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Dänemark - Haus am See

Bild: shutterstock

Dänemark – Haus am See

Mehr als 100.000 Seen gibt es in Schweden. Der 5.500 Quadratkilometer große Vänernsee gehört ebenso dazu wie die vielen kleinen Seen, die noch nicht einmal die Größe von zwei Fußballfeldern haben. Aber gerade sie machen einen Schwedenurlaub so besonders.

Der Traum vom Haus am See wird in Smaland wahr. Die typischen roten Holzhäuser prägen die südschwedische Landschaft und nichts ist entspannender, als auf dem eigenen Steg zu sitzen und auf das Wasser zu schauen. Es ist eine Bilderbuchlandschaft mit Wäldern und Seen, in die sich viele verliebt haben.

Dänemark

Wer ein bisschen weniger Menschen und dafür umso mehr Natur sucht, fährt Richtung Norden – genauer gesagt nach Härjedalen. Die Region liegt in der Mitte Schwedens und grenzt im Westen an Norwegen. Auch hier gibt es Seen, aber auch Flüsse und vor allem Berge. Die Landschaft ist abwechslungsreich. Mal gibt sie sich sanft und lieblich, dann wieder rau, karg und unnahbar. Ein Haus am See findet sich auch in dieser Abgeschiedenheit. Die Ausstattung des Ferienhauses ist meist einfacher, aber dies wird durch die Einsamkeit und vor allem die grandiose Lage ausgeglichen. Denn den dazugehörigen See zum Holzhaus hat man fast immer für sich alleine.

Letzte Wildnis Europas

Härjedalen wird oft als „letzte Wildnis Europas“ bezeichnet. Mehr als 30 Gipfel, die höher als 1.000 Meter sind, liegen sozusagen direkt vor der gemieteten Haustür. Für Wander- und Trekkingfans ist es das Paradies. Auch einer der aufregendsten Nationalparks Schwedens liegt in Härjedalen. Der Sanfjället Nationalpark ist berühmt für seine Bären. Nirgends sonst in Schweden leben mehr Bären. Dennoch: Wer die scheuen Tiere auf einer Wanderung sehen will, braucht entweder Glück oder einen guten Guide.

Bärenspuren

Wer beides nicht hat, dem bleiben zumindest Bärenspuren. So soll ein durchwühlter Ameisenhaufen von einer Bärenschnauze stammen und ein platt gedrückter Heidelbeerstrauch auf ein Bärenbett verweisen. So hat es zumindest die freundliche Dame im Tourismusbüro von Hede erklärt, die den enttäuschten Bärenfans mitteilen musste, dass die nächsten zwei Wochen keine geführten Bärenwanderungen stattfinden werden. Und was macht man, wenn tatsächlich auf einmal ein Bär auftaucht? Immerhin sind dies Rautiere. Die Hinweise an den Infotafeln rund um den Nationalpark sind eindeutig. Nicht in Panik verfallen. Laut sprechen und langsam rückwärts weggehen. Dem Bär sozusagen das Feld überlassen.

Doch auch ohne Bären ist der Sanfjället Nationalpark ein Erlebnis. Stundenlang geht man hier durch eine sanfte Landschaft aus Birken- und Kiefernwäldern, die sich immer wieder öffnet und den Blick auf das gewaltige Massiv des Sanfjället freigibt. Das Fjällmassiv besteht aus fünf Gipfeln, von denen das Högfjäll mit 1.278 Metern am höchsten ist. Helles Granitgeröll bedeckt die Hänge, die bei Sonne weiß schimmern und dem Massiv etwas Erhabenes geben. Ein Aufstieg zum Gipfel lohnt sich, denn der Ausblick auf die weite Landschaft ist grandios.

Moore sind Teil der Landschaft

Wer in Härjedalen wandert, kommt nur langsam voran. Oft ist der Boden sumpfig, nicht nur im Sanfället Nationalpark. Moore sind Teil der Landschaft. An einigen Stellen haben Ranger des Nationalparks Holzplanken über besonders schwierige Passagen gelegt, doch vor allem zum Ende der Saison hat das Moor sie auch schon wieder verschluckt. Und so sinkt man auf den Touren immer mal wieder ein und das schmatzende Geräusch unter den Schuhsohlen ist irgendwann ganz normal. Schweden ist nun einmal ein Wasserland. Nicht nur wegen seiner vielen Seen.

Anreise: Wer nicht die komplette Strecke nach Mittelschweden mit dem Auto fahren möchte, gönnt sich eine Überfahrt mit der Stena Line nach Göteborg. Entweder ab Kiel oder ab Frederikshaven (Dänemark), www.stenaline.de.
Unterkunft: Alle Ferienhausagenturen bieten auch Häuser in Härjedalen an, z.B. Interchalet, Dansommer.
Infos: Einen guten Überblick über die Region bietet die Seite www.herjedalen.se (mehrsprachig). Mit tollen Wandertipps und Routenvorschlägen.
Sanfjäll Nationalpark: Mehrere Wanderwege (unbedingt eine gute Karte mitnehmen). Die meisten beginnen in Nyvallen und und Nysätern. Hier gibt es auch Parkplätze und Infotafeln. www.swedishepa.se. Die Seite informiert über alle schwedische Nationalparks (auch auf englisch).