Author : redaktion

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Aktiv-Reisen

Auch im kommenen Jahr können Sie mit active woman wieder tolle Aktiv-Reisen unternehmen. Ob Laufen, Yoga, Pilates, Fitness, Wandern oder Mountainbike, es ist für jeden etwas dabei. Alle Infos finden Sie auf www.aktiv-holiday.de

 

Sonne

Schön natürlich

Naturkosmetik verspricht Pflege ohne schlechtes Gewissen und vor allem ohne kritische Inhaltsstoffe. Doch was kann die grüne Kosmetik wirklich?

 

Die gute Nachricht: Es gibt sie tatsächlich. Echte Naturkosmetik, die in ihrer Wirksamkeit mit Produkten bekannter Kosmetikmarken aus Parfümerien oder Drogerien durchaus konkurrieren kann. Das Problem: Naturkosmetik ist kein geschützter Begriff. Hersteller und Verbände haben daher eigene Kriterien festgelegt und Gütesiegel entwickelt. Dies führt jedoch dazu, dass es mittlerweile eine Vielzahl von Siegeln gibt. Für Kunden, die auf Naturkosmetik umstellen wollen, ist es schwierig, sich im Siegel-Wirrwarr zurechtzufinden. Zumal viele Hersteller sich von mehreren Verbänden zertifizieren lassen und es durchaus vorkommen kann, dass auf einer Handcreme gleich drei Siegel prangen.
Dennoch gibt es ein paar Entscheidungshilfen. Seriöse und vertrauenswürdige Siegel sind NATRUE, Ecocert, BDIH-kontrollierte Natur-Kosmetik und Demeter. Alle Siegel haben strenge Auflagen und ein nachvollziehbares Kontrollsystem. Ist eines dieser Siegel auf einer Verpackung, kann man sich sicher sein, tatsächliche Naturkosmetik zu kaufen.

Was ist überhaupt Naturkosmetik? Das wichtigste Merkmal von Naturkosmetik ist der Verzicht auf künstliche Inhaltstoffe, Paraffine (Erdöl) und Silikone sowie andere Erdölprodukte. Auch synthetische Duftstoffe werden bei Naturkosmetika nicht verwendet. In den Produkten selbst sind meist nur pflanzliche Stoffe sowie Stoffe mineralischer und tierischer Herkunft enthalten. Zu tierischen Stoffen zählen etwa Bienenwachs oder Lanolin (Wollfett). Vegan ist Naturkosmetik daher nicht automatisch. Wer auf vegane Naturkosmetik Wert legt, muss zusätzlich auf das vegane Siegel achten.

Auch ist Naturkosmetik nicht automatisch Bio-Kosmetik. Zwar enthalten die meisten Naturkosmetika Inhaltsstoffe wie etwa Pflanzenöle, die biologisch erzeugt sind. Viele Hersteller können jedoch keine 100-prozentige Bio-Qualität garantieren, weil ein Teil der verwendeten Pflanzen oder Extrakte aus konventionellem oder nicht zertifiziertem Anbau stammt. Soll die Naturkosmetik auch Bio-Kosmetik sein, müssen auf der Packung noch das Bio-Siegel oder das Demeter-Siegel sein. Auch ein Blick auf die Labels selbst hilft weiter. So unterscheidet etwa das NATRUE-Siegel zwischen Naturkosmetik und Bio-Kosmetik.

Aber wie gut ist nun die Naturkosmetik? Fest steht: Der Forschungsaufwand, der in den Laboren der Naturkosmetikhersteller betrieben wird, unterscheidet sich kaum von dem großer Konzerne. Pharmazeuten, Biologen, Chemiker und Lebensmitteltechniker arbeiten auch hier mit Hochdruck an der Weiterentwicklung der Wirkstoffe oder der Entdeckung neuer Wunderpflanzen – auch weil die grüne Kosmetik boomt. Der Unterschied zu anderen Herstellern besteht neben den natürlichen Inhaltsstoffen auch im Verfahren und der Weiterverarbeitung. So findet die Aufbereitung der Pflanzen vor allem auf physikalischem Weg – etwa durch Pressung – statt. Erlaubt sind außerdem enzymatische und mikrobiologische Verfahren.

Wie verträglich ist Naturkosmetik? Sanft und verträglich, das wird meist mit Naturkosmetik assoziiert. Die Logik dahinter: Was aus der Natur kommt, ist natürlich und muss deshalb gut tun. Für Menschen, die unter Allergien leiden oder sehr empfindliche Haut haben, kann diese Einschätzung jedoch fatal sein. Viele Pflanzen oder deren Extrakte sind höchst wirksam– und genau deshalb unter anderem für die Arzneimittelforschung so interessant. Aber auch Pflanzen haben Nebenwirkungen. So ist etwa bekannt, dass Teebaumöl, aber auch Vanille und Schafgarbe bei manchen Menschen zu Hautreaktionen führen. Statt die Haut zu beruhigen, wird sie gereizt. Wer bereits ohnehin unter Allergien leidet, sollte auch bei Naturkosmetik vorsichtig sein und sie zunächst an der Ellenbeuge testen.

Wie sicher ist Naturkosmetik? Produkte werden ohne synthetische Konservierungsstoffe hergestellt, es besteht also theoretisch die Gefahr, dass sich in den Cremes Keime bilden. Aber: Hersteller müssen die mikrobiologische Sicherheit ihrer Erzeugnisse gewährleisten. Das Konservieren von Erzeugnissen mit rein natürlichen Mitteln ist jedoch schwierig und erfordert spezielles Fachwissen. Siegel wie NATRUE und BDIH erlauben daher die Verwendung von bestimmten naturidentischen Konservierungsstoffen. Dies muss jedoch auch der Packung klar gekennzeichnet sein.

Tipp: Generell sind Tuben empfehlenswerter. Hier ist die Öffnung kleiner und eine mögliche Keimbelastung sehr viel geringer. Cremes sollten außerdem bei einer Temperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius gelagert werden. Ein Spatel hilft, eine mögliche Keimbelastung, die mit dem Finger übertragen werden könnte, zu vermeiden. Und wenn ein Spatel gerade nicht zu Hand ist? Vor dem Eincremen immer die Hände waschen.

 

Motivation

Die Kunst, sich zu motivieren

Die Beine sind wie Blei, alles tut weh und die Laufstrecke nervt sowieso. Aufhören oder sich weiterquälen? Weder noch. Besser ist es, sich jetzt selbst zu motivieren – und vor allem cool zu bleiben.

Mit dem Laufen ist es ja so eine Sache. An manchen Tagen läuft sich die Runde durch den Stadtpark wie von selbst und dann gibt es Tage, an denen man sich fragt, was das soll. Für Dr. Michael Gutmann, leitender Psychologe beim Deutschen Leichtathletik Verband, ist das ganz normal. „Einen Durchhänger zu haben, gehört zum Sport einfach dazu. Jeder hat das schon einmal erlebt. Entscheidend ist nur, wie man damit umgeht.“ Denn dass das Laufen im Moment schwer falle, sei gar nicht das Problem, so der Sportpsychologe. „Zum Problem wird der Hänger, wenn man anfängt, hochzurechnen. Also sich die zwei Kilometer vorstellt, die noch vor einem liegen, oder den Berg, den man ja auch noch hoch muss. Und sich dann fragt, wie soll ich das schaffen, wenn ich jetzt schon so schlecht drauf bin?“

Sich reinsteigern, nennt Michael Gutmann das. Besser sei es, das momentane Tief zu ignorieren und gelassen zu bleiben. Also sich zu sagen: „Ich laufe jetzt erst mal weiter und schau mal, wie es sich entwickelt.“ Denn: Auch diese Erfahrung haben die meisten ja schon gemacht: Ein Durchhänger geht auch wieder vorbei. Und rückblickend erscheinen das Ziehen in der Wade, das Seitenstechen oder das angestrengte Atmen als gar nicht schlimm.

Zur Gelassenheit rät der Psychologe auch, wenn man beim Joggen im Park mal wieder überholt wird. Denn vielleicht sind die forschen Läuferinnen gerade einmal zehn Minuten unterwegs, während man selbst schon seit 40 Minuten läuft.

Ohnehin spielen die Gedanken eine wichtige Rolle. „Der Kopf läuft immer mit“, sagt der Psychologe. Egal ob im Training oder in einer Wettkampfsituation, ständig reden wir mit uns selbst. Diese Selbstgespräche können uns nach unten ziehen, aber auch motivieren. Doch wie schafft man es, sich selbst zu motivieren? Wichtig ist es, so Michael Gutmann, dass die Selbstgespräche vom Grund her positiv sind. Also sich nicht sagen, dass man total langsam und ohnehin die schlechteste in der ganzen Laufgruppe ist, sondern, dass man die Strecke auch schon in einer guten Zeit gelaufen ist.

Als beste Motivation gilt das Anfeuern. So schwärmen etwa Marathonläufer von der lautstarken Unterstützung der Zuschauer am Straßenrand, die sie in das Ziel getragen habe. Kann man diesen Effekt für sich nutzen? Etwa indem man sich selbst „Du schaffst es, halt durch“ zuruft oder gar laut „Tschakka“ schreit? Michael Gutmann ist da eher skeptisch. „Ein Marathon ist eine Grenzbelastung. Psychisch und körperlich geht man an den Rand seiner Möglichkeiten. Die Unterstützung durch Zuschauer oder Trainer kann helfen, aus einem Loch herauszukommen. Aber beim Laufen gibt es keine Wunder. Dass allein die Anfeuerungen der Zuschauer zu Höchstleistungen führen, ist ein Mythos.“

Nach Gutmanns Erfahrung hilft Marathonläufern vielmehr die eigene mentale Stärke. „Wer weiß, dass er sich gut vorbereitet hat und gut trainiert ist, steht auch ein Tief durch.“ Dennoch will der Sportpsychologe niemanden vom „Tschakka“ abhalten, auch wenn das momentane Hochgefühl meist sehr schnell wieder verschwindet. Die beste Motivation, um beim Laufen durchzuhalten, ist ein klares Ziel, so der Rat des Psychologen. Das kann der Halbmarathon in vier Monaten sein oder ein konkreter Plan, etwas für die Gesundheit zu tun. „Wer weiß, warum er Sport macht, kann sich selbst am besten motivieren.“

Laufen grün

Warum Laufen, Radfahren & Co. so gesund sind

Laufen und Radfahren zählen zu den beliebtesten Sportarten – gerade im Sommer. Gut so, sagt Christine Graf, Professorin an der Sporthochschule Köln. Im Interview erklärt die Wissenschaftlerin, warum Ausdauersport Körper und Geist trainiert.

Sind Laufen und Radfahren aus medizinischer Sicht besonders empfehlenswert?
Christine Graf: Aus medizinischer Sicht ist zunächst jede Sportart zu empfehlen. Wer Sport macht und Spaß dabei hat, kann gar nichts falsch machen. Hauptsache Bewegung.

Dennoch sagt man gerade den Ausdauersportarten viele positiven Eigenschaften nach…
Christine Graf: Ja, und das ist auch so. Laufen, Radfahren oder Nordic Walking sind mit das beste, was man zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems machen kann. Der Blutdruck wird gesenkt, die Blutgefäße bleiben elastisch. Außerdem wird das Immunsystem gestärkt. Die Durchblutung verbessert sich und das führt auch zu einer besseren Sauerstoffversorgung des Gehirns. Laufen und Co. unterstützt nicht nur den Stoffwechsel im Körper, sondern auch den im Gehirn.

Wer joggt oder walkt, verbessert also nicht nur die Kondition?
Christine Graf: Ja. Wir gehen davon aus, dass regelmäßiges und moderates Laufen nicht nur Herzinfarkten, Zuckerkrankheiten und Krebserkrankungen, sondern sogar Alzheimer vorbeugt. Die ersten Zahlen und Ergebnisse aus Studien liegen vor und sie bestätigen das. Schon länger ist bekannt, dass Laufen und Walken bei Depressionen hilft.

Laufen und Rad fahren kann man auch als Indoorsport betreiben. Ist das eine Alternative zur Laufrunde im Park oder der Radtour?
Christine Graf:. Dem Herz-Kreislauf-System ist es letztlich egal, ob es im Fitnessstudio oder im Wald trainiert wird. Dennoch gibt Untersuchungen, die nahelegen, dass green sport oder green exercise – also Sport in der Natur – positive Zusatzeffekte, vor allem auf das Wohlgefühl haben. Hinzu kommt, dass der Druck im Fitnessstudio für manche Menschen nicht gut ist. Man läuft und radelt ja sozusagen auf Tuchfühlung. Aber manchmal gibt es auch ganz praktische Gründe für das Fitnessstudio. Bei Nässe und Kälte zu laufen, kostet schon Überwindung.

Wie oft und vor allem wie lange, sollte man Sport machen?
Christine Graf: Das kommt darauf an, was man möchte und orientiert sich daran, ob man etwas für die Gesundheit tun will oder ein sportliches Ziel verfolgt. Die WHO empfiehlt Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren, sich 150 Minuten pro Woche aktiv zu bewegen beziehungsweise Sport zu machen. Das entspricht zum Beispiel fünf Mal pro Woche 30 Minuten zu joggen. Eine Studie des Robert-Koch-Institus kam jedoch zu dem Ergebnis, dass gerade einmal 16 Prozent der Frauen in Deutschland diese 150 Minuten pro Woche schaffen. Wer also etwas für seine Gesundheit machen möchte, sollte sich zumindest diese 150 Minuten pro Woche vornehmen. Man kann das auch mit Bewegung im Alltag verknüpfen. Also ein Mal pro Woche zum Lauftreff gehen und jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Wer mehr will, vielleicht an einem Stadtlauf teilnehmen möchte, wird automatisch sein Sportpensum steigern.

Manche Frauen treiben extrem viel Sport, laufen täglich bis zu zwei Stunden. Ist das noch gesund?Christine Graf: Natürlich gibt es das Phänomen der Sportsucht. Bei Frauen oft auch im Zusammenhang mit Magersucht. Das ist eine Krankheit und das muss man sehr ernst nehmen. Generell bin ich jedoch der Meinung, jeder sollte selbst entscheiden, wie viel Sport er macht. Solange man Spaß dabei hat und die Bewegung als körperlichen Ausgleich nutzt, ist alles in Ordnung.

Kann man mit Ausdauersport abnehmen?
Christine Graf: Das Problem ist, dass viele Frauen Sport machen, um zu essen. Sie gehen eine Runde laufen und belohnen sich dann dafür. Oft essen sie sogar mehr, wenn sie Sport gemacht haben, will sie glauben, sie könnten es sich jetzt erlauben. Und dann wundern sie sich, wenn sie nicht abnehmen, sondern sogar zunehmen. Ein Beispiel: Nur um ein Stück Würfelzucker auszugleichen, muss man fünf Minuten oder 500 Schritte zügig gehen. Sport ist super für die Gesundheit. Aber um abzunehmen, man muss schon auch das Essverhalten ändern.

Vitamine

Die besten Schlank-Vitamine

Vitamine sind natürliche Schlankmacher, die richtig lecker schmecken und super gesund sind.  So können Sie besser abnehmen – und Ihr Gewicht halten.

Vitamin C ist ein prima Fatburner, weil es dem Körper dabei hilft, das Schlank-Hormon Noradrenalin zu bilden, und das wiederum erleichtert den Abbau von Speicherfett. Es ist zudem das Aufbauvitamin für die Stützgewebe des Körpers – und dazu gehört auch unser Bindegewebe.
Jetzt aber nicht zurücklehnen und sich Tagträumen hingeben! Denn auch wenn Sie ab sofort jeden Abend eine Zitrone auspressen und den Saft trinken, sich die übrige Zeit aber von fetthaltigen Fertigprodukten und Süßigkeiten ernähren, werden Sie sicherlich nicht abnehmen. Denn wie alle Fatburner kann auch Vitamin C in punkto Gewichtsabnahme allein nichts ausrichten. Da in 90 Prozent aller Fälle zu hoher Fettverzehr und Bewegungsmangel die Ursachen für Figurprobleme sind, kann Vitamin C nur in Verbindung mit einer gesunden Ernährung und Sport helfen, die Fettpolster zum Schmelzen zu bringen. Dann aber richtig gut!
Gute Lieferanten sind Sanddornsaft, Obst, Paprika, Brokkoli, Grünkohl. Das Gemüse aber nicht zu lange kochen, da sich sonst der Vitamin-C Gehalt verringert.

Interessiert an weiteren Abnehm-Unterstützern? Dann schauen wir uns die Vitamine der B-Gruppe mal an. Fast alle von ihnen bringen einen lahmen Stoffwechsel wieder in Fahrt und unterstützen die Umwandlung von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten in Energie.

Vitamin B1 macht vor allem die Muskeln stark und tritt immer dann in Aktion, wenn unser Körper aus Kohlenhydraten Energie gewinnt.
Gute Lieferanten sind Vollkornprodukte, Haferflocken, mageres Schweinefleisch, Hefe.

Die Vitamine B2, B3, B5 (Pantothensäure), B7 (Biotin) und B12 steuern den Stoffwechsel und kurbeln den Abbau von Körperfett an. Vitamin B6 sorgt zusätzlich dafür, dass unser Eiweiß-Haushalt im Lot ist. Und auch das ist wichtig, denn nur, wenn alle Bereiche unseres Stoffwechsels im Gleichgewicht sind, arbeitet unser Körper optimal und erreicht leichter sein Idealgewicht.
Gute Lieferanten sind Fisch (Makrele, Hering, Miesmuscheln), Milch- und Milchprodukte, Eier, Vollkornprodukte, Sauerkraut, Rinder -oder Schweineleber, Linsen, Sesamsamen, Sonnenblumenkerne, Feldsalat, Bananen, Hefe, Spinat, ungeschälter Reis.

Auch Vitamin D erhöht den Abnehm-Erfolg während einer Diät – besonders beim Bauchfett. Das fanden Ernährungsforscher der Universität von Minnesota (USA) in einer Studie heraus. Sie untersuchten 38 übergewichtige Männern und Frauen, die unter Aufsicht eine Diät durchführten. Ergebnis: Je höher der Vitamin D-Spiegel der Studienteilnehmer vor der Diät im Blut war, desto mehr nahmen sie ab und desto mehr Bauchfett verloren sie dabei. Etwa 80 Prozent des benötigten Vitamins D bildet unser Körper selbst. Das geschieht immer dann, wenn Sonnenlicht in Form von UV-Licht auf unsere Haut trifft. Die restlichen 20 Prozent können wir uns übers Essen zuführen.
Gute Lieferanten sind Fisch (z.B. Lachs, Thunfisch und Hering), Eier, Milch, Avocados, Champignons.
Wichtig zu wissen: Es bringt jetzt nichts, eilig in die Apotheke zu rennen und sich eine Großpackung Vitamin D in Tablettenform zu holen. Grund: Viel hilft hier nicht unbedingt viel, denn eine zu hohe Dosierung richtet eher Schaden an als zu nützen. Vitamin-D-Tabletten nehmen Sie daher besser erst nach Rücksprache mit dem Arzt. Als Alternative bleibt Ihnen aber immer noch, sich einen schönen Platz in der Sonne zu suchen und dort ordentlich Licht zu tanken.

 

 

Low Carb

Was bringt Low Carb wirklich?

Low Carb hat Karriere gemacht. Die kohlenhydratarme Ernährung zählt nicht nur zu den beliebtesten Diäten, sondern ist auch im Alltag angekommen. Und selbst im Ausdauersport ist Low Carb ein Thema. Doch was bringt Low Carb wirklich?

Low Carb-Diäten gibt es in vielen Varianten. Sie heißen Atkins-Diät, Dukan-Diät, Logi-Methode, Montignac-Diät, South-Beach-Methode, Steinzeit- oder Paleo-Diät. Ihnen gemeinsam ist, dass Kohlenhydrate als negativ bewertetet werden und entweder ganz oder teilweise durch Eiweiß ersetzt werden. Nudeln, Reis und Brot, aber auch viele Sorten Obst sind bei diesen Diäten daher weitgehend tabu. Stattdessen sollen mit eiweißhaltigem Gemüse, Fisch, Joghurt, Eiern und vor allem Fleisch die Pfunde purzeln.

Abnehmen mit Low Carb

Dahinter steckt der Gedanke, durch den Entzug von Kohlenhydraten die Fettverbrennung anzukurbeln. Grundsätzlich wandelt der Körper Kohlenhydrate in Zucker und damit Energie um. Überschüssige bzw. nicht benötigte Energie wird vom Körper in Fett umgewandelt. Low Carb-Verfechter argumentieren, dass durch die Umwandlung von Kohlenhydraten in Zucker der Blutzuckerspiegel ansteigt. Um diesen zu senken, produziert der Körper Insulin, das wiederum die Fettverbrennung hemmt. Gleichzeitig meldet sich das Hungergefühl zurück. Man isst also wieder

Die Idee von Low Carb: Stoppt man die kohlenhydratreiche Ernährung, verbrennt der Körper automatisch mehr Fett. Das bohrende Hungergefühl – Kennzeichen vieler Diäten – bleibt aus, da ausreichend Eiweiß und Fette auf dem Ernährungsplan stehen. Und dieses Prinzip funktioniert. „Es gibt tatsächlich gute Erfolge mit einer Low Carb-Diät“, sagt Susanne Klaus, Professorin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIFE) und Leiterin der Arbeitsgruppe Physiologie des Energiestoffwechsels. Den Grund sieht sie vor allem in der relativ einfachen Umsetzung der Low Carb-Diäten. „Viele empfinden diese Diäten als praktisch. Statt mühsam Kalorien zu zählen, müssen sie nur Kohlenhydrate wie Nudeln oder Brot weglassen. Das macht es einfach.“

Und mit Low Carb geht Abnehmen relativ schnell. Vor allem in den ersten Wochen und Monaten verliert man Gewicht. Dennoch ist dies keine Wunderkur. „Man muss auch der Typ dafür sein“, sagt Susanne Klaus. „Wer gerne Fleisch isst, wird eine solche Diät mögen und auch Erfolg haben. Für Vegetarierinnen ist sie sicherlich nicht geeignet.“ Und auch wer bewusst aus ökologischen oder gesundheitlichen Gründen eher wenig Fleisch essen möchte, stößt schnell an die Grenzen von Low Carb. Denn um nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch Fleisch und Fisch weitgehend zu ersetzen, muss man sich intensiv mit der Ernährung auseinandersetzen. Das große Plus von Low Carb – die einfache Umsetzung – ist vorbei.

Kohlenhydrate sind zu Unrecht in Verruf geraten

Aber Low Carb ist längst mehr als ein Diätkonzept. Seit Promis wie Jennifer Aniston oder Gwyneth Paltrow verkündeten, weitgehend auf Kohlenhydrate zu verzichten, sind Nudeln, Brot & Co. in Verruf geraten. Sie gelten nicht nur als Dickmacher, sondern auch als ungesund. Doch ob eine kohlenhydratarme Ernährung wirklich gesünder ist, ist wissenschaftlich nicht belegt. „Es gibt keine Langzeitstudie, die sich damit beschäftigt, wie sich ein Mehr an Proteinen dauerhaft auswirkt“, so Susanne Klaus. Das Argument, dass sich der Mensch der Steinzeit vor allem von Fleisch ernährt hat, und dies somit die natürliche Ernährungsform sei, lässt sie nicht gelten. „Die Menschen haben sich in den letzten Jahrhunderten überwiegend von Kohlenhydraten ernährt und noch nie war die Lebenserwartung so hoch wie jetzt. So ungesund können Kohlenhydrate also nicht sein.“

Auch Hans Braun, Sport- und Ernährungswissenschaftler an der Sporthochschule Köln, hält nichts davon, Kohlenhydrate generell zu verteufeln und sie für Speckröllchen und Bauchfett verantwortlich zu machen. „Kohlenhydrate sind nicht der Grund für Übergewicht. Der Grund ist mangelnde Bewegung und eine viel zu hohe Kalorienzufuhr.“
Das betont auch Susanne Klaus: „So unspektakulär es auch klingt: Die Energiebilanz und somit die Kalorienmenge, die man am Tag insgesamt zu sich genommen hat, ist entscheidend.“

Zucker? Nein danke!

Dennoch lohnt es sich, bei den Kohlenhydraten genauer hin zu sehen. Zunächst einmal sind Kohlenhydrate ein Sammelbegriff für Stärke, Zucker und Ballaststoffe. Kohlenhydrate stecken in Getreide, Kartoffeln, Pasta, Reis, Brot, Hülsenfrüchten, Obst, Beeren und Gemüse. Sie sind also nicht nur einfache Sattmacher, sondern sie enthalten jede Menge Mineralstoffe und Vitamine, was sie zu einem wichtigen Ernährungsbaustein macht. Das gilt vor allem für Obst. Viele Low Carb-Anhänger lehnen Bananen und Äpfel ab, weil sie relativ viel Fruchtzucker enthalten. Für den Ernährungswissenschaftler Hans Braun gehört vitaminreiches Obst jedoch genauso zu einer guten Ernährung wie Vollkornprodukte, Kartoffeln und Gemüse. Unabhängig vom Fruchtzuckergehalt.

Anders sieht es jedoch bei einfachem Zucker aus. Hier sind sich Experten einig, dass diese Kalorienbomben auf Dauer schädlich sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht es als erwiesen an, dass ein zu hoher Zuckerkonsum für Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen verantwortlich ist. Ihre Empfehlung für den täglichen Verzehr hat die WHO daher drastisch reduziert. So sollte man höchstens zehn Prozent der täglichen Kalorienmenge in Form von Zucker aufnehmen. Noch besser sei es, den freien Zucker gleich auf fünf Prozent zu reduzieren, also höchstens 25 Gramm pro Tag zu sich zu nehmen. Das entspricht etwa sechs Teelöffeln pro Tag.

Selbst kochen spart Kalorien

Für Susanne Klaus ist die Reduzierung der Zuckermenge absolut sinnvoll. Und da geht es für sie nicht um die Frage „Kohlenhydrate ja oder nein“, sondern um industriell erzeugte Lebensmittel. „Egal ob Tütensuppe, Brotaufstrich oder Fertiggericht: Diese Lebensmittel enthalten immer große Mengen an Zucker.“ Wer Zucker und damit Kalorien einsparen will, solle daher möglichst auf Fertigprodukte verzichten, so ihr Rat. Denn: Für Verbraucher ist der Zuckeranteil in Fertigprodukten nicht immer erkennbar, da viele Hersteller die Kohlenhydrate nicht aufschlüsseln.
Auch Hans Braun sieht in dem hohen Zuckerkonsum die größte Gefahr – für Übergewicht und die Gesundheit. Statt sich durch komplizierte Nährstoffangaben zu quälen, rät er, auf die Kalorienangabe zu schauen. „Von allem, was mehr als 250 Kalorien pro 100 Gramm hat, sollte man die Finger lassen.“ Susanne Klaus empfiehlt für eine gesunde und kalorienarme Ernährung, selbst zu kochen. „Wer eine Tomatensuppe oder Bolognese-Soße mit frischen Zutaten zubereitet oder einen Pizzateig selbst belegt, kommt nicht auf die Idee, Zucker zu verwenden. Wer selbst kocht, spart also fast immer Kalorien ein.“

 

Reitsportzentrum Gut Ising

Yoga und Reiten

Von der Yogamatte aufs Pferd? Was ungewöhnlich klingt, bietet jetzt ein Hotel am Chiemsee an. Reitlehrerin Sonja Will und der Yogalehrerin Selina Krämer erklären im Interview die Symbiose aus Yoga und Reiten.

 

Was muss ich mir unter Yoga und Reiten vorstellen, etwa Yogaübungen während des Reitens?

Sonja Will: Keine Angst, niemand muss sein Yogakönnen auf dem Rücken des Pferdes unter Beweis stellen. Und das Pferd selbst macht auch kein Yoga.

Selina Krämer: Yoga und Reiten wechseln sich ab. Wir starten morgens mit Yoga, mittags oder am Nachmittag folgt eine Reit-Einheit und am Abend gibt es zum Ausklang des Tages nochmals eine Yoga-Einheit. In der Zwischenzeit haben die Gäste Zeit für Wellness, Entspannung, Natur und den Austausch mit den anderen Reitern.

Handelt es sich um Yoga-Übungen, die eigens auf den beim Reiten belasteten Bewegungsapparat abgestimmt sind?

Selina Krämer: Die Yogaübungen sind sowohl auf die Voraussetzungen der Teilnehmer ausgerichtet, als auch auf das Reiten in seinem emotionalen, mentalen und körperlichen Bereich. Ruhe, ein entspannter, beweglicher Körper und eine ruhige Atmung trotz Anstrengung werden beim Yoga geübt. Das alles brauchen wir auch beim Reiten. Achtsamkeit und Körperbewusstsein, welches beides wichtig ist für die Beziehung und sensible Kommunikation zwischen Reiter und Pferd, werden durch die Yogakurse geschult und gestärkt.

Sonja Will: Ergänzend ist zu sagen, dass wir am Ende auch immer konstruktive Gespräche mit den Teilnehmern führen, so dass wir deren Feedback zu den Einheiten entsprechend auswerten und gegebenenfalls umsetzen können.

Wurden die Übungen speziell entwickelt oder handelt es sich um „klassische“ Übungen/Stellungen?

Selina Krämer: Es handelt sich um klassische Übungen, die in die Bereiche Asana – körperliche Herausforderung und Entspannung, Pranayama – Atemtechniken und Atemkonzentration und Meditation – Konzentration und Innehalten unterteilt sind. Wir werden uns in den Bereichen Asana vor allem auf die Stellen konzentrieren, die die Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit beim Reiten besonders beanspruchen.

Warum eignet sich die Verbindung von Yoga und Reitsport so gut?

Sonja Will: Ein eingespieltes Team von Reiter und Pferd besticht durch sein harmonisches Zusammenspiel. Dieses entsteht durch das Verständnis und die Verbindung zwischen Mensch und Tier. Yoga hilft durch verbesserte mentale und körperliche Fähigkeiten, eine viel angenehmere, einfachere und effektivere Kommunikation mit dem Pferd zu führen.

Eignet sich Yoga & Reiten für alle Reitdisziplinen?

Sonja Will: Ja, es wird auch wahlweise Springen und Dressur sowohl mit dem eigenen als auch mit einem Schulpferd angeboten. Einsteiger sind bei Yoga & Reiten genauso willkommen wie Fortgeschrittene und entsprechend sind die jeweiligen Einheiten auch auf die Niveaus der Teilnehmer sowie die verschiedenen Disziplinen abgestimmt.

Ist es egal, welche Pferderasse ich reite?

Sonja Will: Ja, ist es. Ein Pferd ist ein Pferd, egal welche Rasse und ob es sich um ein Turnier- oder Freizeitpferd handelt.

Kann ich bei meinem Pferd eine Veränderung feststellen, wenn ich Yoga mit Reiten verbinde? Spürt es zum Beispiel meine Hilfen schneller?

Sonja Will: Ein Reiter, der zentrierter und ausgeglichener ist, spürt sich selbst bewusster. Das führt auch dazu, dass er mit seinem Tier feiner, bestimmter und direkter kommuniziert.

 

Kontakt: Weitere Informationen zum Angebot und Buchung unter: http://www.gut-ising.de/sport-freizeit-events/eventkalender/details/events/topkurs-yoga-reiten-2016.html

Bild: Gut Ising

 

Knieschmerzen

Trainieren trotz Schmerzen?

Weitertrainieren, auch wenn es weh tut. Für viele Sportlerinnen ist das Alltag. Denn ein Leben ohne Sport können sie sich nicht vorstellen. Der Sportwissenschaftler und Trainer Patrick Meinart empfiehlt einen neuen Weg: anders, aber dafür schmerzfrei trainieren.

Und wieder ist er da. Der stechende Schmerz, der jeden Schritt, jede Bewegung zur Qual macht. Chronische Bewegungsschmerzen können das Leben zur Hölle machen – vor allem für Sportler. „Für Menschen, die gerne und viel Sport machen, sind regelmäßig auftretende Schmerzen eine enorme psychische Belastung“, sagt der Personal Trainer Patrick Meinart, der sich auf die Therapie chronischer und undefinierbarer Schmerzen spezialisiert hat und die Pain-Free Trainingsmethode entwickelt hat. „Sie leben in der ständigen Erwartung des Schmerzes und ihre Gedanken drehen sich nur noch darum.“

Der Trainer und Therapeut unterscheidet zwei Gruppen von chronischen Schmerzen. Zur ersten Gruppe zählen Schmerzen, deren eigentliche Ursache längst behoben ist, wie etwa Operationen an der Bandscheibe oder dem Knie. Es sind Fälle, bei denen Patienten nach einer notwendigen OP und der darauffolgenden Physiotherapie weiterhin Schmerzen haben. Üblicherweise sollte ein beschwerdefreies Training nach vollständiger Gewebeheilung möglich sein. Doch einige leiden auch Monate nach einem an sich erfolgreichen Eingriff beim Laufen oder beim Krafttraining unter starken Muskel-Sehnen-Schmerzen.

Zur zweiten Gruppen gehören undefinierbare Rückenschmerzen. Werden ambitionierte Sportler von Rückenschmerzen geplagt, sind fast immer falsche Bewegungen oder Defizite in der Funktion und Beweglichkeit verschiedener Gelenke wie Füße oder Hüfte der Grund, so die Erfahrung von Patrick Meinart. Die Ursache dafür kann zum Beispiel ein falscher Laufschuh sein. Ein zu eng sitzender Schuh kann zu einer Krümmung der Zehen führen, erklärt der Personal Trainer. „Der Fuß kann dadurch nicht richtig arbeiten.“ In der Folge eignet man sich eine falsche Lauftechnik an, die sich erst auf die Knie, dann auf die Hüfte und schließlich auf den Rücken auswirkt. Bewegungsanalysen geben Patrick Meinart in so einem Fall den entscheidenden Hinweis.

Schmerzen entstehen im Gehirn

Doch was ist mit chronischen Schmerzen, für die sich keine Ursache mehr finden lässt? „Schmerzen entstehen nicht im Knie oder in der Schulter, sondern im Gehirn“, sagt der Sportwissenschaftler. Sein Therapieansatz besteht darin, das Gehirn dazu zu bringen, keine Schmerzsignale mehr auszusenden, es sozusagen zu überlisten. „Wenn immer bei der gleichen Bewegung ein Schmerz entsteht, sollte man einen Weg finden, wie man die Bewegung anders ausführt.“ Das bedeutet: Verursacht etwa das Heben des Armes unerträgliche Schmerzen, könnte eine Lösung sein, den Arm erst abzuwinkeln und dann zu heben. „Ziel muss sein, die gewünschte Endposition ohne Schmerzen zu erreichen. Gelingt dies mit einer anderen, neuen Bewegung, ist das ein Erfolgserlebnis“, betont Meinart. Überhaupt nichts hält Meinart davon, in den Schmerz „hineinzutrainieren“ und darauf zu hoffen, dass er irgendwann nachlässt. „Schmerz ist immer ein Warnsignal und ein Zeichen, dass etwas falsch läuft. Und das bedeutet ganz klar, dass man nicht weitermachen soll.“

Nicht weitermachen heißt jedoch nicht, dass man mit dem Sport aufhören soll, betont Meinart. Oft genüge es bereits, den Bewegungswinkel zu ändern. Denn auf diese Weise entsteht eine neue Bewegung, die sich anders anfühlt und vor allem nicht den alten Schmerz hervorruft.

Nicht aufhören, sondern anders trainieren

Sind solche beschwerdefreien Bewegungen gefunden, beginnen die Therapie und das neue Training. Und das kann völlig anders aussehen als das bisherige. Bei chronischen Schulterschmerzen etwa kann es helfen, die Übungen im Fitnessstudio oder zuhause nicht dynamisch, sondern statisch auszuüben. Auch bei chronischen Knieschmerzen, unter denen viele Läufer leiden, setzt Meinart auf die Vermeidungsstrategie. Zunächst versucht er herauszufinden, wann die Schmerzen auftreten. Beim Laufen auf Asphalt, im unebenen Gelände, beim Bergablaufen? Dann fragt er, wann die Schmerzen ausbleiben. Kommt bei dieser Analyse heraus, dass ein Läufer beim Anstieg praktisch keine Schmerzen verspürt, empfiehlt Meinart, zunächst einmal nur bergauf zu laufen. „Das kann auch eine Steigung von 15 Prozent sein. Das ist natürlich anstrengend. Aber es ist egal, wenn man nicht lange durchhält. Entscheidend ist, dass man dabei keine Schmerzen verspürt.“ Nach und nach können die Anstiege flacher werden, bis es schließlich gelingt, auf einer geraden Strecke schmerzfrei zu laufen. Das Gehirn hat umgeschaltet. Die Schmerzsignale bleiben aus.

Bis zu einem Jahr kann es dauern, bis Sportler, die jahrelang mit chronischen Schmerzen gekämpft haben, mit dieser Trainingsmethode wieder schmerzfrei trainieren können. Doch wer zu Patrick Meinart kommt, nimmt diese Zeit gerne in Kauf. „Ich würde nie einem Läufer aufgrund seiner Knieschmerzen raten, jetzt nur noch Rad zu fahren oder zu schwimmen. Wer gerne läuft, soll auch weiterhin laufen.“
Susanne Mittenhuber

 

Schweden

Haus am See

Mehr als 100.000 Seen gibt es in Schweden. Der 5.500 Quadratkilometer große Vänernsee gehört ebenso dazu wie die vielen kleinen Seen, die noch nicht einmal die Größe von zwei Fußballfeldern haben. Aber gerade sie machen einen Schwedenurlaub so besonders.

 

Der Traum vom Haus am See wird in Smaland wahr. Die typischen roten Holzhäuser prägen die südschwedische Landschaft und nichts ist entspannender, als auf dem eigenen Steg zu sitzen und auf das Wasser zu schauen. Es ist eine Bilderbuchlandschaft mit Wäldern und Seen, in die sich viele verliebt haben.
Wer ein bisschen weniger Menschen und dafür umso mehr Natur sucht, fährt Richtung Norden – genauer gesagt nach Härjedalen. Die Region liegt in der Mitte Schwedens und grenzt im Westen an Norwegen. Auch hier gibt es Seen, aber auch Flüsse und vor allem Berge. Die Landschaft ist abwechslungsreich. Mal gibt sie sich sanft und lieblich, dann wieder rau, karg und unnahbar. Ein Haus am See findet sich auch in dieser Abgeschiedenheit. Die Ausstattung des Ferienhauses ist meist einfacher, aber dies wird durch die Einsamkeit und vor allem die grandiose Lage ausgeglichen. Denn den dazugehörigen See zum Holzhaus hat man fast immer für sich alleine.

Härjedalen wird oft als „letzte Wildnis Europas“ bezeichnet. Mehr als 30 Gipfel, die höher als 1.000 Meter sind, liegen sozusagen direkt vor der gemieteten Haustür. Für Wander- und Trekkingfans ist es das Paradies. Auch einer der aufregendsten Nationalparks Schwedens liegt in Härjedalen. Der Sanfjället Nationalpark ist berühmt für seine Bären. Nirgends sonst in Schweden leben mehr Bären. Dennoch: Wer die scheuen Tiere auf einer Wanderung sehen will, braucht entweder Glück oder einen guten Guide.

Wer beides nicht hat, dem bleiben zumindest Bärenspuren. So soll ein durchwühlter Ameisenhaufen von einer Bärenschnauze stammen und ein platt gedrückter Heidelbeerstrauch auf ein Bärenbett verweisen. So hat es zumindest die freundliche Dame im Tourismusbüro von Hede erklärt, die den enttäuschten Bärenfans mitteilen musste, dass die nächsten zwei Wochen keine geführten Bärenwanderungen stattfinden werden. Und was macht man, wenn tatsächlich auf einmal ein Bär auftaucht? Immerhin sind dies Rautiere. Die Hinweise an den Infotafeln rund um den Nationalpark sind eindeutig. Nicht in Panik verfallen. Laut sprechen und langsam rückwärts weggehen. Dem Bär sozusagen das Feld überlassen.

Doch auch ohne Bären ist der Sanfjället Nationalpark ein Erlebnis. Stundenlang geht man hier durch eine sanfte Landschaft aus Birken- und Kiefernwäldern, die sich immer wieder öffnet und den Blick auf das gewaltige Massiv des Sanfjället freigibt. Das Fjällmassiv besteht aus fünf Gipfeln, von denen das Högfjäll mit 1.278 Metern am höchsten ist. Helles Granitgeröll bedeckt die Hänge, die bei Sonne weiß schimmern und dem Massiv etwas Erhabenes geben. Ein Aufstieg zum Gipfel lohnt sich, denn der Ausblick auf die weite Landschaft ist grandios.

Wer in Härjedalen wandert, kommt nur langsam voran. Oft ist der Boden sumpfig, nicht nur im Sanfället Nationalpark. Moore sind Teil der Landschaft. An einigen Stellen haben Ranger des Nationalparks Holzplanken über besonders schwierige Passagen gelegt, doch vor allem zum Ende der Saison hat das Moor sie auch schon wieder verschluckt. Und so sinkt man auf den Touren immer mal wieder ein und das schmatzende Geräusch unter den Schuhsohlen ist irgendwann ganz normal. Schweden ist nun einmal ein Wasserland. Nicht nur wegen seiner vielen Seen.

 Anreise: Wer nicht die komplette Strecke nach Mittelschweden mit dem Auto fahren möchte, gönnt sich eine Überfahrt mit der Stena Line nach Göteborg. Entweder ab Kiel oder ab Frederikshaven (Dänemark), www.stenaline.de.
Unterkunft: Alle Ferienhausagenturen bieten auch Häuser in Härjedalen an, z.B. Interchalet, Dansommer.
Infos: Einen guten Überblick über die Region bietet die Seite www.herjedalen.se (mehrsprachig). Mit tollen Wandertipps und Routenvorschlägen.
Sanfjäll Nationalpark: Mehrere Wanderwege (unbedingt eine gute Karte mitnehmen). Die meisten beginnen in Nyvallen und und Nysätern. Hier gibt es auch Parkplätze und Infotafeln. www.swedishepa.se. Die Seite informiert über alle schwedische Nationalparks (auch auf englisch).

 

 

Schnürung

Der Zauber steckt im Detail

Was macht eigentlich einen perfekten Laufschuh aus? Klar – grundsätzlich muss die Form des Schuhs bei der Anprobe zum Fuß passen. Das allein reicht vielleicht bei einem gewöhnlichen Freizeitschuh aus. Nicht aber bei einem Laufschuh, der einen möglichst ausgewogenen Mix aus Dynamik, Stabilität und Komfort bieten sollte. Häufig sind es nur kleine Stellschrauben, die justiert werden müssen, um die gewünschten Effekte zu erzielen. So kann unter anderem die richtige Schnürung der Schuhe dazu beitragen, die Passform der Laufschuhe zusätzlich zu verbessern. Mit den vielen verschiedenen Schnürtechniken für Laufschuhe können die Schuhe variabel auf die Form der Füße und bestimmte Beschwerden beim Laufen abgestimmt werden. Drei Klassiker der Schnürtechnik stellen wir Ihnen vor.

Die richtige Schnürung kann dazu beitragen, die Passform der Laufschuhe zusätzlich zu verbessern

KREUZSCHNÜRUNG

Die Kreuzschnürung ist die traditionelle Standardschnürung eines gewöhnlichen Laufschuhs. Der Schnürsenkel wird über Kreuz immer von innen nach außen in das jeweils nächst höhere, gegenüberliegende Loch geführt. Diese Schnürtechnik sorgt dafür, dass der Fuß ausreichend Halt im Schuh findet.

Kreuzschnürung

MARATHONSCHNÜRUNG

Diese Technik gewährleistet Stabilität im Fersenbereich über längere Zeit und beugt Blasen vor. Bis zum vorletzten Loch schnüren Sie die Kreuzschnürung, dann der Kniff: Zwischen den beiden oberen, seitlich angeordneten Löchern von außen nach innen eine Schlaufe bilden. Abschließend den Senkel in die gegenüberliegende Schlaufe einfädeln und zuziehen.

Marathonschnürung

SPANNSCHNÜRUNG

Bei Beschwerden oder Schmerzen auf dem Fußrücken hilft diese Schnürtechnik, Last vom Spann zu nehmen. Der Schuh wird grundsätzlich normal geschnürt. Allerdings setzt die Kreuzschnürung an den betroffenen Druckstellen aus und gibt damit dem Fuß den nötigen Platz. Dort wird der Schnürsenkel statt über Kreuz parallel geschnürt.

Spannschnürung

Tim Kullmann