragen zu gehen. Am einfachsten und gesündesten schmelzen die Kilos, wenn man für sich die richtige Mischung aus körperlicher Betätigung und ausgewogener Ernährung findet – und das über einen­ längeren Zeitraum auch einhält.

 

Schick und innovativ

Innovativ und schick: der neue Laufschuh von New Balance

Die Fresh Foam-Familie von US-Schuhspezialist New Balance hat ein neues Mitglied! Das Modell Beacon hat dabei einige Innovationen zu bieten. Die Schlagwörter sind dabei eine hervorragende Dämpfungseigenschaft, optimale Passform und innovative Zwischensohlentechnologie.

Ein Leichtgewicht

Dabei ist der Schuh das bisher einzige Modell mit dem leichten Fresh Foam Ground Contact (GC). Der Clou: Dank der neuen Zwischensohlentechnologie fällt die Außensohle beim Schuh komplett weg, das Ergebnis ist eine erhebliche Gewichtsreduktion. Das Leichtgewicht kommt gerade mal auf 177 Gramm! Und weil an den Bereichen mit maximaler Abnutzung kleine Gummi-Patches zur Verstärkung angebracht wurden, eignet sich der Schuh auch hervorragend für lange Läufe.

Außerdem dabei: die bewährte Hexagon-Struktur der Fresh Foam-Zwischensohle, die ein angenehmes Laufgefühl beim Abrollen vermittelt, sowie das atmungsaktive Knit-Mesh, das sich wunderbar an den Fuß anpasst.

Wie eine zweite Haut

Das rundgestrickte Mesh-Obermaterial ist zudem leicht, atmungsaktiv und soll sich zudem wie eine zweite Haut an den Fuß an anpassen.

Preis: 110 Euro
www.newbalance.de

[caption id="attachment_2246" align="alignnone" width="360"] Der neue Laufschuh überzeugt mit einer veränderten Sohle.[/caption]

 

Wanderausflug

Herbstzeit ist Wanderzeit

Im Herbst präsentiert sich die Natur noch einmal in ihrer vollen Pracht. Schnell kann das Wetter aber auch mal umschlagen. Umso wichtiger ist die perfekte Ausrüstung für das Wandern!

Vorbereitet den Wanderausflug starten

Damit beim Packen in Eile und Vorfreude nichts vergessen wird, haben wir hier eine Packliste für den nächsten Wanderausflug. Einfach auf das Bild klicken, um zur vollständigen Ansicht zu gelangen und viel Spaß beim Packen und natürlich Wandern!

[caption id="attachment_2269" align="alignnone" width="1024"]Globetrotter Auf das Bild klicken, um zur vollständigen Ansicht zu gelangen.[/caption]
Low Carb

Die Sache mit den Kohlehydraten

Was kann man von den aktuellen Ernährungstrends lernen, ohne sich einem Ernährungsdogma oder einer Diät zu unterwerfen? Wie läuft das mit den Kohlehydraten? Sie werden von vielen verteufelt, von manchen geliebt – sollte man teilweise auf sie verzichten?

Wenn man die vielen Bücher, Artikel, Dokumentationen und Diskussionsrunden zum Thema Ernährung verfolgt, kann man den Eindruck gewinnen, als wäre es ganz schön kompliziert, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Je mehr man weiß…

Und es stimmt: Je mehr man sich mit den komplexen Details des Stoffwechsels und der Nährstoffe auseinandersetzt, desto schwieriger wird es, den Überblick zu behalten. Schon der antike Philosoph Sokrates soll auf dieses Dilemma hingewiesen haben: Je mehr man weiß, desto mehr erkennt man, dass man nichts weiß. Man braucht aber kein Ernährungswissenschaftler oder Mediziner sein, um die grundsätzlichen Vorgänge im Körper zu verstehen und sich so eine Bild von aktuellen Ernährungstrends zu machen.

Zucker

Nähern wir uns also dem Thema „Low Carb“ (low = wenig; carb = Kohlehydrate). Von vorne: Kohlehydrate stellen neben Fetten und Eiweißen einen wesentlichen Bestandteil unserer Nahrung dar. Sie werden bei der Verdauung in Zucker umgewandelt. Mal schneller, mal langsamer, je nachdem, in welcher Form sie vorliegen. Man spricht umgangssprachlich auch häufig von guten und schlechten Kohlehydraten: Die guten, das sind langkettige „Carbs“, die langsamer verwertet werden und den Blutzuckerspiegel im Gegensatz zu der kurzkettigen oder einfachen Variante nur langsam steigen lassen. Erstere halten länger satt, Letztere gelten gemeinhin als Dickmacher.

No Carb? Low Carb? Good Carb!

Gerade in der sogenannten „westlichen“ Ernährung, die auf Weizenprodukten, Kartoffeln und Teigwaren basiert, machen Kohlehydrate typischerweise rund 50 % der täglichen Energiezufuhr aus. Anhänger der Low-Carb-Diät sehen einen Zusammenhang zwischen dieser Ernährungsweise und den westlichen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder bestimmten Herz- und Gefäßkrankheiten. Sie vertreten die Meinung: Je weniger Kohlehydrate, desto besser. Die Kohlehydratminimierung sei, so heißt es, ideal zur Gewichtsreduzierung geeignet.

Alternativer Energielieferant

Die Logik dahinter scheint einleuchtend: Nimmt der Körper nur wenige Kohlehydrate auf, stellt sich der Stoffwechsel langsam um. Energie wird nun nicht mehr aus Kohlehydraten gewonnen, sondern aus den Fettreserven. Das Ergebnis: Man verliert schnell an Gewicht. Damit das Fett aber als alternativer Energielieferant genutzt werden kann, muss der Körper es erst in die richtige Form bringen. Die Fettzellen bilden schon nach einer kurzen Phase des Kohlehydratverzichts Ketogenzellen. Sind diese gebildet, versorgt sich der Körper nun aus dem neuen Fettstoffwechsel. Dieser Vorgang wird Ketose oder Ketogenese genannt. Während der Umstellung kann es vereinzelt zu Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwäche kommen. Man nennt diese Symptome dann auch die „Low-Carb-Grippe“.

Wenige Wochen

Die Anpassung des Körpers an die neue Ernährungsweise dauert je nach Alter und Gesundheitszustand meist nur wenige Wochen. Wem eine reine Low-Carb-Ernährung zu drastisch erscheint, der kann auch den Mittelweg gehen. Das bedeutet, die kurzkettigen, schnell dick machenden Kohlehydrate zu reduzieren und eher Nahrung zu sich zu nehmen, die aus langkettigen Kohlehydraten besteht. Statt „No Carb“ oder „Low Carb“ hieße das schlicht und einfach: „Good Carb“!

Kohlehydrate

In Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten kommen Kohlehydrate vor allem als Stärke vor. Auch in Obst als Gemisch von Fruchtzucker, Traubenzucker und Saccharose. Sowie in Milch und Joghurt kommen die Carbs als Milchzucker vor. Und nicht zuletzt tauchen sie natürlich als Zucker in vielen süßen Nahrungsmitteln wie Kuchen, Keksen und Schokolade auf.

Gewinnspiel hella Mineralbrunnen

Mit hella Starplätze für den hella hamburg halbmarathon gewinnen

 

[contact-form-7 id="2212" title="Hella-Gewinnspiel"]
Teilnahmebedingungen:
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barablösung oder Übertragung des Preises ist nicht möglich. Der Preis wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Gewinner werden unter allen Einsendungen per Los ermittelt und unter der im Teilnahme-Formular eingegebenen Adresse, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse benachrichtigt. Die Daten der Gewinner können zu Versendungszwecken der Gewinne an Dritte weitergegeben werden. Teilt ein Gewinner nicht innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Absenden der Gewinn-Benachrichtigung eine gültige Post-Zustelladresse von sich mit oder wird ein versandter Gewinn von der Post zurückgesandt, z. B. wegen falscher/unvollständiger Anschrift oder Nichtabholung, ist der Veranstalter berechtigt, einen anderen Gewinner zu ziehen; der Gewinnanspruch verfällt insoweit. Teilnehmen kann nur, wer das Online-Formular eigenhändig ausfüllt inklusive vollständiger Adresse und E-Mail-Adresse und absendet; ausdrücklich ausgeschlossen sind Einsendungen, die beauftragte Dienstleister wie etwa Gewinnspiel-Services für ihre Kunden oder Mitglieder vornehmen. Der Veranstalter behält sich vor, Teilnehmer vom Gewinnspiel auszuschließen bei Verstoß gegen die Teilnahmebedingungen oder bei Versuchen, den Ablauf des Gewinnspiels unzulässig zu beeinflussen, beispielsweise durch Einschaltung von Strohleuten. Mitmachen kann jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Einsendeschluss ist der 2. Janur 2019.
active woman Abo-Prämien

Hängen Sie sich rein – Sling-Fitness

Festere Konturen an Armen, Beinen und Po und ein straffer Bauch? Clevere Frauen setzen auf den Sling-Trainer. Warum das innovative Fitness-Tool so angesagt ist, wie es funktioniert und was es bringt.

Was ist Sling-Training?

Ein Workout, das nur zwei Schlaufen, Bänder und einen Haken braucht, um alle Körper-Regionen zu trainieren. Weder schwere Hanteln noch Geräte sind dazu nötig. Nur ein einfach zu transportierendes und überall einsatzbares Fitness- Tool: der Sling-Trainer. Mit seiner Hilfe lassen sich an die 300 Übungen ausführen. Darunter viele gute Bekannte wie Liege- und Seitstütz (mit eingehängten Füßen!), Kniebeugen oder Butterfly. Durch das Schwingen der Seile werden die Übungen jedoch viel anstrengender und effektiver. Warum? Weil sich der Körper an den frei hängenden Schlaufen ständig ausbalancieren muss. Einfach nur in die Gurte hängen oder sich dran abstützen, klappt nämlich nicht. Stattdessen gilt es während der Übungen auch die Schlaufen zu stabilisieren – und zwar solange, bis es zum erwünschten Muskelzittern kommt.

Was bewirkt Sling-Training?

Beim Trainieren im Schlingensystem arbeitet man nur gegen die Schwerkraft und das eigene Körpergewicht. Das Besondere dabei ist das Prinzip der Instabilität und der Schräglage, die das Training so intensiv machen. Dadurch werden vor allem ganze Muskelgruppen und besonders die tiefliegenden Muskeln angesprochen, die entscheidend für die Stabilität des Körpers sind. Zum Vergleich: Klassisches Krafttraining an den Geräten spricht in der Regel isoliert einzelne und größere Muskeln an. Dafür muss man von Gerät zu Gerät wechseln. Das dauert seine Zeit. Beim Sling-Training reichen wenige Übungen aus, und schon sind alle wichtigen Muskeln trainiert. Es ist also sehr effektiv und spart Zeit. Was es sonst noch bringt? Körpergefühl, Kraft und Koordination für den Alltag und für den Sport. Zudem unterstützt es beim Abnehmen, indem es die Körperkonturen festigt und den Grundumsatz erhöht – dadurch klappt der Fettabbau wie von selbst.

Wie wird trainiert?

Mithilfe des eigenen Körpergewichts und dem Sling-Trainer. Da er mit weniger als einem Kilo sehr leicht und kompakt ist, kann man fast überall ein paar Übungen einbauen: zu Hause, bei der Joggingrunde oder auf der Geschäftsreise. Das Band lässt sich in Sekundenschnelle überall montieren, beispielsweise auf dem Spielplatz oder im Türrahmen oder im Garten zwischen zwei Ästen. Während Arme oder Beine im Schlingensystem hängen, geht es an die Übungen. Über die Aufhängung und den Winkel der Schlingen lässt sich der jeweilige Trainingsreiz variieren. Je nach Übung und Wiederholungszahl können dadurch Muskeln aufgebaut oder die Kraftausdauer verbessert werden. Der Kalorienverbrauch liegt übrigens bei ca. 500 Kalorien pro Stunde.

Wo kann man es machen?

Schon seit langer Zeit werden die Schlingen in der Physiotherapie, bei der US-Army oder im Leistungssport angewendet. Inzwischen haben sie auch den Weg in viele Fitnessstudios und in Bootcamp- Kurse gefunden. Letzteres bietet eine große Motivationshilfe: Der Gruppencharakter eines Bootcamps pusht einfach, weil alle an einem Strang ziehen. Zwei Monate lang wird zweimal pro Woche in 45-minütigen Kursen gemeinsam trainiert. Infos über europaweite Trainer und Kurse gibt es auf der Homepage von Transatlanticfitness (www.transatlanticfitness.com) oder über die Suchfunktion im Internet.

Was ist von Sets für zu Hause zu halten?

Natürlich kann sich jeder auch für das Training zu Hause einen Sling- Tool kaufen. Aber gerade wenn Sie Anfängerin sind oder Rücken- und Gelenkbeschwerden haben, sollten Sie sich zunächst nur mit einem geschulten Trainer an die Gurte wagen. Er kann Ihnen die richtigen Übungen heraussuchen und zeigen, wie sie korrekt ausgeführt werden. Nur dann sind die Übungen auch wirklich funktional und bringen sichtbare Erfolge. Zudem ist es wichtig zu wissen, wie Sie die Schlingen korrekt einstellen und wie Sie darin verletzungsfrei ein- und aussteigen können.

Regina Halmich im Interview

Regina Halmich

Regina Halmich ist die erfolgreichste Profiboxerin der Welt. 12 Jahre lang war sie ungeschlagene Weltmeisterin im Fliegengewicht. Der Sport hat die heute 41-Jährige genauso geprägt wie die soziale Einstellung ihrer Familie. 2007 hatten Sie Ihren Abschiedskampf.

Welche Rolle spielt der Boxsport heute noch in Ihrem Leben?

Eine ganz große Rolle. Boxen ist eine Leidenschaft und das bleibt auch nach der Karriere. Ich verfolge das Boxgeschehen tagtäglich, sei es im Internet oder auf Veranstaltungen. Und nach wie vor leite ich ja auch BoxCamps und Trainings.

Ist das Boxen auch noch Bestandteil Ihres persönlichen Trainings?

Wenn ich Trainings gebe, zeige ich noch viel, aber ich selbst mache kein Wettkampftraining mehr. Ich habe mich schon ein bisschen da-von distanziert. Auch aus Selbstschutz. Ich weiß, wenn ich wieder auf einem bestimmten Level trainieren würde, dann würde ich auch wieder die Herausforderung suchen. Also Wettkämpfe bestreiten. Damit die Gefahr nicht so groß ist, habe ich offiziell gesagt, dass ich nach meiner Karriere 2007 die Boxhandschuhe nicht mehr anziehe.

Sie hatten also schon damals Angst, wieder rückfällig zu werden?

Ja (lacht). Ich powere mich seitdem anderweitig aus. Hauptsächlich mache ich Cross Fit, Freestyle Training und Hanteltraining. Ich trainiere sehr viel im High-Intensity-Bereich. Kurze, knackige Trainingseinheiten, die die Pulsfrequenz schnell nach oben bringen und bei denen man sich im optimalen Fall auch wieder schnell erholt. Das ist mein Ding. Mit Yoga, Pilates oder Zumba kann ich weniger anfangen. Da bin ich auch nicht die Expertin dafür. Bei mir muss es nach wie vor ein Sport sein, der in kürzester Zeit die Anstrengung bringt. Um mich so richtig auszupowern, mache ich abends gerne Cycling-Intervall. Das mache ich auch oft zusammen mit Sven Ottke, er ist ja auch ehemaliger Weltmeister im Boxen und er trainiert auch bei Fitness First. Da verabreden wir uns hin und wieder auch mal zum Training.

Machen Sie täglich Sport?

Nein, ich schaffe es drei bis vier Mal pro Woche. Das ist realistisch. Wenn es mal mehr wird, freue ich mich. Aber ich bin eben auch viel unterwegs, leite Trainings, halte Vorträge. Und natürlich beobachte ich den Fitnessmarkt und seine Trends. Ich probiere alles aus und bewerte die Programme. Manches funktioniert, manches nicht.

Sie entwickeln selbst Sport- und Fitnessprogramme. Was ist Ihnen dabei wichtig?

Ich habe mich auf den Freizeitsportbereich spezialisiert, auch wenn ich nach wie vor Profis und Fitnessfreaks unheimlich gerne trainiere, weil ich da selbst mit trainieren und an meine Grenzen kommen kann. Aber ich bin durchaus in der Lage, einen Anfänger oder einen Hobbysportler zu trainieren und es ist oft die viel größere Herausforderung. Bei meinen Trainingsprogrammen – egal ob es das BoxCamp ist oder ein anderes Kursformat – gibt es immer zwei Varianten. Man kann wie ein Profi trainieren, aber es gibt auch immer eine abgeschwächte Form. Das fängt schon an bei den Liegestützen, die man auch auf den Knien machen kann. Das wichtigste ist, dass jedes Trainingslevel glücklich und zufrieden macht.

Der Boxsport ist ja durchaus ambivalent. Einerseits übt er eine große Faszination aus, anderseits zuckt man bei den Schlägen unweigerlich zusammen. Wann wussten Sie, dass Sie boxen wollten?

Das zieht sich durch mein ganzes Leben, seit meinem elften Lebensjahr. Zunächst fing ich mit Judo an. Eine Freundin nahm mich dann mit zu Karate und ich war total fasziniert von den Kickboxern. Ich habe immer zugesehen. Ein Trainer ist so auf mich aufmerksam geworden. Er hat gemerkt, dass ich neugierig und fasziniert bin. Mit 13 fing ich dann mit dem Kickboxen an und war total begeistert. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass ich mit den Fäusten extrem gut bin. So hat sich das schließlich entwickelt. Ich kann nicht sagen, dass ich das von Anfang an wollte oder es immer mein Ziel war. Neugierde und Talent kamen zusammen.

Und auch ein glücklicher Umstand, dass das jemand erkannt hat…

Ja, das ist ganz wichtig im Leben. Viele haben ein großes Talent, aber es bleibt unentdeckt und wird nicht gefördert. Insofern hatte ich da großes Glück. Was ist das Besondere am Boxsport? Prinzipiell schon der Wettkampfgedanke. Sich messen, an Grenzen zu gehen. Im Ring zu stehen. Man weiß, es kann etwas passieren. Man muss gut sein, man muss besser sein. Ansonsten tut es weh. Das ist schon so eine Adrenalinsportart, die einen besonderen Reiz hat und einen besonderen Kick gibt. Aber natürlich ist das nichts für jeden. Nicht jeder ist für das Boxen geeignet. Man muss das schon wollen. Schläge ins Gesicht zu bekommen, dafür muss man schon ein spezieller Typ sein. Ich habe einfach gemerkt, dass es mir liegt und dass ich es gut kann. Und der Reiz liegt darin, mehr zu treffen als getroffen zu werden. Für mich ist Boxen auch eine sehr intelligente Sportart. Man kann es durchaus mit einem Schachspiel vergleichen. Man muss dem anderen immer einen Zug voraus sein. Und natürlich muss man schnell reagieren können.

Sie haben gesagt, es ist sicher nicht etwas für jeden. Würden Sie es trotzdem empfehlen?

Man muss zwischen einem Wettkampf und dem Boxtraining unterscheiden. Professionell zu boxen und einen Wettkampf zu bestreiten, ist eine ganz andere Nummer. Ob das etwas ist, muss jeder für sich herausfinden.

Das Boxtraining als solches, das ja in vielen Studios angeboten wird, kann ich dagegen uneingeschränkt empfehlen. Trainiert werden die Kernelemente des Boxens wie Koordination, Kondition, Strategie und Kraft. Man muss ja für das Boxen nicht unbedingt in den Ring steigen, sondern kann das Training genießen. Also Sandsack-Training, Schattenboxen und Seilspringen. Da gibt es schon viele Möglichkeiten und Boxen ist das beste Ganzkörpertraining überhaupt.

Liegt Boxtraining im Trend?

Ich denke, es ist mehr als ein Trend. Es hält sich wirklich schon über Jahre. Das Kursformat hat sich fest etabliert und oftmals sind in den Kursen sogar mehr Frauen als Männer. Und es ist auch eine gute Möglichkeit für Leute, die das Boxen für sich entdeckt haben, aber auf keinen Fall morgens mit einem blau-en Auge zur Arbeit gehen können. Denn das Gesicht ist in diesem Training tabu.

Zu Ihrer Zeit war Boxen eine absolute Männerdomäne. Hat Sie das geprägt? Ja, das hat mich schon geprägt. Diese Jugend-und auch die Profizeit in einer Männerdomäne. Ich habe praktisch nur mit Männern trainiert. Nach und nach sind noch zwei, drei Frauen zu Universum Box Promotion gekommen, die einen Profivertrag bekamen. Aber gerade am Anfang war ich allein. Es gab 30 Profiboxer. Alles  Männer. Ja, man lernt schon, sich durchzubeißen. Das Klima ist einfach rauer. Das prägt, wobei ich schon gut mit Männern kann. Männer sind sehr direkt. Sie sagen, was sie denken. Damit kann ich gut umgehen.

Gab es denn Phasen, in denen Sie gesagt haben: „Ich höre auf“?

Ja, es gab schon Momente, wo ich dachte, ich habe genug und ich kann nicht mehr. Aber das war genau ein Tag und am nächsten Tag kam dann wieder mein anderes Ich zum Vor-schein. Und das war dann stärker und hat gesagt, ich zeige es euch. Diese Höhen und Tiefen sind ganz gut und ich glaube, die hat jeder Sportler.

Gibt es einen Wettkampf, der für Sie eine besondere Bedeutung hat?

Jeder Kampf schreibt seine eigene Geschichte. Aber der Gewinn der ersten Weltmeisterschaft bleibt immer etwas Besonderes. Das wird jeder Profiboxer sagen. Die erste Weltmeisterschaft ist einzigartig genauso wie der letzte Kampf, der Abschiedskampf. Das sind die besonderen Momente im Leben eines Sportlers. An die Kämpfe dazwischen habe ich Erinnerungen mit Gegnerinnen, die sehr unbequem waren und die einen besonders harten Schlag hatten. Die eine mochte ich, die andere nicht. Da gibt es viele Kategorien. Aber die Highlights waren der erste und der letzte Weltmeisterschaftskampf.

Bekannt wurden Sie auch mit Ihren Showkämpfen mit Stefan Raab 2001 und 2007.

Ja, das ist richtig. Da haben mich viele Leute gesehen, die mit Boxen sonst nichts am Hut hatten.

War das für Sie oder den Frauenboxsport rückblickend positiv?

Ich habe dieses Forum einfach super für mich genutzt. Ich würde nicht sagen, dass dieser Raab-Kampf etwas für den Frauenboxsport getan hat. Das wäre zu hoch gegriffen. Das ist mit Sicherheit nicht so. Aber es hat mir schon Aufmerksamkeit gebracht, vor allem bei Leuten, die mich aus dem Sportbereich nicht kannten. Insofern war es vielleicht ein medialer Durchbruch, aber definitiv nicht mein sportlicher. Mein sportlicher Durchbruch kam mit dem ZDF und der Übertragung der Wettkämpfe. Da hatte ich erstmals die Chan-ce, vor einem Millionenpublikum zu kämpfen.

Ist das ein Unterschied, wenn man weiß, es schauen Millionen zu oder „nur“ das Hallenpublikum?

Ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben. Aber wenn man weiß, man boxt im ZDF, dann ist es schon etwas Besonderes. Die einen lähmt es vielleicht, die anderen sind erst recht motiviert. Mich hat es motiviert, denn ich habe darin meine Chance gesehen, dass ich als Frau vor einem Millionenpublikum boxen kann – im besten Falle, denn ich wusste am Anfang nicht, schauen die Leute zu oder nicht. Ich habe die Chance genutzt und den Leuten gezeigt, dass frau durchaus boxen kann und das wurde angenommen. Ich hatte im Schnitt fünf bis sieben Millionen Zuschau-er. Bei meinem Abschiedskampf waren es neun Millionen. Das ist einmalig. Das hat keine Frau mehr geschafft. Das schaffen heute kaum mehr die Männer.

Das war eine große Zeit damals und Ihren Namen kennt jeder. Sind Sie darauf stolz? Allen Grund dazu hätten Sie ja…

(Lacht) Es ist jetzt nicht so, dass ich mir sage, ich bin wer weiß wie toll. Aber ich weiß schon, was ich für das Frauenboxen oder den Boxsport allgemein geleistet habe. Es ist eine Genugtuung. Ich habe an mich geglaubt und es hat funktioniert. Ich merke auch, dass die Leute Jahre nach meinem Rücktritt das immer noch wertschätzen, dass sie immer noch sagen: „Das Frauenboxen oder Boxen überhaupt hast du populär gemacht“.

Sie engagieren sich in so vielen Bereichen. Ist das für Sie ein persönliches Anliegen?

Ja, schon. So schlecht es am Anfang meiner Karriere lief, so viel Glück hatte ich auch zum Schluss. Klar, ich habe mir auch viel erarbeitet. Trotzdem. Manchmal muss man auch zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. Auf einmal hat bei mir alles funktioniert. Und von dem Glück muss man auch etwas zurückgeben. Ich komme auch aus einer sozialen Familie. Mein Vater war über Jahrzehnte Stadtbeauftragter vom Malteser Hilfsdienst. Das prägt einen schon. Deswegen mache ich auch gerne mit, wenn ich eine An-frage bekomme. Natürlich kann ich bei weitem nicht alles machen. Ich suche mir ein paar Sachen heraus, die natürlich seriös sein müssen und die ich an-sprechend finde, wie z.B. das Kinderhilfswerk oder den Weißen Ring, für den ich früher viel gemacht habe, oder Pink Ribbon, die Brustkrebskampagne für Frauen.

Haben Sie Pläne für Zukunft?

Ich bekomme gute Aufträge, auch elf Jahre danach. Jedes Jahr ist anders. Es ergibt sich. Es gibt viele spannende Dinge, die ich machen kann und das empfinde ich als ganz großes Glück. Ich setze mich nicht unter Druck, in-dem ich mir neue Ziele oder Herausforderungen suche. Und Glück ist für mich auch, dass ich mir die Jobs aussuchen kann. Ich muss nicht mehr alles machen. Das schätze ich sehr und das macht mich sehr zufrieden.

 

Mehr…

Als Amateurboxerin wurde Regina Halmich drei Mal deutsche Meisterin (1992 bis 1994).

1994 wurde sie Europameisterin im Kickboxen und erhielt einen Profivertrag von Universum Box Promotion.

Von 1995 bis 2007 war sie ungeschlagene Weltmeisterin des Women’s International Boxing Federation (WIBF) im Fliegengewicht.

Seit dem Ende ihrer Profikarriere arbeitet Regina Halmich u.a. als Moderatorin und Referentin.

Für den Fitnessstudio-Betreiber Fitness First entwickelte sie das BoxCamp Trainingsformat, das zu den erfolgreichsten Angeboten zählt.

Regina Halmich engagiert sich für zahlreiche soziale Organisationen, darunter das Kinderhilfswerk, die Tierschutzorganisation Vier Pfoten und den Weißen Ring.

 

Susanne Mittenhuber

Köstliches Risotto-Rezept

Spargel-Zucchini-Risotto mit Flusskrebsen

Risotto ist echtes Slow Food. Man muss sich schon ein wenig Zeit nehmen, um das Reisgericht zuzubereiten. Frische und eiweißreiche Zutaten machen Risotto für aktive Frauen aber zu einem besonderen Genuss.

Zutaten für 4 Personen
500 g grüner Spargel 1 gelbe Zucchini (250 g) 1 Zwiebel 4 EL Olivenöl 250 g Risotto- und Paella-Reis 750 ml kochend heiße Gemüsebrühe Saft und dünn abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone Salz, Pfeffer 50 g Butter 2 angedrückte Knoblauchzehen 150 g Flusskrebsfleisch 40 g geriebener Parmesan 

Zubereitung

  1. Spargel waschen, unteres Drittel schälen, Köpfe abschneiden und Stangen quer in dünne Scheiben schneiden. Zucchini waschen, längs halbieren und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen, fein würfeln und in 2 EL heißem Öl anschwitzen. Risottound Paellareis und Spargelscheiben zufügen, kurz mitdünsten, dann etwas heiße Brühe zufügen und unter Rühren bei kleiner Hitze einkochen lassen. Vorgang mit restlicher Brühe wiederholen, bis der Reis cremig ist, die Körner aber noch Biss haben (15-20 Minuten).
  2. Spargelköpfe und Zucchini im restlichen Öl ca. 5 Minuten braten, dann mit Zitronensaft ablöschen, salzen und pfeffern. 1 EL Butter mit Knoblauch in einer kleinen Pfanne aufschäumen, vom Herd ziehen, Flusskrebsfleisch hineingeben, kurz erhitzen und mit Pfeffer und Zitronenschale abschmecken. Restliche Butter und Parmesan unter das Risotto rühren und Gemüse unterheben. Flusskrebse darauf anrichten und servieren. Pro Portion 505 kcal, 19 g E, 24 g F, 54 g KH

Quelle: Euryza GmbH