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Sonne

Von Sonnenjunkies und Schattenmodels

Unter dem Schirm mit Sonnenblocker oder Vollgas in der Mittagshitze – Beim Thema Bräunen am Strand gehen die Urlauber-Meinungen seit jeher auseinander. Doch die Zeiten der Tiefenbräune scheinen vorbei zu sein. So jedenfalls der Ergebnis einer repräsentativen Online-Umfrage von HolidayCheck. Das Portal hat vier verschiedene Bräunungstypen identifiziert.

„Die Sonnenanbeter“ – Bräunen mit Bedacht
Die „Sonnenanbeter“ stellen die größte Gruppe am Strand dar: Über die Hälfte der Befragten – nämlich 52 Prozent – versuchen im Urlaub braun zu werden, allerdings nur ganz langsam und mit regelmäßigem Eincremen. 54 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer zählen sich zu dieser Kategorie, in der die Sonnenmilch ein ständiger Begleiter ist.

„Die Gesundheitsbewussten“ – Sicherheitshalber blass
Unter dem Sonnenschirm, mit Sonnenhut und hohem Lichtschutzfaktor auf der Haut verbringen die „Gesundheitsbewussten“ ihren Urlaub. Braun werden auf Kosten der Gesundheit kommt für ein Fünftel (21 Prozent) der Umfrageteilnehmer somit nicht in Frage. So sagen 23 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer, dass sie „aus gesundheitlichen Gründen lieber blass bleiben“. Die meisten „Gesundheitsbewussten“ am Urlaubsstrand kommen aus Bayern (29 Prozent), dem Saarland (31 Prozent) und Schleswig-Holstein (33 Prozent).

„Die Sonnenjunkies“ – Ohne Rücksicht auf Verluste
Elf Prozent der Befragten versuchen so schnell wie möglich so braun wie möglich zu werden. Die Urlaubszeit ist begrenzt, daher geht es vom Flugzeug direkt an den Strand. Männer und Frauen liegen in dieser Gruppe nahezu gleichauf. Auffallend ist aber, dass die Anzahl der „Sonnenjunkies“ mit dem Alter abnimmt: Während knapp ein Viertel (23 Prozent) der 18- bis 24-Jährigen in diese Kategorie fallen, sind es bei den 25- bis 44-Jährigen nur noch 13 Prozent und bei den über 55-Jährigen sogar nur noch acht Prozent.

„Die Schattenmodels“ – Stylefaktor Blässe
Auf die vornehme Blässe legen nur zwei Prozent der Umfrageteilnehmer Wert. Sie bevorzugen den hellen Hautton nicht zwangsläufig aus gesundheitlichen, sondern aus Style-Gründen – braun werden ist ihrer Meinung nach out. Während fünf Prozent der 18 bis 24-Jährigen beim Sonnenbaden an diesen Style-Faktor denkt, sind es bei der Elterngeneration – den 45- bis 54-Jährigen – nur noch ein Prozent.

 

Wandern

Diese Sprüche kennen wir…

Der Wanderweg will einfach nicht enden und der Gipfel ist in weiter Ferne. Jetzt schlägt die Stunde der aufmunternden Worte und Durchhalte-Parolen. Doch was verbirgt sich wirklich hinter „Das Schlimmste haben wir hinter uns“ und anderen Sprüchen am Berg? active woman hat bei den Bergführern von ASI Reisen nachgefragt.

 

„Oa Kurvn no…“
Diese Aussage bedeutet sinngemäß „Ich weiß nicht, wie lange es noch dauert, aber es ist nicht mehr so weit. Hoffentlich.“ Diesen Spruch hört man verstärkt, wenn die Müdigkeit einsetzt, die Füße schwer werden und der Magen lautstark knurrt, und er stellt eine Hütte hinter der nächsten Kurve in Aussicht. Über die Wahrheitsquote der Aussage ist jedoch nichts bekannt.

„Das Schlimmste haben wir hinter uns, jetzt geht’s nur mehr bergab.”
Der Wanderer möchte damit eigentlich sagen „Bitte lass es bald leichter werden!”. Ein häufiger Ausspruch, wenn die eigenen Fähigkeiten und die der Begleitung überschätzt worden sind: Die Aussage ist damit schon fast als Gebet zu verstehen, dass der Weg doch bitte bald leichter werden möge.

„Jetzt kommt gleich die Sonne durch”
Das soll eigentlich heißen: „Der Nebel ist nicht schlimm. Wird gleich besser. Hoffe ich.“ Traumwetter am Berg gehört für viele nämlich einfach dazu. Doch wer beim Wandern auf Nebel trifft, kann nur auf Besserung hoffen – leider ist das nicht immer der Fall.

„Das Wetter hält sicher”
Damit möchte ein ambitionierter Wanderer sagen: „Ich will unbedingt da rauf – das Wetter MUSS einfach halten.“ Bei dieser Halbwahrheit braucht es mehr als Schmunzeln, denn ein überraschender Wetterwechsel in den Bergen kann gefährlich werden: Wetterkunde ist daher Pflicht für jeden Wanderer.

„Welcher Berg ist das dahinten? Der Welchener.”
Dieser Spruch ist ein beliebter Witz, der vor allem in Tirol zu hören ist. Er bedeutet schlicht „Ich habe keine Ahnung, welcher Berg das ist”. Die Gegenfrage „Welchen meinst du?“, im Dialekt gesprochen „Der Welchener?“, wird dann von Nicht-Tirolern gerne als Bergname interpretiert.

„Da bin ich schon gewesen – ist total leicht.”
Ein Wanderer glaubt sich bei diesem Spruch zu erinnern: „Das habe ich leichter in Erinnerung. Naja, zumindest wenn ich zurückdenke!“. Wenn er sich dabei nur nicht irrt!

„Ich schnarche nie.”
In den Hütten teilt man sich die Zimmer oftmals mit mehreren Personen. Schnarcher sind hier keine Seltenheit. Der Spruch soll daher eigentlich heißen: „Zumindest habe ich mich selber noch nie gehört” und ist keine Garantie für eine ruhige Nacht.

„Das war gar nicht so schwer.”
„Jetzt am Gipfel angekommen, sind alle Strapazen der Wanderung vergessen“, ist die eigentliche Aussage dieses Spruchs. Es ist ein Phänomen. Alle Anstrengungen, der Schweiß, der Muskelkater und die müden Beine sind vergessen, sobald man sein Ziel erreicht hat.

 „Nächstes Mal machen wir etwas Leichteres.”
Zumindest bis zum Gipfel oder der nächsten Hütte kreist das Gedankenkarussell: „Warum tun wir uns das an? Nie wieder. Nie. Wieder!”. Wenn die Atemzüge kürzer, die Beine schwerer und die Wege steiler werden, fasst man diesen Vorsatz. Verworfen wird jener aber im Nachhinein am Ziel angelangt, denn dann war das doch gar nicht sooooo schwer.

„Das ist sicher ein Adler”
Der Klassiker unter den Halbwahrheiten. Denn eigentlich soll das heißen: „Das ist ein ziemlich großer Vogel.“ In den meisten Fällen ist das dann doch eher ein Falke oder ein Bussard oder ein Dohle

richtig sitzen

Der perfekte Sitz

10 Kilometer joggen, kein Problem, 20 Bahnen schwimmen, auch nicht – doch kaum sitzen Sie auf dem Fahrrad, tut Ihnen nach ein paar Kilometern der Po weh. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihr Rad richtig einzustellen – so geht´s.

Das darf doch nicht wahr sein! Da jagen Rennradfahrer auf einem knüppelharten Mini-Sattel stundenlang über die Straßen und man selbst kann schon nach einer halben Stunde auf dem komfortablen Sattel des Trekkingrads nicht mehr sitzen, weil der Allerwerteste sich anfühlt wie nach einem Ritt über die Alpen. Schwacher Trost: Das geht vielen so, ein schmerzender Po ist neben kribbelnden Händen und Knieproblemen die häufigste Beschwerde, über die (nicht nur) sportliche Radlerinnen klagen.
Die Ursache für eine schmerzende Kehrseite scheint naheliegend: ein zu harter, unbequemer Sattel. Nur allzu schnell beginnt dann die Suche nach einem komfortablen Sitz – je dicker gepolstert desto besser. Doch paradoxerweise ist oft gar nicht der Sattel die Wurzel des Übels, sondern die Sitzposition auf dem Rad. Deshalb nicht gleich einen neuen Sattel kaufen, sondern erstmal den vorhandenen richtig einstellen! Denn nur wenn die Fahrerin richtig auf dem Rad sitzt, klappt’s auch mit dem relaxten, schmerzfreien Biken.

So finden Sie die korrekte Sitzposition

Helfer engagieren.  Zu zweit geht’s einfacher. Ein Helfer oder eine Helferin hält das Rad fest, während Sie auf dem Sattel sitzen und Maß nehmen.
Sattelhöhe. Auf dem Sattel Platz nehmen, ein Pedal ganz nach unten an den tiefsten Punkt drehen. Jetzt mit der Ferse auf das Pedal stellen. Nun muss das Bein ganz durchgestreckt sein, andernfalls die Sattelhöhe korrigieren. So ist sichergestellt, dass später beim Fahren mit dem Vorderfuß das Bein stets leicht angewinkelt bleibt und man weder „mit den Knien unter dem Kinn“ radelt noch auf dem Sattel nach rechts und links schwankt, weil der Abstand zwischen Sitzfläche und Pedal zu groß ist.
Sattelneigung. Je stärker der Sattel nach vorn gekippt wird, desto mehr rutscht man beim Fahren nach vorne – was dann wiederum die Hände stärker belastet, die zusätzlichen Gegendruck ausüben müssen. Deshalb den Sattel möglichst waagerecht ausrichten, höchstens ganz minimal nach vorne neigen.
Horizontale Sattelposition. Fast alle Sättel lassen sich auf der Sattelstütze um ein paar Zentimeter nach vorne oder hinten schieben. Zum Ermitteln der richtigen Position auf dem Sattel Platz nehmen, ein Pedal waagerecht nach vorn stellen (3-Uhr-Position), den Vorderfuß mit dem Fußballen wie beim Radeln auf das Pedal stellen. Nun muss die Kniescheibe genau senkrecht über der Pedalachse stehen (gerne mit einem Lot nachmessen). Stimmt die Position nicht, den Sattel entsprechend weiter nach vorne oder hinten verschieben.

Passt alles richtig, sind beim Trekkingbike Sattel und Lenker jetzt etwa auf gleicher Höhe. Beim Stadtrad ist der Sattel etwas tiefer als der Lenker, beim sportlichen Rad etwas höher.

Wenn doch ein neuer Sattel her muss

Schmerzt der Po auch nach diesen Einstellungen noch, liegt’s womöglich doch am Sattel. Dann hilft nur Ausprobieren, denn den einzig wahren Sattel gibt es nicht. Dabei gilt: Der Sattel ist kein Sofa, weich und dick gepolstert bedeutet nicht unbedingt bequem – im Gegenteil. Oft führt gerade eine zu weiche Polsterung zu Beschwerden. Nämlich dann, wenn die Sitzknochen zu tief einsinken und der Druck auf andere, empfindliche Partien verlagert wird. Wichtig ist es, einen Sattel zu finden, der optimal

  • zur individuellen Sitzposition (eher aufrecht oder eher sportlich) passt und
  • zum Abstand der Sitzknochen, der bei jedem Menschen unterschiedlich ist.

Am besten beim Fachhändler unterschiedliche Sättel ausprobieren, ein guter Händler bietet verschiedene Modelle zum Probefahren an. Tipp: Wer auf Nummer Sicher gehen will, lässt die Position seiner Sitzknochen beim Fachhändler vermessen und sucht dann den passenden Sattel aus. Viele Fachhändler vermessen etwa nach dem System „sit & fit“ des deutschen Sattelspezialisten SQlab, das schon seit Jahren bewährt ist und immer weiterentwickelt wird. Ebenfalls empfehlenswert:  Eine individuelle Anpassung des kompletten Bikes (samt Sitzposition) mit dem „Body Geometrie Fit-System“ des Fahrradherstellers Specialized.

 

 

Kalorien

Kalorien sind nicht gleich Kalorien

Warum? Weil unser Körper nicht alle Kalorien auf die gleiche Art und Weise behandelt. Wichtig ist es, die guten von den bösen zu unterscheiden… 

Stellen Sie sich vor, Sie könnten als kleinen Snack zwischen einem Schokoriegel mit 250 Kalorien oder einer Avocado mit 250 Kalorien wählen. Wozu würden Sie greifen? Wahrscheinlich gingen Sie einfach nach dem Lustprinzip vor. Schließlich haben beide Produkte ja 250 Kalorien, nicht wahr? So wie Ihnen geht es vielen Menschen. Viele denken: Letztlich ist es doch egal, ob ich mir eine kleine Portion Pommes gönne oder einen Berg Möhren knabbere. Es kommt doch nur darauf an, wie viel ich über den Tag verteilt esse. Wenn ich weniger Kalorien zu mir nehme, als mein Körper braucht, werde ich die lästigen Kilos verlieren. Den großen Unterschied aber behalten die wenigsten im Auge: das, was ein Lebensmittel mit ihnen macht.
Einfaches Kalorienzählen berücksichtigt nämlich nicht die hormonellen Auswirkungen, die ein bestimmtes Lebensmittel auf den Körper hat. Oder fühlen Sie sich nach einer Tafel Schokolade ebenso fit wie nach einer Tüte Studentenfutter mit Nüssen? In der Regel dürften Sie sich hinterher unter- schiedlich fühlen, denn Ihr Körper reagiert auch unterschiedlich auf die- se Speisen.

Avocado oder Schokoriegel: Das passiert in Ihrem Körper

Zurück zu unserem Beispiel Schokoriegel oder Avocado! Gut möglich, dass Sie sich für den zuckerhaltigen, kohlenhydratreichen Schokoriegel entschieden haben. Aber was passiert nun? Sie beißen in den Riegel, verzehren ein Stück und setzen damit folgenden Prozess in Gang: Ihr Blut- zuckerspiegel steigt rasant an und Ihre Bauchspeicheldrüse sondert als Reaktion darauf Insulin ab. Insulin ist ein wichtiger Baustein, um Hormone zu bilden. Es hilft dabei, Zucker aus den Lebensmitteln in die Zellen zu bringen, damit er dort als Energie genutzt werden kann. Unsere Muskeln und Organe kommen mit diesem schnellen An- sturm jedoch nicht zurecht. Alles, was sie jetzt nicht schnell genug aufnehmen können, landet darum in den Fettzellen. Und genau hier liegt das Problem: Die meisten von uns nehmen zu viel Energie aus einfach verdaulichen Kohlenhydraten (z.B. Zucker und Weißbrot) zu einer Tageszeit auf, zu der ihre Muskeln das gar nicht brau- chen, und lagern sie dann als Fett ein. Sehr wahrscheinlich landet auch ein Teil des Riegels auf Ihren Hüften.
Anders sieht es aus, wenn Sie zur Avocado greifen. Sie ist fettig, aber das darin enthaltende einfache ungesättigte Fett hemmt die 
Insulinbildung.
Das gilt ebenso für
ballaststoffreiche
Lebensmittel (z.B.
Gemüse und Voll
kornprodukte). Auch
 sie lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Dadurch wird weniger Insulin ausgeschüttet. Unsere Muskeln und Organe haben dadurch mehr Zeit und können die Energie besser verarbeiten. Das wiederum führt zu einem längeren Sättigungsgefühl. Und dann liefert die Avocado einen weiteren Vorteil: Sie sendet Signale an den Körper, dass er Fett verbrennen soll.
Zwei Lebensmittel mit gleicher Kalorienzahl haben also eine unterschiedliche Wirkung auf den Körper und entscheiden mit darüber, ob Sie Fett ansetzen oder abbauen.

Zucker macht den Unterschied

Stellt sich nun die Frage, wie unter- scheide ich die guten von den schlechten Lebensmitteln – und zwar ganz unabhängig von der Kalorienzahl. Zum einen gilt es, den Zuckergehalt der Lebensmittel im Blick zu behalten. Was nicht so einfach ist, denn in den ver- gangenen 50 Jahren hat sich der Zu- ckerverbrauch weltweit verdoppelt. In fast allen verarbeiteten Lebensmitteln findet sich Zucker. Das Schlimme dar- an ist: Zucker hat absolut keinen Nähr- wert. Sie können zwar mit einer Tief- kühlpizza, einer Tafel Schokolade und einer Flasche Cola Ihren Energiebedarf für den gesamten Tag decken – aber Sie kommen damit keine 24 Stunden über die Runden, da sie kaum sättigende Nährstoffe zu sich genommen haben. Um nicht zuzunehmen, müssten Sie den Rest des Tages hungern. In der Regel ist es aber eher wahrscheinlich, dass Sie zum Kühlschrank rennen und sich etwas holen. Vielleicht mit dem verzweifelten Zusatz: „Mist – ich könnte heute den ganzen Tag essen!“

So „verwöhnen“ Sie Ihren Körper

Wer lieber eine optimale Reaktion auf sein Essen erzielen möchte, muss sich nur ein paar einfache Tricks merken und schon klappt es mit dem Schlank- werden und -bleiben:
Nach dem Clean-Eating-Prinzip vorgehen. Bedeutet: Erlaubt ist alles, was möglichst natürlich, unverarbeitet und ohne (Zucker-)Zusätze wie Geschmacks- verstärker oder Farbstoffe ist. Dazu müssen Sie einfach nur frische Lebens- mittel verwenden und so oft es geht selbst kochen.
Möglichst viel Gemüse und reichlich Eiweiß aus organischen Quellen essen (z.B. Lachs, Bohnen, Eier, Vollmilch).
Auf gesunde Fette wie Olivenöl, Kokosöl, Avocados setzen. Auf ungesunde Fette wie gehärtete Öle und Transfette (z.B. in Chips, frittierten Lebensmitteln, Fertigsuppen und -soßen) verzichten.
Kalorien aus langsam-verdaulichen, ballaststoffreichen Kohlenhydraten beziehen, da diese schön lange satt halten (z. B. Vollkornprodukte, Nüsse, Haferflocken, Quinoa). Tipp: Wenn es leere Kalorien wie Weißmehl und Zucker sein sollen (etwa Toast mit Marmelade, Pizza Salami), dann diese Mahlzeit auf die Stunde unmittelbar nach einem Workout legen. Oder: Bewusst eine wöchentliche Schummelmahlzeit einplanen, um den inneren Schweinehund zufrieden und gnädig zu stimmen.            Nari Nikbakht

 

 

 

Faszien

Was Faszien lieben

Sie machen regelmäßig Faszientraining? Wunderbar! Sie können Ihr Bindegewebe aber noch auf andere Weise unterstützen – mit der richtigen Ernährung.

Faszien sind ein echtes Wunderwerk. Dabei wurde das Geflecht aus netzartigem kollagenem Bindegewebe lange unterschätzt. Faszien liegen zwischen dem Oberflächengewebe der Haut und den darunterliegenden Muskeln und umschließen den Körper wie eine zweite Hülle. Je fester und elastischer die Faszien sind, um so besser können sie die Muskeln unterstützen und den Körper vor Verletzungen schützen. Umgekehrt werden heute viele ungeklärte Schmerzen gerade im unteren Rücken mit verklebten Faszien in Zusammenhang gebracht.
Ein gezieltes Training galt bislang als die einzige Möglichkeit, um die Funktionsfähigkeit der Faszien wieder herzustellen. Doch man kann noch mehr für das Bindegewebe tun. „Genauso wichtig wie die richtige Bewegung ist die richtige Ernährung“, sagt der Ernährungsexperte und Sportlehrer Stephan Müller, der dafür Hunderte wissenschaftlicher Studien ausgewertet hat (Buchtipp: Stephan Müller, Richtig essen für die Faszien. Südwest Verlag). Sein Fazit: „Um Faszien neu aufzubauen und gut funktionsfähig zu halten, benötigt der Körper eine Reihe von Nähr- und Wirkstoffen. Und diese können bestimmte Lebensmittel liefern.“

Vier Aminosäuren für die Faszien

Bindegewebe, Muskulatur oder Knorpel – ohne Proteine (Eiweiße), die sich aus Aminosäuren im Körper zusammensetzen, würde all das nicht funktionieren. 20 sogenannte proteinbezogene Aminosäuren sind bekannt. Für die Faszien sind, so Stephan Müller, vor allem vier Aminosäuren wichtig.
Arginin fördert unter anderem die Ausschüttung von Wachstumshormonen und hilft beim Aufbau stabiler Muskeln. Argininreiche Lebensmittel verbessern aber auch die Regeneration nach dem Sport und fördern die Durchblutung des Bindegewebes.
Top: Haselnüsse, Mandeln, Fisch (Barsch, Thunfisch, Sardine, Lachs, Garnelen) sowie Hühner-, Kalb- und Rindfleisch
Glutamin ist wichtig für die Zellerneuerung und den Aufbau von Muskeleiweiß. Außerdem haben Studien ergeben, dass Glutamin die Wundheilung beschleunigt. Denn wie Arginin regt auch Glutamin die Kollagenproduktion an.
Top: Walnüsse, Fisch, Rind und Huhn
Lysin verleiht Kollagen die nötige Stabilität – nur in den Faszien, sondern auch in der Haut, den Knochen, den Knorpeln und den Sehnen.
Top: Eier, Pilze, Nüsse, Fisch, Rind, Huhn, Quark und Käse
Prolin ist eine der wichtigsten Aminosäuren für das kollagene Bindegewebe. „Eine optimale Wirkung erzielen Sie, wenn Sie Prolin mit Vitamin C kombinieren. Also Zitronensaft über den Fisch oder den Salat träufeln“, rät der Experte.
Top: Eier, Huhn, Rind, Lachs, Sonnenblumenkerne, Dinkelmehl und Käse

Zwei Fettsäuren wirken unterstützend

Wer etwas für seine Faszien tun möchte, sollte auf die ungesättigten Fettsäuren Omega-9 (Oliven-, Raps und Erdnussöl) und Omega-3 (Lein-, Hanf- und Nussöl) setzen, sagt Stephan Müller. Vor allem die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 erhöhen die Kollagenproduktion, wirken entzündungshemmend und verbessern die Stoffwechselproduktion. Vorsichtig sollten Sie dagegen bei Omgea-6-Fettsäuren sein. „Viele Menschen denken, dass pflanzliche Öle im Vergleich zu tierischen Fetten generell gesünder sind. Doch das ist ein Irrtum. Sonnenblumenkerne etwa werden durch sehr hohen Druck gepresst. Die Hitze lässt das ungesättigte Fett ranzig werden, weshalb das Öl nach dem Pressen aus Geschmacksgründen raffiniert wird. Dadurch werden aber auch die verbliebenen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe herausgefiltert.“

Beweglich mit sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien

Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien unterstützen die Faszienfunktion. Sie haben eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung und beeinflussen eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen. Für den Ernährungsexperten und Personaltrainer sind diese sieben Wirkstoffe entscheidend:
Allicin: Zwiebel und Knoblauch enthalten den Wirkstoff Allin, der sich in Verbindung mit Sauerstoff in Allicin umwandelt. Zwiebel und Knoblauch sollten nach dem Schneiden daher fünf bis zehn Minuten offen stehen, damit der Sauerstoff reagieren kann.
Capascin steckt in verschiedenen Paprikaarten (auch Chili) sowie in schwarzem, weißem, grünem und rosa Pfeffer. Capascin wirkt auch als Wärmeverstärker.
Curcumin ist in vielen gelb-orangefarbenen Gewürzen wie Kurkuma und Safran enthalten. Curcumin ist öllöslich. Deshalb  Kurkuma z.B. immer erst in Leinöl auflösen. Stephan Müller: „Verwenden Sie Pfeffer und Kurkuma zusammen, Capascin erhöht die Wirkung von Curcumin.“
MSM (Methylsulfonylmethan) ist eine chemische Verbindung, die neben Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff auch Schwefel (Sulfur) enthält. Schwefel wiederum wird zum Aufbau von Proteinen benötigt. Besonders viel MSM enthalten Tomaten, Brokkoli, Blumenkohl, Spargel, Zwiebeln, Lauch, Schalotten, Schnittlauch, Knoblauch, Avocado, Ei, Nüsse und verschiedene Teesorten.
Katechine sind Polyhenole, die als sekundäre Pflanzenstoffe z.B. in den Blättern des grünen Tees vorkommen und eine besonders starke antibakterielle Wirkung haben. Katechine stecken auch in frischem Obst, dunkler Schokolade, Traubensaft und Rotwein.
OPC (oligomere Proanthocyanidine) ist ein natürlich vorkommender Pflanzenstoff. Er steckt in Traubenkernen, in der Schale von roten Trauben sowie in Ginkgoblättern und in Äpfeln. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass Traubenkernextrakte die Durchblutung der Gefäße und des Fasziengewebes erhöht.
Silizium (Kieselsäure) verleiht Faszien ihre mechanischen Eigenschaften und sorgt dafür, dass der Knorpel mehr kollagene Fasern und mehr Knorpelgrundsubstanz bildet. Tolle Siliziumlieferanten sind Brennnessel, Süßkartoffeln, Petersilie, Löwenzahn, Blumenkohl, Erdbeeren, Spinat, Lauch, Trauben, Paprika, Birnen und Kieselerde.

Fit mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen

Ohne sie geht es nicht. „Vitamine & Co. haben generell wichtige Aufgaben im Körper und man sollte immer darauf achten, dass man sie in ausreichender Menge zu sich nimmt“, betont Stephan Müller. „Für die Faszien haben einige jedoch eine besondere Bedeutung, weil sie die Regeneration und den Aufbau unterstützen.“ Dazu zählen vor allem die Vitamine A, C, D und E. Den größten Effekt hat man, wenn man möglichst viele dieser Vitamine miteinander kombiniert. Der Tipp des Ernährungsexperten: ein Feldsalat mit Nüssen und Leinöl. „Das ist eine wahre Vitamin A-C-D-E-Bombe.“ Wer die Faszien unterstützen will, sollte außerdem zu solchen Lebensmitteln greifen, die viel Kalzium, Kupfer, Magnesium und Zink enthalten. So führt ein Kalziummangel zu einer Erschlaffung des Bindegewebes – vor allem im Bauch- und Brustbereich. Ein Kalziummangel kann aber auch zu Sportverletzungen führen, weil die Sehnen nicht elastisch genug auf die Anforderungen reagieren können. Gerade Frauen, die viel Sport machen, sollten daher auf kalziumhaltige Lebensmittel (z.B. Brokkoli, Fenchel, Spinat, Grünkohl, Sesam, Mandeln, Champignons) achten. Kupfer spielt eine wichtige Rolle bei der Heilung von Weichteilgewebe. Gut erforscht ist auch die Beteiligung des Kupfers an der Biosynthese von Knochen und Bindegewebe. Kupferhaltige Nahrungsmittel wie Hagebutten, Fisch, Hummer, Austern, Artischocke und Haselnüsse sind daher ideal, um die Knochenheilung und die Vernetzung von Kollagen und Elastin zu verbessern. Magnesium kommt vor allem in den Knochen und im Bindegewebe vor. Wer sich ausgewogen ernährt, nimmt in der Regel genügend Magnesium zu sich. „Wer aber gerne und viel Kaffee trinkt, sollte als Ausgleich mehr magnesiumreiche Lebensmittel wie Bananen essen, denn Kaffee wirkt sich negativ auf die Magnesiumbilanz aus“, so der Experte. Zink ist vor allem für einen funktionierenden Stoffwechsel verantwortlich. Dass das Spurenelement aber noch viel mehr kann, darauf deuten neueste Forschungsergebnisse hin. So scheint Zink die Reparatur und Regeneration des Gewebes zu beschleunigen, betont Stephan Müller. Gute Quellen sind Kakao, Mohn, Eigelb und Leinsamen.    Susanne Mittenhuber

 

Fit-und-aktiv-Salat
Zutaten für 4 Personen
100 g Rucola, ½ Kopfsalat, ½ Eisbergsalat, 50 g frischer, junger Spinat, 50 g Löwenzahnblätter, 50 g Pilze, Salz, Pfeffer, Chilipulver, 25 g Walnüsse, 25 ml Leinöl, Saft von 1 Zitrone, 25 g Pinienkerne
Zubereitung
Salate, Kräuter und Pilze waschen und in mundgerechte Teile zupfen. In eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen. Öl und Zitronensaft zu einem Dressing verrühren.  Zusammen mit den Walnüssen und den Pinienkernen zum Salat geben.

Vorteile für die Faszien:

  • Nüsse: hochwertiges Eiweiß (Faszienaufbau), Vitamin E (Zellteilung), Selen (Zellstoffwechsel), Omega-3-Fettsäuren (entzündungshemmend, Zellaufbau)
  • Pilze: hochwertiges Eiweiß (Fazienaufbau), Vitamin D (straffes Bindegewebe, entzündungshemmend)
  • Salat: Vitamin A (Aufbau von Haut und Bindegewebe), Vitamin C (Aufbau von kollagenem Bindegewebe), Wasser (bessere Faszienversorgung mit Wasser)

 

 

Kampfsport

Was Frauen stark macht

Kampfsport ist Fitness pur,
 super zum Abnehmen und gibt Frauen auch die Sicherheit,
 sich im Notfall selbst verteidigen 
zu können. 

Anastasia Kudryashova ist eine Frau, die Power hat und das auch ausstrahlt. Kein Wunder: Die Per-sonal Trainerin aus München ist mehrfache russische Karatemeisterin mit mehr als sechsjähriger Wettkampferfahrung. Sie weiß, was es heißt, die eigenen Grenzen zu überwinden: „Kampfsport ist anstrengend: Man kämpft gegen sich sich selbst und gegen den Gegner. Man darf einfach nicht zulassen, dass er schneller und besser ist. Neben der körperlichen Stärke bedarf es dazu auch einer besonderen mentalen Stärke.“ Die studierte Sportwissenschaftlerin, die heute als Personal Trainerin in München arbeitet, ist davon über-zeugt, dass gerade Kampfsport das Lebensgefühl um so vieles verbessern kann – „weil man dabei seine verborgenen Stärken neu entdeckt.“

Welche Kampfsportarten eignen sich für Einsteigerinnen?

Ganz klar: Boxen und Kickboxen. Boxen ist von allen Kampfsportarten am besten und schnellsten. Boxen konzentriert sich auf Faustschläge, man kontrolliert den Gegner mit den Händen. Die Techniken sind leicht zu erlernen. „Man merkt von Training zu Training, dass man sich verbessert. Der Lerneffekt ist enorm“, so Anastasia Kudryashova. „Das Training ist dann auch gleich mit noch mehr Spaß verbunden.“ Für Frauen ist allerdings Kickboxen meist viel attraktiver. Bei dieser asiatisch inspirierten Boxsportart werden – anders als beim Boxen – auch Tritttechniken trainiert. „Der Kickboxsport vereint auf geschmeidige und optisch ansprechende Weise das Kämpferische mit dem Eleganten: Frauen lieben es, Kicks zu trainieren, weil das natürlich auch die Beine toll formt“, erläutert die Trainerin. Kickboxen liegt Frauen oft auch deshalb mehr, weil es eine koordinative Sportart ist: Man muss Arm- und Beinbewegungen aufeinander abstimmen. Gleichzeitig hält man den Geg-ner – anders als beim Boxen – über die Kicks stärker auf Distanz.

Andere Kampfsportarten sind grundsätzlich schwieriger zu erlernen und eignen sich auch nicht unbedingt als Fitnesssport. Man muss länger und intensiver trainieren als etwa beim Boxen. Wer sich dennoch da- für interessiert, sollte unbedingt Probetrainings machen. Denn die Kampfsportarten unterscheiden sich deutlich voneinander: „Karate und Judo, das sind zwei Welten wie Fußball und Eishockey“, schmunzelt die frühere Karatemeisterin. So kommt es bei Karate auf Arm- und Beinbewegungen an, beim Judo geht es dagegen um Wurftechniken. In jedem Fall muss man bei diesen Kampfsportarten dranbleiben, üben, üben und nochmals üben.

Kann man mit Kampfsport abnehmen?

Kampfsport ist ein hervorragendes Ganzkörperworkout: Beim Training wird wirklich kein Muskel im Körper ausgelassen. Rumpf und Rücken werden stabilisiert, so dass man sogar Rückenproblemen vorbeu- gen oder sie beheben kann. Ausdauer und Kraft spielen hier zusammen: Man ist die ganze Zeit in Bewegung und führt schnelle Aktionen mit hoher Kraft aus. Die Anforderungen im Kampfsport sind wesentlich höher als im reinen Fitnesssport. Insbesondere Boxen und Kickboxen eignen sich auch, um Gewicht zu verlieren – eben wegen des Ganzkörpereffekts. „Zum Boxen gehört ja nicht nur das Schlagen“, sagt Anastasia Kudryashova. Bestandteil des Boxtrainings sind auch Seilspringen und Liegestütze – da purzeln die Pfunde. Weil Boxen bzw. Kickboxen Spaß macht, fällt es auch leicht, dranzubleiben – eine wichtige Voraussetzung, um dauerhaft Gewicht zu verlieren.

Warum ist Kampfsport etwas fürs Selbstbewusstsein?

Vor allem Frauen haben eine psychologische Hemmschwelle, einen anderen Menschen zu schlagen. Sie wollen niemandem weh tun. Die Personal Trainerin: „Das ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber es gibt eben Situationen, in denen man sich zur Wehr setzen muss. Es ist daher unheimlich befreiend, diese Hemmschwelle zu überwinden.“ Die körperliche und mentale Stärke steigert das Selbstbewusstsein. Beim Training selbst kann man seinem Frust Luft machen und einen Ausgleich zum Stress des Alltags finden. Anastasia Kudryashova: „Ich trainiere auch viele Frauen in Führungspositionen männerdominierter Branchen. Sie sagen, sie haben das Gefühl, sich wesentlich besser behaupten zu können, und dass sie zum Beispiel wirklich gestärkt in Meetings gehen.“

Und was bringt Kampfsport in Sachen Selbstverteidigung?

Kampfsport stärkt die innere Kraft. Besonders geeignet zur Selbstverteidigung sind auf jeden Fall Boxen und Kickboxen: Die Schlagtechniken, die man dabei erlernt, sind schon sehr wirksam. Die hohe Kunst der Selbstverteidigung sind dann Grifftechniken, wie sie etwa Bestandteil des Karate sind. Bei Anastasia Kudryashovas Training zur Selbstverteidigung geht es nicht darum, Aggressionen aufzubauen und diese an anderen Menschen auszulassen. In erster Linie soll die Selbstverteidigung für Frauen dazu dienen, mögliche Angriffe abzuwehren. So kann der Angreifer in die Flucht geschlagen werden, denn mit einer passenden Antwort auf seine Attacke rechnet er sicherlich nur in den wenigsten Fällen.
Viele Organisationen bieten dazu heute Selbstverteidigungskurse an, die nur ein paar Stunden dauern. Damit sei es aber meist nicht getan, sagt die Personal Trainerin: „Sicher ist das besser als nichts. Bis man jedoch eine bestimmte Griff- oder Wurftechnik aus dem Kampfsport oder der Kampfkunst gerade in einer Situation anwenden kann, in der man ohnehin panisch ist, dauert es. Das habe ich selbst auch schon erlebt.“ Dennoch: Ein Selbstverteidigungskurs kann dazu dienen, die psychologische Barriere zu überwinden, sich gegen einen Gegner zu wehren. „Wenn man mal so richtig mit Power gegen einen Boxsack geschlagen hat, dann geht man mit einem ganz anderen Gefühl durch die Gegend.“     Silke Bruns

 

Laufen und Stress

Laufen gegen den Stress

Beim Laufen dem Stress davonrennen? Klingt gut.  10 Tipps von Personal Trainer Frank Thomes, wie Sie besser laufen – und dabei entspannen.

Sie kommen gestresst aus dem Büro und würden am liebsten gleich die Laufschuhe anziehen, loslaufen und runterkommen? Ganz so einfach ist das allerdings nicht: „Wenn man noch voller Stress ist, kann Laufen auch kontraproduktiv sein“, warnt Bewegungs-Experte Frank Thömmes. Denn: Laufen reduziert ja nicht per se den Stress, sondern vielmehr „nur“ die Stresssymptome. Deshalb besteht die Gefahr, dass man seinen Stress aufs Laufen überträgt. Thömmes: „Wer im Beruf oder auch privat unter Zeit- und Termindruck leidet, der wird den oft auch beim Laufen nicht los – im Gegenteil: Dann sitzt einem auch da die Zeit im Nacken – und man fühlt sich hinterher schlechter als vorher.“ Studien zeigen, dass gestresste Läuferinnen z.B. auch Ziele wie das Abnehmen nicht so leicht erreichen, weil der Körper auf stur schaltet und der Fettstoffwechsel gen Null tendiert.

Tipp 1: Volle Konzentration
Setzen Sie sich nicht zusätzlich unter Druck durch Lauf-App, Activity Tracker oder Pulsuhr. Solche technischen Gegenstände üben oft eine zu große Macht auf Läufer aus. Frank Thömmes weiß das von Sportlerinnen: „Wenn eine Lauf-App einen Lauf nicht komplett aufzeichnet, weil z.B. der Akku des Handys leer ist, dann haben immer mehr Läuferinnen gar nicht mehr das Gefühl, sie wären die ganze Strecke gelaufen – und obendrein ein schlechtes Gewissen. Dabei zählt doch jeder Schritt für die Gesundheit!“

Tipp 2Bewegung statt Sport
Ändern Sie Ihre Einstellung zum Laufen. Wer Laufen als Sport sieht und betreibt, verbindet damit oft weitergehende Ziele (bessere Zeiten etc.) oder Zusatznutzen (gut für die Figur, gut für die Gesundheit). Das kann – unbewusst – stressen. Viel besser ist es, sich die „gesunde Variante von Sport“ ins Gedächtnis zu rufen und die heißt: Bewegung. „Für Bewegung ist der Mensch gemacht“, sagt der Experte „Bewegung ist – anders als Sport – eine „natürliche Medizin!“

Tipp 3: Häppchenweise
Man muss nicht zwangsläufig einen Lauf über fünf oder sechs Kilometer absolvieren. Für den Körper ist es genau so gut, morgens, mittags und abends je zwei Kilometer zu laufen. Eine solche Aufteilung kann Stress entgegenwirken.

Tipp 4: Positives Erleben
Natürlich gibt es auch Frauen, die auf einem Laufband im Fitnessstudio Stress abbauen. Aber das ist nicht für jeden etwas. Frank Thömmes empfiehlt gestressten Läuferinnen in jedem Fall das Naturerlebnis.

Tipp 5: Achtsam laufen
Wer gestresst ist, läuft oft einfach drauf los – und findet sich nach 45 Minuten wieder am Auto oder vor der Haustür ein, ohne so recht zu wissen, wie er die Zeit verbracht hat. Deshalb sollte man gerade bei Stress sehr bewusst laufen und beim Laufen darauf achten, wie sich der Körper anfühlt, wie das Herz schlägt, ob man schwitzt etc. Auch auf das Umfeld sollte man achten: Was habe ich gerochen, war es hell oder dunkel, warm oder kalt? Die Konzentration auf solche Sinneseindrücke und der Genuss beim Laufen senken den Stresspegel. Wer mit Bewegung Emotionen verbindet, wird grundsätzlich ruhiger und gelassener.

Tipp 6: Augen zu
Testen Sie Ihr persönliches Stresslevel vor dem Laufen: Schließen Sie die Augen und öffnen Sie sie wieder, wenn Sie meinen, dass 60 Sekunden verstrichen sind. Gestresste Menschen werden die Augen oft schon nach 40 Sekunden wieder öffnen, weiß Frank Thömmes und warnt: „Wenn das so ist, läuft man gefühlt unter Zeitdruck.“ Deshalb die Übung so lange wiederholen, bis man ein Stück weit runtergekommen ist.

Tipp 7: Klare Strukturen
Laufen Sie nicht einfach drauflos, sondern suchen Sie sich eine Strecke, die Ruhe und Weite vermittelt: an einem Fluss entlang, durch die weiten Felder oder den Wald. Beim Laufen in der Stadt lenken Leuchtreklamen etc. einen leicht ab und man baut Stress nicht so gut ab.

Tipp 8: Alleine Laufen
Werden Sie zum Einzelgänger! Laufen in der Gruppe schafft zwar Verbindlichkeit durch feste Termine, was den Stress für manchen schon einmal senken kann. Zudem kann der Austausch unter den Läufern, die Kommunikation, ebenfalls einen positiven Effekt haben. Allerdings gibt es in einer Gruppe viele unterschiedliche Lauf-Interessen. Wer in einer Gruppe mitläuft, in der der Sport im Vordergrund steht, sollte zum Stressabbau auch mal alleine laufen.

Tipp 9: Zeit geben
45 Minuten laufen und dann muss der Stress aber auch weg sein. Falls das nicht schon beim ersten Mal funktioniert, lassen Sie es lieber ganz sein? Falsch, meint Frank Thömmes. Der Körper braucht seine Zeit, um sich auf die natürliche Aktivität des Laufens einzustellen. Man kann nicht einfach vom Schreibtisch aufstehen, laufen und glauben, dass sich ein Soforteffekt einstellt. Bei manchen Läuferinnen ist das so, aber eben nicht bei allen.

Tipp 10: Langsam laufen
Jede Läuferin hat ihr individuelles Tempo. Wer Stress hat, neigt dazu, schneller zu laufen. Welche Laufgeschwindigkeit die richtige ist, kann man nicht pauschal sagen. Probieren Sie einfach mal aus, einen Gang runterzuschalten, wenn Sie sich gestresst fühlen. Bauen Sie in Ihren Lauf durchaus auch kleine Übungen ein. So verfallen Sie nicht in einen monotonen Trab, sondern verschaffen sich viele kleine Anti-Stress-Pausen und zusätzliche Trainings-Effekte.

 

 

 

 

 

 

 

tee

Die 7 besten Getränke zum Schlankbleiben

Mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit sollte man pro Tag zu sich nehmen. Wer beim Sport ordentlich schwitzt, muss jedoch deutlich mehr trinken. Doch Soft- und Energydrinks sind wahre Kalorienbomben und auch der beliebte Apfelsaft enthält 10 % Zucker. Eine gute Figur machen Sie dagegen mit diesen Getränken.

Mate – stoppt den Appetit

Mate gilt zu Recht als top Schlankmacher. Vor zwanzig Jahren ein Kult-Tee, dann lange in der Versenkung verschwunden, ist er jetzt wieder aufgetaucht – in Form neuer, hipper Mate-Drinks. Ursprünglich war der heiße Aufguss aus den geschnittenen Blättern des Mate-Strauchs der „Kaffee“ der Lateinamerikaner. Das Koffein im Mate ist mild und besonders wirksam. Daher hat es einen eigenen Namen bekommen – Matein. Es bringt den Stoffwechsel in Schwung und kurbelt die Verdauung an. Durch Matetee wird die Fettverdauung stimuliert und der Appetit gedämpft – wir essen automatisch weniger. Mate enthält viele wichtige Mineralstoffe, aber so gut wie keine Kalorien. Der T-Boost von Goldmännchen (www.goldmaennchen.de) verbindet Mate mit den vitaminreichen SuperFruits Acerola und Gojibeeren. Für den aktiven Start in den Tag und Lust auf Bewegung gibt es noch eine Prise Energizer-Guarana.

Löwenzahn-Presssaft – kurbelt den Stoffwechsel an

Naturreiner Presssaft aus Löwenzahn regt die Lebertätigkeit an. Das hängt mit den darin enthaltenen Bitterstoffen zusammen. Fett kann so effektiver und schneller verdaut werden. Außerdem wirken die gezackten Blätter entwässernd. Wir verlieren überschüssige Wassereinlagerungen, die den Stoffwechsel blockieren. Je langsamer der Stoffwechsel, desto wahrscheinlicher landen unnötige Kilos auf den Hüften. Um das zu vermeiden, rühren Sie täglich 2-3 Teelöffel Löwenzahnsaft in 200 ml Tomaten- oder Gemüsesaft. Den Löwenzahnsaft für den Schlank-Cocktail gibt es in Reformhäusern und Bio-Geschäften (von Schoenenberger).

Kefir – hält die Darmflora in Schuss

Ursprünglich aus dem Kaukasus stammend, hat Kefir längst die Regale deutscher Supermärkte erobert. Um Kefir herzustellen, wird Milch mithilfe spezieller Bakterien und Hefen vergoren, sodass sie sämig wird und erfrischend-säuerlich schmeckt. Das „Getränk der Hundertjährigen“ gibt es bei uns meist in der fettarmen Variante mit „schlanken“ 1,5 % Fett. Drin stecken viel Calcium und Magnesium für starke, bewegungsfreudige Muskeln sowie gesundes Eiweiß. Durch den hohen Eiweißgehalt sättigt Kefir im Gegensatz zu den meisten Schlankdrinks hervorragend. Ganz wichtig sind auch die enthaltenen Milchsäurebakterien. Sie sorgen für eine gute „Besiedlung“ im Darm und halten die Verdauung fit.

Kaktusfeigensaft – Süßkram für Figurbewusste

Fruchtsaft ist im Allgemeinen nicht unbedingt ein Schlankmacher. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Naturreiner Kaktusfeigensaft (erhältlich im Reformhaus) aus frischen Wüstenfrüchten ist ideal zum Schlankbleiben. Der natürliche Energy-Mix aus Glukose und Fruktose wird schnell vom Körper aufgenommen und verarbeitet. Wir fühlen uns fit und leistungsstark. Die enthaltene Aminosäure (Eiweißbaustein) Prolin ist wichtig zum Aufbau von Muskeln, die unseren Grundumsatz erhöhen. Je höher der Grundumsatz, desto mehr Kalorien verbrennen wir in Ruhephasen. Ganz nebenbei sorgt Prolin für ein straffes Bindegewebe. Kaktusfeigensaft ist köstlich, angenehm süß. Schon die empfohlenen 2×20 ml (nur rund 17 kcal) am Tag stillen die Lust auf Süßes. Da fällt der Verzicht auf Schokolade gar nicht schwer.

Brennnesseltee – lässt die Pfunde purzeln

Brennen Brennnesseln Fettpolster weg? Ganz so einfach ist es leider nicht, aber Brennnesseln unterstützen den Körper effektiv beim Schlankbleiben. Besonders wirksam ist Brennnesseltee aus der Apotheke (z. B. von H&S). Denn als Arzneitee enthält er garantiert genug Wirkstoffe, um den Körper zu entwässern. In überschüssigen Wassereinlagerungen sind Giftstoffe gelöst, die nicht über die Leber und Niere ausgeschieden werden konnten. Diese Giftstoffe verlangsamen den Stoffwechsel. Wir fühlen uns schlapp und müde. Die Wirkstoffe im Brennnesseltee sorgen für eine schnelle Ausleitung dieser Wassereinlagerungen und unterstützen so einen aktiven Lebensstil.

Mineralwasser – einfach null Kalorien

Es ist wohl keine erstaunliche Neuigkeit, dass Wasser gut für die Figur ist. Denn Mineralwasser löscht den Durst ohne auch nur eine einzige Kalorie. Im Vergleich aber weisen Mineralwässer deutliche Qualitätsunterschiede auf. Achten Sie auf den Mineralstoffgehalt. Wasser mit viel Magnesium und Calcium unterstützt die Muskelfunktion und versorgt den Körper besonders effektiv, auch nach dem Sport. Gute Mineralwässer enthalten bis zu 300 mg Calcium und 70-80 mg Magnesium pro Liter. Außerdem ist ein geringer Natriumgehalt im Wasser wichtig (möglichst unter 150 mg pro Liter). Zuviel Natrium (Salz) führt auch zu Wassereinlagerungen, die sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken. Um Wasser ohne zusätzliche Kalorien geschmacklich aufzupeppen, können Sie Zitronen- oder Gurkenscheiben sowie frische Minzblätter hineinlegen.

Alkoholfreies Hefeweizen – kalorienarmer Iso-Drink

Weizenbier ist sehr gesund, wenn nur der Alkohol nicht wäre. Viele Brauereien haben daher keine Kosten und Mühen gespart, leckere und vollmundige Weißbiere ohne Alkohol herzustellen (Herrnbräu, Erdinger, Ustersbacher). Sie enthalten mit rund 25 Kilokalorien pro 100 ml nur knapp halb soviele Kalorien wie Saft oder Cola. Außerdem sind sie isotonisch, d. h. ihr Mineralstoffgehalt ähnelt dem des menschlichen Blutes. Alkoholfreies Weizen ist besonders gut für nach dem Sport geeignet. Einem gemütlichen „Bierchen“ am Feierabend ist nichts mehr entgegenzusetzen. Weizenbiere ohne Alkohol steigern im Gegensatz zu alkoholhaltigen Getränken nicht die Lust auf Schweinebraten, Pommes und Co.. Denn oft sind es die fettreichen Mahlzeiten nach dem Genuss von Alkohol, die wir als „Wohlstandswampen“ mit uns herumschleppen.

Tutima Crew

Der Erfolg ist pink

Das stets in pink gekleidete Frauenteam der Segelyacht Tutima ist der bunte Hund der Offshore-Szene. Bei der Kieler Woche und den anschließenden Segelweltmeisterschaften in Kopenhagen wollen die Mädels wieder ganz vorne mit dabei sein.

„Es ist gut, dass es endlich wieder losgeht.“ Kirsten Harmstorf gibt sich erst gar keine Mühe, abgeklärt zu erscheinen. Denn Tatsache ist, dass die Skipperin der Tutima den Saisonstart kaum erwarten kann. Von April bis Ende September werden sie und ihre Mädels wieder jedes Wochenende auf dem Wasser sein. Entweder um an einer Regatta teilzunehmen oder um zu trainieren, wie z.B. für die Kieler Woche oder die Segelweltmeisterschaften im Juli in Kopenhagen. Natürlich gehe fast ihr gesamter Jahresurlaub für den Segelsport drauf, sagt die Versicherungsmaklerin für Seeschiffe fröhlich. „Und das ist genau das, was ich will. Segeln ist mein Leben.“
Seit 2009 hat Kirsten Harmstorf das Kommando auf der Tutima, einer sogenannten dk46. Die 14 Meter lange Rennyacht segelt im Offshore-Bereich. Hierbei treten unterschiedliche Schiffstypen gegeneinander an. Die Tutima segelt in der größten Gruppe. Eine klassische Männerdomäne. Üblicherweise besteht eine Crew für ein Boot dieser Größe aus 12 Mitgliedern – und in der Regel sind es fast ausschließlich Männer. Die Crew der Tutima besteht aus 15 Frauen. Einige Positionen werden von zwei Crew-Mitgliedern besetzt. „Das Segeln auf einer Yacht dieser Größe ist enorm kräftezehrend“, erklärt die 43-Jährige, die bereits früher mit einem Frauenteam gesegelt ist  – allerdings auf einem kleineren Boot. „Um ganz vorne mitzumischen, brauchen wir einfach ein paar Hände mehr.“

Der bunte Hund der Szene

2009 hatte der langjährige Sponsor Tutima die Rennyacht gekauft. Eine neue Crew sollte an den Start gehen und der Uhrenhersteller entschied sich bewusst für Skipperin Kirstin Harmstorf, die sich in der Offshore-Szene bereits einen Namen gemacht hatte, und eine Frauen-Crew, die auch durch ihr pinkfarbenes Outfit auffallen sollte. Und mit den Erfolgen kann der Sponsor und Eigentümer der Yacht durchaus zufrieden sein. So belegte 2015 die Tutima Crew bei der Kieler Woche den dritten Platz, bei den Europameisterschaften Platz 9 von 28 Booten und bei der Schifffahrtsregatta den ersten Platz. 2014 freute sich die Crew über Platz 2 bei der Nordseewoche und Platz 15 (von 27 Booten) bei den Weltmeisterschaften. „Wir haben eine welt- und europameisterschaftserprobte Crew und sind begeistert über die starke Performance auf dem Wasser“, sagt auch Tutima-Marketingleiterin Ute Delecate.
Und die Tutima-Mädels erregen Aufmerksamkeit. „Klar, wir sind schon so etwas wie der bunte Hund“, lacht Kirsten Harmstorf, „aber ich denke, wir fallen auch deshalb auf, weil wir immer so gut gelaunt sind.“ Der Teamgeist muss stimmen, lautet ihre Devise. Zwar hat sie das letzte Wort, doch Entscheidungen lässt sie am liebsten demokratisch treffen. 15 Frauen gehören zur Stammbesetzung der Tutima. Zum erweiterten Crewpool gehören circa 15 weitere Seglerinnen, die dann einspringen, wenn eine aus der Crew ausfällt. „Wir haben sehr viele Bewerberinnen. Und nach einem Probetraining entscheiden wir gemeinsam: Passt sie zu uns? Denn nur dann funktioniert es. Wir haben zwar immer sehr viel Spaß, aber wir sind auch sehr ehrgeizig.“ Dazu gehört auch, dass die Crew perfekt organisiert ist. Jedes Teammitglied hat eine Zusatzaufgabe. Die eine verstaut die Segel, die andere organisiert die Unterkünfte bei den mehrtägigen Regatten und wieder eine andere sorgt dafür, dass 15 Frauen am Abend einen Tisch im Restaurant finden. „Anders geht es nicht“, versichert die Skipperin.

Der Teamgeist stimmt

Von der besonderen Atmosphäre und dem Teamgeist schwärmt auch Ariadna Velazquez, die auf der Tutima die Position Spinnaker-Grinder besetzt. Die gebürtige Mexikanerin gehört erst seit einem Jahr zur Stammbesetzung der Tutima. Zuvor segelte sie auf dem Schwesterschiff im Mittelmeer in einer internationalen Crew. Mit der Tutima verbindet sie ihre eigene Geschichte. „Vor ein paar Jahren war ich bei der Kieler Woche. Ein Freund zeigte mir drei pinkfarben gekleidete Mädels und sagte, das sind die Tutima-Girls. Ich dachte, wie cool.“ Trotzdem war es dann eher Zufall, dass die 37-jährige Grafik-Designerin dann auf der Tutima landete. Mit einer Frauencrew hatte Ariadna Velazquez schon Erfahrung – und zwar in Mexiko. „Da waren wir die absoluten Exoten, denn in Mexiko spielt Segelsport überhaupt keine Rolle.“ Dass es auf der Tutima so gut läuft, liegt für sie aber nicht daran, dass es ein Frauenteam ist, sondern am Team selbst. „Es stimmt einfach alles zwischen uns.“
Das sieht auch Laila Engler so, die am Anfang größte Vorbehalte gegen das Frauen-Boot hatte. 2010 erhielt die damals 21-Jährige das Angebot, kurzfristig bei den Weltmeisterschaften auf der Tutima mitzusegeln. „Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass so ein Frauenteam funktioniert. Ich hatte bis dahin nur Erfahrung mit Crews, in denen es ein oder manchmal zwei Frauen gab.“ Trotzdem ließ sie sich auf ein Probetraining ein und schwärmt noch heute davon. „Ich habe so etwas noch nie erlebt. Es war unglaublich beeindruckend. 30 Hände haben in einer Sekunde ein perfektes Manöver gemacht. Ich hatte richtig Gänsehaut.“ Seitdem trägt Laila Engler aus Überzeugung die Farbe der Crew. „Dieses Pink war für mich am Anfang ein echter Schock“, lacht die Wirtschaftsingenieurin, „aber mittlerweile trage ich zur Erheiterung meiner Familie sogar pinkfarbene Socken.“
Für Laila Engler – Position Großsegeltrimmerin, Navigatorin und Co-Skipperin für Kirsten Harmstorf – ist aber auch die Konstellation auf der Tutima ein Glücksfall. „Oft ist es ja so, dass der Eigner der Skipper ist und eigene Leute dabei hat. Dann sind da noch Segler wie wir an Bord. Und das Verhältnis zwischen Profis und Amateuren kann schwierig sein. Auf der Tutima haben wir alle die gleiche Einstellung und wir ziehen an einem Strang. Ich denke, auch deshalb sind wir so erfolgreich.“
Und vielleicht können die Tutima-Frauen auch gar nicht anders. Die meisten haben schon als Kind Segelluft geschnuppert oder haben ein ganz besonders Verhältnis zum Wasser wie Laila Engler. Als Baby schaukelte sie in einer Hängematte auf Deck und unter Deck konnte sie durch ein Plexiglasfenster, das ihr Vater für sie eingebaut hatte, immer aufs Wasser schauen. „So ein Gefühl und eine Verbundenheit verliert man nicht mehr und das kann einem auch niemand nehmen.“ Auch Kirsten Harmstorfs Eltern nahmen sie schon früh mit zum Segeln. Sie selbst stieg dann aber erst mit 18 in den Regattasport ein – dafür jedoch umso leidenschaftlicher. „Ich kann mir nicht vorstellen, damit irgendwann aufzuhören. Das Segeln gehört zu mir und bedeutet mir alles.“

Bild: Max Ranchi/Tutima

Diät

5 Irrtümer auf dem Weg zur Bikinifigur

Mal eben 1, 3 oder 5 Kilo abnehmen, um am Pool oder Strand eine gute Figur zu machen. Wer wünscht sich das im Sommer nicht…. Doch mit vielen vermeintlichen Schlank-Tipps erreicht man oft das Gegenteil. Die 5 größten Irrtümer, die eine Bikinifigur garantiert verhindern.

 

Irrtum Nr. 1: Hungern macht schlank

Der am meisten verbreitete Glaube ist, dass radikaler Verzicht auf Nahrung zu Gewichtsverlust führt. Im ersten Moment mag das zutreffen, nach circa einer Woche stellt sich der Stoffwechsel jedoch darauf ein und fängt an, die Nahrung anders zu verwerten. Gleichzeitig beginnt der Körper, sich selbst abzubauen, indem er Wasserreserven und Muskelmasse angeht. Die Folge: Statt einer sexy Bikinifigur bekommt man schlaffe Muskeln und eine schlechte Körperhaltung. Abgesehen davon besteht das Risiko für extreme Gesundheitsbeeinträchtigungen – von der Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit bis hin zur Schädigung des Immunsystems. Beginnt man dann wieder, normal zu essen, speichert der Körper die zugeführten Kalorien und wandelt sie in Fett um. Die Folge: JoJo-Effekt und im schlimmsten Fall mehr Gewicht als vorher – das Gegenteil der gewünschten Bikinifigur.

Irrtum Nr. 2: Milchprodukte helfen beim Abnehmen

Milchprodukte hemmen die Fettverbrennung und fördern den Anstieg des Insulin-Spiegels. Das Hormon Insulin bremst den Fettabbau und ist ein entschiedener Gegner des Beachbodys. Als Alternative zu tierischer Milch bieten sich Shakes aus Mandel- oder Kokosmilch an – diese Nahrungsmittel sind nicht nur rein pflanzlich und fettarm, sondern auch laktosefrei. Dazu enthalten sie eine Menge Vitamin E. Abnehmwillige trinken außerdem Kaffee und grünen Tee – gemacht aus natürlichen Zutaten, die die Fettverbrennung anregen.

Irrtum Nr. 3: Viel Training = Viel Gewichtsverlust

Diese Rechnung geht nicht auf. Denn tatsächlich ist unser Körper bereits von Haus aus die beste Fettverbrennungsmaschine. Um die perfekte Bikinifigur zu formen, benötigt man kein einziges Fitness-Gerät, sondern nur das Wissen um die Aktivierung des eigenen Fatburners. Durch kurze intensive Sporteinheiten kann man ihn anregen – lange, zeitraubende Trainingseinheiten sind nicht notwendig.

Irrtum Nr. 4: Abnehmen geht am besten alleine

Der ausschlaggebende Faktor beim erfolgreichen Abnehmen ist die Motivation. Am besten sucht man sich Gleichgesinnte – das kann der Partner, ein Freund oder Familienmitglied sein oder gleich eine ganze Abnehm-Community wie das Online-Abnehm-Coaching mit Detlef Sonst sein. Denn kürzlich belegte eine Studie der Universität Baltimore, dass durch regelmäßige Motivation ein bis zu 50 Prozent höherer Abnehmerfolg festgestellt werden konnte.

Irrtum Nr. 5: Joggen ist schädlich

Das ist falsch. Denn Fakt ist: Joggen ist nichts anderes als unsere ursprüngliche Bewegungsform. Es zwingt den Körper dazu, alle Muskeln zu aktivieren und stärkt die Gelenke, indem die Muskeln dazwischen trainiert werden. Wer also schnell noch ein paar Pfunde verlieren möchte, sollte es ruhig mal ausprobieren. Wichtig dabei ist, sich nicht zu übernehmen, sondern mithilfe von professionellen Trainingsanleitungen die Belastung für den Körper zu kontrollieren. Dafür reichen mitunter 20 Minuten, am besten im Intervalltraining, einer Mischung aus Joggen und Gehen.