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Reitsportzentrum Gut Ising

Yoga und Reiten

Von der Yogamatte aufs Pferd? Was ungewöhnlich klingt, bietet jetzt ein Hotel am Chiemsee an. Reitlehrerin Sonja Will und der Yogalehrerin Selina Krämer erklären im Interview die Symbiose aus Yoga und Reiten.

 

Was muss ich mir unter Yoga und Reiten vorstellen, etwa Yogaübungen während des Reitens?

Sonja Will: Keine Angst, niemand muss sein Yogakönnen auf dem Rücken des Pferdes unter Beweis stellen. Und das Pferd selbst macht auch kein Yoga.

Selina Krämer: Yoga und Reiten wechseln sich ab. Wir starten morgens mit Yoga, mittags oder am Nachmittag folgt eine Reit-Einheit und am Abend gibt es zum Ausklang des Tages nochmals eine Yoga-Einheit. In der Zwischenzeit haben die Gäste Zeit für Wellness, Entspannung, Natur und den Austausch mit den anderen Reitern.

Handelt es sich um Yoga-Übungen, die eigens auf den beim Reiten belasteten Bewegungsapparat abgestimmt sind?

Selina Krämer: Die Yogaübungen sind sowohl auf die Voraussetzungen der Teilnehmer ausgerichtet, als auch auf das Reiten in seinem emotionalen, mentalen und körperlichen Bereich. Ruhe, ein entspannter, beweglicher Körper und eine ruhige Atmung trotz Anstrengung werden beim Yoga geübt. Das alles brauchen wir auch beim Reiten. Achtsamkeit und Körperbewusstsein, welches beides wichtig ist für die Beziehung und sensible Kommunikation zwischen Reiter und Pferd, werden durch die Yogakurse geschult und gestärkt.

Sonja Will: Ergänzend ist zu sagen, dass wir am Ende auch immer konstruktive Gespräche mit den Teilnehmern führen, so dass wir deren Feedback zu den Einheiten entsprechend auswerten und gegebenenfalls umsetzen können.

Wurden die Übungen speziell entwickelt oder handelt es sich um „klassische“ Übungen/Stellungen?

Selina Krämer: Es handelt sich um klassische Übungen, die in die Bereiche Asana – körperliche Herausforderung und Entspannung, Pranayama – Atemtechniken und Atemkonzentration und Meditation – Konzentration und Innehalten unterteilt sind. Wir werden uns in den Bereichen Asana vor allem auf die Stellen konzentrieren, die die Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit beim Reiten besonders beanspruchen.

Warum eignet sich die Verbindung von Yoga und Reitsport so gut?

Sonja Will: Ein eingespieltes Team von Reiter und Pferd besticht durch sein harmonisches Zusammenspiel. Dieses entsteht durch das Verständnis und die Verbindung zwischen Mensch und Tier. Yoga hilft durch verbesserte mentale und körperliche Fähigkeiten, eine viel angenehmere, einfachere und effektivere Kommunikation mit dem Pferd zu führen.

Eignet sich Yoga & Reiten für alle Reitdisziplinen?

Sonja Will: Ja, es wird auch wahlweise Springen und Dressur sowohl mit dem eigenen als auch mit einem Schulpferd angeboten. Einsteiger sind bei Yoga & Reiten genauso willkommen wie Fortgeschrittene und entsprechend sind die jeweiligen Einheiten auch auf die Niveaus der Teilnehmer sowie die verschiedenen Disziplinen abgestimmt.

Ist es egal, welche Pferderasse ich reite?

Sonja Will: Ja, ist es. Ein Pferd ist ein Pferd, egal welche Rasse und ob es sich um ein Turnier- oder Freizeitpferd handelt.

Kann ich bei meinem Pferd eine Veränderung feststellen, wenn ich Yoga mit Reiten verbinde? Spürt es zum Beispiel meine Hilfen schneller?

Sonja Will: Ein Reiter, der zentrierter und ausgeglichener ist, spürt sich selbst bewusster. Das führt auch dazu, dass er mit seinem Tier feiner, bestimmter und direkter kommuniziert.

 

Kontakt: Weitere Informationen zum Angebot und Buchung unter: http://www.gut-ising.de/sport-freizeit-events/eventkalender/details/events/topkurs-yoga-reiten-2016.html

Bild: Gut Ising

 

Knieschmerzen

Trainieren trotz Schmerzen?

Weitertrainieren, auch wenn es weh tut. Für viele Sportlerinnen ist das Alltag. Denn ein Leben ohne Sport können sie sich nicht vorstellen. Der Sportwissenschaftler und Trainer Patrick Meinart empfiehlt einen neuen Weg: anders, aber dafür schmerzfrei trainieren.

Und wieder ist er da. Der stechende Schmerz, der jeden Schritt, jede Bewegung zur Qual macht. Chronische Bewegungsschmerzen können das Leben zur Hölle machen – vor allem für Sportler. „Für Menschen, die gerne und viel Sport machen, sind regelmäßig auftretende Schmerzen eine enorme psychische Belastung“, sagt der Personal Trainer Patrick Meinart, der sich auf die Therapie chronischer und undefinierbarer Schmerzen spezialisiert hat und die Pain-Free Trainingsmethode entwickelt hat. „Sie leben in der ständigen Erwartung des Schmerzes und ihre Gedanken drehen sich nur noch darum.“

Der Trainer und Therapeut unterscheidet zwei Gruppen von chronischen Schmerzen. Zur ersten Gruppe zählen Schmerzen, deren eigentliche Ursache längst behoben ist, wie etwa Operationen an der Bandscheibe oder dem Knie. Es sind Fälle, bei denen Patienten nach einer notwendigen OP und der darauffolgenden Physiotherapie weiterhin Schmerzen haben. Üblicherweise sollte ein beschwerdefreies Training nach vollständiger Gewebeheilung möglich sein. Doch einige leiden auch Monate nach einem an sich erfolgreichen Eingriff beim Laufen oder beim Krafttraining unter starken Muskel-Sehnen-Schmerzen.

Zur zweiten Gruppen gehören undefinierbare Rückenschmerzen. Werden ambitionierte Sportler von Rückenschmerzen geplagt, sind fast immer falsche Bewegungen oder Defizite in der Funktion und Beweglichkeit verschiedener Gelenke wie Füße oder Hüfte der Grund, so die Erfahrung von Patrick Meinart. Die Ursache dafür kann zum Beispiel ein falscher Laufschuh sein. Ein zu eng sitzender Schuh kann zu einer Krümmung der Zehen führen, erklärt der Personal Trainer. „Der Fuß kann dadurch nicht richtig arbeiten.“ In der Folge eignet man sich eine falsche Lauftechnik an, die sich erst auf die Knie, dann auf die Hüfte und schließlich auf den Rücken auswirkt. Bewegungsanalysen geben Patrick Meinart in so einem Fall den entscheidenden Hinweis.

Schmerzen entstehen im Gehirn

Doch was ist mit chronischen Schmerzen, für die sich keine Ursache mehr finden lässt? „Schmerzen entstehen nicht im Knie oder in der Schulter, sondern im Gehirn“, sagt der Sportwissenschaftler. Sein Therapieansatz besteht darin, das Gehirn dazu zu bringen, keine Schmerzsignale mehr auszusenden, es sozusagen zu überlisten. „Wenn immer bei der gleichen Bewegung ein Schmerz entsteht, sollte man einen Weg finden, wie man die Bewegung anders ausführt.“ Das bedeutet: Verursacht etwa das Heben des Armes unerträgliche Schmerzen, könnte eine Lösung sein, den Arm erst abzuwinkeln und dann zu heben. „Ziel muss sein, die gewünschte Endposition ohne Schmerzen zu erreichen. Gelingt dies mit einer anderen, neuen Bewegung, ist das ein Erfolgserlebnis“, betont Meinart. Überhaupt nichts hält Meinart davon, in den Schmerz „hineinzutrainieren“ und darauf zu hoffen, dass er irgendwann nachlässt. „Schmerz ist immer ein Warnsignal und ein Zeichen, dass etwas falsch läuft. Und das bedeutet ganz klar, dass man nicht weitermachen soll.“

Nicht weitermachen heißt jedoch nicht, dass man mit dem Sport aufhören soll, betont Meinart. Oft genüge es bereits, den Bewegungswinkel zu ändern. Denn auf diese Weise entsteht eine neue Bewegung, die sich anders anfühlt und vor allem nicht den alten Schmerz hervorruft.

Nicht aufhören, sondern anders trainieren

Sind solche beschwerdefreien Bewegungen gefunden, beginnen die Therapie und das neue Training. Und das kann völlig anders aussehen als das bisherige. Bei chronischen Schulterschmerzen etwa kann es helfen, die Übungen im Fitnessstudio oder zuhause nicht dynamisch, sondern statisch auszuüben. Auch bei chronischen Knieschmerzen, unter denen viele Läufer leiden, setzt Meinart auf die Vermeidungsstrategie. Zunächst versucht er herauszufinden, wann die Schmerzen auftreten. Beim Laufen auf Asphalt, im unebenen Gelände, beim Bergablaufen? Dann fragt er, wann die Schmerzen ausbleiben. Kommt bei dieser Analyse heraus, dass ein Läufer beim Anstieg praktisch keine Schmerzen verspürt, empfiehlt Meinart, zunächst einmal nur bergauf zu laufen. „Das kann auch eine Steigung von 15 Prozent sein. Das ist natürlich anstrengend. Aber es ist egal, wenn man nicht lange durchhält. Entscheidend ist, dass man dabei keine Schmerzen verspürt.“ Nach und nach können die Anstiege flacher werden, bis es schließlich gelingt, auf einer geraden Strecke schmerzfrei zu laufen. Das Gehirn hat umgeschaltet. Die Schmerzsignale bleiben aus.

Bis zu einem Jahr kann es dauern, bis Sportler, die jahrelang mit chronischen Schmerzen gekämpft haben, mit dieser Trainingsmethode wieder schmerzfrei trainieren können. Doch wer zu Patrick Meinart kommt, nimmt diese Zeit gerne in Kauf. „Ich würde nie einem Läufer aufgrund seiner Knieschmerzen raten, jetzt nur noch Rad zu fahren oder zu schwimmen. Wer gerne läuft, soll auch weiterhin laufen.“
Susanne Mittenhuber

 

Schweden

Haus am See

Mehr als 100.000 Seen gibt es in Schweden. Der 5.500 Quadratkilometer große Vänernsee gehört ebenso dazu wie die vielen kleinen Seen, die noch nicht einmal die Größe von zwei Fußballfeldern haben. Aber gerade sie machen einen Schwedenurlaub so besonders.

 

Der Traum vom Haus am See wird in Smaland wahr. Die typischen roten Holzhäuser prägen die südschwedische Landschaft und nichts ist entspannender, als auf dem eigenen Steg zu sitzen und auf das Wasser zu schauen. Es ist eine Bilderbuchlandschaft mit Wäldern und Seen, in die sich viele verliebt haben.
Wer ein bisschen weniger Menschen und dafür umso mehr Natur sucht, fährt Richtung Norden – genauer gesagt nach Härjedalen. Die Region liegt in der Mitte Schwedens und grenzt im Westen an Norwegen. Auch hier gibt es Seen, aber auch Flüsse und vor allem Berge. Die Landschaft ist abwechslungsreich. Mal gibt sie sich sanft und lieblich, dann wieder rau, karg und unnahbar. Ein Haus am See findet sich auch in dieser Abgeschiedenheit. Die Ausstattung des Ferienhauses ist meist einfacher, aber dies wird durch die Einsamkeit und vor allem die grandiose Lage ausgeglichen. Denn den dazugehörigen See zum Holzhaus hat man fast immer für sich alleine.

Härjedalen wird oft als „letzte Wildnis Europas“ bezeichnet. Mehr als 30 Gipfel, die höher als 1.000 Meter sind, liegen sozusagen direkt vor der gemieteten Haustür. Für Wander- und Trekkingfans ist es das Paradies. Auch einer der aufregendsten Nationalparks Schwedens liegt in Härjedalen. Der Sanfjället Nationalpark ist berühmt für seine Bären. Nirgends sonst in Schweden leben mehr Bären. Dennoch: Wer die scheuen Tiere auf einer Wanderung sehen will, braucht entweder Glück oder einen guten Guide.

Wer beides nicht hat, dem bleiben zumindest Bärenspuren. So soll ein durchwühlter Ameisenhaufen von einer Bärenschnauze stammen und ein platt gedrückter Heidelbeerstrauch auf ein Bärenbett verweisen. So hat es zumindest die freundliche Dame im Tourismusbüro von Hede erklärt, die den enttäuschten Bärenfans mitteilen musste, dass die nächsten zwei Wochen keine geführten Bärenwanderungen stattfinden werden. Und was macht man, wenn tatsächlich auf einmal ein Bär auftaucht? Immerhin sind dies Rautiere. Die Hinweise an den Infotafeln rund um den Nationalpark sind eindeutig. Nicht in Panik verfallen. Laut sprechen und langsam rückwärts weggehen. Dem Bär sozusagen das Feld überlassen.

Doch auch ohne Bären ist der Sanfjället Nationalpark ein Erlebnis. Stundenlang geht man hier durch eine sanfte Landschaft aus Birken- und Kiefernwäldern, die sich immer wieder öffnet und den Blick auf das gewaltige Massiv des Sanfjället freigibt. Das Fjällmassiv besteht aus fünf Gipfeln, von denen das Högfjäll mit 1.278 Metern am höchsten ist. Helles Granitgeröll bedeckt die Hänge, die bei Sonne weiß schimmern und dem Massiv etwas Erhabenes geben. Ein Aufstieg zum Gipfel lohnt sich, denn der Ausblick auf die weite Landschaft ist grandios.

Wer in Härjedalen wandert, kommt nur langsam voran. Oft ist der Boden sumpfig, nicht nur im Sanfället Nationalpark. Moore sind Teil der Landschaft. An einigen Stellen haben Ranger des Nationalparks Holzplanken über besonders schwierige Passagen gelegt, doch vor allem zum Ende der Saison hat das Moor sie auch schon wieder verschluckt. Und so sinkt man auf den Touren immer mal wieder ein und das schmatzende Geräusch unter den Schuhsohlen ist irgendwann ganz normal. Schweden ist nun einmal ein Wasserland. Nicht nur wegen seiner vielen Seen.

 Anreise: Wer nicht die komplette Strecke nach Mittelschweden mit dem Auto fahren möchte, gönnt sich eine Überfahrt mit der Stena Line nach Göteborg. Entweder ab Kiel oder ab Frederikshaven (Dänemark), www.stenaline.de.
Unterkunft: Alle Ferienhausagenturen bieten auch Häuser in Härjedalen an, z.B. Interchalet, Dansommer.
Infos: Einen guten Überblick über die Region bietet die Seite www.herjedalen.se (mehrsprachig). Mit tollen Wandertipps und Routenvorschlägen.
Sanfjäll Nationalpark: Mehrere Wanderwege (unbedingt eine gute Karte mitnehmen). Die meisten beginnen in Nyvallen und und Nysätern. Hier gibt es auch Parkplätze und Infotafeln. www.swedishepa.se. Die Seite informiert über alle schwedische Nationalparks (auch auf englisch).

 

 

Schnürung

Der Zauber steckt im Detail

Was macht eigentlich einen perfekten Laufschuh aus? Klar – grundsätzlich muss die Form des Schuhs bei der Anprobe zum Fuß passen. Das allein reicht vielleicht bei einem gewöhnlichen Freizeitschuh aus. Nicht aber bei einem Laufschuh, der einen möglichst ausgewogenen Mix aus Dynamik, Stabilität und Komfort bieten sollte. Häufig sind es nur kleine Stellschrauben, die justiert werden müssen, um die gewünschten Effekte zu erzielen. So kann unter anderem die richtige Schnürung der Schuhe dazu beitragen, die Passform der Laufschuhe zusätzlich zu verbessern. Mit den vielen verschiedenen Schnürtechniken für Laufschuhe können die Schuhe variabel auf die Form der Füße und bestimmte Beschwerden beim Laufen abgestimmt werden. Drei Klassiker der Schnürtechnik stellen wir Ihnen vor.

Die richtige Schnürung kann dazu beitragen, die Passform der Laufschuhe zusätzlich zu verbessern

KREUZSCHNÜRUNG

Die Kreuzschnürung ist die traditionelle Standardschnürung eines gewöhnlichen Laufschuhs. Der Schnürsenkel wird über Kreuz immer von innen nach außen in das jeweils nächst höhere, gegenüberliegende Loch geführt. Diese Schnürtechnik sorgt dafür, dass der Fuß ausreichend Halt im Schuh findet.

Kreuzschnürung

MARATHONSCHNÜRUNG

Diese Technik gewährleistet Stabilität im Fersenbereich über längere Zeit und beugt Blasen vor. Bis zum vorletzten Loch schnüren Sie die Kreuzschnürung, dann der Kniff: Zwischen den beiden oberen, seitlich angeordneten Löchern von außen nach innen eine Schlaufe bilden. Abschließend den Senkel in die gegenüberliegende Schlaufe einfädeln und zuziehen.

Marathonschnürung

SPANNSCHNÜRUNG

Bei Beschwerden oder Schmerzen auf dem Fußrücken hilft diese Schnürtechnik, Last vom Spann zu nehmen. Der Schuh wird grundsätzlich normal geschnürt. Allerdings setzt die Kreuzschnürung an den betroffenen Druckstellen aus und gibt damit dem Fuß den nötigen Platz. Dort wird der Schnürsenkel statt über Kreuz parallel geschnürt.

Spannschnürung

Tim Kullmann

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Kopfarbeit am Boulder

Keine Frage: Bouldern ist in. Waren bis vor ein paar Jahren die Boulderwände noch in den Ecken der Kletterhallen versteckt, so eröffnen jetzt immer mehr große und vor allem eigenständige Boulderhallen. Was ist dran am Boulder-Hype? Wir haben es ausprobiert.

Bouldern oder klettern? Dass sich zurzeit so viele für das Bouldern und (zunächst) gegen das Klettern entscheiden, könnte daran liegen, dass der Einstieg unkomplizierter ist. Bouldern ist Klettern in Absprunghöhe. Das heißt, die Felsen (engl. Boulder) oder künstliche Flächen, an denen sich die Boulderer bewegen, sind maximal fünf Meter hoch. Klettergurt und Kletterseil brauchen Boulderer nicht. Ihre Ausrüstung besteht aus enganliegenden Kletterschuhen – und die kann man sich leihen.

Zum Beispiel in der Boulderhalle der Dortmunder Kletterhalle Bergwerk. Auf den ersten Blick sieht die Halle mit ihren weichen Matten auf dem Boden, den sogenannten Crash Pads, und den bunten Klötzen an den Wänden wie ein überdimensionales Spielparadies im Möbelhaus aus. „Die farbigen Griffe markieren die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade der Kletterrouten“, erklärt Dirk, Trainer in der Kletterhalle. Anfängern wie mir empfiehlt er die grünen Griffe. Damit nichts schiefgehen kann, ist der Ausgangsgriff zusätzlich mit einem schwarzen Tape gekennzeichnet. „Einfach mal ausprobieren“, ermuntert er mich. Und es klappt gut. Der nächste grüne Griff ist schnell gefunden und praktischerweise vorgeformt. Ich muss nur meine Finger hineinlegen. Weiter geht es. „Prima, du drehst dich gut zur Seite ein. Das ist schon Technik“, lobt Dirk. „Und jetzt wieder zurückklettern.“ Bewusstes Abspringen ist verpönt. Wann immer es geht, sollte man zurückklettern. Auch wegen der Verletzungsgefahr. „Wir machen mit den gelben Griffen weiter“, sagt der Trainer. Die nächste Stufe. Ich bin erleichtert, denn – jetzt kann ich es ja gestehen – als Läuferin habe ich keine Muckis in den Armen. Meine größte Befürchtung war, dass ich schon nach zwei Metern scheitere, weil ich einfach keine Kraft mehr habe, mich zu halten.

Körperspannung statt Muskelkraft

Für den Trainer sind solche Überlegungen typisch für Anfänger. „Viele denken, es kommt beim Klettern vor allem auf die Armmuskulatur an. Natürlich wird sie trainiert und beansprucht. Aber viel wichtiger sind die Beine und die Körperspannung.“ Trotzdem tappen viele in diese Falle. Für den Trainer ist das durchaus nachvollziehbar. „Man hat am Anfang das Bedürfnis, richtig fest zuzupacken, aber je fester man zugreift, umso mehr spannt sich der Muskel an und ermüdet.“ Gerade Männer neigen dazu, zunächst alles über Arme und Finger zu machen und hängen nach wenigen Minuten fix und fertig an der Wand. In der Dortmunder Boulderhalle beobachten sie das immer wieder. Frauen wie ich, die sich von Anfang erst gar nicht auf ihre Muckis verlassen, sind also durchaus im Vorteil. Denn wer wenig Vertrauen in seine Arme hat, sucht nach anderen Möglichkeiten, um weiterzukommen.

Im Moment klebe ich allerdings mit dem Bauch an der Wand und weiß nicht weiter. „Fest auf den Standfuß stellen und auf den Körperschwerpunkt achten“, ruft Dirk. „Du kannst auch mal frontal klettern.“ Klar, ein gelber Griff ist über meinem Kopf, ein anderer auf Bauchhöhe. Eigentlich logisch.

An sich ist das sogenannte Eindrehen die empfehlenswertere Technik beim Bouldern. Dabei wird die Hüfte zur Wand gedreht. Gleichzeitig werden auch Beine und Arme zur Wand gedreht. Ziel ist es, so nah wie möglich am Fels beziehungsweise an der Wand zu klettern. Wer so klettert, verbessert seine Körperreichweite, denn Arme und Beine sind oft weit auseinandergestreckt.

Auf dem Top kann gechillt werden

Doch manchmal ist das frontale Klettern die bessere Wahl. Zumal, wenn man wie ich ohnehin kurz vor dem Top-out, also dem Ausstieg, steht. Nach zwei Zügen bin ich oben auf dem Top, das sich als verwinkelte Plattform entpuppt. In der Mitte steht ein gemütliches Sofa. Es ist der perfekte Ort zum Chillen. Doch nach 20 Minuten Bouldern für Anfänger besteht dafür kein Grund. „Hier sind unsere leichten Abstiegsboulder“, sagt Dirk, der sekundenschnell nachgekommen ist – auf einer anderen Route. „Am besten setzt du dich jetzt erst mal hin.“

Es ist ein komisches Gefühl, oben auf der Kante zu sitzen und die Beine nach unten baumeln zu lassen. Ich merke, wie meine Hände feucht werden und ich ein kurzes Gefühl von Panik verspüre. Unten liegen zwar Matten, aber ausrutschen und abstürzen will ich trotzdem nicht. Dirk setzt sich neben mich und zeigt mir einen ergonomisch geformten Griff, direkt unter der Kante. „Da legst du die rechte Hand hinein.“ Dann deutet er auf einen Klotz etwas unterhalb. „Und hier stellst du den Fuß drauf.“ Leichtfüßig schwingt er sich zur Seite und klettert herunter. Einmal kurz durchatmen. Ich umfasse den Griff, der Fuß findet fast von selbst Halt und kaum stehe ich fest auf dem Tritt, ist die Panik verfolgen. Ganz locker klettere ich nach unten und bin glücklich. Es hat Spaß gemacht.

Bouldern statt Krafttraining

Bouldern gilt als Trendsport, doch das Klettern in Absprunghöhe wird auch zunehmend von Sportwissenschaftlern und Lauftrainern empfohlen – als Ausgleichstraining und als Alternative zum klassischen Krafttraining im Fitnessstudio. Für Dirk ist das nicht verwunderlich. „Bouldern ersetzt 18 Übungen im Fitnessstudio.“ So wird neben der Beinmuskulatur der gesamte Oberkörper gefordert und trainiert. Im Vergleich zum Klettern ist Bouldern noch etwas dynamischer, erklärt der Trainer. „Es gibt ein paar Bewegungen mehr.“ Und das wiederum bedeutet, dass noch mehr Muskeln miteinbezogen werden. Doch das ist noch nicht alles. Trainiert werden die Koordination, die Beweglichkeit und das Körpergefühl.

Bouldern erfordert höchste Konzentration – gerade, wenn die Routen schwieriger und die Farben trister werden. Wer sich einen Boulder in Schwarz, Weiß und Grau aussucht, klettert im höchsten Schwierigkeitsgrad. Der Neigungswinkel der Wände ist extrem, Überhänge sind normal. Und die Boulder daran werden größer und glatter. Wochenlang arbeiten sich manche Kletterer an so einem Boulderproblem ab. Sie grübeln, suchen nach einem Weg, einem Halt und rutschen doch wieder ab. Es gebe den Spruch, dass bei Kletterern der größte Muskel das Gehirn sei, erzählt Dirk. Und das treffe es eigentlich ganz gut. „Wenn man bouldert oder klettert, konzentriert man sich ausschließlich darauf. Man kann nichts anders machen. Bouldern ist das Gegenteil von Multitasking.“

Damit unterscheidet sich Bouldern von klassischen Ausdauersportarten wie Laufen oder Schwimmen, bei denen man durchaus mal die Gedanken schweifen lassen kann. Beim Bouldern ist das unmöglich und genau darin liegt auch für mich schon jetzt der Reiz. Und der überzeugte Kletterer hat noch ein Ass in der Tasche. „Bouldern ist natürlich auch ein Ausdauersport. Es spricht ja nichts dagegen, mehrere Routen am Stück zu klettern.“ Nein, außer dass Bouldern ganz schön anstrengend ist….
Susanne Mittenhuber

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Bikes mit Frauenpower

Wer auf der Suche nach einem neuen Rad für Sport und Fitness ist, kann sich jetzt eines „speziell für Frauen“ zulegen. Immer mehr Hersteller bieten Lady-Bikes an. Doch Moment mal: Gab es Damenräder nicht schon immer? Was hinter dem Trend steckt.

Bei Stadtfahrrädern wie dem klassischen Hollandrad oder bei Tourenrädern gab es sie schon immer: „Herrenräder“ und „Damenräder“. Herrenräder kommen „mit Stange“ daher („Diamantrahmen“, so genannt wegen der Form), Damenräder „ohne Stange“ („Trapezrahmen“, auch wegen der Form) – also mit einem tiefen Einstieg. Auf diesen Rädern kann man zum einen auch mit Rock oder Mantel fahren, zum anderen ist das Rad im täglichen Gebrauch einfach bequemer. Bei sportlichen Fahrrädern wie Mountainbikes, Rennrädern, Fitness- und Crossrädern dagegen boten Hersteller früher in der Regel nur ein Herrenrad an – mit besagtem Diamantrahmen. Grund dafür: Der Herrenrahmen ist stabiler als die Damenvariante. Im Stadtverkehr gibt es beide, weil das dort nicht ins Gewicht fällt, im sportlichen Einsatz macht das allerdings schon etwas aus. Wollten sich Frauen also bislang ein sportliches Bike zulegen, blieb ihnen meist nichts anderes als der Griff zu der kleinsten Herrengröße übrig. Nachteil: So richtig gut „passte“ das Herrenrad dann eben nicht.

Inzwischen entdecken die Hersteller von sportlichen Fahrrädern aber auch die Frauen zunehmend als Zielgruppe und bieten spezielle Lady-Bike-Modelle an. Schließlich interessieren sich immer mehr Frauen für sportliches Biken – ob mit dem Partner oder auch alleine bzw. gemeinsam mit anderen Frauen.

Was spezielle Lady-Bikes auszeichnet

Bei den neuen sportlichen Frauenrädern wird das „Gesamtpaket Rad“ speziell für die Wünsche und auf die Bedürfnisse von Frauen maßgeschneidert, damit sich Frauen auf dem Rad wohler und sicher fühlen. Denn nur dann hat man auf Dauer Spaß beim Biken. Diese Faktoren tragen dazu: 

  • Die speziellen Frauenräder setzen weiterhin auf den Diamantrahmen als stabilere Rahmenform. Doch die Hersteller optimieren die Form so, dass sie der weiblichen Figur und dem weiblichen Fahrverhalten entgegenkommt. Das heißt: Der Rahmen ist nicht nur einfach eine Nummer kleiner, sondern sieht auch erkennbar anders aus. Das Oberrohr – die „Stange“ – ist oft abgesenkt oder so geschwungen, dass die so genannte „Überstandshöhe“ kleiner wird, man also beim Stopp mit beiden Füßen auf dem Boden stehen kann, ohne dass die Stange stört.
  • Frauen sind meist kleiner, haben kürzere Arme und Beine und kleinere Hände als Männer. Oft sitzen Frauen auch lieber etwas aufrechter auf dem Rad, nicht so gestreckt. Das berücksichtigen Hersteller bei ihren Lady-Bikes: Der Abstand zwischen Sattel und Lenker ist bei Rädern speziell für Frauen meist ein wenig kürzer als bei Männerrädern. Das Steuerrohr (dort, wo der Lenker sitzt) ist etwas höher und damit auch der Lenker. Insgesamt ergibt das eine entspanntere, aufrechtere Sitzposition.
  • Anbauteile. Damit man sich beim Fahren wohl und sicher fühlt, muss auch die Bedienung stimmen. Deshalb sind Anbauteile wie Sattel oder Lenker- und Bremsgriffe bei einem guten Frauenrad ebenfalls auf die weibliche Anatomie abgestimmt. Bei sportlichen Rädern war das früher – anders als bei Stadträdern in der Damenversion – nicht so. Wenn man einen Damensattel wollte, musste man den separat kaufen und dann austauschen. Heute ist der Sattel beim sportlichen Lady-Bike von vorneherein etwas breiter und anders geformt als ein Männersattel, weil die Sitzknochen bei Frauen weiter auseinander stehen als bei Männern. Lenkergriffe sind für kleinere Hände angepasst, Bremsgriffe sind einstellbar und so geformt, dass sie auch mit kleineren Händen gut erreicht werden können.
  • Technik. Im Gegensatz zu Männern wollen Frauen oft nicht den allerneuesten Schnickschnack, sondern einfach Spaß am Radfahren haben. Deshalb werden in Frauenrädern meistens technische Komponenten verbaut, die zuverlässig und problemlos funktionieren und an denen nicht dauernd herumgeschraubt werden muss. Dazu gehören wartungsarme Schaltungen oder Scheibenbremsen (bremsen auch mit wenig Handkraft wirkungsvoll, müssen nicht nachgestellt werden). Nachteil: Solche Teile sind oft auch teurer.
  • Optik. Oft sind Fahrräder für Frauen auch optisch ein Hingucker: Statt wie bei Männerrädern die Technik in den Vordergrund zu stellen, glänzen viele Räder für Frauen durch harmonische Farben und Formen.

Wie man Räder für Frauen erkennt

Bereits vor über einem Jahrzehnt hat sich der Hersteller Specialized der Entwicklung frauenspezifischer Produkte verschrieben und bringt Rennräder, Mountainbikes, Fitnessräder und das dazugehörige Equipment speziell für Frauen auf den Markt – inspiriert von leidenschaftlichen Frauen, die das Biken lieben. Auch Radhersteller Trek sieht sich in der Verpflichtung, „jeder Fahrerin ein Bike mit perfekter Passform und perfektem Fahrverhalten zu bieten.“ Viele Hersteller haben eigene Programme entwickelt, die als Label für die Frauenräder fungieren und zum Modellnamen gestellt werden – z.B. WSD (Women’s Specific Design) beim Hersteller Trek, WLS (Woman Like Series) bei Cube und WMN bei Canyon. Solche Abkürzungen signalisieren den Käuferinnen, dass sie es hier mit einem für Frauen maßgeschneiderten Rad zu tun haben.

Eine relativ neue Radsportmarke, die sich speziell an Radfahrerinnen richtet, ist Liv. Dahinter steckt der Radhersteller Giant, der mit dieser Strategie den hohen Stellenwert frauenfreundlicher Räder – im City- wie im sportlichen Bereich – unterstreicht. Hinter der Marke steht ein Frauen-Team, dessen Ziel es ist, Frauen das bestmögliche Erlebnis auf dem Rad zu bieten: „Wir glauben, dass Frauen durch das Radfahren ihre Grenzen erweitern und in sich selbst neue Möglichkeiten entdecken können. Um den Radsport zugänglicher und attraktiver zu machen, setzen wir alles daran, das beste frauenspezifische Material zu entwickeln“, heißt es bei Liv.

Für die neue Saison gibt es bei sportlichen Fahrrädern für aktive Frauen zahlreiche Highlights: So erweitert das Unternehmen Carver sein Angebot an speziellen Mountainbikes für Frauen. Die neue Lady-Serie umfasst sechs verschiedene Modelle sowie ein Mountainbike mit Motor. Auch der Hersteller Canyon hat die weibliche Zielgruppe für sich entdeckt: Im vergangenen Jahr wurde das erste speziell für Frauen konzipierte Fitnessbike vorgestellt, weitere spezielle Frauenbikes im Bereich Road und Mountainbike sind geplant.   Silke Bruns

 Foto: Specialized

Hair

Nie mehr Bad Hair Days!

Wenn jeder Tag zum Bad Hair Day wird, weil die Haare dünn, splissig oder strähnig sind, braucht Ihr Haar dringend einen neuen Pflegeplan. Mit diesen Tipps bekommen Sie das Haarproblem in den Griff.

Mein Haar ist wie Stroh und lässt sich nicht stylen
Das Problem: Das Haar ist extrem strapaziert und das sieht man ihm auch an. Zu häufiges Färben oder zu heißes Föhnen haben das Haar strohig und spröde gemacht. Oft werden die Haare zum Ende hin dünner und fransen aus.
Soforthilfe: Eine selbst gemachte Maske für strapaziertes Haar macht das Haar weich und geschmeidig. So geht’s: Mischen Sie 1 Ei, 1 TL Honig und 2 TL Olivenöl. Tragen Sie die Mischung auf das nasse Haar auf. Mit einer Frischhaltefolie und einem Handtuch bedecken. 30 Minuten einwirken lassen und gut auswaschen.
Darauf achten: Verwenden Sie Shampoos und Conditioner, die Proteine enthalten, z.B. Hafer- oder Weizenproteine. Sie docken sich an die Keratine (Zellen, aus denen sich die Haare bilden) an und unterstützen den Regenerationsprozess. Gegen Spliss helfen Repair- Produkte mit sogenannten kationaktiven Polymeren. Dies sind positiv aufgeladene Moleküle, die gezielt brüchige Stellen kitten. Extra-Tipp: Lassen Sie Ihr Haar nach Möglichkeit an der Luft trocknen. Sonst niedrigste Wärme- und Gebläsestufe beim Föhn einstellen.

Mein Haar ist stumpf und ohne Glanz
Das Problem: Ist das Haar sehr trocken, wirkt es oft fahl und glanzlos. Außerdem fällt es nicht schön, weil die Feuchtigkeit und damit die Geschmeidigkeit fehlen. Im Gegensatz zu strapaziertem Haar, das durch äußere Einflüsse geschädigt wurde, wird trockenes Haar bereits an den Haarwurzeln mit zu wenig Fett versorgt. Oft juckt deshalb die Kopfhaut.
Soforthilfe: Massieren Sie regelmäßig Ihre Kopfhaut. Das kurbelt die Durchblutung an und bringt die Talgdrüsen auf Trab, die für ein gesundes Nachwachsen sorgen. Spezielle Kopfhautlotionen unterstützen diesen Prozess. Alternativ können Sie ein paar Tropfen Sesam-, Mandel oder Arganöl verwenden. So wird auch die Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt.
Darauf achten: Nehmen Sie nach Möglichkeit ein Shampoo nur für trockenes (nicht strapaziertes) Haar. Hier wird der Schwerpunkt auf Feuchtigkeit gelegt. Gute Feuchtigkeitsspender sind Algen und Meeresmineralien. Produkte, die konzentrierte Fettsäuren von Paranüssen, Mandeln oder Kokosnüssen enthalten, dringen tief in das Haar ein.
Extra-Tipp: Geben Sie ein paar Tropfen Arganöl in das feuchte Haar, 30 Minuten einwirken lassen und dann mit einem milden Shampoo ausspülen. Sorgt für schönen Glanz.

Meine Haare sind wie Schnittlauch
Das Problem: Dünnes, feines Haar reagiert sofort auf falsche Pflege, aber auch auf äußere Faktoren wie Hitze und Feuchtigkeit. Frisuren halten nicht lange, weil dem Haar die Kraft fehlt. Soforthilfe: Verzichten Sie möglichst auf Stylingprodukte wie Wachs oder Schaum. Sie beschweren das Haar und lassen es schnell platt und langweilig aussehen. Mehr Volumen in das Haar bekommen Sie, wenn Sie es mit den Händen trocken kneten und föhnen. Zum Schluss die Spitzenmit der Bürste nach innen föhnen.
Darauf achten: Verwenden Sie wie bei sprödem Haar Shampoos und Kuren, die Proteine (z.B. aus Weizen, Mandel, Hafer) oder Bierhefe enthalten. Sie stärken das Haar. Fettsäuren wie sie z.B. in Weizenkeimöl vorkommen, pflegen das Haar, ohne es schwer zu machen. Extra-Tipp: Stärken Sie die Haare von innen. Kieselsäure, Gelatine und vor allem das Schönheitsvitamin Biotin kräftigen die Haare.

Meine Haare sehen ständig strähnig aus
Das Problem: Die Kopfhaut produziert übermäßig viel Talg, so dass die Haare am Ansatz schnell fettig werden – oft schon wenige Stunden nach der Haarwäsche. Veranlagung, aber auch Stress und hormonelle Gründe können die Ursache sein.
Soforthilfe: Nehmen Sie immer ein Gesichtswasser für fettige Haut und Kosmetiktücher mit ins Büro. Wenn Ihr Haar mittags strähnig wird, tupfen Sie mit der Lotion den Haaransatz ab. Oder: Ansatz mit Babypuder bestäuben und dann ausbürsten.
Darauf achten: Sie können Ihr Haar täglich waschen, aber verwenden Sie dabei nur ein sehr mildes Shampoo oder ein Babyshampoo. Anti-Fett- Shampoos nur ein bis zwei Mal pro Woche verwenden, da sie der Kopfhaut sonst zu viel Fett entziehen.
Extra-Tipp: Eine Spülung aus Heilerde bindet Talg und entfettet besonders fettiges Haar. 10 Minuten einwirken lassen, dann ausspülen.

Hilfe, ich habe Schuppen
Das Problem: Schuppen im Haar sind ein lästiges Hautproblem, mit dem Betroffene vor allem im Winter kämpfen. Der Prozess der Zellerneuerung gerät aus dem Takt und es kommt zu einer Überproduktion von Talg auf der Kopfhaut. Dies wiederum begünstigt das Wachstum von an sich harmlosen Hefepilzen. Die Haut ist gereizt und schuppt sich.
Soforthilfe: Besorgen Sie sich ein Anti- Schuppen-Shampoo aus der Apotheke. Es dämmt die Infektion und wirkt entzündungshemmend. Außerdem stoppt es den Juckreiz.
Darauf achten: Ist der „Schuppen- Schub“ vorbei, zur Prophylaxe einmal pro Woche ein normales Anti- Schuppen-Shampoo verwenden. Dazwischen die Haare mit einem milden Shampoo waschen. Auf keinen Fall Produkte für fettiges Haar verwenden. Sie trocknen die Kopfhaut aus und aktivieren dadurch die Talgdrüsen erneut.
Extra-Tipp: Wenn Sie zu Haar-Schuppen neigen, vermeiden Sie zu häufiges Bürsten und verwenden keine Drahtbürsten. Dies kann die Entstehung von Schuppen begünstigen

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Ready to rumble?

Frauen-Boxen ist längst salonfähig. Zumindest bei den Profis. Aber auch unsere Kollegin kam begeistert von ihrem ersten Training zurück.   

Die schwere Eisentür lässt mich einen Moment verharren. Bilder von dunklen, verrauchten Kellergewölben, in denen sich harte Jungs prügeln, huschen an meinem inneren Auge vorbei. Was erwartet mich? Ich nehme meinen Mut zusammen und drücke die Klinke herunter. Mit einem lauten Quietschen macht die Tür den Blick frei ins Innere. Hell ist es, die Atmosphäre überraschend freundlich. Ich sehe eine Gruppe von Frauen, alle zwischen 30 und 45 Jahren. Von der Decke hängen Sandsäcke herab, dahinter das Herzstück des Raumes: der Boxring. Zugegeben, bei diesem Anblick wird mir doch wieder etwas mulmig. Ein freundliches „Hallo“ reißt mich aus meinen Gedanken. Der junge Mann reicht mir die Hand. Thomas ist Boxtrainer. Dreimal in der Woche bietet er in einem Klub im Düsseldorfer Norden Kurse speziell für Frauen an. Die Nachfrage: steigend! Heute bin ich auch dabei. Einmal erleben, was sich hinter der einstigen Männerdomäne verbirgt. Ich merke schnell: Was hier passiert, hat nichts mit zerschlagenen Nasen und aufgeplatzten Lippen zu tun. „Es geht nicht ums Kämpfen oder Siegen, sondern um den Spaß an der Körperbeherrschung“, erzählt Judith. Die 39 Jahre alte Mutter einer Tochter kommt schon seit einem Jahr regelmäßig zum Training. „Mein Körper wird immer leistungsfähiger – und das fühlt sich großartig an.“ Klingt gut. Und was sie damit meint, bekomme ich direkt in den ersten Minuten der Trainingseinheit zu spüren. In den Ring steigen? Von wegen! Fünfmal drei Minuten Seilspringen sind gefragt. Was früher auf dem Schulhof mühelos funktioniert hat, macht mir zu schaffen. Ich verheddere mich. Einmal, zweimal. Das viele Hüpfen macht sich sofort in der Schienbeinmuskulatur bemerkbar, schon nach der ersten Runde keuche ich wie eine Dampflok. Egal. Weiter geht‘s. Rechts, links, auf einem Bein. Dann rückwärts. Nach der dritten Runde schwitzen endlich auch die anderen. Ein schriller Ton aus Thomas‘ Pfeife verkündet das ersehnte Ende. Kleine Verschnaufpause? Nichts da! 50 Sit-Ups folgen. Rechts, Mitte, links. Mein Bauch macht gleich schlapp…

Workout für den ganzen Körper

Dank der verschiedenen Übungen kommt jeder Muskel an die Reihe. „Dazu schulen wir die Reflexe und die Koordination“, nennt Thomas weitere Vorzüge des Trainings. Netter Nebeneffekt: Es werden reichlich Kalorien verbrannt. „Seit ich herkomme, habe ich schon viele Pfunde verloren“, erzählt Lena. Und auch die psychologischen Effekte des Trainings haben es in sich: „Frau“ baut Frust und Aggressionen ab, kann sich besser konzentrieren und entwickelt mehr Selbstbewusstsein. „Das Training zeigt einem, wie fähig und stark der eigene Körper sein kann“, sagt Judith, bevor mit dem Schattenboxen die nächste Einheit wartet. Thomas macht es vor: Körper anspannen, konzentrieren, Beine auseinander. Arme in Deckungshaltung. Schlag mit Links, linker Fuß vor. Ich gerate ins Trudeln. Wo ist noch gleich mein linker Fuß? Die Bewegungen müssen synchron ablaufen, genau im richtigen Moment. „Nur so bekommt der Schlag die größtmögliche Wucht“, erklärt Thomas. Dabei ducken, pendeln, rollen – alle möglichen Bewegungen als Abwehr. Puh, ist das kompliziert. Nochmal von vorne. Und dann rückwärts. Mein Ehrgeiz steigt. Aber meine Arme werden immer schwerer. Dabei ist noch kein einziger richtiger Schlag getan.

Kein Kampf Frau gegen Frau

Jetzt werden die Hände bandagiert. „Damit Du Dich in den Handschuhen nicht wundscheuerst“, erklärt Thomas. Er zieht die „Pratzen“ über. Auf die sollen wir unsere Schläge platzieren. Es geht in den Ring. Die 34 Jahre alte Ellen schlägt mit voller Wucht zu. Rechts, links, rechts – und drängt Thomas im Nu in die Ecke. „Früher habe ich dabei immer an meinen Ex-Mann gedacht“, erzählt die Erzieherin und lacht. „Das hilft!“ Thomas gibt Anweisungen: „Konzentriere Dich! Gerade schlagen! Nicht die Deckung aufgegeben!“ Dann ist die nächste dran. Nach 90 Minuten ist das Training vorbei. Wir sitzen noch zusammen und plaudern. „Mit jeder Einheit wächst die Schlaghärte und die eigene Leistungsfähigkeit“, erzählt Lena. Sie fühlt sich zunehmend sicherer. „Man traut sich deutlich mehr zu und tritt gefährlichen Situationen viel selbstsicherer entgegen.“ Trotzdem: Einen richtigen Kampf kann sich keine vorstellen. „Allein schon wegen der Verletzungsgefahr. Wir lieben es einfach, uns hier auszupowern“, sagt Ellen. Auch ich bin geschafft. Und verwundert, dass ich mich trotzdem gut fühle. Fast wie berauscht. Eines ist sicher: ich werde wiederkommen – und dann ganz ohne Vorurteile.

Ist das was für mich?

Bin ich körperlich geeignet?
Jeder kann boxen, der keine Probleme mit dem Bewegungsapparat hat. Frauen sind keineswegs schwächer als Männer, und auch nicht weniger talentiert. Denn Boxen ist keine Frage von Kraft, sondern von Technik.

Wie lerne ich Boxen?
Der einfachste Weg führt Box-Einsteiger in ein Fitness-Studio, das Box-Kurse oder Einzelunterricht mit einem Personal Trainer anbietet. Wenn Sie lieber zu Hause boxen möchten, finden Sie einige gute DVDs, die Ihnen die Grundlagen des Boxen vermitteln – von der richtigen Haltung bis zur korrekten Platzierung der Schläge.

Was kostet es?
Viele Klubs bieten ein kostenloses Probetraining an. Die Kosten für die Aufnahme und Mitgliedschaft variieren. Aber auch viele Fitness-Studios bieten inzwischen Boxkurse an. Wer sich direkt eine Grundausrüstung (Handschuhe, Bandagen etc.) zulegen möchte, muss mit 50 bis 150 Euro rechnen.

Welche Ausrüstung brauche ich?
Für den Anfang reichen gutes Schuhwerk, eine Trainingshose und ein Funktionsshirt. Viele Vereine halten für Neulinge Bandagen und Handschuhe bereit. Wer dabeibleibt, kann sich nach und nach sein eigenes Equipement zulegen. Also erst mal hingehen und mit dem Training anfangen.

Wie viel Zeit benötige ich?
Anfänger sind manchmal so enthusiastisch, dass sie gleich jeden Tag zum Boxen gehen wollen. Das führt aber schnell zu Überanstrengungen und lässt die Verletzungsgefahr ansteigen. Zu empfehlen sind für den Anfang maximal zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche. So erreichen Sie Ihre Fortschritte auf eine gesunde, vernünftige Weise.

reiten

Auszeit auf vier Hufen

Entspannung, Bewegung oder einfach nur der Umgang mit dem Sportpartner Pferd – es gibt mehr als nur einen Grund, in den Sattel zu steigen. Wir zeigen, warum Reiten Körper, Geist und Seele stärkt.

Das kennen wir wohl alle: Der Chef macht Stress, der Partner nervt und die beste Freundin hat mal wieder keine Zeit. Von Zufriedenheit oder Spaß keine Spur. Einfach mal raus aus dem ganzen Trubel und für ein paar Stunden entspannen, durchatmen und zur Ruhe kommen – das wär’s.

Aber wie? 1,2 Millionen Menschen in Deutschland finden die nötige Dosis Auszeit im Umgang mit Pferden. Zwar ist in Bezug auf das Erlernen des Reitsports oft das Bild von lachenden Kindern auf einem Pony weit verbreitet, doch für das Reiten ist es nie zu spät – einsteigen kann jeder, egal in welchem Alter. Auf den Rücken eines Pferdes kann man schließlich nicht nur mit einer leistungssportlichen Absicht steigen – die Zahl der Freizeitreiter, die einfach bei einem gemütlichen Ausritt entspannen und die Geselligkeit in der Stallgemeinschaft genießen wollen, ist um ein Vielfaches größer. Einfach rein in den Sattel und raus in die Natur. Dabei kann sich auch die Beziehung zum Pferd positiv auf Seele und Geist auswirken.

Reiten macht den Kopf frei

„Im Stall kann ich einfach wunderbar abschalten“, erzählt Annabel Winter, die schon beim Putzen und Satteln den Ärger eines langen Arbeitstags vergisst. „Ein Pferd verlangt immer hundertprozentige Aufmerksamkeit. Platz für berufliche oder private Probleme gibt es in diesem Moment einfach nicht.“ Das weiß auch Melissa Baumgartner, die als Reitlehrerin Anfänger und Fortgeschrittene schult: „Während zum Beispiel beim Schwimmen, Joggen oder auf dem Fahrrad die Gedanken nicht aufhören zu kreisen, erlaubt sich der Reiter auf dem Pferd eine echte gedankliche Auszeit.“ Der Grund: Er ist einfach so gefordert, dass er sich ausschließlich auf das Zusammenspiel mit dem Pferd konzentrieren muss. Für andere Gedanken ist da kein Platz. Abschalten und den alltäglichen Stress vergessen – das entspannt die Seele, auch wenn es vor allem Reitanfängern zunächst vor lauter Anstrengung gar nicht bewusst wird.

Reiten schult die Koordination

Im Reitstall gilt sowieso der Grundsatz: In der Ruhe liegt die Kraft. Hektik oder Nervosität haben in der Gegenwart von Pferden nichts verloren. Als Fluchttiere verlangen sie nach einem souveränen und gleichzeitig behutsamen Umgang. „Das ist auch der Grund, warum sich die meisten Reiter ganz automatisch zusammenreißen, wenn sie im Stall sind“, beobachtet Melissa Baumgartner immer wieder. Ein Pferd reagiert sofort darauf, wie man es behandelt. „Sie geben einem das zurück, was ihnen entgegengebracht wird“, erklärt die 34-Jährige. Im Sattel Platz genommen, muss der Reiter eine Menge Koordinationsarbeit leisten: Ist der Oberkörper aufrecht? Ist der Absatz der tiefste Punkt? Allein der Grundsitz verlangt eine hohe Koordinationsfähigkeit des Reiters, da er sich mit Rhythmusgefühl und Gleichgewichtssinn der Bewegung des Pferdes anpassen und Arme, Hände, Oberkörper sowie die Beine unabhängig voneinander einsetzen muss. „Das ist am Anfang ganz schön viel auf einmal“, erinnert sich Annabel Winter an ihre ersten Reitstunden. „Aber mit der Zeit automatisiert sich vieles von ganz allein – und wenn es dann klappt, ist es ein unbeschreiblich schönes Gefühl.“ Erschwerend kommt hinzu, dass die Bewegungen eines Pferdes nicht immer zu 100 Prozent kalkulierbar sind. „Das Pferd ist nun mal ein Lebewesen“, erklärt Melissa Baumgartner. „Manchmal trödelt es gemütlich vor sich hin, plötzlich ist es voller Energie und schießt oder buckelt los.“ Situationen, die hohe Ansprüche an den Gleichgewichtssinn und das Wahrnehmungsvermögen des Reiters stellen. Sich sicher auf dem Pferderücken zu bewegen und stets die nötige Balance zu halten, fällt mit zunehmender Routine aber immer leichter. „Sind Anfänger zunächst noch unsicher, wächst schon nach einigen Reitstunden die Sicherheit im Sattel“, so Baumgartner.

Reiten trainiert die Muskulatur

Ist Reiten überhaupt ein Sport? Diese Frage hat wohl jeder Reiter schon einmal gehört. Schließlich laufe ja das Pferd und nicht der Reiter. Ein Vorurteil, über das Melissa Baumgartner nur schmunzeln an: „Im Sattel werden Muskeln beansprucht, von denen die Meisten vorher nicht einmal gewusst haben, dass es sie gibt.“ Aller Anfang ist nämlich auch beim Reiten schwer. Das hat auch Annabel Winter erfahren: „Nach meinen ersten Reitstunden hatte ich einen ganz schönen Muskelkater – vor allem in den Oberschenkeln und im Gesäß.“ Das wundert nicht: Da der Körper sich permanent den Bewegungen des Pferdes anpassen und Ausgleichsbewegungen machen muss, werden beim Reiten nahezu alle Muskelgruppen beansprucht, die ein Mensch besitzt. Dazu hat das Reiten sogar eine hohe gesundheitsunterstützende Funktion. „Der Pferderücken gibt eine nahezu ideale Körperhaltung vor“, weiß Melissa Baumgartner. „In der normalen Sitzhaltung nehmen die Hüftgelenke und das Becken auf dem Pferd eine Position ein, die die Bandscheiben entlastet. Gleichzeitig wird die Rückenmuskulatur bewegt und aufgebaut. Dadurch wird der Halteapparat insgesamt bei geringer Belastung gestärkt und die Wirbelsäule langfristig entlastet.“ Ein Prozess, der sogar Rückenschmerzen vorbeugen kann.

„Ein Pferd verlangt immer hundertprozentige Aufmerksamkeit. Platz für berufliche oder private Probleme gibt es in diesem Moment einfach nicht.“

Immer an der frischen Luft

„Durch die Zeit im Reitstall bin ich immer auch an der frischen Luft“, beschreibt Annabel Winter einen weiteren Vorzug. Im Sommer eine Selbstverständlichkeit, muss in der kalten Jahreszeit sicher das ein oder andere Mal der innere Schweinehund überwunden werden – schließlich sind in der Regel weder die Halle noch der Stall beheizt. „Wenn ich mich dann aber aufgerafft habe, fühle ich mich hinterher richtig befreit und bin froh, etwas für mich getan zu haben.“ Denn auch bei kaltem Wetter ist es sinnvoll, sich regelmäßig im Freien zu bewegen. So wird das Immunsystem optimal gestärkt.

Reiten – Sport mit einem Lebewesen

Reiten ist auch schon deswegen ein besonderer Sport, weil hier zwei Lebewesen zusammenarbeiten müssen: Reiter und Pferd. Dabei ist das Pferd nicht einfach ein Sportgerät, sondern es hat eigene Instinkte und besondere Verhaltensweisen, die ein Reiter kennen muss. „Jeder Reiter muss wissen, was zu tun ist, damit das Pferd versteht, was es tun soll“, erklärt Melissa Baumgartner. Und das bezieht sich nicht nur auf die Zeit im Sattel, wo das Wissen über den Sitz und die Hilfengebung oder die Regeln in der Reitbahn eine Rolle spielen. Rund um das Thema Pferd gibt es viel mehr zu lernen: angefangen vom richtigen Annähern an ein Pferd, über das Führen und Putzen bis hin zum Anbringen von Sattel und Trense. „Ziel ist es, harmonisch und gemeinsam mit dem Pferd zu agieren“, so die Expertin. Und wem das gelingt, der ist spätestens dann vom berüchtigten „Pferdevirus“ infiziert und wird die Auszeit vom Alltag sicher des Öfteren im Stall suchen.

Reiten lernen
Auch Späteinsteiger können das Reiten problemlos erlernen. Los geht’s an der Longe. Dabei hält der Reitlehrer das Pferd an einer langen Leine, es läuft im Kreis. Anfänger können sich so vollständig auf ihren Sitz und ihr Gleichgewicht konzentrieren. Wie lange das Reiten an der Longe nötig ist, hängt vom Reiter ab. In der Regel braucht ein Anfänger sechs bis zwölf Einheiten, bis er das nötige Gleichgewichtsgefühl hat, um selbstständig die Balance zu halten.

Kosten
Nicht alle Reitvereine bieten Stunden für Anfänger an. Manche haben auch gar keine Schulpferde. Der jeweilige Kreisreiterverband informiert über geeignete Reitschulen. Eine Reitstunde kostet im Durchschnitt zwischen 10 und 30 Euro – abhängig von der Stadt und davon, ob es eine Einzelstunde oder ein Kurs ist.

Ausrüstung
Wer mit dem Reiten beginnt, muss nicht die teuerste Ausrüstung kaufen. Es reichen eine Reitkappe, eine gut sitzende Jeans mit flacher Innennaht, die genügend Bewegungsfreiheit bietet, und Schuhe mit zirka zwei Zentimeter hohen Absätzen.

Treppelaufen

Besser laufen

Besser laufen – mit der Treppenübung für jeden Tag

Viele Menschen laufen nicht aufrecht genug, besonders im Bereich des Rumpfes, wo der Ausgangspunkt für eine effiziente und kraftsparende Laufbewegung liegt. Es gibt aber eine Alltagssituation, in der sich die meisten Menschen auf natürliche Art und Weise richtig bewegen – beim Treppenheruntergehen. Sebastian Rosenkranz von der JES Bewegungsschmiede erklärt, wie es geht.
Die Übung 

Suchen Sie sich auf Ihrer Laufstrecke eine Treppe, die Sie zunächst einfach nur runtergehen. Wiederholen Sie dies einige Male und achten Sie auf Ihre natürliche „Treppenbewegung“. Es geht dabei schlicht um das Nachspüren dessen, was Sie dort ganz automatisch bereits machen.
1 Aufrechter und stabiler Lenden-Becken- Hüftbereich
Da beim Treppengehen die Beine mit ihren langen Hebeln wirken, ist es sehr wichtig, dass sie einen festen Angriffspunkt haben. Ansonsten verpufft sehr viel Energie. Die Aufrichtung des Rumpfes lässt sich noch verstärken, indem man den Bauchnabel leicht nach innen zieht, ähnlich wie beim Beckenbodentraining. Aber vergessen Sie dabei das Atmen nicht.
2 Der lockere Fuß
Durch die Aufrichtung erreichen wir eine höhere Position des Rumpfes. Wir sind gestreckter. Damit hat der Fuß mehr (Spiel-)Raum und kann spürbar lockerer nach vorne pendeln. Durch die Schwerkraft fällt der Ballen leicht nach unten, der Abdruck wird verstärkt.
3 Der Fußaufsatz im vorderen Bereich
Beim Treppengehen setzen wir automatisch zuerst den Vorderfuß auf. Durch einen Fußaufsatz im vorderen Bereich ist die Bremskraft geringer, so dass sich das Laufen deutlich leichter und dynamischer anfühlt.