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Auf die Piste, sicher, los!

Pulverschnee, blauer Himmel, tolle Pisten – für Wintersportfans beginnt jetzt die schönste Jahreszeit. 6 Tipps von Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga, damit Sie immer heil unten ankommen und Ihren Urlaub in vollen Zügen genießen können:

1.Richtig vorbereiten
Mit Beginn der Saison sollten sich Wintersportbegeisterte unbedingt konditionell vorbereiten. Es hilft nicht, kurz bevor es auf die Piste geht, am Auto ein paar Dehn- oder Streckübungen zu absolvieren. Vielmehr sollte der gesamte Bewegungsapparat mindestens acht bis zwölf Wochen vor dem Skivergnügen ausreichend trainiert und vorbereitet werden. Entweder im Fitnessstudio oder mit regelmäßigem Ausdauertraining wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Nur so lässt sich durch eine gute Vorbereitung bereits im Vorfeld schwerwiegenden Knie-, Kopf-, Schulter- oder Rückenverletzungen vorbeugen.

2. Problemfeld Rücken
Der Rücken gilt vor allem bei Snowboardern und Wintersportlern, die gerne springen, als besonders gefährdet. Hierbei sollten deshalb unbedingt Rückenprotektoren getragen werden.

3. Gesundheitscheck
Wer lange keinen Wintersport mehr ausgeübt hat, sollte sich nicht vor einem Gesundheits-Check-up bei seinem Hausarzt scheuen. Speziell Skifahren ist zu einem regelrechten Hochgeschwindigkeitssport avanciert, bei dem, ähnlich wie beim Autofahren, unbedingt eine gewisse körperliche und geistige Fitness vorhanden sein sollte.

4. Kräutertee statt Jagertee
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Flüssigkeit wie Wasser, ungesüßten Tees oder Fruchtsaftschorlen sorgt für eine stabile Gesundheit beim Skifahren. Alkohol sollte zu keinem Zeitpunkt neben oder auf der Piste konsumiert werden, es beeinträchtigt Konzentration sowie Sehvermögen und Bewegungsabläufe des Körpers. Besser ist es, den Drink auf den Abend zu verschieben. Echtes Après Ski also.

5. Nicht übertreiben
Schwere Unfälle ereignen sich am häufigsten bei Kollisionen mit anderen Skifahrern. Bei hohen Geschwindigkeiten und überfüllten Pisten kommt es schnell zu gefährlichen Zusammenstößen, auch der sogenannte „tote Winkel“ trägt zum erhöhten Verletzungsrisiko bei. Hier sollten engagierte Fahrer unbedingt die gegebenen Bedingungen beachten und die eigene Fitness nicht überschätzen. Nach acht Stunden Skifahren steht keiner mehr energiegeladen und fit auf den Brettern. Deshalb müssen Wintersportler stets Pausen einlegen und Kraft tanken.

6. Mit Helm und Achtsamkeit
Aber auch auf die Ausrüstung kommt es an. Ein Helm sollte selbstverständlich sein, denn er schützt vor Kopfverletzungen. Zusammen mit der gesunden Portion Achtsamkeit lässt sich das Gefahrenpotenzial so deutlich mindern.